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28. Juni 2020



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Neues Medikament für Covid-19 und Alzheimer
  • Wie Israel mit Cybertech auf Corona-Jagd geht
  • Cybersicherheitskurs der Universität Tel Aviv weltweit Nr. 1
  • Nanotechnologisch aufbereitetes Granatapfelöl für die Demenz-Therapie
  • Neben Hightech-Systemen schützen Fische das israelische Trinkwasser
ARCHÄOLOGIE
  • Protoäolische Kapitelle in der Stadt Davids
  • Jordanisches Munitionslager nahe der Klagemauer entdeckt
  • Neue tödliche Waffen veränderten die Kriege im biblischen Israel vor 2.700 Jahren
  • See im Norden Israels war 10.000 Jahre lang ein beliebter Platz zum Fischen
TOURISMUS
  • Airline darf Flug eines israelischen Kunden aufgrund seiner Nationalität stornieren
  • Einreisestopp bis 1. August verlängert
WIRTSCHAFT
  • Microsoft kauft israelische Firma CyberX, um das Internet der Dinge zu fördern
  • "Global Eco-System Ranking": Israel weiter auf Platz 6
  • Elbit betreut weiterhin die T-6A Efroni der IAF
  • Möchten Sie alles über den neuen Hafen von Haifa erfahren? Versuchen Sie es mit China
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Kfar Jona kann Oranienburger Partnerstadt werden
  • Wonder Woman verletzte Quarantäne-Regeln
  • Gips in Gold
  • Yad Vashem: Avner Shalev tritt zurück
  • Oded Eran, ehemaliger Vorsitzender der Bank Hapoalim, ist gestorben
POLITIK
  • Israel und die VAE wollen bei Bekämpfung der Pandemie kooperieren
  • Bundestagsbeschluss gegen Israels "Annexionspläne" zum 1. Juli geplant
  • Internationale Diplomaten protestieren für Palästinenser
  • Neue Website listet israelische Professoren auf, die gegen Israel sind
WAS IN DEUTSCHEN MEDIEN (NICHT) ZU FINDEN IST
  • Palästinenser bei Angriff auf israelische Grenzpolizistin getötet
  • Doppelter Standard beim Spiegel
  • Abbas lässt Beweise vernichten
  • Palästinensischer Protest gegen Annexion kostet zwei Babys das Leben
  • Schlupflöcher in Anti-Terror-Gesetzen und -Verordnungen der EU
  • IDF trifft Ziele im Gazastreifen, nachdem Raketen auf Israel abgefeuert wurden
AUS AKTUELLEM ANLASS
  • "Annexion" verständlicher gemacht - auf die Gesamtperspektive kommt es an
KOMMENTAR DER WOCHE
  • Corona, Corona und nochmal Corona
  • Kommentar von Sacha Stawski
SPORT
  • Andreas Herzog nicht mehr Teamchef in Israel

VERANSTALTUNGEN
  • STÄNDIG AKTUALISIERT: Viele neue Termine in unserem Online-Kalender

IN EIGENER SACHE
  • Warum Ihre Spende für ILI so wichtig ist
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BILDER DER WOCHE
  • Das Jordantal
  • Pflanzenvielfalt in Maale Adumim
  • Wer hätte gedacht, dass alte Münztelefone möglicherweise viele Leben retten können?




Die ILI News bieten einen Überblick über wichtige aktuelle Nachrichten aus und über Israel. Weitere Informationen zu den einzelnen Themen sind über die Web-Links am Ende der jeweiligen Meldungen zu finden.




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Neues Medikament für Covid-19 und Alzheimer
ALZT-OP1, eine neuartige Behandlung der Alzheimer-Krankheit, die sich derzeit in fortgeschrittenen klinischen Phase-3-Studien befindet, könnte sich auch bei der Behandlung von durch Covid-19 verursachter Lungenentzündung als wirksam erweisen. "Wenn wir zu viel Virus in unserer Lunge haben, reagiert unser Immunsystem mit der Aktivierung von Zytokinen, um das Virus zu bombardieren", erklärt der in Israel geborene
Harvard-Professor und serielle medizinische Unternehmer David Elmaleh, wissenschaftlicher Gründer und CEO von AZTherapies. "Unser Medikament würde die Zytokinfreisetzung verlangsamen und andere Behandlungen wirken lassen". ALZT-OP1 ist eine proprietäre Mischung aus etwas Ibuprofen (zur Behandlung von Entzündungen) und Cromolyn, ursprünglich ein Asthmamedikament. "Cromolyn funktioniert so, wie es zugelassen wurde, weil es bei der Asthmabehandlung nur in die obere Lunge gelangt", erklärt Elmaleh. "Ich habe es überarbeitet, um in die tiefere Lunge zu gelangen. ALZT-OP1 ist kein Heilmittel. Ziel ist es, Patienten im Frühstadium durch Verlangsamung der Zytokinfreisetzung länger krankheitsfrei zu halten." Elmaleh wuchs in den 1960er Jahren in Musrara (Morasha) auf, damals eine vernachlässigte Nachbarschaft nordafrikanischer Einwanderer zwischen Ost- und West-Jerusalem. Mehrere seiner früheren Startups (darunter Molecular Insight und Puretech Health) führten zu Behandlungen mit einem Shareholder Value von mehr als USD 1 Mrd. AZTherapies wurde 2011 mit USD 2 Mio. gegründet und hat jetzt über USD 100 Mio. gesammelt. (israel21c) EL

Wie Israel mit Cybertech auf Corona-Jagd geht
Die Neue Zürcher Zeitung stellt heraus, dass Israel bisher ein Drittel weniger statistisch erfasste Corona-Infizierte und nur rund einen Siebtel so viele Tote wie die Schweiz hat - und zwar in Bezug auf die absoluten Zahlen, was signifikant ist, da Israel 9,1 Mio. Einwohner gegenüber 8,6 Mio. in der Schweiz hat. In Israel zeige sich, wie verblüffend leicht sich militärische Erkenntnisse auf die Medizin übertragen lassen. So entwickelte Elbit, Fachfirma für militärische Elektronik, eine Gerätekombination, die Puls, Atemfrequenz und Körpertemperatur einer Person mit hoher Genauigkeit ermittelt, und zwar aus drei bis fünf Metern Distanz. Hunderte von Firmen forschen nach Medikamenten und Impfstoffen, Dutzende bieten bereits Lösungen an. (NZZ) EL
Im Parkhaus des Rambam-Spitals in Haifa - so wie hier hätte man, falls das nötig geworden wäre, eine Corona-Station für 3.000 Patienten aus dem Boden gestampft. Bild: Ulrich Schmid, NZZ

Cybersicherheitskurs der Universität Tel Aviv weltweit Nr. 1
Der kostenlose Online-Cybersicherheitskurs der Universität Tel Aviv, der bereits von Benutzern in 150 Ländern angesehen wird, hat unter den in diesem Bereich verfügbaren Online-Kursen den ersten Platz in der Welt belegt. Der im Dezember 2019 von Prof. Avishai Wool und Dan Gittik mit Hilfe des israelischen Unternehmens Checkpoint gestartete Kurs erreichte in nur sechs Monaten den ersten Platz. "Zu unserer großen Freude gilt Israel als eine führende Macht auf dem Gebiet der Cybersicherheit, und dieser neue Kurs zieht daher viele junge Menschen an, die sich in Informationssicherheit ausbilden lassen möchten.", so die Universität. (i24) SSt

