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02. September 2019



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Depression: Künstliche Intelligenz als Therapieoptimierer
  • Intel stellt seinen ersten reinen KI-Chip vor
  • Fahrer-Bediener-Chats in autonomen Bussen
  • Der Bauernsohn, der intelligente Geräte aus Molekülen herstellt
  • Haushaltsroboter-Ideen aus Israel
TOURISMUS
  • EL AL fliegt künftig auch Düsseldorf an
  • 2018 Rekordzahl Touristen aus muslimischen Ländern
  • Hauptdarsteller der Passionsspiele Oberammergau in Israel
WIRTSCHAFT
  • Stadt Hamburg wirbt um israelische Startups
  • Lastwagen während der Fahrt wiegen
  • SpareEat - App gegen Lebensmittelverschwendung
  • Grundsteinlegung im globalen Entwicklungszentrum von Mobileye in Jerusalem
  • Tel Aviv ist die Stadt mit der weltweit höchsten Anzahl von Startups pro Kopf
  • Thermische Solaranlage im Negev
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Eine perfekte Gastgeberin in Jerusalem
  • Organisation Ebenezer eröffnet ein Heim für Neueinwanderer
  • "Die Agentin" im Kino
  • Israel schickt Löschflugzeug nach Brasilien
  • Kein Platz mehr für Tote
  • "Ich kannte keine Rache" - zum Tod von Zwi Helmut Steinitz
  • Danny Cohen - Israelisches Genie gestorben
AUS AKTUELLEM ANLASS
  • 90 Jahre Massaker in Hebron
POLITIK
  • Spannungen im Norden Israels
  • Gericht schließt Rechtsextremisten von Knessetwahlen aus
  • Anerkennung Jerusalems durch Honduras und Nauru
  • USA streichen Autonomiebehörde von Länderliste
  • Lukrativer Besuch: "Präsident" Abbas in Berlin
  • Erstmals verurteilt UN-Komitee Palästinenser wegen antisemitischer Schulbücher
  • Weitere Länder zahlen nicht mehr an UNRWA
  • Palästinensische Wirtschaft floriert trotz Finanzkrise
WAS IN DEUTSCHEN MEDIEN (NICHT) ZU FINDEN IST
  • Gaza-Raketen auf Musikfestival in Israel
  • Ahed Tamimi und die Tour durch Gaza
  • Wo das Geld in Gaza bleibt
  • Wegen "Sicherheitsrisiko": Regavim-Veranstaltung abgesagt
  • "Israel greift an"
  • Von der EU hofiert: Leila Khaled, Antisemitin und verhinderte Massenmörderin
  • Holocaust-Denkmal in Marokko zerstört
  • Und wenn sie nicht ausgestorben sind, sind sie Palästinenser
KOMMENTAR DER WOCHE
  • Das Auswärtige Amt, deutsche Textbausteine und der Mord an Juden
  • Kommentar von Sacha Stawski: "Grenzen von 1967", Siedlungen "zurückgeben"?

BÜCHER
  • Islamischer Antisemitismus und die Nazis
SPORT
  • Unfair behandelt worden - und Goldmedaille gewonnen
  • Frankfurt: Israelischer Schiedsrichter als "Judensau" beschimpft?
  • Israelische Teams scheitern in Europa-League-Qualifikation
IN EIGENER SACHE
  • Ein sehr persönlicher Appell...
  • Helfen Sie uns den 1. Europäischen Israelkongress zu realisieren
  • ILI fördern und aktueller denn je relevantes Buch erhalten...
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  • Webshop



BILDER DER WOCHE
  • Ansichten Jerusalems
  • Welcome to Israel








Depression: Künstliche Intelligenz als Therapieoptimierer
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Depressionen oder affektive Störungen 2020 weltweit die zweithäufigste Todesursache sein. Die Verschreibung der richtigen Antidepressiva erfordert aber oft mühsames Ausprobieren. Der Neurowissenschaftler Dekel Taliaz gründete deshalb zusammen mit seinem Bruder Oren eine Firma, die mit Hilfe von DNA-Daten, einer detaillierten Geschichte der psychischen Gesundheit, Informationen über die Umgebung des Patienten, seinem demografischen Hintergrund und bereits vorhandenen klinischen Daten aus der elektronischen Patientenakte (EMR) die Wirksamkeit (sowie etwaige nachteilige Auswirkungen) vieler Antidepressiva mit einer Genauigkeit von bis zu 80% vorhersagen. Dies ist eine signifikante Verbesserung gegenüber sonst üblichen Methoden, bei denen zwei Drittel der Patienten nach dem ersten verschriebenen Antidepressivum keine Verbesserung erleben und ein Drittel die Erstbehandlung vollständig abbricht. Taliaz testet seinen Dienst bereits mit mehreren Psychiatern im israelischen Maccabi HMO und hat einen weiteren Großkunden in Psychiatry-UK, Großbritanniens größtem Online-Netzwerk für Psychiatrie. Der Dienst ist "vollständig online, nicht invasiv und zu bedienen", erklärt Dr. Andy Montgomery, medizinischer Leiter von Psychiatry-UK. "Patienten konsultieren unsere Psychiater und senden einen DNA-Tupfer mit der Post. Innerhalb weniger Tage werden unsere Psychiater klare wissenschaftliche Anleitungen erhalten, welche Antidepressiva am wahrscheinlichsten wirksam sind, basierend auf der individuellen genetischen Verfassung und der Gesundheitsakte jedes Patienten. Die Daten werden anonymisiert." Die israelische Regierung hat 2018 eine Initiative im Wert von fast USD 300 Mio. ins Leben gerufen, um anonymisierte Daten von israelischen HMOs Forschern, Unternehmern und medizinischen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. (israel21c) EL

Intel stellt seinen ersten reinen KI-Chip vor
Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel hat seinen ersten Prozessor speziell für Künstliche Intelligenz (KI) präsentiert. Das amerikanische Unternehmen habe dafür über USD 120 Mio. in drei israelische Startups investiert. Das Bauteil ist vorrangig für große Rechenzentren gedacht. Genau genommen bringt Intel gleich zwei Prozessoren auf den Markt, die sich im Bereich des maschinellen Lernens ergänzen sollen. Laut der Zeitung "Israel Hajom" setzt Facebook den neuen Chip bereits ein. Außer Intel haben auch Google, Amazon und Nvidia KI-Chips vorgestellt. (Israelnetz) TS

Fahrer-Bediener-Chats in autonomen Bussen
Obwohl der vollständig autonome öffentliche Verkehr wohl noch einige Jahre entfernt ist, hat das in Jerusalem ansässige Startup WeDrive bereits begonnen, zusammen mit PL3, einem ungarischen Hardware-Unternehmen, einen Zwei-Wege-Bildschirm für die Videokommunikation zu entwickeln, der die Fahrgäste mit dem Betriebszentrum eines Busunternehmens verbindet. PL3 erstellt und installiert die Bildschirme, während WeDrive die Softwareentwicklung übernimmt. (israel21c) EL

