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21. Juni 2020



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Hadassah-Forscher erkennt die Ursache für tödliche Corona-Blutgerinnsel
  • Israelis testen Antiparasiten-Medikament gegen Covid-19
  • Frühwarnsystem: Israelische Firma überwacht Abwasserkanäle
  • Roboterkuscheln gegen Schmerzen
ARCHÄOLOGIE
  • Antike christliche Stadt im Norden entdeckt
  • Altertumsbehörde stoppt Ausgrabungsprojekt in Silwan
  • "Jahrhundertdeal" gefährdet israelische Kulturstätten
TOURISMUS
  • Israel und Griechenland wollen Tourismus ab August ermöglichen
  • Wenn die Reisen wieder losgehen - (hoffentlich bald)...
WIRTSCHAFT
  • Konsumentenpreise im Mai unerwartet gesunken
  • Capital Nature und aream unterzeichnen Kooperationsabkommen
  • Musiklabel Universal eröffnet Niederlassung in Tel Aviv
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • 90.000 Einwanderer werden in Israel erwartet
  • Stärkster Anstieg der Corona-Fälle in Israel seit zwei Monaten
  • Jerusalem Foundation: Gemeinsam gegen die Krise
  • Genesis Prize Foundation: "Sprechen für Israel"
  • Apple TV kauft israelische Spionageserie "Teheran"
  • Wasserkühlturm der Ölraffinerie von Haifa eingestürzt
POLITIK
  • Israels direkte Kontakte zu Palästinensern
  • Israels Hilfe für Palästinenser in Zahlen
  • Bundestagsfraktionen wollen israelische Annexionspläne verurteilen
  • EU-Parlament billigt Luftverkehr Abkommen mit Israel
  • EU verweigert erstmals palästinensischer Organisation Fördermittel wegen Terrornähe
  • Hat Putin Israel bei der UNO vor Obama gerettet?
  • US-Waffen in Israel müssen angepasst werden
  • Görlitzer Brückepreis für Tzipi Livni
WAS IN DEUTSCHEN MEDIEN (NICHT) ZU FINDEN IST
  • Familie von Terroropfer verklagt Palästinensische Autonomiebehörde
  • PA legt Internationalem Strafgerichtshof absichtlich gefälschte Dokumente vor
  • Erstmals wieder Rakete aus Gaza
  • Waffenschmuggel nach Gaza verhindert
AUS AKTUELLEM ANLASS: Begriffserklärung
  • Die "Zweistaatenlösung"
  • Ein Denkanstoß zum Thema "Zweistaatenlösung"
KOMMENTARE DER WOCHE
  • Corona, Corona und nochmal Corona
  • Kommentar von Sacha Stawski
SPORT
  • Greipel verlängert - auch Froome bald im israelischen Rad-Team?
  • Dabbur erzielt für Hoffenheim 3 Tore in 4 Tagen
VERANSTALTUNGEN
  • STÄNDIG AKTUALISIERT: Viele neue Termine in unserem Online-Kalender

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Die ILI News bieten einen Überblick über wichtige aktuelle Nachrichten aus und über Israel. Weitere Informationen zu den einzelnen Themen sind über die Web-Links am Ende der jeweiligen Meldungen zu finden.




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Hadassah-Forscher erkennt die Ursache für tödliche Corona-Blutgerinnsel
Mindestens 30% der Patienten mit Coronavirus entwickeln Blutgerinnsel, die den Blutfluss zu Nieren, Herz und Gehirn sowie zur Lunge blockieren. Prof. Abd Al-Roof Higazi, Leiter der Abteilung für klinische
Biochemie des Hadassah Medical Center, untersuchte mehr als 700 Blutproben von 80 Patienten und entdeckte, dass Covid-19-Patienten eine erhöhte Konzentration an Alpha-Defensin hatten, einem Peptid, das an der Bildung von Blutgerinnseln beteiligt ist. Sein Lösungsansatz beruht auf Colchicin, einem Alkaloid der Herbstzeitlosen, das als Medikament zur Behandlung von Gichtanfällen, wiederkehrender Herzbeutelentzündung und familiärem Mittelmeerfieber eingesetzt wird. "Die heute auf dem Markt für Blutverdünnung erhältlichen Medikamente adressieren diese (Corona-)Gerinnung nicht vollständig", erklärte Higazi. Der Mausversuch verlief erfolgreich. Jetzt warten die Forscher auf die Zulassung, um es an menschlichen Coronavirus-Patienten zu testen. (israel21c, jpost) EL

Israelis testen Antiparasiten-Medikament gegen Covid-19
Dr. Eli Schwartz, Gründer des Sheba-Zentrums für geografische Medizin und Tropenkrankheiten, beginnt mit der klinischen Prüfung der Wirkung von Ivermectin, in der Hoffnung, dass dies die Dauer der Covid-19-Infektion auf einige Tage verkürzen könnte. Ivermectin ist ein Medikament zur Behandlung von parasitären Infektionen bei Menschen und Tieren. Eine kürzlich durchgeführte australische In-vitro-Studie ergab, dass Ivermectin das neuartige Coronavirus innerhalb von 48 Stunden in einer Laborkultur abtötete. Dies garantiert aber nicht, dass es klinisch den gleichen Effekt haben würde. Eine US-Studie zeigte, dass Ivermectin die Mortalität bei schweren Covid-19-Patienten zu senken schien. Schwartz ist einer der ersten Forscher, der eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit Ivermectin an Covid-19-Patienten durchführt. (israel21c) EL