Nanotechnologisch aufbereitetes Granatapfelöl für die Demenz-Therapie
Eine Doppelblind-Studie im Hadassah Ein Kerem in Jerusalem wies nach, dass Multiple-Sklerose-Patienten, die ein nanotechnologisches Nahrungsergänzungsmittel aus Granatapfelöl einnahmen, bereits nach drei Monaten eine "signifikante kognitive Verbesserung" zeigen. Die kleine Studie mit 30 Patienten wurde im Zentrum für Multiple Sklerose von Prof. Dr. Dimitrios Karussis, Direktor des Zentrums und leitender Neurologe durchgeführt. Patienten, die das Supplement einnahmen,
verzeichneten in den drei Monaten der Behandlung eine durchschnittliche Verbesserung der Lernfähigkeit und des Textverständnisses, des Wortrückrufs und der Kategorisierung um 12 Prozent. Das Granatapfelöl-Supplement, das den Patienten gegeben wurde, wurde von Prof. Dr. Ruth Gabizon, Forscherin für degenerative Hirnkrankheiten an der Abteilung für Neurologie des Hadassah University Hospital in Jerusalem, zusammen mit Prof. Shlomo Magdassi, Experte auf dem Gebiet der Nanotechnologie am Casali-Institut für Angewandte Chemie der Hebräischen Universität entwickelt. Antioxidantien sind bekannt für ihre Fähigkeit, vor der Zerstörung von Gehirn- und Körperzellen zu schützen. Granatapfelkernenöl (PSO) enthält hohe Konzentrationen an Punicinsäure oder Omega 5, das als eines der stärksten Antioxidantien in der Natur gilt. Normalerweise werden diese jedoch über die Leber abgebaut. Mit Hilfe der Nanotechnologie wird Granatapfelöl in winzige Partikel zerlegt, die der Filterfunktion der Leber entkommen und so zum Gehirn gelangen können. (timesofisrael) EL

Neben Hightech-Systemen schützen Fische das israelische Trinkwasser
Nach Berichten, dass Teheran versucht habe, den Chlorgehalt in Israels zivilem Wassersystem gefährlich zu erhöhen, wird die gesamte Kontrolle über die Verteidigung nun vom Cyber-Direktorat übernommen. Zusätzlich zum Direktorat und den bereits vorhandenen fortschrittlichen Wasserüberwachungssystemen
werden laut einem Bericht im israelischen Fernsehen auch mehrere Dutzend Fische zur Überwachung des Wassers einsetzt. Kameras überwachen sie 24 Stunden am Tag auf Frühwarnungen, ähnlich wie der sprichwörtliche Kanarienvogel im Kohlebergwerk. Die Iraner hätten sich in die Software gehackt, die die Pumpen nach der Weiterleitung über amerikanische und europäische Server betreibt, um die Quelle zu verbergen. Weder Israel noch der Iran haben offiziell zugegeben, dass sie gegenseitig die zivile Infrastruktur des jeweils anderen ins Visier genommen haben. (timesofisrael, israelnetz) TS








Protoäolische Kapitelle in der Stadt Davids
Israel ist übersät mit archäologischen Zeugnissen aus der Zeit des Ersten Tempels. Eines der größten Beispiele für die königliche Größe und künstlerische Meisterschaft jener Zeit sind die protoäolischen Säulen-Kapitelle. Das schönste wurde 1963 durch Kathleen Kenyon in Jerusalem gefunden. Das Palmenmotiv kommt sowohl in israelitischen als auch in phönizischen Entwürfen vor. Es wurde verwendet, um den Tempel Salomos zu schmücken (1. Könige 6:35). Etwa 40 Jahre nach Kenyon begann die Archäologin Dr. Eilat Mazar in der Davidsstadt zu graben. Dr. Mazars Großvater, der renommierte Archäologe und Professor der Hebräischen Universität Benjamin Mazar, brachte ihr bei, wie man mit dem biblischen Text umgeht. Auf der Grundlage biblischer

Protoäolisches Kapital, dargestellt auf der 5-Shekel-Münze
Berichte (2. Samuel 5:17) stellte Dr. Mazar nun die Hypothese auf, dass König Davids Palast außerhalb der befestigten Stadt lag, eine Möglichkeit, die Archäologen zuvor nicht in Betracht gezogen hatten. Bei Ausgrabungen in der Stadt Davids in den 1960er Jahren fand Kenyon einen kleinen Ausschnitt eines massiven öffentlichen Bauwerks aus dem 10. Jh. Damals betrachtete Kenyon dies als einen Teil der von König Salomo errichteten Kasemattenmauer. Dr. Mazar nimmt jedoch an, dass es sich um König Davids Palast handeln könnte. (watchjerusalem) TS

Jordanisches Munitionslager nahe der Klagemauer entdeckt
Die Western Wall Heritage Foundation und Archäologen der israelischen Antikenbehörde haben überraschend bei Ausgrabungen unter der Lobby der Westmauer-Tunnel ein jordanisches Munitionsversteck aus dem Sechstagekrieg entdeckt. Unter den freigelegten Funden befinden sich Gewehrmagazine voller Kugeln, ein Bajonett und andere Gewehrteile. Die Munition war im Boden einer Wasserzisterne aus der Zeit des britischen Mandats versteckt. (Pressemitteilung, JPost) TS
Foto: Antikenbehörde

Neue tödliche Waffen veränderten die Kriege im biblischen Israel vor 2.700 Jahren
Vor rund 2.700 Jahren debütierte im biblischen Israel ein neuer Typ tödlicher Waffen: gesockelte Pfeilspitzen aus Kupferlegierung wurden von der assyrischen Armee eingesetzt, die die Region im 7. Jh. v.Chr. in die Knie zwang. Eine Gruppe israelischer Forscher dokumentierte ihren Einsatz in den Schlachten und bot neue Einblicke in einige Schlüsselmomente ihrer Geschichte, u.a. bei der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier im Jahr
Skythisch-iranische Pfeilspitzen (Bildnachweis: Institut für Archäologie / Tel Aviv Universität)
586 v.Chr. Wie Prof. Oded Lipschits, Direktor des Instituts für Archäologie an der Universität Tel Aviv, erklärte, boten diese Pfeilspitzen den Assyrern einen bedeutenden Vorteil. "Wir waren in der Lage, drei Haupttypen von Pfeilspitzen zu identifizieren, die wir auf das Assyrische Reich, die Babylonier und das Persische Reich zurückführen", sagte er. "Aus historischen Quellen wissen wir, dass König Nebukadnezar die gesamte Levante eroberte, aber 601 v.Chr. in Ägypten besiegt wurde und dann zwei Jahre brauchte, um seine Armee wiederaufzubauen. Dieses Ereignis spiegelt sich in den Pfeilspitzen wider. Die Babylonier zerstörten 604 die Stadt Aschkelon und 586 die Städte Judas, einschließlich Jerusalem: Die Pfeilspitzen, die wir an den ersteren und letzteren Stellen entdeckten, sind unterschiedlich." (JPost) TS

See im Norden Israels war 10.000 Jahre lang ein beliebter Platz zum Fischen
Der Paläolake Hula im Oberen Jordantal Israels war rund 10.000 Jahre lang ein beliebter Ort zum Fischen, wie Archäologen in einer neuen Studie herausgefunden haben. "Vorläufige Daten aus dem Gebiet zeigen eine zeitweilige Besetzung dieses Ortes durch kleine Gruppen von Jägern und Sammlern, die kurzfristige, aufgabenspezifische Aktivitäten ausübten, als der Seespiegel sank und das Gebiet freilegte", so die Studie. Die Menschen, die das Gebiet besetzten, aßen Tiere, die den heutigen Mollusken, Krebsen, Schildkröten und Amphibien entsprechen, so Haaretz. (ynet) TS
Der Hula-See im Norden Israels (Foto: Yael Shavit)







