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29. Juli 2019



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Können Darmmikroben den Verlauf von ALS beeinflussen?
  • Was haben Fettzellen mit Metastasierung von Melanomen zu tun?
  • Biotechnische Gebärmutterwand für künstliche Befruchtung
  • Knochentransplantate züchten
  • Härte-Test für EZRaider erfolgreich beendet
ARCHÄOLOGIE
  • Israelische Archäologen: "Kirche der Apostel" entdeckt
  • Schreib- und Grammatikfehler in antiken Mosaiken
  • War Goliath doch kein Riese?
TOURISMUS
  • Ausstellung zur "Solar Guerilla"
WIRTSCHAFT
  • Israel im Globalen Innovationsindex erstmals unter den 10 Besten
  • Mit Drohnen die Welt besuchen
  • Sauberes Trinkwasser für Flint in Michigan
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Kinder mit Behinderung schweben in den Baumwipfeln
  • Hitzewelle verursacht Waldbrände in Israel
  • Kinostart: "Die Agentin"
  • 2.500 Teenager aus aller Welt feiern in Raanana
POLITIK
  • Präsident Ruben Rivlin gratulierte Boris Johnson per Twitter
  • Barak bildet Allianz mit Meretz-Partei
  • Israels Ex-Premier Olmert meidet Schweiz wegen drohender Festnahme
  • Umfrage: Israelis sehen kein Ende des Konfliktes
  • Hessische Ministerin zahlt Wochenende selbst
  • NRW: Digital-Ausschuss fliegt nicht
AUS GEGEBENEM ANLASS...
  • Aus 17 Obdachlosen mach 350 "Betroffene"
  • Über den Abriss der illegalen Gebäude
  • USA blockieren UN-Verurteilung des Abrisses palästinensischer Häuser
  • FOTOS: Sur Baher: Viel Platz für neue Häuser.
  • FOTOS: Palästinensisches "schöner wohnen" auf dem Weg nach Zur Baher
WAS IN MEDIEN (NICHT) ZU FINDEN IST
  • Deutschland gegen Israel in den UN
  • Abbas droht wieder: Verträge mit Israel nicht mehr anwenden
  • Saudischer Blogger von Palästinensern attackiert
  • Unnötige Aufregung über das israelische "Nationalitätengesetz"
  • Probleme reicher Leute in Gaza
  • Erneut antisemitischer Angriff auf die israelische Botschaft in Finnland
KOMMENTAR DER WOCHE
  • Aufkündigung der "Friedensverträge" mit Israel
  • Kommentar von Sacha Stawski zum Thema Auswärtiges Amt gegen Israel
SPORT
  • Europaleague-Qualifikation - Attacke gegen Haifa-Fans
  • Boxkampf gegen Israeli verweigert
VERANSTALTUNGEN
  • Yiddish Summer Weimar
  • Lucille Crew aus Tel Aviv in Frankfurt

IN EIGENER SACHE
  • Helfen Sie uns den 1. Europäischen Israelkongress zu realisieren
  • ILI fördern und aktueller denn je relevantes Buch erhalten.
  • ILI ist auf Ihre Spenden angewiesen
  • Webshop


BILDER DER WOCHE
  • Sur Baher: Viel Platz für neue Häuser.
  • Palästinensisches "schöner wohnen" auf dem Weg nach Zur Baher








Können Darmmikroben den Verlauf von ALS beeinflussen?
Eine in Nature veröffentlichte Studie des Weizmann Institute of Science ergab, dass das Fortschreiten einer ALS-ähnlichen Krankheit bei Labormäusen verlangsamt wurde, nachdem die Mäuse bestimmte Stämme von Darmmikroben oder Substanzen erhalten hatten, von denen bekannt ist, dass sie von diesen Mikroben sekretiert werden. Die Weizmann-Studie hat zunehmend Beweise für die Wirkung des Darmmikrobioms auf die Gehirnfunktion und Erkrankung geliefert. Weitere Untersuchungen müssen durchgeführt werden, um festzustellen, ob die Regulierung des Darmmikrobioms beim Menschen mit ALS (Amyotrophen Lateralsklerose) den gleichen Effekt hat wie bei den Mäusen. Die beteiligten Forscher stammen vom Weizmann-Institut, von der Hebräischen Universität, der Ben-Gurion-Universität des Negev und der Universität Göteborg in Schweden. (israel21c) EL