Frühwarnsystem: Israelische Firma überwacht Abwasserkanäle
Ari Goldfarb gründete die Firma Kando, um zunächst Industrieabfälle im labyrinthischen städtischen Abwassersystem der Stadt aufzuspüren. Acht Jahre später spürt sein Firmennetzwerk aus Sensoren, Autosamplern und Controllern, die unter Schächten in Ashkelon platziert sind, das Coronavirus auf. Im Mai ging Kando eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern und Mathematikern in Israel, Europa und den Vereinigten Staaten ein, um in einem einmonatigen Pilotprojekt die Genauigkeit ihrer Technologie zu bestimmen. Die Ergebnisse, so Goldfarb, stimmten mit den Daten des Gesundheitsministeriums überein, die die Breite und den nahezu genauen Standort der bestätigten Virusträger, einschließlich des von den Patienten benutzten Hotels, zeigen. "Wir sind die Einzigen, die sagen können, wo der Ausbruch ist und wie groß der Ausbruch in der Stadt ist", sagte Goldfarb. Die Technologie von Kando habe sich bereits als erfolgreich bei der Unterstützung der Behörden bei der Eindämmung eines Polio-Ausbruchs 2013 in der südlichen Stadt Hura erwiesen. (n-tv, ynet) TS

Roboterkuscheln gegen Schmerzen
Ein interaktives Stofftier kann Schmerzen lindern und ein Fenster für mitfühlende Fürsorge öffnen, selbst unter sozialen Distanzierungsregeln - so erläutert Shelly Levy-Tzedek, Leiterin des Kognitions-, Alterungs- und Rehabilitationslabors der Ben-Gurion-Universität die Idee
hinter einer neuen Studie zur Schmerzreduktion. Schon eine kurze Interaktion mit einem schnurrenden Roboter könne zu einer Verringerung der Schmerzen führen, was sich sogar mit Hormonspiegelmessungen nachweisen lässt. Ein normales Kuscheltier erfülle nicht den Zweck, da das menschliche Gehirn besser auf Interaktion reagiert. (timesofisrael) EL








Antike christliche Stadt im Norden entdeckt
Archäologen haben Überreste einer antiken Stadt im Norden Israels entdeckt, die persische Truppen vor etwa 1.400 Jahren zerstört haben. Neben einem farbenfrohen Mosaik fanden die Forscher auch Keramik, ein Bronzekreuz, arabisch-byzantinische Münzen, ein seltenes
Bronzegewicht aus dem 6. Jahrhundert und Steine mit eingravierten Kreuzen. Die Forscher vermuten laut der Zeitung Haaretz, bei der Stätte handele es sich um die antike Ortschaft Pi Metzuba. Dieser Name wird im Jerusalemer Talmud erwähnt. Dort galt Pi Metzuba als Teil eines Gebietes, das nicht zum Land Israel gehört. Die Stadt fiel Anfang des 7. Jahrhunderts Persern zum Opfer, als sie gegen Byzanz kämpften. Letztlich konnte Byzanz die Perser zurückdrängen, doch beide Reiche erschöpften sich durch den Konflikt und ermöglichten die islamische Expansion ab 630. (timesofisrael, israelnetz) TS

Altertumsbehörde stoppt Ausgrabungsprojekt in Silwan
Die israelische Altertumsbehörde verzichtet vorerst auf Grabungen im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan. Die Archäologen beobachteten ein Absinken des Bodens und befürchten, umliegende Wohnhäuser könnten beschädigt werden. Bewohner hatten bereits seit Jahren auf Beschädigungen an ihren Gebäuden hingewiesen. Mit dem Ausgrabungsprojekt wollen die Altertumsforscher eine antike Straße der Zeit Jesu freilegen. Sie wurde im Zuge der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 verschüttet. (israelnetz) TS

"Jahrhundertdeal" gefährdet israelische Kulturstätten
Organisationen, die sich für die israelische Kontrolle über Kulturerbestätten einsetzen, haben Bedenken geäußert, dass der Plan von US-Präsident Trump "die Veruntreuung historischer Stätten und das tragische System der absichtlichen Vernachlässigung durch die PA
Foto: TPS
(Palästinensische Autonomiebehörde) beschleunigen wird." Die Hasmonäische Festung in Hyrkania in der nördlichen Judäischen Wüste, die Hasmonäische Festung in Kypros im Jordantal, die Hasmonäischen Paläste bei Jericho, die biblische Stadt Schomron (Samaria-Sebastia), der Altar Josuas auf dem Berg Ebal, Tel Beitar, Tel Maon und Tel Hebron und weitere Stätten im Westjordanland leiden unter ständigem Vandalismus und Plünderungen. Darüber hinaus hat die Palästinensische Autonomiebehörde in jüngster Zeit ihre Aktivitäten verstärkt, um antike Stätten in "palästinensische Kulturstätten" zu verwandeln, erklärte die Regavim-Bewegung, eine Organisation, die sich dem Erhalt dieser Stätten widmet. Generaldirektor Meir Deutsch konstatierte, dass "die Bestimmungen des Oslo-Abkommens über die Bewahrung und den Zugang zu diesen Welterbe-Schätzen völlig gescheitert sind." (JPost, israelheute) TS







Israel und Griechenland wollen Tourismus ab August ermöglichen
Israel und Griechenland wollen noch im Sommer Urlaubsreisen zwischen beiden Ländern ermöglichen. Zieldatum sei der 1. August, sofern es die Infektionszahlen erlauben sollten, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einem Treffen
mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis in Jerusalem. Quarantänebestimmungen sollen demnach dann entfallen. Mitsotakis fügte an, der Gesundheitsschutz habe bei den Reisen oberste Priorität. Die Regelung soll nach israelischen Angaben ab August auch für Zypern gelten. Griechenlands Regierungschef erklärte, dass die diesjährige Saison bis Oktober, vielleicht auch bis November ausgedehnt werden könnte. Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war der Bau der Gaspipeline East Med, die von Israel über Zypern, Griechenland und Italien Erdgas in die EU transportieren soll. Mitsotakis wurde bei seinem zweitägigen Besuch von mehreren Ministern und von seiner Ehefrau Mareva begleitet. Es war die erste offizielle Auslandsreise des Premierministers seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. (ariva, griechenland) TS/KR

Wenn die Reisen wieder losgehen - (hoffentlich bald)...