Airline darf Flug eines israelischen Kunden aufgrund seiner Nationalität stornieren
Ein in Deutschland lebender Israeli wollte mit Kuwait Air nach Sri Lanka reisen, doch die Fluggesellschaft stornierte das Ticket. Nun bestätigte das Oberlandesgericht München den Vorgang - "wegen tatsächlicher Unmöglichkeit" der Reise. Im konkreten
Fall hätte der Israeli wegen seiner Staatsbürgerschaft bei dem Zwischenstopp in Kuwait nicht einreisen können - die Airline zog daher das Ticket des Mannes zurück. Entschädigungsansprüche sah das Gericht nicht. Die Revision gegen das Urteil (Az. 20 U 6415/19) wurde nicht zugelassen. Nathan Gelbart, Rechtsanwalt des Klägers, nannte das Urteil "enttäuschend, beschämend und falsch zugleich". Das Gericht nehme "ein faktisches Leistungshindernis an, weil der Emir von Kuwait als Eigentümer des Flughafens und der staatlichen Fluggesellschaft einfach anordnet: ,Hier steigen keine Israelis um'." Damit legitimierten die Richter "die Umgehung deutschen Rechts, nämlich die Beförderungspflicht aller Menschen von deutschem Boden aus, unabhängig von Religion, Staatsbürgerschaft und geschlechtlicher Orientierung", so Gelbart. (spiegel, JA) TS / JG

Einreisestopp bis 1. August verlängert
Das in der Corona-Krise ausgesprochene Einreiseverbot nach Israel ist wieder verlängert worden. Die Fluglinien wurden darauf hingewiesen, dass sie dafür verantwortlich sind, Passagiere, denen die Einreise verweigert wurde, zurück an ihren Abflugort zu bringen. Ausnahmen gelten demnach nur mit entsprechenden Genehmigungen der Einwanderungsbehörde. (JA) EL







Microsoft kauft israelische Firma CyberX, um das Internet der Dinge zu fördern
Der US-Technologie-Gigant Microsoft sagte, dass er das in Herzliya ansässige Cyber-Sicherheits-Startup-Unternehmen CyberX erwirbt, um seinen Kunden bei der Sicherung von Geräten, die mit dem Internet
verbunden sind, einen Vorteil zu verschaffen. Der Deal beläuft sich auf etwa USD 165 Mio. CyberX, 2012 von Nir Geller und Omer Schneider gegründet, hat bis heute USD 47 Mio. von Investoren aufgebracht. Das 2012 gegründete Startup hat Software entwickelt, um Sicherheitsverletzungen in angeschlossenen Geräten zu erkennen, zu stoppen und vorherzusagen. Mit CyberX können Kunden eine digitale Karte mit Tausenden von Geräten in einer Fabrikhalle oder innerhalb eines Gebäudes sehen und Informationen über ihr Anlagenprofil und ihre Schwachstellen sammeln. Diese Sichtbarkeit zu erlangen ist nicht nur entscheidend, um zu verstehen, wo Sicherheitsrisiken liegen, und diese Risiken dann zu mindern, sondern es ist auch ein grundlegender Schritt, um intelligente Fertigung, intelligente Netze und andere Anwendungsfälle der Digitalisierung in Produktionsstätten und der Lieferkette sicher zu ermöglichen. (timesofisrael) TS

"Global Eco-System Ranking": Israel weiter auf Platz 6
Wo sind die leistungsstärksten Ökosysteme der Welt? Anders ausgedrückt: Wo haben Startups in der Frühphase die besten Chancen, um globalen Erfolg aufzubauen? "Startup Genom", die größte private Research- und Monitorgesellschaft für Startups und Ökosysteme, hat das aktuelle globale Ranking für Tech-Startups publiziert. Es wurden über 270 Ökosysteme mit mehr als 10.000 Unternehmen in über 100 Ländern bewertet. Silicon Valley ist unangefochten weiter auf Platz 1. London teilt sich den 2. Platz mit New York. Tel Aviv wurde auf Platz 6 eingeordnet, was wenig überraschend ist, denn die Israelis spielen seit Jahren in der obersten Liga. Tel Aviv
hat nach dem Silicon Valley die weltweit höchste Anzahl an Startups pro Kopf. Die EU hat aktuell hart zu kämpfen: Berlin ist um sechs Plätze abgestürzt und findet sich nun auf Nummer 16. Paris sank um 4 Plätze auf den 13. Platz. Zu den Neuzugängen in den Top 30 zählen Tokio (Nr. 15), Seoul (Nr. 20), Shenzhen (Nr. 22), Hangzhou (Nr. 28) und São Paulo (Nr. 30). Ausgesprochen positiv hat sich auch das Startup-System von Jerusalem entwickelt, das mit Tel Aviv zusammen erwähnt wird. (crunchbase, Grafik) EL

Elbit betreut weiterhin die T-6A Efroni der IAF
Die israelischen Luftstreitkräfte (IAF) bilden fliegende Besatzungen in großer Zahl aus. Das israelische Technologieunternehmen Elbit Systems hat nun einen USD 38 Mio. schweren Auftrag erhalten, um die Turboprop-Trainer des Typs Beechcraft T-6A Efroni auch in den nächsten fünf Jahren weiter zu betreuen. Die IAF verfügt über 20 Exemplare dieses Musters,
Foto: Elbit Systems
von denen die ältesten aus dem Jahr 2009 und die jüngsten aus dem Jahr 2012 stammen. Der Vertrag beinhaltet eine Option für eine Verlängerung des Auftrags für weitere fünf Jahre und umfasst neben der technischen Betreuung auch betriebliche Unterstützung. Die Piloten der Flächenflugzeuge durchlaufen eine Ausbildung, bei der sie auf dem Kolbenmotor-Trainer Grob G120A Snunit ihre ersten fliegerischen Schritte unternehmen, um dann über die T-6A Efroni auf den Jet-Trainer M-346 Lavi umzusteigen. (aerobuzz, flightglobal) TS

Möchten Sie alles über den neuen Hafen von Haifa erfahren? Versuchen Sie es mit China
In den letzten Wochen haben Medien über Bemühungen der Vereinigten Staaten gegen die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und China berichtet. Der dringende Besuch des US-Außenministers Mike Pompeo in Israel im vergangenen Monat scheint zumindest teilweise auch mit der Übergabe des neuen Hafens von Haifa an das chinesische Unternehmen Shanghai International Port Group (SIPG) zusammen zu hängen, das den Hafen ab 2021 für einen Zeitraum von 25 Jahren betreiben wird. Internationale Ingenieurteams, die unter chinesischer Aufsicht arbeiten, bauen derzeit die Infrastruktur für Kran- und Schienensysteme auf, die in Kürze aus China eintreffen wird. Andere Teams vervollständigen die Elektro-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sowie die High-Tech-Software und -Sensoren, die den Betrieb fortschrittlicher Automatisierungsgeräte steuern werden, die in den kommenden Monaten hauptsächlich von chinesischen Lieferanten geliefert werden sollen, wie im Franchisevertrag festgelegt. Doch gegenwärtig, bemerkt die israelische Wirtschaftsseite GLOBES, behandeln die israelische Regierung und öffentliche Stellen den neuen Hafen so, als wäre er eine geheime U-Boot-Basis und kein ziviler Hafen, in den Billionen investiert wurden. (globes) EL