Der Bauernsohn, der intelligente Geräte aus Molekülen herstellt
Wenn Sie ein einzelnes Molekül eines leitfähigen Metalls isolieren, kann dieses einzige Molekül Energie von alleine leiten? Diese Frage beschäftigte Muhammad Bashouti in der High School. Tatsächlich hatte ein israelischer Forscher am Weizmann Institute of Science die Antwort (ein klares "Ja") einige Jahre vor Bashoutis Geburt im Jahr 1977 gefunden. Sie war jedoch noch nicht öffentlich bekannt. Der neugierige Sohn eines muslimischen Bauern aus Galiläa ging also zu Recht davon aus, dass jedes Molekül einige der Eigenschaften des Ganzen enthält. Um alle Facetten des Themas kennenzulernen, erwarb Bashouti einen Bachelor-Abschluss in Chemie an der Hebräischen Universität von Jerusalem und einen Doktortitel in physikalischer Chemie am Technion-Israel Institute of Technology in Haifa. Er promovierte in Chemieingenieurwesen am Technion und in Physik am Max-Planck-Institut für Lichtwissenschaft in Deutschland. Dabei entdeckte er etwas Außergewöhnliches: Er konnte die Eigenschaften von Molekülen nutzen, um sie in winzige intelligente Geräte zu verwandeln, die Aufgaben schneller, besser und kostengünstiger erledigen und dabei weniger Energie und Material verbrauchen als vorhandene digitale Geräte, die mit Transistoren und Dioden betrieben werden. Unter seinen molekülbasierten Erfindungen:
  • ein optischer Biosensor, der Krankheiten sofort anhand eines einzelnen Blutstropfens oder einer anderen Flüssigkeit diagnostiziert und derzeit mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums und der Jewish Federation of Delaware zur Identifizierung von Tomatenpflanzenviren entwickelt wird;
  • transparente Linsen, die mit Goldnanopartikeln eingebettet sind, um eine bestimmte für diabetische Augen schädliche Lichtwellenlänge zu blockieren, die in Zusammenarbeit mit einem israelischen Unternehmen mit einem Zuschuss der Israel Innovation Authority entwickelt wurde,
  • preiswerte hybride Solarzellen, die 95 Prozent des sichtbaren Lichts absorbieren (im Gegensatz zu den 40 Prozent, die von Standard-Solarzellen absorbiert werden) und mehr als die doppelte Energie abgeben.
Bashouti arbeitet an der Kommerzialisierung dieser Innovationen. Er spricht Arabisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch, ist Assistenzprofessor für Sonnenenergie und Umweltphysik am Sde Boker-Campus und am Ilse Katz-Institut für Nanoscale Science & Technology auf dem Beersheva-Campus und leitet ein Nanotechnologielabor am Schweizerischen Institut für Trockengebietsumwelt- und Energieforschung an den Jacob Blaustein Instituten für Wüstenforschung in Sde Boker. Die Einsatzmöglichkeiten der molekularen Chips von Bashouti sind nahezu unbegrenzt und reichen von sauberer Energie über Telekommunikation bis hin zu Medizin. Bashouti dankt seinem Vater und seiner Mutter, einer autodidaktisch gebildeten Hausfrau, "dass sie ihren sieben Söhnen Wissensdurst und Respekt für Menschen aller Religionen und Kulturen beigebracht haben". Dementsprechend nimmt sich Bashouti Zeit für die Arbeit bei Tipa Bamidbar (Ein Tropfen in der Wüste), einem von der Ben-Gurion-Universität gesponserten Programm, das beduinische Schüler im Negev ermutigt, höhere Bildungs-Ziele zu verfolgen. (israel21c) EL


Haushaltsroboter-Ideen aus Israel

Wenn Sie ein einzelnes Molekül eines leitfähigen Metalls isolieren, kann dieses einzige Molekül Energie von alleine leiten? Diese Frage beschäftigte Muhammad Bashouti in der High School. Tatsächlich hatte ein israelischer Forscher am Weizmann Institute of Science die Antwort (ein klares "Ja") einige Jahre vor Bashoutis Geburt im Jahr 1977 gefunden. Sie war jedoch noch nicht öffentlich bekannt. Der neugierige Sohn eines muslimischen Bauern aus Galiläa ging also zu Recht davon aus, dass jedes Molekül einige der Eigenschaften des Ganzen enthält. Um alle Facetten des Themas kennenzulernen, erwarb Bashouti einen Bachelor-Abschluss in Chemie an der Hebräischen Universität von Jerusalem und einen Doktortitel in physikalischer Chemie am Technion-Israel Institute of Technology in Haifa. Er promovierte in Chemieingenieurwesen am Technion und in Physik am Max-Planck-Institut für Lichtwissenschaft in Deutschland. Dabei entdeckte er etwas Außergewöhnliches: Er konnte die Eigenschaften von Molekülen nutzen, um sie in winzige intelligente Geräte zu verwandeln, die Aufgaben schneller, besser und kostengünstiger erledigen und dabei weniger Energie und Material verbrauchen als vorhandene digitale Geräte, die mit Transistoren und Dioden betrieben werden. Unter seinen molekülbasierten Erfindungen:
  • Robomow: Rasenmähen kann man mit dem Robomow-Roboter über Alexa oder eine spezielle Mobil- und Web-App planen. Der Akku des Roboters liefert eine Laufzeit von bis zu drei Stunden auf einer Fläche von bis zu 500 Quadratmetern zwischen den Ladevorgängen.
  • Skyline Robotics mit Sitz in Tel Aviv ermöglicht die Aufrüstung vorhandener Maschinen in Wolkenkratzern wie Kränen und Aufzügen zu Fensterreinigungsrobotern.
  • Temi kann seine Besitzer von Raum zu Raum begleiten, kleine Gegenstände mitnehmen, Musik abspielen, Kinder beschäftigen, Video- und Sprachanrufe tätigen und Smart-Home-Geräte steuern.
  • FoldiMate zum Falten von Wäsche. Laut Unternehmensangaben kann der Roboter in fünf Minuten bis zu 25 mittelgroße Artikel falten.
  • Toibot ein elastischer Roboterarm mit einer rotierenden Bürste, die die Toilettenschüssel auf Knopfdruck reinigt. Die Bürste bewegt sich entlang der Toilettenkante sowohl auf der oberen als auch auf der unteren Achse. (algemeiner) EL




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EL AL fliegt künftig auch Düsseldorf an
Israels Fluggesellschaft EL AL hat angekündigt, ab kommendem Jahr auch Dublin und Düsseldorf anzufliegen. Die Flüge in die irische Hauptstadt starten am 26. Mai, die nach Düsseldorf am 1. Juni. Tickets können bereits ab dem 4. September dieses Jahres gekauft werden. Aufgrund steuerlicher Vorteile haben viele führende Technik-Unternehmen ihren europäischen Hauptsitz in Dublin. Die Flüge verkehren dreimal wöchentlich am Montag, Mittwoch und Freitag mit dem Flugzeugtypen Boeing 737. Mit dem neuen Flugangebot nach Düsseldorf bietet die Airline ab Juni 2020 neben Berlin, Frankfurt und München insgesamt 36 wöchentliche Flüge nach Deutschland. (ELAL, bz-comm, JPost, Israelnetz) TS

2018 Rekordzahl Touristen aus muslimischen Ländern
Nach Angaben der Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde besuchten Israel im vergangenen Jahr 72.109 Bürger Ägyptens und Jordaniens (die einzigen arabischen Länder, mit denen Israel volle diplomatische Beziehungen unterhält), Tunesiens, Algeriens, Marokkos, Katars, Malaysias, Indonesiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Kuwaits und Saudi-Arabiens. Das ist ein Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr, als 62.658 Touristen aus den oben genannten Ländern den jüdischen Staat besuchten. Daten aus anderen muslimischen Ländern wurden nicht zur Verfügung gestellt. Überraschenderweise kam das zweitgrößte Kontingent der Länder, die keine Verbindungen zu Israel haben, aus Malaysia, einer nicht-arabischen Nation mit muslimischer Mehrheit, die Anfang des Jahres Schlagzeilen machte, weil sie Israelis von einem paralympischen Schwimmturnier ausgeschlossen hatte. Im Jahr 2018 kamen fast 14.000 malaysische Staatsangehörige nach Israel - 4.000 mehr als im Vorjahr. Einwohner arabischer Länder besuchen Israel in deutlich geringerer Zahl: Nur 2.108 Marokkaner, 949 Tunesier, 81 Katarer, 56 Omaner, 36 Algerier, 34 Kuwaiter, 25 aus den Emiraten und 6 Saudis sind im vergangenen Jahr nach Israel gereist. (ToI) TS

Hauptdarsteller der Passionsspiele Oberammergau in Israel
Auf den Spuren Jesu zu wandeln, die christlichen Stätten hautnah erleben - dieses Erlebnis steht bald auch den Hauptdarstellern und Sängern der 42. Passionsspiele in Oberammergau bevor. Spielleiter Christian Stückl hat diese Reisen eingeführt, um den Mitwirkenden eine neue, tiefere Sicht auf die jeweilige Rolle zu ermöglichen. Auf zwei Gruppen verteilt, machen sich die Teilnehmer auf den Weg - vom 29. August bis 5. September in Person der Gesangssolisten und einiger Musiker (19 Personen), und vom 31. August bis 8. September mit den Hauptdarstellern und einigen Medienvertretern (rund 50 Personen). Darsteller werden täglich zehn Stunden und länger unterwegs sein. Stationen sind Caesarea, Nazareth, Jericho, die Festung Masada, Kapernaum, Totes Meer und natürlich die bekannten Stätten in Jerusalem mit Ölberg, Garten von Gethsemane, Grabeskirche, Klagemauer, Tempelberg, al-Aqsa-Moschee und der Via Dolorosa mit den Kreuzwegstationen. (merkur, SZ) TS
Foto: privat