...für die Wanderlustigen unter uns. (FB)







Konsumentenpreise im Mai unerwartet gesunken
Das israelische Zentralamt für Statistik meldete, dass im Mai die Konsumentenpreise im Land gegenüber April eher unerwartet um 0,3% gefallen seien. Ausnahme sind die Immobilienpreise, die leicht gestiegen sind (um 0,1% gegenüber dem Vormonat, um 3,5% innerhalb der letzten 12 Monate), und frisches Obst mit einem Preisanstieg von 5,2%. (tachles) KR
Foto: Arsen Ostrovsky

Capital Nature und aream unterzeichnen Kooperationsabkommen
Die aream Group mit Sitz in Düsseldorf wird zusammen mit der israelischen Capital Nature per Private Equity junge europäische Unternehmen fördern, um neue technologische Möglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien und nachhaltige Energie-Infrastruktur zu nutzen. Am 8. Juni wurde ein entsprechendes Kooperationsabkommen unterzeichnet. (windmesse) KR


Musiklabel Universal eröffnet Niederlassung in Tel Aviv
Das Label Universal Music Group (UMG) hat seine erste Niederlassung in Tel Aviv eröffnet. Der neue Geschäftsführer Joram Mokady sagte nach Angaben des Magazins "Variety", als erste große weltweite Musikfirma im Land werde UMG nach den besten israelischen Talenten Ausschau halten. Die Firma werde eng mit örtlichen Partnern und israelischen Startups zusammenarbeiten. (algemeiner, israelnetz) KR




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90.000 Einwanderer werden in Israel erwartet
Gemäß neuesten Prognosen wird geschätzt, dass in den nächsten 18 Monaten 90.000 neue Einwanderer aus der ganzen Welt nach Israel kommen werden. Anfang dieses Monats sagte die Jewish Agency, dass sie allein für 2021 mit 50.000 Einwanderern rechnet, obwohl sie auch feststellte, dass die Zahl der Einwanderer im Jahr 2020 gegenüber den Zahlen für 2019 aufgrund von Flugreisebeschränkungen und anderen Komplikationen zurückgegangen sei. (JPost, JPost) TS
Foto: Yonit Schiller

Stärkster Anstieg der Corona-Fälle in Israel seit zwei Monaten
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel so stark gestiegen wie seit knapp 2 Monaten nicht mehr. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 299 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Ähnlich viele Neuinfektionen gab es zuletzt um den 20. April. Viele neue Fälle gab es u.a. an Schulen. Weitere Lockerungen wurden vorerst weitgehend ausgesetzt. Die Zahl der Corona-Tests hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Ein großes Problem scheint die Lässigkeit im Umgang mit den Regeln zu sein. In einer Erklärung sagte das Gesundheitsministerium, dass sich vermehrt Informationskampagnen zu den Richtlinien und Bemühungen zur Quarantäne kranker Personen in der Nachbarschaft als unzureichend erwiesen hätten. (timesofisrael, bz-berlin) TS

Jerusalem Foundation: Gemeinsam gegen die Krise
Die Jerusalem Foundation, 1966 vom Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek ins Leben gerufen, hat seit ihrer Gründung über 4.000 langfristige Projekte und Initiativen ins Leben gerufen und sich aktiv für Bildungs- und Verständigungsarbeit der Hebräisch und Arabisch
sprechenden Bevölkerung der Stadt eingesetzt. Ein aktuelles Beispiel ist ihre rasche und präzise Hilfestellung für die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen Jerusalems während der Coronakrise. Die Jerusalem Foundation registriert und koordiniert die Bedarfe zusammen mit dem städtischen Sozialamt und den Gemeindezentren in den jeweiligen Stadtvierteln. (audiatur) KR

Genesis Prize Foundation: "Sprechen für Israel"
Die Genesis Prize Foundation hat 26 israelische und internationale gemeinnützige Organisationen mit Finanzmitteln im Rahmen von "Speak Out for Israel", einer globalen Kampagne zur Förderung einer wahren Darstellung Israels und zur Bekämpfung der Delegitimierung des jüdischen Staates ausgestattet.
Der jährliche Genesis-Preis, der auch als "jüdischer Nobelpreis" bezeichnet wird, ehrt außergewöhnliche Personen für ihre herausragenden beruflichen Leistungen, ihren Beitrag zur Menschlichkeit und ihr Engagement für jüdische Werte und den Staat Israel. Unter den Preisträgern 2020 befinden sich u.a. NGO Monitor, ADL Israel, Stand with Us, Taglit Birthright Israel und ELNET. (jpost, Genesis) EL/TS/SSt

Apple TV kauft israelische Spionageserie "Teheran"
Israelische Serien sind weiterhin begehrt. Der Streaming-Dienst Apple TV hat sich die internationalen Rechte für die neue Produktion "Teheran" gesichert. Der Spionagethriller stammt von Mosche Sonder, dem Autor des Netflix-Hits "Fauda". Es geht um eine Hackerin des Mossad, die in Teheran einen Nuklearreaktor ausschalten soll und bei der Mission ihre iranischen Wurzeln entdeckt. In Israel strahlt der Sender Kan 11 die Serie aus. Ein internationaler Starttermin ist noch nicht bekannt. (macwelt, israelnetz) KR