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Kfar Jona kann Oranienburger Partnerstadt werden
Mit einer klaren Mehrheit haben sich die Oranienburger Stadtverordneten für eine Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Kfar Jona ausgesprochen. Die entsprechenden Verträge sollen noch dieses Jahr unterzeichnet werden. Im Februar war Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke mit einer Delegation in Israel. "Ich freue mich sehr über diese Entscheidung und es war mir ein Herzenswunsch. Es gibt sehr viele Verbindungen in diversen Bereichen zwischen Oranienburg und Israel, die wir nun vertiefen wollen", so Laesicke. (maz) TS
Foto: Stadt Oranienburg

Wonder Woman verletzte Quarantäne-Regeln
Sie kann vielleicht die Welt retten, aber die israelische Schauspielerin Gal Gadot, die vor allem für ihre Rolle als Wonder Woman auf der Leinwand bekannt ist, hat es schwer, sich an Regeln zu halten. Statt sich nach ihrer Ankunft in Israel zwei Wochen lang selbst zu isolieren, hat sie mit ihrer Familie regelmäßig Gäste in ihrem Mietobjekt empfangen. Angesichts der Popularität Gadots und
ihrer früheren Äußerungen über die Bedeutung von #stayinghome hat das weit verbreitete Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Noch im März schrieb sie auf ihrem Instagram-Konto: "Wir sollten diese [Pandemie-]Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen". Kein Mitglied der Gadot-Familie wurde bei der Einreise nach Israel positiv auf das Coronavirus getestet. (JPost, themedialine) TS

Gips in Gold
Letzte Woche kam der 13-jährige Omri zum Schneider Children's Medical Center in Israel, nachdem er sich beim Basketballspielen den Arm gebrochen hatte. Sein gebrochener Arm wurde eingegipst und er wurde nach Hause geschickt, um sich zu erholen. Jetzt kehrte
Omri zu einer Untersuchung in die orthopädische Abteilung zurück und zeigte dem verblüfften Personal die Bearbeitung, die seine Mutter für ihn angefertigt hatte - den Handschuh von Thanos aus Marvels "Avengers". Kommentar auf Facebook: "Es sieht so aus, als habe die Mama einen neuen Beruf gefunden." (facebook) EL

Yad Vashem: Avner Shalev tritt zurück
Avner Shalev leitete 27 Jahre lang die Gedenkstätte Yad Vashem. Jetzt erklärte der 81-Jährige seinen Rücktritt von diesem Amt zum Jahresende. Gründe für die Entscheidung gab er keine an. Shalev wurde 1939 in Jerusalem geboren. Er ging schon mit 17 Jahren zum Militär, diente zwischen 1956 und 1980 bei den Israel Defence Forces (IDF) und erreichte den Rang eines Brigadegeneral. Danach war er ein Jahrzehnt lang Generaldirektor der israelischen Kulturbehörde. Shalev spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der Bildungschancen in den Randregionen Israels. Er setzte
Avner Shalev, Foto: Sahm
neue Maßstäbe für Israels führende Kulturinstitutionen und initiierte landesweite Kunst-, Musik- und Theaterfestivals. 1993 ernannte die Regierung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin Shalev zum Vorsitzenden der nationalen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Von Beginn seiner Amtszeit an stellte er die Bildung in den Vordergrund der Aktivitäten von Yad Vashem, indem er schon 1993 die Internationale Schule für Holocaust-Studien gründete, die Archive und Forschungseinrichtungen von Yad Vashem erweiterte und um die Wende des 21. Jahrhunderts einen neuen Museumskomplex errichtete. Auch politische Kontroversen scheute Shalev nicht. Er übte Druck auf den Vatikan aus, Forschern die Geheimarchive von Papst Pius XII. zugänglich zu machen. Unter Shalevs Leitung hat Yad Vashem Internetseiten mit der zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer erstellt, die in mehreren Sprachen verfügbar sind. Unzählige jüdische Familien weltweit konnten sich dadurch vernetzen und etwas über das Schicksal ihrer Angehörigen erfahren. (yadvashem, juedische-allgemeine) TS/EL

Oded Eran, ehemaliger Vorsitzender der Bank Hapoalim, ist gestorben
Der 1955 geborene Oded Eran hatte das Amt des Vorsitzenden der Bank Hapoalim im Jahr 2017 übernommen, ist jedoch Anfang des Monats aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und nun laut Presseberichten in der Nacht vom 22. Juni nach einer schweren Krankheit gestorben. Dov Kotler, CEO der Bank Hapoalim, würdigte Eran, der "ein edler Mann,
ein brillanter Anwalt, der ein Pionier auf dem Gebiet der israelischen Börsengänge in den Vereinigten Staaten war". Der externe Direktor Ruben Krupik fungiert als vorübergehender Vorsitzender, da die Bank sich noch nicht für einen dauerhaften Ersatz entschieden hat. (jpost, globes, bankhapoalim) EL







Israel und die VAE wollen bei Bekämpfung der Pandemie kooperieren
Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) arbeiten gegen die Coronavirus-Pandemie zusammen, so Premierminister Benjamin Netanjahu: "Diese Zusammenarbeit wird sich in Forschung, Entwicklung und Technologie in Bereichen ausdrücken, die die Gesundheitssicherheit in der gesamten Region verbessern werden". Ein Sprecher des Außenministeriums der VAE twitterte: "Im Hinblick
auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Technologie im Dienste der Menschheit unterzeichnen zwei Privatunternehmen in den VAE ein Abkommen mit zwei Unternehmen in Israel zur Entwicklung von Forschungstechnologie zur Bekämpfung von COVID-19". Israel hat auch eine kleine Mission, die seine Interessen bei der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in Abu Dhabi vertritt. Rabbiner Marc Schneier, der weitreichende Beziehungen zum Golf hat, sagte, viele Entscheidungsträger am Golf sähen eine Partnerschaft vor, die die wirtschaftlichen Möglichkeiten der arabischen Länder mit dem Brain Trust Israels verbinden würde. (timesofisrael) TS

Bundestagsbeschluss gegen Israels "Annexionspläne" zum 1. Juli geplant
Außenpolitiker der Koalitionsfraktionen des Bundestags haben sich auf einen Antrag verständigt, nach dem die "Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlands" und der Ausbau jüdischer Siedlungen dort "im Widerspruch zu internationalem Recht" stehe. Die israelische Regierung wird "dringlich" dazu aufgefordert, die Pläne fallen zu lassen. Strafmaßnahmen gegen Israel lehnen die Koalitionäre aber klar ab. Hintergrund: Am Mittwoch, dem 1. Juli, könnte die neue israelische Regierung mit der Annexion von Gebieten im Westjordanland beginnen. Am selben Tag übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft und den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. Die israelische Regierung will bis zu 30% des Westjordanlands annektieren und beruft sich dabei auf den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump, der von der palästinensischen Seite abgelehnt wird. Die Koalition hat sowohl die FDP als auch die Grünen mit in die Antragsberatungen einbezogen. Die Liberalen werden den Beschluss unterstützen, die Grünen nicht, denn er geht ihnen nicht weit genug. Sie werden deshalb im Bundestag einen eigenen Antrag zur Abstimmung stellen. Die Koalition wollte bei der Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung nicht die "Grenzen von 1967" vor dem Sechstagekrieg, in dem Israel das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert hat, erwähnen. [Anmerkung der Redaktion: Weiter unten finden Sie aus aktuellem Anlass eine Begriffserklärung zu den umstrittenen Gebieten.] (merkur, JA, HC) TS