Was haben Fettzellen mit Metastasierung von Melanomen zu tun?
Professor Carmit Levy und Dr. Tamar Golan von der Abteilung für Humangenetik und Biochemie der Sackler Medical School der Universität Tel Aviv (TAU) haben kürzlich Forschungsergebnisse veröffentlicht, die die Schlüsselrolle von Fettzellen bei der Metastasierung von Melanomen belegen. "Eingesperrt in die äußere Hautschicht, die Epidermis, ist das Melanom sehr gut
behandelbar. Das Melanom wird tödlich, wenn es aufwacht, Krebszellen in die Hautschicht unterhalb der Epidermis befördert und in lebenswichtigen Organen metastasiert", erklärte Levy. Die Forscher untersuchten Dutzende von Biopsieproben von Melanompatienten und beobachteten ein "verdächtiges Phänomen": Fettzellen in der Nähe der Tumorstellen. "Wir haben uns gefragt, was die Fettzellen dort machen", erklärte Levy. "Wir haben die Fettzellen in der Nähe von Melanomzellen auf eine Petrischale gelegt und die Wechselwirkungen zwischen ihnen verfolgt." Dies führte das Team dazu, die Verbindung zwischen den Fettzellen und der Transformation der Melanomzellen herzustellen. Die Entdeckung zeigt auch, dass der Prozess reversibel ist, was laut Levy "sehr ermutigend" ist. "Als wir die Fettzellen aus dem Melanom entfernten, beruhigten sich die Krebszellen und hörten auf zu migrieren", stellte Levy fest. Ein Versuch an Mäusen zeigte ähnliche Ergebnisse. (nocamels) EL

Biotechnische Gebärmutterwand für künstliche Befruchtung
Ein Team von Bioingenieuren und Gynäkologen an der Universität Tel Aviv hat durch Bioengineering-Zellen ein Modell der menschlichen Gebärmutterwand geschaffen, von dem sie hoffen, dass sich in ihm Embryonen anheften und wachsen können. "Der nächste Schritt ist zu untersuchen, wie sich die Embryonen in diese Wand einpflanzen können", sagte Prof. David Elad. Wenn die Implantation wie erhofft erfolgt, können sich die Embryonen in einer biologischen Umgebung entwickeln, anstatt in der künstlichen Umgebung einer Petrischale und eines Inkubators, die
heute zur Inkubation früher Embryonen bei der In-vitro-Befruchtung verwendet werden. Elad arbeitete mit Prof. Dan Grisaru, dem Direktor der Abteilung für gynäkologische Onkologie, und Prof. Ariel Jaffa, dem ehemaligen Leiter der Abteilung für Ultraschall in Geburtshilfe und Gynäkologie am Lis Maternity & Woman's Hospital des Sourasky Medical Center in Tel Aviv, zusammen. Die Professoren Elad und Jaffa arbeiten seit mehr als 25 Jahren im Bereich der reproduktiven Biotechnik, unter anderem mit Kollegen aus den USA und Europa. (TimesofIsrael) EL

Knochentransplantate züchten
Das Biotechnologieunternehmen Bonus BioGroup aus Haifa wurde 2008 von Dr. Shai Meretzki und dem verstorbenen Prof. Avinoam Kaduri gegründet. Es ist die weltweit erste Produktionsanlage, in der Knochentransplantate außerhalb des menschlichen
Körpers aus dem eigenen Gewebe des Patienten hergestellt werden. Mit BonoFill wird aus einer Körperzelle des Patienten ein dreidimensionales Knochentransplantat mit hoher Dichte gezüchtet, das die physiologische Mikroumgebung des Körpers nachahmt. Innerhalb von zwei Wochen ist ein lebensfähiger Knochen gewachsen und kann dem Patienten wieder implantiert werden. "Da jeder Patient sein eigenes Gewebe und seine eigenen Zellen zurückerhält, ist das Sicherheitsprofil bei dieser Art von Therapie sehr hoch", sagte Meretzki, Geschäftsführer und Präsident der Bonus BioGroup. "Es gibt keine Immunreaktion auf das Implantat. Das Füllen der Kavität (verletzungs- oder krebsbedingten Lücke) mit injizierbarem Knochen reduziert eine schmerzhafte Operation von 15 Stunden auf eine Behandlung von 10 Minuten. Innerhalb von zwei Monaten ist der Knochen wieder gesund, lebendig, lebensfähig und aktiv. Wir nehmen die schwierigsten Fälle an, in denen die Leute bereits aufgegeben haben. Sie sind alle wieder auf den Beinen oder haben die Hände voll im Griff. Ein Patient absolvierte 13 Monate, nachdem er ein Knochenimplantat im Bein hatte, den Ironman Triathlon." (jpost) EL