Wasserkühlturm der Ölraffinerie von Haifa eingestürzt
Die Wassertürme in Haifa sind seit 2009 nicht mehr im Betrieb. Sie wurden während des britischen Mandats gebaut. Einer der beiden ist jetzt zusammengestürzt. Der zweite Turm wird als Besucherzentrum genutzt, in dem Schulungen für die Ölraffinerie von Haifa abgehalten werden. Bei dem Einsturz wurde niemand verletzt. Die Wassertürme galten als Symbol für die schwere Luftverschmutzung in der Bucht von Haifa, wo die petrochemische Industrie Israels angesiedelt ist. Die Bucht wird oft auch als "tickende" Bombe bezeichnet, wegen der Lager für Brom und andere gefährliche chemische Stoffe. (youtube, Jpost, youtube, israelheute) TS







Israels direkte Kontakte zu Palästinensern
Schon lange haben israelische Beamte Social-Media-Seiten in arabischer Sprache eingerichtet, etwa die Facebook-Seite des Koordinators für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) und die Seite des Sprechers der israelischen
Armee, Avichay Adraee. Israel versucht auch, über israelische Zivilverwaltungsstellen mit den palästinensischen Bürgern zu kommunizieren. Zu deren Grundbedürfnissen gehören Arbeitsgenehmigungen, Sondergenehmigungen für die medizinische Behandlung in Israel oder Elektrizitätsdienste für Wohnviertel und Dörfer. COGAT-Koordinator Kamil Abu Rukun kündigte auf seiner Facebook-Seite an, dass sein Büro ab Anfang Juni Arbeitnehmer aus dem Westjordanland, die eine Arbeitserlaubnis für Israel beantragen, in seinem Büro begrüßen würde, sodass sie sich nicht mehr an den Palästinensischen Ausschuss für zivile Angelegenheiten wenden müssten. Israel nutzt verstärkt direkte Kommunikationskanäle mit den Palästinensern, um so der von Mahmud Abbas im Mai bekannt gegebenen Entscheidung der palästinensischen Führung, sich aus allen Abkommen mit Israel zurückzuziehen, etwas entgegenzusetzen. (mena-watch, Facebook) KR

Israels Hilfe für Palästinenser in Zahlen
Meldung vom 16. Juni: "Letzte Woche kamen 447.309 palästinensische Einwohner aus Judäa und Samaria über die Kreuzungen nach Israel, darunter mehr als 350.000 Arbeiter. COGAT koordinierte auch 80 Überfahrten mit Krankenwagen und über 16.749 Überfahrten für Palästinenser, um zu humanitären Zwecken nach Israel einzureisen." (Cogat) EL

Bundestagsfraktionen wollen israelische Annexionspläne verurteilen
Union, SPD, FDP und Grüne im Bundestag planen eine gemeinsame Erklärung gegen die israelische Annexion von Teilen des Westjordanlandes. Strittig ist noch, wie scharf die Annexion palästinensischer Gebiete in der Erklärung verurteilt werden soll. SPD und Gru?ne wu?rden gern von einem "klaren Bruch des Vo?lkerrechts" sprechen. FDP und Teile der Union wollen eine mildere Formulierung, um Forderungen nach Sanktionen entgegenzutreten. Die Erklärung soll in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause Anfang Juli verabschiedet werden. In einer Israel-Initiative aus dem Europaparlament taucht das Wort Annexion dagegen nicht auf. Konservative und liberale EU-Abgeordnete, darunter Vizepra?sidentin Nicola Beer (FDP) und Monika Hohlmeier (CSU), pla?dieren in einem Brief an den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell dafu?r, die Beziehungen zu Israel aufzuwerten. Der seit 2012 ruhende EU-Israel-Assoziierungsrat solle wieder einberufen werden.
[Anmerkung der Redaktion: Es ist nicht das erste Mal, dass der Bundestag sich so positioniert. Neu ist allerdings seit einigen Jahren, dass die sogenannte "Israelkritik" nicht nur mehrheitlich von links, sondern bis weit ins bürgerliche Lager hinein Konsens ist.] (spiegel) EL

EU-Parlament billigt Luftverkehr Abkommen mit Israel
Das EU-Parlament bestätigte ein Abkommen mit Israel für den Luftverkehr. Dieses wird bereits seit mehreren Jahren angewendet. Dennoch kam es vor der Abstimmung zu Diskussionen, weil Abgeordnete aus den linken Fraktionen des Parlaments im Vorfeld versucht hatten, die Ratifizierung mithilfe eines Geschäftsordnungsantrages zu verschieben. Der deutsche Europaabgeordnete Dietmar Kösterer (SPD) sagte gegenüber der Jüdischen Allgemeinen, dass die Forderungen aus seiner Fraktion "vollkommen inakzeptabel" seien: "Wir haben so viele Abkommen über den Luftverkehr in der Welt mit Staaten, die diktatorisch regiert sind. Soweit ich weiß, ist Israel der einzige Staat, dem wir drohen, ein solches Abkommen auszusetzen. Hier werden eindeutig doppelte Standards angewendet und so die Tür für Antisemitismus geöffnet." (israelnetz, JA, JA) EL/JG/SSt