Internationale Diplomaten protestieren für Palästinenser
Die Süddeutsche Zeitung berichtet: Bei Jericho demonstrieren Vertreter Dutzender Staaten gegen die von Israel geplante Annexion von Teilen des Westjordanlandes. Die Temperatur von 41 Grad im Schatten, den es ohnehin nicht gibt, hält sie nicht ab. Es sind die Vertreter von UN, EU, Russland, China, Japan und Jordanien. Rund 40 Diplomaten aus Dutzenden Ländern haben sich vor der Kundgebung im Sitz des Gouverneurs von Jericho zusammengefunden. Mit dabei: Michael Herold, Vizechef des deutschen Verbindungsbüros in Ramallah. Beistand gab es auch von 1.080 Politikern aus 25 europäischen Staaten, die sich in einem offenen Brief an ihre Außenminister wandten und ein entschlossenes Handeln gegen die geplante Annexion einfordern. Zu den 69 deutschen Unterzeichnern zählen unter anderem die gesamte Partei- und Fraktionsspitze der Grünen, die Führung der Linken und einzelne SPD-Abgeordnete. Der langjährige palästinensische Nahostverhandler Saeb Ereket bedankte sich für die internationale Unterstützung. Er hat noch gar nicht zu sprechen begonnen, da brennen in Sichtweite schon Barrikaden. Plastikplanen und Reifen gehen in Flammen auf. Jugendliche Palästinenser liefern sich Straßenschlachten mit israelischen Soldaten, die die Zufahrtswege nach Jericho blockieren. Auf Anfrage verweigerte die deutsche Vertretung Angaben zur Teilnahme von Diplomaten an der Kundgebung. [Anmerkung der Redaktion: Im Nahostkonflikt wird wieder einmal jede diplomatische Neutralität Makulatur. Auch die Positionierung der linken Parteien verwundert einen schon lange nicht mehr.] (sueddeutsche) TS/EL

Neue Website listet israelische Professoren auf, die gegen Israel sind
Dutzende israelischer Wissenschaftler, die die Boykott-, Veräußerungs- und Sanktionsbewegung (BDS) und andere antiisraelische Initiativen unterstützen, werden auf einer neuen englischsprachigen Website benannt, die von der zionistischen NGO "Im Tirtzu" ins Leben gerufen wurde. Die Seite: "Kennen Sie Ihren antiisraelischen israelischen Professor" listet die Namen von 150 israelischen Professoren auf, die an einer oder mehreren von zehn aufgeführten Aktivitäten teilgenommen haben, einschließlich der Teilnahme an antiisraelischen Protesten, der Unterstützung oder Aufforderung von Menschen, sich zu weigern, in der IDF zu dienen, und Unterstützung oder Bereitstellung von Plattformen für Terroristen, Terrorgruppen oder feindliche Länder. Die Seite listet jeden Professor namentlich auf und gibt auch seine Schule und Fakultät an. Zu den einzelnen Aktivitäten kann man sich durchklicken. (jpost, knowbdsinisrael) EL








Palästinenser bei Angriff auf israelische Grenzpolizistin getötet
Auf dem Standbild sieht man, wie die Polizistin durch den Angriff hochgeschleudert wird. Wenn Sie das Bild anklicken, sehen Sie das Video.
Ein Palästinenser ist bei einem Anschlag auf einen Checkpoint östlich von Jerusalem von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden. Der Mann

beschleunigte sein Auto kurz vor der Kontrolle und hielt auf die Grenzschützer zu. Eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Bei dem getöteten Palästinenser handelt es sich nach palästinensischen Angaben um einen Neffen des Generalsekretärs der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erakat. Der langjährige Nahost-Unterhändler der Palästinenser sagte, es sei "ausgeschlossen", dass sein Neffe Ahmed Erakat an dem Kontrollpunkt einen Anschlagsversuch unternommen habe. Der 27-Jährige habe Ende der Woche heiraten wollen. [Anmerkung der Redaktion: Erekat verbreitet immer wieder Unwahrheiten. Bei einem Webinar behauptete er kürzlich, dass seine Familie seit 6.000 Jahren in Jericho lebe, dabei stammt er von saudischen Beduinen ab, die vor weniger als 200 Jahren nach Jordanien und Jericho einwanderten. Die Polizei hat derweil ein Video des Anschlags veröffentlicht. Da ist deutlich zu sehen, wie der Attentäter scharf abbiegt und die Stellung rammt.] (Israelnetz, Ynet, I24news, sn, nachrichten) TS

Doppelter Standard beim Spiegel
Zu dem Angriff auf den Checkpoint erschien auf der Website des SPIEGEL eine redaktionell bearbeitete Agenturmeldung mit der Überschrift: "Israelische Soldaten erschießen Palästinenser an

Grenzübergang". Eine andere Meldung am gleichen Tag: In der schottischen Stadt Glasgow ging nach Angaben des Polizeiverbandes ein Mann mit einem Messer auf einen Polizisten los und stach auf diesen ein. Der Polizist starb, der mutmaßliche Täter wurde erschossen. Auf der Website des SPIEGEL erschien eine redaktionell bearbeitete Agenturmeldung mit der Überschrift: "Mann soll auf Polizisten in Glasgow eingestochen haben". Uwe Becker, Präsident der Deutsch Israelischen Gesellschaft, kommentierte die Spiegel Veröffentlichung mit den Worten: "Der Spiegel hat ein ernsthaftes Israelproblem. Hier hatte ein Palästinensischer Attentäter versucht, mit seinem Fahrzeug Israelische Sicherheitskräfte zu töten. Der Aufmacher erweckt ein völlig anderes Bild. Wiederholung lässt auf journalistischen Vorsatz schließen. Schlimm!" (mena, JP) EL/SSt

Abbas lässt Beweise vernichten
Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas befahl seinen Sicherheitsdiensten, "geheime Dokumente zu vernichten, aus Angst vor möglichen israelischen Überfällen auf ihre Büros", so ein Bericht der AFP vom 16. Juni 2020. Viele westliche Nachrichtensender versäumten es die Geschichte weiterzuverfolgen. Tatsächlich hat die Palästinensische Autonomiebehörde guten Grund zu befürchten, was israelische Razzien auf ihre Büros aufdecken könnten. Im August 2001 führte die IDF im Rahmen ihrer Anti-Terror-Bemühungen eine Razzia im Orienthaus durch. Während der Razzia aufgedeckte Dokumente bewiesen, dass die PA- und die PLO-Führung ungeachtet ihrer Leugnungen an der Orchestrierung und Finanzierung vieler Terroranschläge mitschuldig war. Aus den Dokumenten ging hervor, dass Arafat sogar persönlich Schecks für Terroristen unterschrieb, von denen viele Einzelquittungen einreichten, in denen die Kosten für jede Komponente und die von der Organisation geplante Anzahl von Bomben pro Woche aufgeführt waren. Im Juli 2019 wurde die Palästinensische Autonomiebehörde vom Bezirksgericht Jerusalem für eine Reihe von Angriffen, die hauptsächlich während der Zweiten Intifada verübt wurden, zivilrechtlich haftbar gemacht. Abbas und andere Fatah-Führer haben offen zugegeben, dass sie denjenigen, die Juden ermorden und angreifen, Gehälter zahlen, und lehnen US-amerikanische und israelische Forderungen zur Beendigung dessen ab, was als "pay-to-slay" bekannt geworden ist. (algemeiner) TS

Palästinensischer Protest gegen Annexion kostet zwei Babys das Leben
Zwei Babys sind im Gazastreifen an einer Herzkrankheit gestorben, weil die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) aus Protest wegen der möglichen Annexion umstrittener Gebiete die Zusammenarbeit mit Israel eingestellt hat. Der acht Monate alte