Stadt Hamburg wirbt um israelische Startups
In Israel bahnt Michael Westhagemann in der kommenden Woche zusammen mit Hamburger Firmenvertretern erste Kontakte an. Neben Westhagemann haben sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sowie die Wirtschafts- und Bildungsminister von Schleswig-Holstein, Bernd Buchholz (FDP) und Karin Prien (CDU), zur Israel-Reise angemeldet. Westhagemann reist mit einer großen Delegation von Wirtschaftsvertretern. Er sucht vor allem Startup-Firmen aus den Bereichen Logistik-Netzwerke, Internetsicherheit und Künstliche Intelligenz auf. "Es freut mich, dass mehr als 70 Vertreter von Hafen- und Logistikfirmen mich begleiten", sagte Westhagemann. "Israel ist einer der globalen Hotspots für digitale Innovationen." (Abendblatt) TS

Lastwagen während der Fahrt wiegen
Highway 6 erstreckt sich über rund 170 Kilometer und verbindet die nördliche Region Galiläa mit dem Negev. Nun wird die Autobahn mit einem System ausgestattet, das die Lkws während der Fahrt wiegt, ohne den Verkehr zu unterbrechen. Fahrer, die gegen die gesetzlichen Gewichtsgrenzen verstoßen, werden an einem Kontrollpunkt angehalten und mit einer Geldstrafe belegt. Das ist Teil eines staatlichen Pilotprogramms zur Reduzierung tödlicher Verkehrsunfälle mit Lkws. (Calcalist) TS
Autobahn in Israel. Foto: Sahm

SpareEat - App gegen Lebensmittelverschwendung
Im Jahr 2018 wurden in Israel 2,5 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, 35% aller im Land hergestellten Lebensmittel. Dies geht aus Daten der israelischen Lebensmittelbank Leket Israel hervor, die die Kosten für Lebensmittelverschwendung im Land auf USD 5,5 Mrd. in diesem Jahr schätzten. SpareEat wurde Anfang dieses Monats für iOS und Android eingeführt und ermöglicht es Verbrauchern in Tel Aviv, frische Reste aus Überproduktionen von Restaurants, Hotels, Cafés und Supermärkten zu kaufen. Während Kunden einen Rabatt von bis zu 50% erhalten, verdienen Unternehmen zusätzliches Geld mit Lebensmitteln, die sie sonst nicht verkaufen könnten. Knapp zwei Wochen nach dem Start hat die App rund 500 registrierte Nutzer. Falls es sich bewährt, soll das System auf andere Städte ausgeweitet werden. (calcalistech) EL

Grundsteinlegung im globalen Entwicklungszentrum von Mobileye in Jerusalem
Der Grundstein für das neue globale Entwicklungszentrum von Mobileye in Jerusalem wurde am Dienstag gelegt. Nach Fertigstellung des achtstöckigen Zentrums, das sich über 50.000 Quadratmeter über dem Boden und 78.000 Quadratmeter unter der Erde erstrecken wird, werden hier voraussichtlich rund 2.700 Mitarbeiter arbeiten. Das neue Zentrum an der Ecke des Golda Meir Blvd. und der Shlomo HaLevi Street wird 56 Tagungsräume und Entwicklungslabors auf 1.400 Quadratmetern umfassen. Der US-amerikanische Chiphersteller Intel hat das in Jerusalem ansässige Vision-Technologie-Unternehmen im August 2017 für einen Rekordbetrag von USD 15,3 Mrd. gekauft. Dies ist der bislang größte "Exit" eines israelischen Unternehmens. Nach Angaben von Mobileye, das 1999 gegründet wurde, sind weltweit mehr als 40 Millionen Fahrzeuge mit seiner Kollisionsvermeidungstechnologie ausgestattet. Im Jahr 2016 haben sich Mobileye und Intel mit der BMW Group zusammengeschlossen, um bis 2021 die Serienproduktion autonomer Fahrzeuge der Stufen 3-5 zu ermöglichen. (israelnetz, jpost) EL

Tel Aviv ist die Stadt mit der weltweit höchsten Anzahl von Startups pro Kopf
Laut dem Global Startup Ecosystem Report von 2018 sind in Tel Aviv mehr als 6.000 Startups, von denen 18 Unicorns sind. Ein Unicorn (Einhorn) bezeichnet ein Startup-Unternehmen mit einer Marktbewertung - vor einem Börsengang oder einem Exit - von über USD 1 Mrd. Das als Silicon Wadi bezeichnete Technologie-Cluster der Stadt beherbergt mehr als 100 Risikokapitalfonds sowie Hunderte von Beschleunigern und Kooperationsstellen. "Tel Aviv wandelt sich von einer Startup-Nation zu einer Scale-up-Nation", sagt Eyal Gura, Mitbegründer von Zebra Medical Vision. Amit Gilon, ein Investor des Kaedan Capital VC-Fonds, stimmt dem zu und fügt hinzu, dass es in Israel nicht mehr nur um erfolgreiche B2B-Unternehmen wie Checkpoint, Nice und Amdocs geht, sondern auch um große B2C-Erfolgsgeschichten wie Playtika, Wix, Fiverr. (wired) EL

Thermische Solaranlage im Negev
Israel hat offiziell den Betrieb des größten Projekts für erneuerbare Energien des Landes aufgenommen - ein 121 MW thermisches Solarkraftwerk in der Negev-Wüste. Da für die thermischen Solaranlagen viel Wärme benötigt wird, bieten Wüsten wie der Negev ideale Bedingungen. (ToI) TS




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Eine perfekte Gastgeberin in Jerusalem
Es wird nicht viele Klosterschwestern geben, die in ihrem Leben mit derart vielen Prominenten zusammen getroffen sind wie Schwester Bernadette Schwarz. Als Vizechefin des Österreichischen Hospiz in Jerusalem war der Kontakt zur Außenwelt die zentrale Aufgabe der Nonne aus dem Orden der Kreuzschwestern. Einen Namen machte sich die aus Brunnwald stammende Mühlviertlerin als Provinzökonomin der Kreuzschwestern in Oberösterreich. War sie in ihren ersten Jahren am Hospiz vor allem für die hauswirtschaftliche Leitung zuständig, rückte sie 2011 offiziell zur Vizerektorin auf, unterstützte in dieser Aufgabe den Rektor Bugnyar. Von einer schweren Erkrankung genesen, befand es ihre Ordensleitung als besser, sie künftig wieder in ihrer Heimat Oberösterreich einzusetzen. Aus Israel wegzugehen, fällt Schwester Bernadette nicht leicht. (nachrichten) KR
Rektor Markus Bugnyar bei Verabschiedung von Sr. Bernadette. Foto: Sahm

Organisation Ebenezer eröffnet ein Heim für Neueinwanderer
Geleitet wird das Heim für Neueinwanderer von einer Familie aus Süddeutschland, die selbst gerade nach Israel eingewandert ist. Sie möchte Einwanderern aus aller Welt vor allem eins bieten: ein vorübergehendes Zuhause. Immer für zwei bis drei Wochen können sie in dem Haus unterkommen. Das bietet ihnen die Möglichkeit, anzukommen, eine eigene Wohnung und Arbeit zu finden. Um die 20 Menschen haben Platz in den Räumen, die sich auf drei Stockwerke erstrecken. Noch laufen die Renovierungsarbeiten auf Hochtouren. Das Dach müsse neu abgedichtet werden und an der Elektrik sei auch noch allerhand zu tun, erklärt Markus Ackermann aus Metzingen. Problematisch ist die israelische Bürokratie: "Das ist nicht wie in Deutschland. Einmal waren wir bei acht Stellen, um eine Sache zu erledigen. Wir wurden immer wieder weitergeschickt und kamen am Ende wieder an der Stelle an, an der wir gestartet waren. Da braucht man schon wirklich einen langen Atem", erzählt Rahel Ackermann lachend. Zur Eröffnung sind Gäste aus der ganzen Welt gekommen, unter anderem von Ebenezer und der Jewish Agency. (israelnetz, Ebenezer) TS