EU verweigert erstmals palästinensischer Organisation Fördermittel wegen Terrornähe
Die palästinensische Organisation Badil bemüht sich um Gelder von der Europäischen Union, will aber nicht die Anti-Terror-Klausel unterzeichnen. Deshalb geht sie leer aus. Damit kommt die EU ihrer Ankündigung nach, die Verwendung von Fördermitteln für Palästinenser unter die Lupe zu nehmen. Das "Ressourcenzentrum für
palästinensische Aufenthalts- und Flüchtlingsrechte" hatte um USD 1,7 Mio. für ein Dreijahresprojekt gebeten. Es trägt die Bezeichnung "Für Gerechtigkeit in Jerusalem mobilisieren". Am Freitag erhielt sie nach eigenen Angaben eine Absage von der EU: "Aus Ihrer Antwort folgern wir, dass Badil die Allgemeinen Bedingungen, wie sie dastehen, nicht einhalten kann. Deshalb sehen wir uns verpflichtet, Ihr Gesuch als nicht länger gültig zu betrachten." Die Beobachtergruppe NGO Monitor wies darauf hin, dass die EU in den vergangenen 9 Jahren EUR 25 Mio. an palästinensische Gruppen gegeben hat, die dem Terror nicht abschwören wollen. 130 palästinensische Organisationen weigern sich, die Anti-Terror-Klausel zu unterzeichnen. Die Absage an Badil wurde von Olga Deutsch von NGO Monitor gelobt: "Wir applaudieren der EU dafür, dass sie angesichts des Druckes standhält und ihre Anti-Terror-Klausel anwendet." (timesofisrael, israelnetz) TS

Hat Putin Israel bei der UNO vor Obama gerettet?
Im Dezember 2016 wurde die Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrates, in der die israelische Siedlungstätigkeit verurteilt wurde, aufgrund einer US-Stimmenthaltung - im Gegensatz zu ihrem üblichen Veto - verabschiedet. Nun werfen veröffentlichte neue Details neue Fragen auf. Es heißt, unter dem damaligen US-Präsidenten Obama sei eine weitere noch schwierigere Resolution in Planung gewesen und diese wäre nur durch die Intervention des russischen Präsidenten Putin gestoppt worden. Es stellt sich die Frage, warum diese Geschichte jetzt, dreieinhalb Jahre nach dem Amtsantritt von US-Präsident Trump, veröffentlicht wird. Über die Hintergründe und offenen Fragen berichtet die Jerusalem Post. (jpost) EL

US-Waffen in Israel müssen angepasst werden
Ein Papier des Jüdischen Instituts für die nationale Sicherheit Amerikas hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, ihre Waffenlager in Israel mit präzisionsgelenkter Munition aufzufüllen, da die Bedrohung durch Gegner wie Iran und Hisbollah zunimmt. General a.D. Charles Wald, ehemaliger stellvertretender Kommandeur des US-Kommandos Europa, sagte, dass die ernste Bedrohung durch den Iran und die Hisbollah "dramatisch zunimmt", und verwies auf die feindlichen Aktivitäten des Iran in Syrien sowie auf die Spannungen mit Terrororganisationen im Gazastreifen. Die amerikanischen Waffen sollten Israel als "Lebensversicherung" im Kriegsfall dienen. (JNS) TS

Görlitzer Brückepreis für Tzipi Livni
Der internationale Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec 2020 geht an die israelische Politikerin Tzipi Livni. Das teilte die Gesellschaft zur Verleihung des Brückepreises mit. Die ehemalige israelische
Außenministerin stehe für freiheitliches Denken, Demokratie, Offenheit und Menschlichkeit, heißt es in der Begründung. Honestly Concerned merkt zu der Verleihung an: "Während man in Deutschland Livni sofort zur Premierministerin gewählt hätte und sie hier große Beliebtheit genoß, sah das in Israel ganz anders aus, weshalb sie mittlerweile auch nicht mehr wirklich politisch aktiv ist. Weder war sie bei der Bevölkerung beliebt, noch genoß sie politischen Rückhalt. Aber die Görlitzer wissen es ja sicher besser..." (JA, mdr) KR/SSt








Familie von Terroropfer verklagt Palästinensische Autonomiebehörde
Die Familie der 13-jährigen Hallel Ariel, die 2016 bei einem Terroranschlag getötet wurde, verklagt die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) auf NIS 100 Mio. Das entspricht dem Betrag, den die PA der

Bildnachweis: Courtesy Adam Prop
Familie des Terroristen in Form monatlicher Zahlungen für die Durchführung des Anschlags zahlt. Vor der Ermordung Hallels teilte der Terrorist Muhammad Tarayrah, der zum Zeitpunkt des Anschlags 17 Jahre alt war, mehrere Postings auf Facebook, in denen er Terroranschläge lobte und seine Absicht bekundete, Märtyrer zu werden. Er ermordete das Mädchen im Schlaf. Hallels Mutter Rina und Shurat HaDin, eine Nichtregierungsorganisation für Bürgerrechte, die Terroropfer vertritt, reichten Anfang des Jahres beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eine Klage gegen die Leiter der Palästinensischen Autonomiebehörde wegen Anstiftung zum Terror ein. "Die Körperschaft, die den Terrorismus finanziert, ermutigt und anstiftet, wird auch für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Geld ist Sauerstoff für den Terrorismus, auch wenn es im Nachhinein gegeben wird", sagte Shurat HaDin in einer Erklärung. Wenn die Klage angenommen wird, können alle Terror-Opfer die Palästinensische Autonomiebehörde verklagen, nur auf der Grundlage der Zahlungen, die die PA an die Terroristen und ihre Familien leistet. (JPost) TS

PA legt Internationalem Strafgerichtshof absichtlich gefälschte Dokumente vor
Die jüngste Vorlage der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ist ein Paradebeispiel dafür, wie die PA den Inhalt der Reden ihrer Führer und ihre Positionen im Allgemeinen je nach Identität und wahrgenommener Naivität des Zielpublikums zuschneidet und verändert. Der Text der Abbas-Rede, den die PA dem IStGH vorlegte, war unvollständig; es fehlte der Abschnitt, in dem er zugab, Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. (icc-cpi, palwatch, JPost) TS


Erstmals wieder Rakete aus Gaza
Erstmals seit 40 Tagen wurde eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Das Geschoß schlug in einem offenen Gebiet ein. Nach diesem