Screenshot aus einem Beitrag von TRT World, der die Schuld am Tod der Babies Tatsachen verdreht darstellt
Omar Jaghi sollte sich am 24. Mai in Israel einer größeren Operation unterziehen. "Aber man teilte uns mit, dass unsere Reise nach Israel verhindert wird, weil die Koordinierung beendet wurde", sagte der Onkel Mohammed Jaghi. Auch ein weiteres Kleinkind starb, weil die PA jede Kooperation verweigerte. Der UN-Gesandte für den Nahen Osten, Nickolay Mladenov, erwähnte Omars Tod im Weltsicherheitsrat. Während der Sitzung in New York warnte er am Mittwoch die Palästinenser: "Es ist entscheidend, dass humanitäre und andere Unterstützung nicht verzögert oder gestoppt wird. Es muss auf jeden Fall eine rote Linie geben, wenn es um Kinderleben geht!" Bei TRT World (Teil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaft der Türkei) wurden dennoch die Tatsachen, wie so oft, auf den Kopf gestellt und Israel für den Tod der Kinder verantwortlich gemacht. (israelnetz, TRTWorld) TS/SSt

Schlupflöcher in Anti-Terror-Gesetzen und -Verordnungen der EU
In einem Webinar für Mitglieder des Europäischen Parlaments stellte der Direktor von Palestinian Media Watch (PMW), Itamar Marcus, einen Bericht mit dem Titel "Zwei Lücken in den Anti-Terror-

Finanzierungsgesetzen der Europäischen Union" vor. In diesem zeigt PMW auf, wie die PA gegen mehrere Bestimmungen der EU-Anti-Terrorismus-Richtlinie 2017/541 verstößt, darunter Straftaten im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft in und der Leitung einer terroristischen Vereinigung, Straftaten im Zusammenhang mit der Verherrlichung des Terrors, Straftaten im Zusammenhang mit der Anwerbung für Terrorismus und Straftaten im Zusammenhang mit der Terrorismusfinanzierung. (palwatch) TS

IDF trifft Ziele im Gazastreifen, nachdem Raketen auf Israel abgefeuert wurden
Israelische Kampfflugzeuge trafen am Freitagabend Ziele im Gazastreifen, kurz nachdem zwei Raketen auf israelisches Territorium bei der Küstenenklave abgefeuert worden waren. Das Raketenfeuer löste Luftangriffssirenen in Gemeinden im Süden Israels aus und schickte die Anwohner in ihre Luftschutzbunker. Es wurden keine Verletzungen oder Sachschäden gemeldet. Palästinensische Quellen sagen, dass die Islamischer-Jihad-Zelle im Gazastreifen hinter dem Angriff steckt. (ynet) EL




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Die "umstrittenen Gebiete"
Jeder nennt sie anders, aus historischen, religiösen oder politischen Gründen. Es geht um die Palästinensergebiete oder auch "Judäa und Samaria" in der Südlichen Levante. Man kann sie auch Westbank, Westufer des Jordans oder Westjordanland nennen. Das Gebiet gehörte zwischen 1948 und 1967 zu Jordanien und ist vom Haschemitischen Königreich 1950 annektiert worden. Seit 1967 kontrollieren die Israelis dieses Territorium. Wenn Israelis darüber reden, verwenden sie meist die biblischen Provinznamen Judäa und Samaria, so wie sich doch auch niemand daran stößt, den Norden Israels als Galiläa zu bezeichnen. Linke Israelis wie etwa von der Peace-Now-Bewegung reden eher von "eroberten Gebieten", um die mutmaßliche "Illegalität" der israelischen Präsenz dort hervorzuheben. Wer Westjordanland oder Westbank verwendet, lehnt sich an die moderne Geschichte an, denn Jordanien ist dann nämlich das "Ostjordanland" oder eben das Ostufer des Jordanflusses. Davon wollen freilich die Palästinenser nichts wissen. Denn in "weiser" Vorausschau reden sie schon von "Palästinensergebieten", obgleich sie niemals dort geherrscht haben und fraglich ist, ob sie jemals die Kontrolle über das ganze Gebiet erhalten werden, wo heute die Israelis mit einer militärischen Besatzung das alleinige Sagen haben. Das Auswärtige Amt in Berlin hat sich dem palästinensischen Narrativ angeschlossen und redet auf der Homepage der diplomatischen Vertretung in Ramallah sowohl von "Palästina" wie auch von "palästinensischen Gebieten". Auf Nachfrage, ob die Bundesrepublik denn schon den noch nicht einmal ausgerufenen "Staat Palästina" anerkannt hätte, verneinte das ein Sprecher. Palästinensische Gebiete und Palästina seien eben "gängige Begriffe", hieß es in der Mail und sie dürften deshalb auch in offiziellen Verlautbarungen verwendet werden. Die weitergehende Frage, ob denn damals die DDR und Ostberlin als Hauptstadt der DDR ebenfalls "gängige Begriffe" gewesen seien, hat unsere Redaktion nicht mehr gestellt, um die deutschen Diplomaten bei ihren Wortspielen nicht zu sehr zu verwirren. Wer es mit den Formulierungen ganz genau nimmt, sollte bestenfalls die großen arabischen Städte in jenem Territorium als Palästinensergebiete bezeichnen, wo nämlich nach Verhandlungen zwischen Israel und der PLO 1994 die Autonomiebehörde mit palästinensischer Selbstverwaltung eingerichtet worden ist. Doch deren Grenzen sind genau abgesteckt und betreffen nur die jeweiligen Stadtgebiete. TS