"Die Agentin" im Kino
Spionage-Thriller über eine Mossad-Agentin, deren wahre Motive nicht zu durchschauen sind. Rachel (Diane Kruger) ist weltgewandt, spricht drei Sprachen fließend und hat weder Wurzeln geschlagen, noch ist sie feste Bindungen mit einer anderen Person eingegangen. Aus diesen Gründen hat sie der britische Mossad-Agent Thomas (Martin Freeman) für den israelischen Geheimdienst angeworben. Regisseur Yuval Adler ("Bethlehem") zeichnet ein verschachteltes Bild einer weiblichen Spionin. Angeführt wird der Cast von Diane Krüger ("Inglourious Basterds"), in weiteren wichtigen Rollen sind Martin Freeman ("Der Hobbit"-Trilogie) sowie Cas Anvar ("The Expanse") zu sehen. Auf der Berlinale 2019 wurde "Die Agentin" außer Konkurrenz im Wettbewerb uraufgeführt. Der deutsche Kinostart war am 29. August 2019, die FSK erteilte eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. Gedreht wurde unter anderem auf dem Leipziger Hauptbahnhof. (kino) KR

Israel schickt Löschflugzeug nach Brasilien
Premierminister Benjamin Netanyahu telefonierte mit Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Der Premierminister bot an, unverzüglich ein spezielles Löschflugzeug zur Bekämpfung der Brände im Amazonas zu entsenden. Präsident Bolsonaro bedankte sich für das Angebot und nahm es an. (embassies) TS

Kein Platz mehr für Tote
"Menschen werden wahrscheinlich auch künftig immer sterben." Diesen bisher unwidersprochenen Satz sagte Arik Glazer, Firmenchef eines Bauunternehmens, das in Jerusalem ein akutes Problem lösen will: Für die Toten gibt es keinen Platz mehr. Die Friedhöfe sind voll. Gemäß einem alten Vorbild aus Beth Schearim werden in Jerusalem jetzt kilometerlange Tunnel in den Fels gegraben, um in Katakomben verwandelt zu werden. Bei Juden wie Moslems ist es Sitte, Tote in Särgen oder in Tücher gewickelt komplett zu begraben, während Feuerbegräbnisse unbekannt und verpönt sind. Bei Juden müssen die Gräber zudem auf ewig unberührt bleiben, weil sie sonst am Ende der Tage die Widerauferstehung verpassen. Weil jeder Tote etwa 2 m² benötigt, wird es eng auf israelischen Friedhöfen. Katakomben oder Hochhäuser mit Gräbern, bilden eine vorläufige Lösung. (ynet, ToI) TS

Jüdischer Friedhof auf dem Ölberg. Neubau von Gräberhochaus. Fotos: Sahm

"Ich kannte keine Rache" - zum Tod von Zwi Helmut Steinitz
Er war "Zeuge des Unfassbaren", hat in seinem "Leben nach dem Überleben" den Staat Israel mit aufgebaut und die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland befördert. Am 24. August ist Zwi Helmut Steinitz im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er verlor im Holocaust mit 15 Jahren seine Eltern und überlebte die KZ Plaszow, Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen. Bei einem Todesmarsch gelangte er bei Schwerin kurz vor Kriegsende 1945 in die Freiheit. Er baute den Kibbuz Netzer Sereni, zunächst Kibbuz Buchenwald genannt, mit auf und lernte seine Frau kennen, mit der er eine Familie gründete. Beruflich wurde Zwi zum israelischen Blumenexport-Pionier. Mit über 60 Jahren begann er mit Hilfe von AMCHA und später durch das Schreiben seines Buches "Als Junge durch die Hölle des Holocaust" von seinem Überleben zu berichten und sprach als Zeitzeuge auch in Deutschland. Der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gab er ein umfangreiches Zeitzeugen-Interview und schrieb weitere biographische Bücher und auch Gedichte. Das Land Brandenburg verlieh ihm als Zeitzeugen im Mai 2018 den Verdienstorden. Zwi Steinitz pflegte, gemeinsam mit seiner Frau Regina, viele sehr freundschaftliche Kontakte nach Deutschland. Möge sein Andenken ein Segen sein. (welt, jüdische, oranienburg, waidak, verlag) JG

Danny Cohen - Israelisches Genie gestorben
Danny Cohens Name ist der Öffentlichkeit fast unbekannt, aber Menschen auf der ganzen Welt profitieren von seiner bahnbrechenden Forschung über Computer. Dank Cohen können wir auf Internet-Plattformen wie Skype Sprach- und Videoanrufe tätigen, YouTube-Videos ansehen oder Daten in der Cloud speichern. Cohen, in Haifa geboren, starb am 12. August im Alter von 81 Jahren in Palo Alto, Kalifornien. In einem Nachruf der New York Times wurde er dafür gefeiert, dass er "dazu beigetragen hat, die Voraussetzungen für das digitale Zeitalter zu schaffen". Prof. Leonard Kleinrock, der als "Vater des Internets" angesehen wird, sagte: "Cohen hatte die unheimliche Fähigkeit, seinen tiefen mathematischen Intellekt und seinen Einblick in die Herausforderungen der realen Welt mit enormer Wirkung einzusetzen". Cohen wurde 1937 geboren. Sein Vater David wanderte aus Russland in das vorstaatliche Israel ein. Seine Mutter Dorit kam aus Ungarn. Cohens Interesse an Computern wurde durch einen Zeitungsartikel geweckt, der den Computer als elektronisches Gehirn beschreibt. "Die Idee, eine Maschine zu haben, die sich wie ein Gehirn verhält, war sehr faszinierend, und das hat mich interessiert", sagte er in einem Interview mit dem Computer History Museum in Mountain View, Kalifornien. In den 1950er Jahren studierte er Mathematik am Technion Israel Institute of Technology und war fasziniert von den ersten Computern, die er sah. Er erwarb einen Bachelor-Abschluss vom Technion in angewandter Mathematik und arbeitete anschließend am MIT und in Harvard. Er promovierte in Harvard unter der Leitung von Ivan Sutherland, dem Vater der Computergrafik. Gemeinsam entwickelten die beiden einen Algorithmus, der ihre Namen trägt. Cohens erste große Innovation war ein Flugsimulator. Er war auch maßgeblich für die Entwicklung der Streaming-Technologie verantwortlich, die es ermöglicht, einen konstanten Datenstrom wie Internet-Liveübertragungen oder Online-Filme zu empfangen. Er hat nie etwas patentieren lassen. "Mit Skype und allem anderen da draußen könnte man wohl sagen, dass es ein Fehler von USD 10 Mrd. war, aber so habe ich darüber gedacht. Wir waren Akademiker." Er war auch an der Entwicklung der Cloud-Computing-Technologie beteiligt, die es ermöglichte, mehrere Computer zur Datenverarbeitung und -verwaltung miteinander zu verbinden. Cohen wurde überlebt von einem Sohn, David, aus seiner zweiten Ehe mit Delia Heilig. Danny Cohen traf Heilig über das, was in der Technikgeschichte als das erste Internet-Date gilt. 1973 fanden sie sich, während beide am Arpanet-Computernetzwerk arbeiteten, das zum Internet wurde. (Israelnetz, Haaretz) TS