Raketenangriff hat Israels Armee Ziele im Süden des Küstenstreifens angegriffen, die der islamistischen Hamas für unterirdische Aktivitäten dienen. Seit vergangener Woche wurden auch wieder Brandballons aus dem Palästinensergebiet nach Israel geschickt. Die Hamas wollte Medienberichte nicht kommentieren, denen zufolge Israel den Transfer von Hilfsgeldern aus Katar in Höhe von umgerechnet EUR 44 Mio. in den Gazastreifen erlaubt hat. (tt) TS

Waffenschmuggel nach Gaza verhindert
Israel hat einen Versuch der Hamas vereitelt, Waffen aus dem Sinai zu schmuggeln. Nach Angaben des Militärs erfuhr der Shin Bet die Identität der an der Schmuggeloperation beteiligten Personen und leitete die Informationen an die Marine weiter. Nach einer Verfolgungsjagd wurde das Schiff mit zwei Terroristen an Bord

Ein Schmuggelboot auf dem Weg von der Sinai-Halbinsel in Richtung Gaza-Streifen, Bildnachweis: Israelische Verteidigungskräfte
gestoppt. Einer der beiden war Mahmoud Baker, ein bekannter hochrangiger Schmuggler. "Seine Gefangennahme stellt eine bedeutende operative Leistung dar", sagte die IDF. Baker wurde vor dem Bezirksgericht Beer Sheva angeklagt. Beide Männer sagten beim Verhör, dass die von ihnen geschmuggelten Waffen für Marinekommandos der Hamas gedacht waren. Honestly Concerned kommentiert dazu: "Und genau deshalb kann Israel die Grenzen nach Gaza nicht einfach öffnen. Es wird geschmuggelt, was das Zeug hält - allerdings nicht etwa Güter, die man zum leben braucht, denn diese erhält man ja ausreichend über Israel, sondern Waffen! Selbstverständlich berichten die Deutschen Medien hierüber... NICHT!" (algemeiner, timesofisrael, HC) TS




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Die "Zweistaatenlösung"
Ein Begriff, der immer wieder in Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel und den "Palästinensern" (siehe dazu Gatestone) genannt wird, ist die so genannte "Zweistaatenlösung". Doch tatsächlich bedeutet dieser Begriff für viele etwas völlig unterschiedliches. Für die einen ist es ein neuer Palästinenserstaat "Palästina" vom Mittelmeer bis zum Jordan und einen zweiten angrenzenden Staat, Jordanien (ohne ein Israel dazwischen). Für andere ist es, eine de facto 3-Staatenlösung mit einem neuen Staat "Palästina" in der Westbank (dem Westjordanland), einem neuen Palästinensischen "Hamastan" in Gaza und aber auch einem Staat Israel irgendwo dazwischen. Von wiederum anderen wird der Begriff in Zusammenhang mit möglichen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den
Palästinensern genannt, die als Ergebnis dieser Verhandlungen zwei Seite-an-Seite existierende Staaten - Israel und "Palästina" - sehen, wobei dieses Ergebnis ausdrücklich konditioniert ist an Bedingungen. Ähnlich, aber doch entscheidend unterschiedlich, gibt es auch diejenigen, die von einer einseitig ausgerufenen "Zweistaatenlösung" sprechen; einer Lösung, die ausdrücklich nicht das Ergebnis von Verhandlungen ist. Diese beinhaltet die Gründung eines Staates "Palästina" innerhalb des UNO-Teilungsplans von 1947 und einem ausdrücklich nicht als solchen anerkannten benachbarten Staat Israel, in den man dann aber auch noch so genannte "Flüchtlinge" (einschließlich deren Nachkommen) zurückkehren lassen will, insgesamt bis zu ca. 7 Mio., die zusammen mit den rund 20% bereits in Israel lebenden Arabischen Einwohnern , so die Mehrheit im Land übernehmen und so den Jüdischen Staat de facto vernichten sollen. Und dann gibt es u.a. noch diejenigen, die den Begriff "Zweistaatenlösung" mit mutmaßlichen "Grenzen von 1967" in Verbindung bringen; "Grenzen", die es aber so niemals gab, genauso wie es nie zuvor einen "Staat Palästina" gab. Es gab Waffenstillstandslinien, mehr nicht. (Vor 1967 gehörte die West Bank zu Jordanien und Gaza zu Ägypten.) Letztere Version der "Zweistaatenlösung" ist wahrscheinlich die am meisten verbreitete. Nachfolgend ein Kommentar dazu... SSt