Eine Stellungnahme, Gedankenanstöße und Anregungen für eine etwas andere Sichtweise
Seit Wochen gibt es kaum noch ein anderes Thema, als die so genannte "Annexion". Und jeder scheint genau zu wissen, was dies angeblich bedeutet, genau wie fast jeder eine sehr dezidierte Meinung zu dem Thema hat. Alle anderen Themen, geraten dabei nahezu völlig in Vergessenheit. Zu sehr ist man damit beschäftigt sich "Sanktionen", "Strafmaßnahmen" und anderes gegen Israel einfallen zu lassen. Hier ein paar Gedanken
dazu und wie wir mit den Vereinen Honestly Concerned und ILI mit dem Thema umgehen.
Dies vorab: Israel ist eine Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat. Unsere Solidarität gilt den Menschen und dem Staat unabhängig davon, welche Regierung gerade an der Macht ist. Wir sind fest davon überzeugt, dass niemand besser weiß, was richtig für das Land ist, als die Israelis selber. Genauso sind wir überzeugt davon, dass die Israelische Bevölkerung genau weiß, wie man sich in diesem demokratischen Staat mit funktionierendem Rechtssystem Gehör verschaffen kann. Darüber hinaus, sind wir fest davon überzeugt, dass die Israelis friedliebende Menschen sind, die nichts mehr wollen, als mit allen
ihren Nachbarn in Frieden zu leben. Die Meinungen darüber, wie man diesen Frieden langfristig erreichen kann, gehen - wie in jeder Demokratie - weit auseinander, ändern aber prinzipiell nichts an dem Fakt, dass für die breite Mehrheit Frieden das Ziel ist und man hierfür bereits viele Kompromisse im Rahmen von Verhandlungen gemacht hat (egal welche
Regierung an der Macht war). Sicher sind die Israelis nicht unfehlbar und haben in den letzten 72 Jahren auch Fehler gemacht, doch sind sie bei allem eine rechtsstaatliche, extrem lebendige Demokratie geblieben, womit wir zum Thema "Annexion" kommen.
In Israel selber gehen die Meinungen bezüglich der so genannten "Besetzen Gebiete" weit auseinander. Schon allein bei der Definition dieser "umstrittenen Gebiete", gibt es große Differenzen, wobei es darauf an dieser Stelle nicht ankommt. Wichtig zu erwähnen ist nur, dass es niemals einen Staat "Palästina" gab, der hier irgendwelche Gebietsansprüche gelten machen könnte. Außerdem sollte sich jeder erinnern, dass Israel unilateral Gaza komplett verlassen hat, was zur Folge hatte, dass Israel seither tagtäglich mit von dort abgehenden Raketenangriffen und Terror zu tun hat. Auch ist wichtig zu betonen, dass Israel keinen Verhandlungspartner hat, wenn es um Teile des Westjordanlands, oder um Gaza geht. Dies ist wohlgemerkt ein entscheidender Unterschied zu den "Land-für-Frieden"-Friedensverträgen, die Israel mit Ägypten und Jordanien schließen konnte. Da gab es verlässliche Partner auf beiden Seiten, mit denen Grenzen und weitere Themen geregelt werden konnten. Auf Seiten der "Palästinenser" gibt es dies aus mehreren Gründen nicht.
Da es nie zuvor einen Staat Palästina gab, gibt es auch keine Gebietsansprüche, die von einer Palästinensischen Regierung geltend gemacht werden könnten. Es gab eine ehemalige Terrororganisation, die PLO, aus der die Palästinensische Autonomiebehörde im Rahmen von Verhandlungen (!) hervorgegangen ist. Doch da sind wir bereits bei den nächsten - all zu oft vergessenen - Problemen: Das letzte Mal, dass es Wahlen bei dieser "Autonomiebehörde" gab, war 2005, was bedeutet, dass die also vor 15 Jahren für 4 Jahren gewählte Behörde eigentlich schon lange keine Berechtigung mehr hat im Namen der "Palästinenser", also der Araber, die im Mandatsgebiet zur Zeiten der Gründung des Staates Israels, oder in Gebieten, die Israel im Rahmen des 6-Tagekrieges eroberte, lebten, zu verhandeln. Dazu kommt, dass die eben besagte Autonomiebehörde sämtliche vorangegangenen Abkommen - egal ob Oslo, oder welche auch immer - bereits mehrfach, zuletzt vor einigen Wochen - aufgekündigt hat und somit auch deren Existenzberechtigung hinfällig geworden ist. Dies hat aber in der Praxis noch weiter reichendere Folgen.
Wenn es keinen Gesprächs- oder Verhandlungspartner gibt, ist man gezwungen alleine Entscheidungen zu treffen. So war Israel gezwungen Verteidigungsmaßnahmen gegen die fortwährenden Mord- und Terroranschläge zu unternehmen, was dazu führte, dass der Sicherheitszaun gebaut wurde, der seither erfolgreich zu einer Verringerung des Terrorismus
von rund 96% geführt hat; (ein Sicherheitszaun, der wohlgemerkt mehrfach in den letzten Jahren aufgrund von Gerichtsentscheidungen "verschoben" wurde, und der auch im Rahmen von Friedensverhandlungen jederzeit weichen, oder versetzt werden kann). Doch hat diese Maßnahme nicht alle Probleme gelöst, weshalb es so wichtig gewesen wäre einen Gesprächspartner auf der anderen Seite zu haben.
Verschiedene Staaten haben sich als Vermittler bemüht, doch ist es keinem gelungen, die Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Und während die Amerikaner den finanziellen Druck erhöhten, um so ein Einlenken im Sinne von Verhandlungen zu bewirken, wurden diese Maßnahmen leider von anderen Staaten konterkariert, die ihrerseits die Zahlungen erhöhten, was wiederum auch zur Folge hatte, dass die Terroristen- und "Märtyrer"-gehälter nicht nur nicht eingestellt, sondern gar ausgeweitet wurden. Ähnlich verhält es sich bislang, mit dem von den Amerikanern vorgelegten Friedensplan, der die Grundlagen für die Gründung eines friedlichen zusammenhängenden Staates "Palästina", Seite an Seite mit einem jüdischen Staat Israel, beinhaltet, genauere Details dessen, sicher im Rahmen von Verhandlungen hätten "ausgebügelt" werden können. Doch auch dieser Plan wurde nicht nur abgelehnt, sondern hatte mehr Gewalt und Terror zur Folge.
Wo genau lässt dies Israel? Was Entscheidungen betrifft, ist klar, dass man auf sich alleine gestellt ist. So ist der Israelische Staat in den letzten Jahren gediehen und zu einem bemerkenswerten modernen und wunderschönen Fleckchen Land geworden, dass vor Innovation, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Errungenschaften und mehr sprießt, und dem es auch gelungen ist mit vielen Arabischen Staaten bezeichnende Fortschritte in der Zusammenarbeit zu machen. Und während die vorangegangenen Abkommen zwischen Israelis und "Palästinensern" immer gewisse Gebietsaufteilungen und auch einen Tausch von Gebieten vorsah, ähnlich wie im aktuellen US-Plan erkannt, war auch hier Israel auf sich alleine gestellt.
So gab es in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen über mutmaßliche Ausbauten von "Siedlungen" und dergleichen, wo niemand zu unterscheiden wusste, zwischen den im Rahmen von Oslo-II (1995) festgelegten Gebietsaufteilungen des Westjordanlands (A, B und C), die ausdrücklich zwischen Zonen unter palästinensischer und israelischer Kontrolle unterschieden haben und was in den jeweiligen "Zonen" wie geregelt und vorgesehen wurde. Statt dessen wurde und wird heute immer wieder über "völkerrechtswidrig" oder "illegale Besatzung" diskutiert, was so faktisch einfach nicht richtig ist. Und während man das Wort "Stillstand" in Israel, wo ständig überall gebaut, modernisiert und entwickelt wird, gab es bei den Palästinensern wenig oder gar keine Fortschritte - abgesehen von Korruption, Terrorismus und fortwährender Blockade sämtlicher Friedensbemühungen. Diese Fortschritte erstreckten sich auch auf Gebiete des Westjordanlands unter israelischer Kontrolle, was Israel zu dem Punkt brachte festzustellen, dass Städte wie Maale Adumim, zum Beispiel, schon lange Teil von Israel sind und man hier schon lange nicht mehr von "Siedlungen" sprechen kann. Es handelt sich hier vor allem, um die Gebiete die immer im Rahmen eines Gebietstausches unter Israelischer Hoheit bleiben sollten.
Nun kann man zu recht darüber diskutieren, ob man gerade jetzt und in welcher Form über eine "Annektion" dieser einzelnen Städte sprechen muss und ob dies gegenüber der Weltgemeinschaft geschickt ist. Auch muss man hinterfragen, was diese "Annexion" eigentlich bedeutet und in wie weit diese am jetzigen Status Quo etwas de facto ändern würde.
In der Realität geht es darum Israelisches Recht auf diese Teile des Westjordanlands offiziell auszuweiten. Es bedeutet nicht, dass man im Rahmen von Verhandlungen hier nicht später zu anderen Lösungen kommen könnte. Auch ist zu betonen, dass es ausdrücklich nicht darum geht das gesamte Westjordanland zu "beschlagnahmen", was von einigen gemutmaßt wird. Auch ist an diesem Schritt nichts "völkerrechtswidrig", da es keine rechtlichen Ansprüche von Seiten der "Palästinenser" auf diese Gebiete gibt und Israel letztendlich im Rahmen von vorangegangenen Abkommen handelt. So lässt sich ein solcher Schritt zweifellos rechtlich und argumentativ verteidigen. Und doch ist die Frage des "Warum" und "muß das jetzt sein" nachvollziehbar und macht den Kampf für die Freunde Israels im Ausland nicht leichter.
Israel hat so viele Fortschritte in Bezug auf nachbarschaftliche Beziehungen und im Ausbau der Kooperation mit so vielen Staaten in Europa und weltweit gemacht, dass man hinterfragen kann, ob sich das Risiko von Überreaktionen von Dritten zum jetzigen Zeitpunkt lohnt. Selten wird so heiß gegessen, wie vorab gekocht wird und so muss man nicht ultimativ davon ausgehen, dass jede Drohung von "Strafaktionen" umgesetzt wird. Doch wird Israels Feinden hier Futter geliefert und eine potentielle Anerkennung eines Palästinensischen Staates in den Waffenstillstandslinien von 1967 (der "Grünen Linie") von allein 14 Europäischen Staaten, wie derzeit angedroht wird, könnte langfristig folgenreich sein. So kann man fragen, ob die Risiken der aktuellen Diskussion, die möglichen negativen Folgen wert sind, auch wenn der Schritt rechtlich und auch sonst, wie beschrieben nachvollziehbar und aufgrund der Palästinensischen Friedensverweigerung nachvollziehbar ist. Doch auch hierüber müssen letztendlich die Israelis entscheiden. Was für uns allerdings entscheidend ist, ist dass keine Verurteilungen aufgrund geschichtlicher oder faktischer Fehler stattfinden und dass - egal wie man über das Thema denkt - wahrheitsgemäß berichtet wird, zumal immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass noch lange nicht feststeht, was die derzeitige Israelische Regierung zu diesem Thema letztendlich wirklich unternehmen wird. Noch ist alles offen! In diesem Sinne, kann man diskutieren, Bedenken und Sorgen äußern, usw., doch wenn man von "Strafen" sprechen will und man drohen will, dann sollte man sich dabei an die Seite halten, die für die derzeitige Situation tatsächlich verantwortlich ist, und das sind nicht die Israelis! (HC) SSt