90 Jahre Massaker in Hebron
Das Massaker von Hebron 1929 gilt als Wendepunkt der arabischen Unruhen von 1929 im Mandatsgebiet Palästina. Jahrhundertelang existierte die kleine jüdische Gemeinschaft von Hebron neben einer größeren muslimischen Bevölkerung. Obwohl die Juden oft mit Diskriminierung und extremer Gewalt konfrontiert wurden, waren die Beziehungen manchmal sogar herzlich. All das änderte sich vor 90 Jahren, als gewalttätige arabische Unruhen gegen die jüdische Einwanderung ausbrachen. Dazu aufgerufen hatte der Mufti von Jerusalem, Hadsch Amin el Husseini, der 1941 ein Verbündeter Adolf Hitlers in Berlin wurde. Am Samstagmorgen, 24. August 1929, um 8 Uhr begannen die Araber, sich um die jüdische Gemeinde zu versammeln. Bewaffnet mit Keulen, Messern und Äxten bereiteten sich die Mobs auf den Angriff vor. Frauen und Kinder warfen Steine, während Männer jüdische Häuser durchsuchten und jüdisches Eigentum zerstörten. Mit nur einem einzigen Polizisten in ganz Hebron konnten die Araber jüdische Innenhöfe ohne Widerstand betreten. Frauen wurden vergewaltigt, Kinder zu Tode geprügelt, Männer erstochen und verstümmelt. Die Polizeistation Beit Romano verwandelte sich am Samstagmorgen in ein Obdach für die Juden. Als die dort versammelten orthodoxen Juden ihre Morgengebete beendet hatten, hörten sie Geräusche außerhalb des Gebäudes. Tausende Araber strömten herbei und riefen "Itbach el Jahud" (Tötet die Juden!). Die kleine Polizeistation wurde überrannt und war unfähig, den Mob zu stoppen. Einige arabische Polizisten beteiligten sich an den Morden. Das jüdische Krankenhaus Beit Hadassah, das von der Hadassah Medical Organization betrieben wird und Araber und Juden gleichermaßen behandelte, blieb nicht verschont. Die Unruhestifter zerstörten die Apotheke und zündeten eine Synagoge im obersten Stockwerk an, wodurch die Thora-Schriftrollen zerstört wurden. Der Apotheker, ein verkrüppelter Mann, der vier Jahrzehnte lang Juden wie auch Arabern bedient hatte, musste zusehen, wie seine Tochter vergewaltigt und ermordet wurde. Er wurde dann selbst getötet. Beachtenswert ist, dass einige Araber den Juden halfen. Neunzehn arabische Familien retteten Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte von Hebrons Juden. Zmira Mani schrieb über einen Araber namens Abu Id Zaitoun, der seinen Bruder und Sohn mitbrachte, um ihre Familie zu retten. Die arabische Familie beschützte die Manis mit ihren Schwertern, versteckte sie zusammen mit anderen Juden in einem Keller und fand schließlich einen Polizisten, der sie sicher zur Polizeistation in Beit Romano brachte. Insgesamt wurden 67 Juden ermordet und Dutzende verletzt. Nach den Anschlägen besuchte der britische Hochkommissar Sir John Chancellor Hebron. Er schrieb: "Der Schrecken ist jenseits von Worten." Sir Walter Shaw schloss im Bericht "The Palestine Disturbances", dass "unsägliche Greueltaten in Hebron geschehen sind". Die wenigen hundert jüdischen Überlebenden wurden von den Briten nach Jerusalem evakuiert, während ihre Häuser verwüstet und Synagogen zerstört wurden. Obwohl eine kleine Anzahl von Juden 1931 zurückkehrte, blieb ihr Aufenthalt kurz. Wegen der arabischen Revolte zwischen 1936-1939 wurde die gesamte jüdische Bevölkerung erneut evakuiert. Im folgenden Jahrzehnt wurde Israel gegründet, aber Hebron wurde im Unabhängigkeitskrieg 1948 von der arabischen Legion König Abdullahs übernommen und an Jordanien angeschlossen. Juden kehrten erst 1968 in die Stadt zurück, ein Jahr nach dem Sechstagekrieg. [Ein aussagekräftiges Fotoalbum von Hebron heute finden Sie HIER.] (honestreporting) TS
Hebron - Patriarchengrab. Foto: Sahm







Spannungen im Norden Israels
Das Nordkommando der israelischen Armee hat seine Streitkräfte mobilisiert. Hisbollah-Chef Nasrallah hatte Israel für einen angeblichen Drohnenangriff im Libanon verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Kein Bürger Israels könne sich sicher fühlen, auch weit über die Stadt Haifa hinaus, drohte er. In der libanesischen Hauptstadt Beirut sollen, so die Hisbollah, zwei angeblich mit Sprengstoff bestückte israelische Drohnen abgestürzt sein. Die Drohung Nasrallahs wird von Israel ernst genommen. Daher wurden Iron Dome Raketenabwehrsysteme im Norden des Landes aufgestellt, um für den Fall eines Angriffs bereit zu sein. Auch in der Vergangenheit wurden Drohungen Nasrallahs in Taten umgesetzt. So kam es im Januar 2015 zu einem Angriff der Hisbollah auf einen israelischen Militär-Konvoi in dem Gebiet der Schebaa-Farmen an der Grenze zwischen Israel, Libanon und Syrien. Zwei israelische Soldaten kamen dabei ums Leben. Der Angriff war eine Reaktion auf einen Angriff auf einen Konvoi bei Quneitra in den syrischen Golanhöhen. Dabei kamen sechs Hisbollah-Kämpfer ums Leben. Israel wurde für den Angriff verantwortlich gemacht. Jeder Angriffsversuch der Hisbollah werde eine "unverhältnismäßige" israelische Reaktion zur Folge haben, warnte ein israelischer Offizier. "Nasrallah sollte sich beruhigen", sagte Netanjahu. "Er weiß sehr gut, dass sich der Staat Israel gut zu verteidigen weiß und es seinen Feinden heimzahlt." (mopo, Israelheute, Israelnetz) TS
An der Grenze zu Libanon. Foto Sahm

Gericht schließt Rechtsextremisten von Knessetwahlen aus
Zwei Mitglieder der Partei "Otzma Jehudit", Benzi Gopstein und Baruch Marsel, dürfen im September nicht bei den Knessetwahlen kandidieren. Das entschied das Oberste Gericht. Als Grund nannten die Richter Aufhetzung zum Rassismus. Gopstein hat die Gruppe "Lehava" geleitet, die unter anderem gewaltsam gegen jüdisch-muslimische Hochzeiten protestierte. Marsel war Chef der mittlerweile verbotenen rechtsextremen "Kach"-Bewegung. Das Gericht lehnte einen Antrag ab, der arabischen "Vereinigten Liste" die Kandidatur zu verwehren. (israelnetz) TS

Anerkennung Jerusalems durch Honduras und Nauru
Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras, wird in Jerusalem eine Handelsmission eröffnen: "Das ist für mich die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel." Das israelische Außenministerium bestätigte dies als einen Schritt in Richtung Verlegung der hondurianischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Der Inselstaat Nauru erkennt Jerusalem als Hauptstadt an. Außenminister Israel Katz lobte das Land am Donnerstag für diesen Schritt. Die stellvertretende Außenministerin Zippi Hotovely sagte, Nauru sei ein "wahrer Freund Israels, der bei allen wichtigen Entscheidungen an der Seite Israels steht". Nauru, eine winzige Insel im Pazifik, nordöstlich von Australien gelegen und mit nur 10.000 Einwohnern, gilt als Unterstützer Israels bei Abstimmungen in den Vereinten Nationen. (ToI, JA, tachles, israelnetz) KR
Foto: Sahm

USA streichen Autonomiebehörde von Länderliste
Das US-Außenministerium hat den Eintrag "Palästinensische Autonomiebehörde" und "palästinensische Gebiete" von seiner "Liste der Länder und Gebiete" entfernt. Ein Sprecher der PA, Nabil Abu Rudeineh, nannte den Schritt einen "nie dagewesenen Verfall der amerikanischen Außenpolitik". Das State Departement erklärte, dass die Streichung der "palästinensischen Gebiete" keinen Wandel der Politik bedeute. Lediglich sei die Webseite "modernisiert" worden. Auf der Webseite stößt man bei einer Suche nach "Palestine" auf Hinweise zu Terror und zur Schließung der PLO-Vertretung in Washington. (ToI, worldisrael, CNN, wafa, state, israelnetz) TS

Lukrativer Besuch: "Präsident" Abbas in Berlin
"Pala?stinenser-Chef auf lukrativem Berlin-Besuch", titelte die Bildzeitung. Denn allein 2018 gingen rund EUR 166 Mio. an die Palästinenser. In anderen Medien wird Mahmoud Abbas "Palästinenserpräsident" genannt, obwohl er lediglich "Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde" ist. Er traf Kanzlerin Merkel zu "bilateralen" Gesprächen, als ob die palästinensische Selbstverwaltung ein Staat wäre. Außenpolitiker Frank Müller-Rosentritt (FDP) zeigte sich skeptisch: "Ich hoffe, dass in den Gesprächen klar zum Ausdruck gebracht wurde, dass Deutschland Erwartungen hat, wie und wofür Aufbauhilfe genutzt wird." Merkel befürwortete erneut die "Zweistaatenlösung", um den Nahostkonflikt zu lösen. Palästinenser und Israelis lehnen in Umfragen diese Idee ab. Und Deutschland verweigerte die "Zweistaatenlösung" für sich selbst, als Nordvietnam dieses Patentrezept Kanzler Willy Brandt vorschlug. Eine Anerkennung der DDR als eigener Staat war damals ein absolutes Tabu. Christian Böhme vom Tagesspiegel bezeichnete den 83 Jahre alten Abbas, der seit 10 Jahren wie ein Diktator nur mit Dekreten herrscht, als einen alten Mann, der selbstverschuldet nichts zustande gebracht habe. (bild, tagesspiegel) TS