Ein Denkanstoß zum Thema "Zweistaatenlösung"
Deutschland glaubt, mit einem Hokuspokus Patentrezept einen hundertjährigen Konflikt mit Jahrtausende alten kulturellen, religiösen und anderen Hintergründen "lösen" zu können. Der Gedanke "Zweistaatenlösung" ist nicht neu. Auf diese Idee war das kommunistische Hanoi
in Nordvietnam gekommen, um Friedfertigkeit vorzutäuschen, ohne laut zu sagen, dass es Südvietnam schlucken wolle. Von den Nordvietnamesen wurde sie dann auch 1974 dem Bonner Kanzler Willy Brandt vorgetragen, als Patentlösung für Deutschland. Doch Brandt hat es abgelehnt, Ostberlin als Hauptstadt der DDR anzuerkennen und die alte Zonengrenze in eine Staatsgrenze umzuwandeln. Ähnliches gilt für den Nahen Osten, wo nicht einmal zwei real existierende Staaten bereitstehen, sondern einer dafür extra neu errichtet und ein anderer potentiell zerstört werden soll. Die "Ansprüche" der Palästinenserführung werden dabei wie in Stein gemeißeltes "Völkerrecht" akzeptiert. Warum nicht genauso die "Ansprüche" der Katalanen in Spanien, der Basken, Kurden oder Tibeter erfüllen? Wir erinnern: Die PLO unter Arafat verzichtete 1964 noch auf das damals von Jordanien beherrschte Westjordanland, um die arabischen "Brüder" nicht zu provozieren, und war bereit, sich mit dem Staatsgebiet Israels zu "begnügen". Heute reicht der PLO scheinbar das von Israel besetzte Westjordanland (mitsamt Ostjerusalem als Hauptstadt) für ihre Vorstellung von einem arabisch- palästinensischen Staat. Sie befolgt aber zusätzlich weiterhin die Ideologie des "Rückkehrrechts" von mittlerweile irgend etwas zwischen 5-7 Mio. Menschen (je nachdem welche Quelle man liest) - Flüchtlingen und sämtlichen Nachkommen, und zwar in die ehemaligen arabischen Dörfer im jetzigen Staatsgebiet Israels. Diese "Zweistaatenlösung" wäre dann das von der PLO erwünschte Ende des jüdischen Staates und die Einführung weiterer diktatorisch islamistischer Autokratien der schon jetzt völlig zerstrittenen palästinensischen Führer, unter denen dann alle Bewohner gleichermaßen in einem weiteren endlosen Bürgerkrieg leiden müssten. Wohin dann die Juden wieder flüchten sollen, wird nie gesagt. Von freiheitsliebenden israelischen Arabern und den nach Israel geflüchteten Bahai und Armeniern ganz zu schweigen. Dass die EU völlig unfähig ist, Demokratie oder gar Frieden in dieser Weltgegend durchzusetzen, ist allerdings zur Genüge bewiesen. Wo sind die Menschenrechte in Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Gaza - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Geht es den Arabern in Gaza jetzt ohne Juden wirklich besser? All diese Faktoren ignoriert die Bundesregierung, wenn sie die von Deutschland selbst in eigener Sache abgelehnte Zweistaaten-Lösung im Nahen Osten vorantreibt, als gäbe es keinen Terror, keine Foltergefängnisse, keine Korruption und keine Kriege unter islamischer Herrschaft und als wären nicht aus den meisten Ländern der Region alle jüdischen Bürger vertrieben worden. Die deutsche Forderung, Israel möge Deutschlands Wunsch nach zwei Staaten nachkommen, von denen einer nach der Planung "judenrein" und der andere mit "Palästinensern" überschwemmt wird, ist dermaßen absurd, dass sich die zynische Frage stellt, ob Deutschland vielleicht hier eine falsche Lektion aus Auschwitz gelernt hat. Vielleicht sollte die Bundesrepublik Deutschland erst einmal die eigenen Probleme lösen, ehe sie mit unausgegorenen Ideen fernab vom eigenen Land im Nahen Osten Politik macht. Und wenn man unbedingt aus Liebe zum Chaos irgendwo in der Welt aufgrund von Ansprüchen aus verlorenen Kriegen der letzten Jahrhunderte irgendwelche willkürlichen Gebietsgrenzen durchsetzen will, könnten vielleicht erst die Sachsen, Franken und Schwaben ähnliche Versuche starten. Von Ostpreußen, Schlesiern und Sudetendeutschen ganz zu schweigen. Herr Abbas ist auf Grund seiner langjährigen Erfahrung bestimmt bereit, die deutschen Freunde dahingehend zu beraten, wie man so etwas mit möglichst großem Kollateralschaden für die eigenen Leute bewerkstelligt. TS








Corona, Corona und nochmal Corona
Nachdem die Regierungskrise einigermaßen überstanden ist und die geplanten Annexionen im Westjordanland eher in Europa als in Israel selbst debattiert werden, können sich die Israelis jetzt wieder ihren eigenen Problemen widmen: Corona, Corona und nochmal Corona. Sorge bereitet ein erneuter Anstieg der Ansteckungen, nachdem die Schulen wieder geöffnet wurden. Doch damit dürfte das inzwischen bestens ausgestattete Gesundheitssystem zurechtkommen. Schlimmer ist die durch die Isolation entstandene Wirtschaftskrise und ihre fatalen Auswirkungen auf fast jede Sparte. Weiterhin dürfen keine Touristen und Pilger einreisen. Das trifft Hotels, Gastronomiebetriebe, Reiseunternehmen, Busfahrer und bei weitem nicht nur die Souvenirläden, sondern auch Kunst, Musik, Mode und Konsum. Hunderttausende Israelis stehen vor dem Ruin. Sie erhalten lächerliche Überbrückungskredite, können so aber weder ihre Mieten noch Schulden an Zulieferer bezahlen. Vom normalen Leben ganz zu schweigen. Wie, ob und wann sich das Wirtschaftsleben wieder normalisieren kann, weiß niemand, zumal die Regierungsbeschlüsse zur Öffnung des Landes teils widersprüchlich und nicht sehr effektiv sind und insgesamt eher panisch wirken, als sinnvoll. Besonders befremdlich und tragisch ist die "Schließung des Himmels" für Einreisen von Touristen, Pilgern und anderen Besuchern. Ob wirklich am 1. August mit den Urlaubern aus Griechenland eine Öffnung beginnt? Soll Israel auch den ganzen Juli über geschlossen bleiben? In einem Land, das so sehr von der Tourismusbranche abhängig ist, ist jede weitere Woche Stillstand eine Katastrophe. Viele Unternehmen stehen jetzt schon vor dem Aus, darunter die nationale Fluggesellschaft EL AL. Die Fragen werden immer lauter: Was ist schlimmer: Die Gefahr einer erhöhten Ansteckung oder der sichere Ruin in der Hauptreisesaison? Die Israelis sind bekanntlich sehr gute Schachspieler, aber diese Partie, bei der scheinbar nur Verluste sicher sind, bringt das Staatswesen langsam an seine Grenzen. Trotzdem sucht man gerade jetzt intensiv nach Hilfsmöglichkeiten für die Palästinenser, um diese trotz der fatalen Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde zu unterstützen. In so einer Situation wirkt es besonders befremdlich, wenn von deutscher Seite aus noch Vorwürfe und Forderungen kommen, die der Situation vor Ort überhaupt nicht gerecht werden. TS/EL