Am 1. Juli erwarten Deutschland und die EU mindestens den Weltuntergang. Denn dann könnte es passieren, dass Israel bis zu 30% der umstrittenen Gebiete (siehe Begriffserklärung) "annektiert" und deren Bewohner dann unter israelischem Recht stehen. Es muss für Europa ja existentiell sein, denn kaum ein anderes Thema wird auf allen diplomatischen Kanälen mit so viel Emotionen kommentiert. Der Terror der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde gegen ihre eigene Bevölkerung, die Folterung und Ermordung von Dissidenten, die Rechtlosigkeit palästinensischer Frauen, die Verfolgung von Homosexuellen und die erbärmlichen Lebensverhältnisse der einfachen arabischen Bürger unter ihren palästinensischen Machthabern sind der EU ja bekanntlich kaum eine Träne wert. Aber die Aussicht, ein paar Tausend weitere Araber könnten künftig vielleicht als israelische Bürger dem Terror entzogen und vor Gewalt geschützt sein, treibt die Diplomaten sogar bei hochsommerlicher Hitze zu Protesten auf die Straße. Und nicht nur das. Direkt nach der jüngsten Reise des deutschen Außenministers in die Region verkündete das Auswärtige Amt: "Der palästinensische Ministerpräsident, der jordanische Außenminister und der deutsche Außenminister bestätigten, dass eine Annexion gegen das Völkerrecht verstoßen würde und dass es nun vorrangig ist, dies zu verhindern. Sie bekräftigten, dass künftige Verhandlungen zur Erreichung des endgültigen Statusabkommens auf dem Völkerrecht und den einschlägigen UN-Resolutionen beruhen müssen." Und falls die Israelis nicht auf die Deutschen hören wollen, gibt es auch noch eine gemeinsame Erklärung der derzeitigen und künftigen EU-Mitglieder (Deutschland, Belgien, Frankreich, Estland, Irland) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen sowie des Vereinigten Königreichs und Norwegens am 24. Juni 2020. Ihr entnehmen wir: "Wir teilen auch die Einschätzung des Generalsekretärs, dass eine israelische Annexion der besetzten Westbank - wie groß oder klein sie auch sein mag - einen eindeutigen Verstoß gegen das Völkerrecht, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen, sowie gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates darstellen würde. Dies würde die Erneuerung der Verhandlungen, die Möglichkeit einer für beide Parteien akzeptablen Zwei-Staaten-Lösung und die Aussicht auf einen lebensfähigen palästinensischen Staat erheblich untergraben. Ein solcher einseitiger Schritt würde auch die Bemühungen zur Förderung des regionalen Friedens und unsere umfassenderen Bemühungen zur Wahrung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit schwächen. Die Annexion hätte negative Folgen für die Sicherheit und Stabilität der Region, einschließlich der Sicherheit Israels, die für uns nicht verhandelbar ist." Welcher Paragraph in welchem Völkerrecht hier gemeint ist und warum dieses Recht besonders in diesem Fall relevant ist und nicht genau so in anderen Fällen von Gebietsübernahmen weltweit, wird nicht gesagt. Die Tatsache, dass buchstäblich jeder israelische Vorschlag zur Klärung der Streitigkeiten bisher abgelehnt wurde, weil man von palästinensischer Seite gar keinen Staat neben Israel will, sondern einen Staat an Stelle von Israel, wird hier ebenfalls nicht erwähnt. 8 Länder zitieren hier "Internationales Recht", aber keiner von ihnen weiß offenbar, dass es keine "Grenzen von 1967" gibt. Offen bleibt auch die Frage: Meint die Erwähnung der "Internationalen Sicherheit" noch etwas anders außer die Angst vieler Länder Europas vor den nächsten seriellen Terror-Anschlägen islamistischer Attentäter in europäischen Städten? Doch zumindest in Fragen der israelischen Sicherheit wird man Europa beruhigen können: Es besteht wohl kaum die Gefahr, dass Israel sich in Fragen der Sicherheit ausgerechnet auf Europa verlässt. Im Gegenteil: Die Israelis werden wohl auch künftig die Europäer im Kampf gegen den Terror und vor vielen anderen Folgen europäischer Dummheit und Blauäugigkeit geheimdienstlich unterstützen und bewahren. Jedenfalls solange sich noch jüdische Familien in Europa aufhalten, die ohne israelische Hilfe weitestgehend ohne Schutz bleiben würden. EL








Andreas Herzog nicht mehr Teamchef in Israel
Der österreichische Kurier meldete das Ende der Tätigkeit von Andreas Herzog als Teamchef der israelischen Fußball-Nationalmannschaft. "Israels Fußballverband bestätigte Mittwochabend die Trennung. Präsident Oren Hasson bedankte sich beim Wiener für dessen Zeit beim Team: ,Jeder, der mit ihm im Verband und der Mannschaft gearbeitet hat, hatte die Gelegenheit, mit einem echten Profi, Anführer, Gentleman und erstklassigen Fußballer zusammenzuarbeiten.'" Herzog kam im Sommer 2018 nach Israel und belegte in der EM-Qualifikation mit Israel den fünften Rang. Über die für den Herbst geplanten EM-Play-offs hat Israel noch die Chance auf eine Teilnahme an der ins kommende Jahr verschobenen Fußball-EM, Gegner ist zunächst Schottland. Der Kurier zitiert Herzog: "Ich habe eine wunderschöne Zeit gehabt in Israel, aber man weiß ja auch jetzt noch nicht, wie es weitergeht in den nächsten Wochen in Israel, wann die Spiele stattfinden. Es ist viel zerstört worden, was wir uns vor Corona aufgebaut haben. Ich möchte mich jetzt neu orientieren." (kurier) JG




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Wer hätte gedacht, dass alte Münztelefone möglicherweise viele Leben retten können?

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