Erstmals verurteilt UN-Komitee Palästinenser wegen antisemitischer Schulbücher
Der Antirassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen hat eine beispiellose Kritik an den Palästinensern geäußert und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah aufgefordert, antisemitische Aussagen von PA-Beamten sowie antisemitisches Material aus palästinensischen Schulbüchern einzudämmen. In einer historischen Premiere forderte der UN-Ausschuss zur Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD) die PA auf, "Hassreden und Aufstachelung zur Gewalt" zu bekämpfen, und wies darauf hin, dass einige in palästinensischen Schulen verwendete Lehrbücher "Hass und Gewalt schüren" sowie "Antisemitismus verbreiten". CERD forderte die Palästinenser ferner auf, "alle abfälligen Kommentare und Bilder aus Lehrplänen und Lehrbüchern zu entfernen, die Vorurteile und Hass aufrechterhalten". Das Gremium stellte fest, dass die palästinensischen Gesetze und Politiken es versäumt haben, die UN-Verträge gegen Rassismus umzusetzen oder Beschwerden über rassistische Diskriminierungen ordnungsgemäß zu untersuchen. Die 18 unabhängigen Experten überprüften die palästinensischen Aufzeichnungen und die von sechs weiteren Ländern. (algemeiner) TS

Weitere Länder zahlen nicht mehr an UNRWA
Neuseeland hat sich nun der schweizerischen, niederländischen und belgischen Regierung angeschlossen und die Zuwendungen an die UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für "arabische Flüchtlinge aus Palästina", ausgesetzt. Ein interner Bericht hatte festgestellt, dass "glaubwürdige und bestätigte" Anschuldigungen wegen schweren ethischen Missbrauchs, einschließlich "sexuellen Fehlverhaltens, Vetternwirtschaft, Vergeltung, Diskriminierung und anderen Amtsmissbrauchs, zur persönlichen Bereicherung, zur Unterdrückung legitimer Meinungsverschiedenheiten und zur sonstigen Erreichung ihrer persönlichen Ziele", vorliegen. Sie hatten einen Berichtsentwurf des Israel Institute of New Zealand (IINZ) gesehen, der zeigt, dass Beamte die Minister nicht über wesentliche Mängel innerhalb des UNRWA informiert haben und keine Sitzungen aufzeichneten, in denen Bedenken über die UNRWA geäußert wurden. Neuseeland wird keine weiteren Zahlungen an die UNRWA leisten. In den letzten zehn Jahren haben neuseeländische Steuerzahler mehr als NZD 10 Mio. in die UNRWA eingebracht. (israelinstitute) TS

Palästinensische Wirtschaft floriert trotz Finanzkrise
Der palästinensische Privatsektor im Westjordanland gedeiht, so ein Bericht der israelischen Finanzzeitung Globes, trotz der finanziellen Schwierigkeiten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Der palästinensische öffentliche Sektor kämpft, weil sich die PA geweigert hat, von Israel erhobene Steuern anzunehmen, weil Israel die von der PA an Terroristen und ihre Familien gezahlten Beträge abgezogen hat. Der Präsident der Autonomiebehörde Mahmoud Abbas hat die Gehälter der leitenden Beamten gekürzt und 20 von 30 Beratern entlassen. Israel überwies letzte Woche etwa die Hälfte der Mittel, was USD 570 Mio. entspricht. Der Privatsektor gedeiht dennoch aus einer Vielzahl von Gründen, so Globes. Ausländische Investitionen und Hilfe fließen immer noch in die palästinensischen Gebiete. Dem Bericht zufolge nehmen die Exporte aus dem Westjordanland nach Israel zu. Viele israelische Araber kaufen in palästinensischen Gebieten im Westjordanland ein. Ein weiterer Grund für die gute Wirtschaft ist, dass 130.000 Arbeiter in Israel beschäftigt sind. Im Durchschnitt verdienen sie das Zweieinhalbfache des Durchschnittsgehalts in den Gebieten. Darüber hinaus trägt der Neubau in den Siedlungen zu einem Anstieg der gut bezahlten Bauarbeitsplätze bei. (JNS) TS
Straßenhändler in Jericho. Foto: Lahusen








Gaza-Raketen auf Musikfestival in Israel
Immer wieder feuert die islamistische Terrororganisation Hamas, die im Gaza-Streifen an der Macht ist, Raketen auf das benachbarte israelische Gebiet. Auch am Samstag vor einer Woche wurden mehrere Raketen vom israelischen Militär abgefangen - zwei davon nur knapp über einem Musikfestival in der Stadt Sderot. Ein Handyvideo zeigt den Moment, als zwei der Raketen am Nachthimmel über der Open-Air-Bühne zu sehen sind. Mit einem lauten Knall explodieren sie am Himmel, als sie vom Abwehrsystem des israelischen Militärs zerstört werden. Unter den Festival-Besuchern bricht Panik aus. Die Menschen flüchten in die Schutzräume. (ToI, heute) KR


Ahed Tamimi und die Tour durch Gaza
Die Ikone des palästinensischen "Widerstandes", Ahed Tamimi, veröffentlichte eine gefilmte Autofahrt durch Gaza im Jahr 2016. Man sieht teure Hochhäuser, schnelle Autos und viel Straßenbeleuchtung. Ob Tamimi damit zeigen will, dass Gaza angeblich von Israel schrecklich zerstört wurde und es keinen Strom gebe? Propaganda ist manchmal nicht leicht zu verstehen. (facebook) TS


Wo das Geld in Gaza bleibt
Europäische Medien zeigen uns Bilder von Elend und Verzweiflung der Menschen in Gaza, die in einem großen "Freiluft-Gefängnis" leben. Hier in diesem Video wird gezeigt, was Menschen in Gaza selbst dazu sagen und wo die an die Palästinenser von der UN und der EU überwiesenen Gelder geblieben sind. Ein Film von Pierre Rehov vom Mai 2019, deutsche Untertitel von Imad Karim. (youtube) EL


Wegen "Sicherheitsrisiko": Regavim-Veranstaltung abgesagt

Ein Vortrag der israelischen NGO Regavim in London wurde wegen eines "Sicherheitsrisikos" verschoben. Konkret handelte es sich um eine drohende Massen-Demonstration britischer Anti-Israel- und BDS-Organisationen. Der Vortrag sollte sich auf die europäische Finanzierung illegaler Aktivitäten der Palästinensischen Autonomiebehörde konzentrieren. Gleichzeitig wurde vom Sprecher von Regavim erwartet, dass er die aktuelle Kampagne der Organisation zur Einstellung der europäischen Unterstützung für illegale Bau- und Landwirtschaftsprojekte der Palästinensischen Autonomiebehörde erläutert. Meir Deutsch, Generaldirektor von Regavim: "Die Bedrohungen im Zusammenhang mit unserem bevorstehenden Vortrag stellen eine neue Ebene der Zusammenarbeit zwischen extrem linken Organisationen, die in Israel und im Ausland tätig sind, und palästinensischen Organisationen dar, die handeln, um abweichende Meinungen und konkurrierende Narrative zum Schweigen zu bringen. Regavim ist erfreut über die Empörung der Spender und Unterstützer, die über die Verschiebung der Veranstaltung informiert wurden, und wir haben begonnen, Treffen mit Einzelpersonen und Gruppen zu vereinbaren, die daran interessiert sind, die Fakten zu erfahren." (regavim) TS

"Israel greift an"