Kommentar von Sacha Stawski
Die "Experten" der Fraktionen sind sich selten so einig, wie wenn es darum geht Israel zu rügen. Bei keinem anderen Land der Welt, gibt es ein vergleichbares Verhalten: nicht bei den ständigen Vernichtungsdrohungen des Iran; nicht bei den Menschenrechtsverbrechen der Türkei; nicht bei den Terroranschlägen von Terroristen egal wo in der Welt;
HonestReporting's CEO Speaks on ILTV on Israel's Annexation.
nicht bei Nordkorea oder China; nur bei Israel! Und "witziger Weise" sind da plötzlich dann auch alle Völkerrechts-"experten" und "Kenner" der Nahostgeschichte. Es kann einem nur Gruseln, egal wie man zum Thema Annexion stehen mag oder nicht. Das sich selbst Israelis bei diesem Thema nicht einig sind, ist kein Geheimnis. Um so erschreckender ist es, dass der Bundestag hier einen Handlungsbedarf sieht, obgleich man selbst in Israel noch gar nicht weiß ob, wenn überhaupt, was genau jetzt ggf. annektiert wird, oder auch nicht. Und wenn den Fraktionen so sehr daran gelegen ist eine Zweistaatenlösung voran zu bringen, dann sollten sich die Fraktionen vielleicht erst einmal der Seite widmen, die seit Jahren jegliche Verhandlungen ablehnt, sämtliche vorangegangenen Verträge einseitig aufgekündigt hat, usw., während auf allen Ebenen der Terrorismus weiter gefördert wird - u.a. mit unseren Steuergeldern! (HC)








Greipel verlängert - auch Froome bald im israelischen Rad-Team?
Der Vertrag des deutschen Radprofis André Greipel beim Team Israel Start-up Nation wurde um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2022 verlängert. In dem Team stehen auch die Deutschen Nils Politt und Rick Zabel unter Vertrag, mit denen Greipel eine Trainingsgruppe bildet. Berichten zufolge könnte zudem der viermalige Sieger der Tour de France, Chris Froome, zukünftig für das israelische Rennteam an den Start gehen - ein Angebot soll ihm vorliegen. (JA, Times) JG

Dabbur erzielt für Hoffenheim 3 Tore in 4 Tagen
Der israelische Fußball-Nationalspieler Munas Dabbur, der zu Beginn des Jahres vom FC Sevilla in die Bundesliga zur TSG Hoffenheim gewechselt ist, hat in den vergangenen beiden Spielen für sein Team drei Tore geschossen - innerhalb von nur vier Tagen. Seinem Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen den FC Augsburg am 17.6. folgte drei Tage später ein Treffer beim 4:0 gegen Union Berlin. Sein
erstes Bundesliga-Tor hatte Dabbur erst zwei Wochen zuvor beim 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf erzielt. Der Juni scheint also ein besonders guter Fußball-Monat für ihn zu sein - vielleicht ja auch beim abschließenden Saisonspiel in Dortmund gegen den BVB am 27.6. Als Motivation winkt Dabbur und seinen Hoffenheimer Mannschaftskollegen die mögliche Teilnahme an der Europa League. (sportschau, bild, transfermarkt) JG




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Zitat der Woche
Auf die Frage: "Wie ist die Stimmung im EU-Parlament?" antwortet Dietmar Köster, SPD-Europaabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen: "Einige Abgeordnete wollen fatalerweise durch die Verschiebung des Luftverkehrsabkommens ein Warnsignal an Israel senden. Auch aufgrund der besonderen Sicherheitslage sind Sanktionen, Boykott oder was auch immer vollkommen inakzeptabel. Wir haben so viele Abkommen über den Luftverkehr in der Welt mit Staaten, die diktatorisch regiert sind. Soweit ich weiß, ist Israel der einzige Staat, dem wir drohen, ein solches Abkommen auszusetzen. Hier werden eindeutig doppelte Standards angewendet und so die Tür für Antisemitismus geöffnet." ( Jüdische Allgemeine) EL

Aus besonderem Anlaß anläßlich des diese Woche stattgefunden AJC Virtual Global Forum (AJC)



















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Shocking Video revealing corruption within the Palestinian Authority - siehe dazu auch JCPA, Arutz7.

Why Doesn't Israel Just Withdraw to the 1948 borders

WATCH: Why are there still Palestinian refugees?

The forgotten refugees of Yemen.

The Jewish Refugees from Arab Countries and Iran

Jewish persecution in Lebanon.

The forgotten refugees of Iraq.

How democratic are Belgium, Israel and the Palestinian regimes?

Jerusalem - The capital of the State of Israel

Haifa - eine Ära geht zu Ende

Israelis helfen palästinensischen Landwirten, Buschbrände zu verhindern

Wasser für alle Bewohner von Judäa und Samaria: Die Wasserabteilung der Zivilverwaltung arbeitet daran, den Wasserbedarf aller Einwohner von Judäa und Samaria, Palästinenser und Israelis gleichermaßen zu decken. Auf einer Tour durch das Bethlehem-Viertel zeigte der Wasserkoordinator die wichtigsten Wasserstationen und wie sie die Region mit Wasser versorgen.








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