Härte-Test für EZRaider erfolgreich beendet
Das EZRaider-Elektrofahrzeug kann zwei Polizisten transportieren und an einem Wagen mit einer Nutzlast bis zu 250 kg befestigt werden. Das Fahrzeug ist ausgelegt für logistische Versorgung mit Munition, Wasser und Ausrüstung sowie für die Evakuierung von Verletzten. Das kompakte Fahrzeug mit außergewöhnlicher
Manövrierfähigkeit weist im Gegensatz zu normalen Elektro-Rädern viele Vorteile auf, einschließlich hoher Geschwindigkeit (bis zu 40 km/h), Fahrten von 4 bis 5 Stunden mit einer einzigen Batterie-Ladung, eines geringen Geräuschpegels und einer Navigationsfähigkeit auf Bürgersteigen, Treppen, im Sand, tiefem Schlamm und auf Wasserwegen. Die Tatsache, dass zwei Polizisten ein Fahrzeug benutzen können, ist ein weiterer Vorteil. Es wurde jetzt von verschiedenen Einheiten getestet, einschließlich der israelischen Grenzpolizei, deren Befehlshaber, Generalmajor Kobi Shabtai, Teil des Entwicklungsteams war. (i-hls) EL




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Israelische Archäologen: "Kirche der Apostel" entdeckt
Israelische Archäologen haben eine 1.500 Jahre alte Kirche in Bethsaida im Norden des Sees Genezareth in Nordisrael entdeckt. Sie gehen davon aus, dass die Kirche über dem Haus der Jesus-Apostel Petrus und Andreas errichtet worden ist, und berufen sich auf eine Erzählung des Bischofs Willibald von Eichstätt aus dem 8. Jahrhundert. Es gebe fast keinen Zweifel, dass dies die Kirche sei, die der christliche Reisende Willibald beschrieben habe, sagte der Direktor der Ausgrabung. Die Kirche sei vermutlich 20 x 30 Meter groß. (abendzeitung, dnn) KR

Schreib- und Grammatikfehler in antiken Mosaiken
Inschriften aus dem 5. Jahrhundert in der Nähe von Galiläa weisen auf mangelnde Bildung der frühen Christen hin. Bisher wurden am Ausgrabungsplatz "Verbrannte Kirche" im Hippos-Sussita-Grabungs-Projekt auf den Golanhöhen drei griechische Texte enthüllt, die alle falsch
geschrieben sind und Grammatikfehler haben, sagen Archäologen. Die Mosaiken zeigen geometrische Muster, Vögel mit lebendigen Farben und "einen sehr fröhlichen fetten Fisch", sagte der Grabungsleiter der Universität Haifa, Dr. Michael Eisenberg. Wie erstmals in Haaretz berichtete, zeigten alle drei Inschriften so viele Fehler, dass das Forschungsteam anfing, sich zu fragen, ob der Handwerker und die mutmaßlichen Kirchenbeamten tatsächlich griechische Muttersprachler waren. Das zentrale Medaillon mit Inschrift war der Fund der Saison. Die wird noch entschlüsselt. (TimesofIsrael) TS

War Goliath doch kein Riese?
Archäologen haben Überreste entdeckt, die älter und beeindruckender sind als die, die zuvor in der Philisterstadt Gath entdeckt wurden. Dort soll der riesige Philisterkrieger Goliath geboren sein. Bei früheren Ausgrabungen in Tell es-Safi wurden Ruinen aus dem 9. und 10. Jahrhundert v. Chr. freigelegt, aber die neue Entdeckung deutet darauf hin, dass Gath im 11. Jahrhundert v. Chr., also zu Goliaths Lebzeiten, auf ihrem Höhepunkt stand. Prof. Aren Maeir von der Archäologieabteilung der Bar-Ilan University: "Es gibt keine Skelette von Menschen, die größer sind als die NBA-Center [d.h. die längsten Spieler der US-Basketball-Liga, Anmerkung der Redaktion]." Er meint, dass die mythischen Geschichten der Bibel widerspiegeln, wie eine Gesellschaft die Leistungen ihrer Vorfahren allegorisiert angesichts der massiven Strukturen, die sie hinterlassen haben. "Gath war die größte Stadt im Land dieser Zeit und scheint eine sehr beeindruckende Architektur gehabt zu haben", sagte Maeir. "Die Philister waren die dominierende Kultur in der Region, politisch, militärisch und wahrscheinlich auch kulturell." Die Erinnerung an diese Dominanz inspirierte offenbar die traditionelle Erzählung, dass die Bewohner von Gath Riesen waren, ein Thema, das auch in anderen biblischen Geschichten auftaucht. (JPost) TS