Die Überschriften bei Google-News sind fast täglich identisch: "Israel greift an." Austauschbar sind die Orte: Jemen, Irak, Iran, Syrien, Libanon. Manchmal erscheint das Wort "offenbar", was zunächst bedeutet, dass die Israelis schweigen, während die betroffenen Länder nicht nachweisen können, warum bei ihnen Munitionslager, Raketenfabriken, Lagerhäuser oder anderes explodiert sind. Es könnte ja auch ein Kurzschluss oder ein Zigarettenstummel gewesen sein. Manchmal wird dann auch gemeldet, dass zum Beispiel "angeblich", nach Behördenangaben oder Behauptungen des Militärsprechers 3 Raketen aus Gaza auf Israel abgeschossen worden seien. Dass die Raketen über Sderot während eines Musikfestivals explodierten und abgeschossen worden sind, ist für die Agenturen noch kein echter "Beweis", obgleich die Szene gefilmt wurde und Dutzende Israelis sich bei der Flucht verletzten. (twitter, greenpeace, pz-news, JPost, heute) TS

Von der EU hofiert: Leila Khaled, Antisemitin und verhinderte Massenmörderin
Vor 50 Jahren, am 29. August 1969, entführte die damals 25-jährige Leila Khaled zum ersten Mal in ihrem Leben ein Passagierflugzeug. Gut ein Jahr später folgte das zweite. Sie hat ihre Taten nie bedauert und wurde dafür auch nicht bestraft. Im Gegenteil: Heutzutage wird sie im EU-Parlament für ihren Antisemitismus gefeiert. (audiatur) EL


Holocaust-Denkmal in Marokko zerstört
Das von der deutschen NGO PixelHELPER in Ait Faska südöstlich von Marrakesch errichtete Holocaustdenkmal wurde zerstört. Der Gründer von PixelHELPER, Oliver Bienkowski, sagte, dass alle bisher gebauten Installationen und Kunstwerke "absichtlich von Bulldozern zerstört wurden" und auch die Regenbogenblöcke am Eingang, die an LGBTQ-Opfer des Holocaust erinnerten, seien entweiht worden. Ungefähr ein Jahr nach Baubeginn zerstörten die lokalen Behörden in Marrakesch das Holocaust-Denkmal mit der Begründung, dass die deutsche NGO keine der erforderlichen Genehmigungen gehabt habe. Der marokkanische Sprecher war empört darüber, dass die Behörden in seinen Augen viel zu lasch gegenüber der "Etablierung eines zweiten Israel" im Herzen von Marokko vorgingen. (jpost, memri) EL


Und wenn sie nicht ausgestorben sind, sind sie Palästinenser
Mahmoud Abbas und andere Palästinenser bedienen sich freigiebig an der Historie, um Vorfahren für sich zu beanspruchen. Mal behaupten sie, die Nachkommen der längst untergegangenen Kanaanäer oder Jebusiter zu sein. Dann halten sie die aus Griechenland stammenden Seevölker der Philister für ihre Vorfahren. Dummerweise sind die Philister von Nebukadnazer zusammen mit den Judäern und Israeliten nach Babylon vertrieben worden, wo man seitdem nie mehr von ihnen gehört hat. Die Ururgroßmutter von Ahed Tamimi war laut ihrem Vater schon im Paradies bei Adam und Eva dabei, so die seriöse Zeitung Haaretz. Ansonsten betrachten sich die Palästinenser auch als Araber. Die Araber sind aber erst im 6. Jahrhundert in Palästina einmarschiert. (jewishwebsite) TS









Das Auswärtige Amt, deutsche Textbausteine und der Mord an Juden
Israel trauert um ein junges Mädchen aus Lod. Rina Shnerb wurde wenige Tage nach ihrem 17. Geburtstag, bei einem Terroranschlag an einer Quelle bei der Ortschaft Dolev ermordet. Die Quelle Ein Bubin wird auch "Danny's Spring" genannt, nach dem dort im Sommer 2015 ermordeten Danny Gonen. Am Tag von Rinas Ermordung twitterte das Auswärtige Amt: "Der heutige Anschlag auf drei Israelis, einem Vater mit zwei Kindern, im Westjordanland macht uns tief betroffen. Wir verurteilen solche Gewaltakte mit allem Nachdruck & setzen uns dafür ein, dass die Spirale aus Gewalt und Hass überwunden wird."
"Spirale aus Gewalt und Hass"?
Diese Formulierung ist ungeheuerlich. War etwa die ermordete Rina Shnerb bei ihrem Ausflug zu der Quelle voller Hass? Üben Israelis allein durch ihre Anwesenheit "Gewalt" aus? Hat der junge Danny Gonen im Sommer vor 4 Jahren aus reinem Hass seinem Mörder helfen wollen? Vielleicht sollte Deutschland einmal seine Textbausteine auswechseln. In der Stellungnahme des Auswärtigen Amtes ist auch noch ein Hinweis auf die von Deutschland angestrebte "Perspektive einer Zwei-Staaten-Lösung, die allen Israelis und Palästinensern ein Leben in Frieden und Sicherheit ermöglicht" die Rede. Mal abgesehen davon, dass weder Israelis noch Palästinenser diese Zauberlösung wünschen - laut Umfragen und offiziellen Erklärungen -, sieht heute schon die Realität anders aus. In Ramallah und anderen Städten im Westjordanland sowie im Gazastreifen besitzen die Palästinenser ein staatsähnliches Gebilde: Autonomie oder Selbstverwaltung genannt. Sie haben dort eine eigene Regierung mit Polizei, aufgelöstem Parlament und allen anderen Zutaten eines Staates, inklusive eigener Uniformen, Waffen, Flagge und Hymne. Dennoch gibt es weiterhin Terrorattacken und Raketenbeschuss auf Israel. Gleichwohl scheint die deutsche Regierung zu glauben, dass es nach der offiziellen Ausrufung des Staates Palästina tatsächlich "Frieden" geben werde. Vieles spricht dagegen. 2005 hat sich Israel vollständig aus dem Gazastreifen zurückgezogen mitsamt Siedlern und Soldaten. Für die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation war das "grünes Licht", nun erst recht tausende Raketen und Granaten in Richtung israelischer Städte und Ortschaften abzuschießen, als "Widerstand gegen die Besatzung". Ähnliches passierte in den selbstverwalteten palästinensischen Städten im Westjordanland. Mehrfach wurden Israelis gelyncht, als sie in friedlicher Absicht diese Städte besuchten, etwa um den guten Humus zu genießen oder weil sie sich verirrten. In der Folge ließ die israelische Militärverwaltung an den Zufahrtsstraßen große rote Schilder aufstellen, die dreisprachig israelischen Bürgern den Besuch in den palästinensischen Städten verbieten. Anstatt "Frieden" und Sicherheit zu bringen, hat die Quasi-Existenz einer heute schon bestehenden Zweistaatenlösung für Israelis nur Tod, Bombardements und schlimmsten Terror gebracht hat. Umgekehrt, solange ein Palästinenser kein Messer hervorholt und keinen Anschlag plant, passiert ihm in Israel nichts und schon gar keine willkürliche Hinrichtung auf offener Straße, der Israelis in Ramallah und Hebron zum Opfer gefallen sind. Auschwitz war nur durch die Kapitulation der Täter zu beenden. Nicht anders konnte man den mörderischen Furor deutscher Antisemiten stoppen. Es ist das Geheimnis des deutschen Außenamtes, wieso es der Ansicht ist, dass nach Einrichtung einer Zweistaatenlösung der abgrundtiefe Hass palästinensischer Antisemiten auf jeden jüdischen Israeli plötzlich enden sollte. (audiatur) TS/EL


Kommentar von Sacha Stawski: "Grenzen von 1967", Siedlungen "zurückgeben"?
Es gibt so vieles, was man zu Artikeln, wie diesem aus dem Handelsblatt sagen könnte; nicht nur in Bezug auf das eigentliche Thema des Artikels - Kanzlerin Merkel und ihr beschämendes Treffen mit dem seit über 10 Jahren nicht mehr demokratisch gewählten und Terror finanzierenden Abbas - sondern auch in Bezug auf andere typische faktische Fehler. Zu viele Journalisten und auch weite Teile der Öffentlichkeit haben noch immer nicht verstanden, dass es bis dato NIEMALS einen Staat Palästina gab. Es gab ein Mandatsgebiet, das aufgeteilt wurde in erster Linie zwischen Jordanien und Israel. Und nach dem ersten Teilungsplan gehörte die West Bank zu Jordanien und Gaza zu Ägypten; Gebiete die Israel im Zuge des 6-Tagekrieges, in dem Israel seine junge Existenz verteidigen mußte, besetzt. Und während mit Ägypten ein großzügiger Land-für-Frieden-Vertrag geschlossen wurde, hatte (und hat) Ägypten bis heute kein Interesse an Gaza. Ähnlich verhält es sich mit Jordanien und der West Bank. Gleichwohl wiederholen die Medien immer wieder die Palästinensischen Floskeln von "Grenzen von 1967" und einer "Rückgabe jüdischer Siedlungen". Beides ist völliger Quatsch. Es gab 1967 "Waffenstillstandslinien" und keine Grenzen; schon gar nicht Grenzen eines Staates Palästina. Es gab keine "Palästinenser", wie es auch keine "eroberten Siedlungen" gab. Diese sind erst im Laufe der Jahre gebaut worden. Und es gibt bis heute keine Partei an die man diese Gebiete "zurück geben" könnte; leider, denn das würde wahrscheinliches vieles erleichtern. Und genauso muß man immer wieder betonen, dass die vollständige Räumung des Gazastreifens keinen Frieden brachte; im Gegenteil, Gaza ist heute ein Hort der Gewalt und des Terrors. Und in diesem Sinne könnte man den Rest dieses - und so vieler mehr - Artikel Stück für Stück auseinander nehmen. (HC, HC, Myths&Facts)




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Islamischer Antisemitismus und die Nazis
1937 kam eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische Antisemitismus. Die Nationalsozialisten taten alles, um diese neue Hassbotschaft mithilfe ihrer arabischsprachigen Radiopropaganda zu verankern. Das neue Buch von Matthias Küntzel beleuchtet dieses bislang wenig bekannte Kapitel deutscher Vergangenheit. Es präsentiert neue Archivfunde, die belegen, wie sich das Judenbild im Islam zwischen 1937 und 1948 unter dem Einfluss dieser Propaganda und sonstiger Nazi-Aktivitäten veränderte. Dr. Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Historiker. Neben seiner Tätigkeit als Berufsschullehrer in Hamburg veröffentlicht er diverse Texte über den Nahen Osten, deutsche Außenpolitik und Antisemitismus in Deutschland, darunter die Bücher "Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft" (2009) und das international vielbeachtete Werk "Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg" (2002). (hentrich, facebook) TS



Unfair behandelt worden - und Goldmedaille gewonnen
Der Israeli Sagi Muki hat Gold bei der Judo-WM in der Klasse bis 81 kg gewonnen. Im Finale in Tokio besiegte er den Belgier Matthias Casse. Im Halbfinale hatte sich der Ägypter Mohamed Abdelaal geweigert, Sagi Muki die Hand zu schütteln. (facebook, toi, twitter) JG


Frankfurt: Israelischer Schiedsrichter als "Judensau" beschimpft?
Während des Qualifikations-Rückspiels der Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und Racing Straßburg soll es seitens Frankfurter Anhänger zur Beschimpfung des israelischen Schiedsrichters Orel Grinfeld als "Judensau" gekommen sein, wie die Jüdische Allgemeine berichtet. Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker, der auch Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen ist, äußerte sich hierzu bei Facebook: "Unabhängig von der umstrittenen Schiedsrichterleistung ist ein solches antisemitisches Verhalten bestimmter ,Fans' völlig inakzeptabel und schmerzt gerade vor dem Hintergrund der großen jüdischen Tradition von Eintracht Frankfurt, der vorbildlichen Erinnerungsarbeit, die der Verein heute leistet und dem Engagement von Eintracht Frankfurt gegen Antisemitismus, ganz besonders. Umso wichtiger ist es, dass die Vorgänge wie angekündigt aufgeklärt werden und soweit Personen identifizierbar sind, auch klare Konsequenzen gezogen werden. Solche ,Fans' haben im Stadion nichts verloren." (ja, facebook) JG

Israelische Teams scheitern in Europa-League-Qualifikation
In der aktuellen Saison steht keine israelische Mannschaft in der Gruppenphase eines europäischen Fußball-Wettbewerbs. Bnei Jehuda Tel Aviv verlor in der Europa-League-Qualifikation gegen Malmö FF, Hapoel Be'er Scheva unterlag gegen PSV Eindhoven und Maccabi Tel Aviv scheiterte an Suduva Marijampole, nachdem die Mannschaft zuvor bereits in der Qualifikation zur Champions League ausgeschieden war. (israelnetz) JG








Ein sehr persönlicher Appell...
Sacha Stawski, Vorsitzender von ILI - I Like Israel e.V. und Honestly Concerned e.V. in einem Videoappell: "Wir haben viel geleistet, haben aber weiterhin sehr viel vor uns. Die Situation in Deutschland ist bedrückend, und jedes Mal, wenn ich hier bin, stelle ich mir, um ganz ehrlich zu
sein, die Frage, ob Deutschland für mich noch der richtige Lebensort ist. Und die Frage ist sehr schwer zu beantworten. Deshalb mache ich die Arbeit, die ich mache, sowohl mit Honestly Concerned, wie auch mit ILI." (FB)
Weitere Informationen über die beiden gemeinnützigen Vereine und wie Sie unterstützen können, finden Sie HIER und HIER.

Helfen Sie uns den 1. Europäischen Israelkongress zu realisieren
Wir sind in den Vorbereitungen für den nächsten Schritt in unserer Kongress-Arbeit. Der Deutsche Israelkongress hat mittlerweile fünfmal stattgefunden. Der Kongress hat vieles geleistet, um Menschen miteinander zu vernetzen, wenn es um das deutch-israelische Verhältnis geht. Nun möchten wir auch das europäisch-israelische Verhältnis weiter voranbringen. Wir möchten mehr europäische Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationen, die sich für Israel einsetzen. Dafür organisieren wir künftig einen Europäischen Israelkongress. Der 1. Europäische Israelkongress wird - anders als der Deutsche Israelkongress - speziell nur für Organisationen

und deren Vernetzung sein, um die Kongress-Arbeit auch auf europäischer Ebene zu starten. Informationen, wie Sie mit Ihrer Spende die Realisierung des 1. Europäischen Israelkongress unterstützen können, finden Sie im VIDEO und HIER auf unserer Website. Jede Spende hilft. DANKE! (ILI)

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Das ILI-Team bedankt sich herzlich bei allen, die einen Israeltag veranstaltet haben, mit ihrer Unterstützung zum Gelingen beigetragen haben oder als Besucherinnen und Besucher mit dabei waren! Unser Dank gebührt natürlich insbesondere auch den Schirmherren des bundesweiten Israeltags sowie den lokalen Israeltag-Schirmherren! "Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Israel hat durch die vielen Informationsstände, Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte und Feste am Israeltag auch in vielen kleineren Städten und Ortschaften, im öffentlichen Raum und in Fußgängerzonen für diesen einen Tag seinen Platz gefunden", so Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, in seinem Grußwort zum bundesweiten Israeltag 2019.
Von Aachen bis Welzheim haben auch 2019 von Anfang Mai bis Mitte August - mit Schwerpunkt um den 14. Mai - in einer Vielzahl von Städten Israeltage zur Feier des Geburtstags des Staates Israel stattgefunden. In allen der sieben größten deutschen Städte fand 2019 ein Israeltag statt (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf).
Auf unserer Website wird eine Dokumentation zum bundesweiten Israeltag 2019 folgen. Viele Fotos, Videos und Berichte sind bereits auf der ILI Facebook-Seite, bei ILI Twitter sowie über den Hashtag #Israeltag2019 zu finden.
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MUSS MAN GESEHEN HABEN: "Gaza Die Wahrheit über Gaza" (mit Deutschen Untertiteln)

Ahed Tamimi: AMAZING TOUR of The Street of Gaza - Must Watch Guys!

Palestinian Summer Camp

DECLASSIFIED: These are the senior Iranian commanders running Hezbollah's precision missile project in Lebanon.

Iran, Hezbollah, and Lebanon: Explained

Why Israel Needs Security

A New Middle East?

Yair Netanyahu's request from the German people

Man Teaches Nephew To Shoot Jews on Official PA TV

48 Hours in Israel

10 Fakten über Israel, die Ihr (wahrscheinlich) noch nicht kennt

Hundefeundliches Tel Aviv








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