Ausstellung zur "Solar Guerilla"
Eine Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art (TAMA) zeigt Projekte aus Israel und der ganzen Welt, die auf innovative Weise auf den Klimawandel reagieren. Zu den israelischen Projekten gehört das Check-Point-Gebäude in
Tel Aviv. Darin befindet sich einer der führenden Software-Giganten Israels. Es ist mit "grünen Wänden" bedeckt, die für eine organische, nachhaltige Beschattung sorgen. Ein weiteres israelisches Projekt ist Vertical Field, eine "vertikale Landwirtschaft" für Innen- und Außenräume. Sie ermöglicht es, Produkte auch bei spärlichen Bodenressourcen anzubauen. Zu den internationalen Projekten der Ausstellung gehören der Warka-Turm in Italien, mit dem Wasser aus der Atmosphäre und sogar aus Nebel und Tau gesammelt werden soll, ein umweltfreundliches persönliches Schnellverkehrssystem in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der niederländische Smog-Free Tower, der saubere Luft für die Öffentlichkeit im Freien erzeugt. "Die Solar Guerilla: Konstruktive Reaktionen auf den Klimawandel" findet bis zum 15. Dezember im Kunstmuseum von Tel Aviv statt. Weitere Informationen hier. (israel21c) EL







Israel im Globalen Innovationsindex erstmals unter den 10 Besten
Die gute Platzierung findet sich in einem Bericht, den die UN-Organisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Neu-Delhi präsentiert hat. Der jüdische Staat erreichte nun Platz 10 nach dem 11. Platz im Jahr 2018 und dem 17. Platz im Jahr 2017. Die Schweiz verteidigt seit 2016 den ersten Platz, es folgen Schweden und die USA. Vor Singapur auf Platz 8 finden sich die europäischen Länder Niederlande, Großbritannien, Finnland und Dänemark. Nach Singapur und vor Israel reiht sich Deutschland ein. Das Rating,
das von der Cornell University in den USA, der INSEAD School of Business und der Weltorganisation für geistiges Eigentum veröffentlicht wurde, setzt sich aus 80 verschiedenen Indikatoren zusammen, die verschiedene Aspekte der Innovation messen. Israel lag bei den Innovationseinsätzen auf dem 17. und bei den Innovationsergebnissen auf dem 8. Platz, was laut Bericht zeigt, dass Israel bei der Produktion von Innovationen mit relativ geringen Investitionen hervorragende Leistungen erbringt. (globes, israelnetz) EL

Mit Drohnen die Welt besuchen
Die Times of Israel bietet Podcasts über Israel, in der die Welt der israelischen Startups in sieben Folgen vorgestellt wird. Im ersten Teil reiste Bradley Tusk nach Tel Aviv, um seinen Co-Moderator Michael Eisenberg zu treffen und mit Aviv Shapira, Mitbegründer und CEO von XTEND, zu sprechen, einem Startup, das Drohnen und VR-Headsets einsetzt, um der israelischen Armee dabei zu helfen, Brandballons an der Grenze zu Gaza abzuschießen. Das Unternehmen möchte nun die Technologie nutzen, um Verbrauchern zu ermöglichen, die Welt vom Sofa aus zu "sehen", und Live-Inhalte von Drohnen aus der ganzen Welt zu sammeln. In seinen Firewall-Podcasts spricht Tusk jede Woche mit einem anderen Gast über Technik, Startups, Politik und Regulierung. (TimesofIsrael) EL

Sauberes Trinkwasser für Flint in Michigan
Das israelische Unternehmen Watergen hat eine Partnerschaft mit der Gemeinde Flint geschlossen. Flint ist mit 97.386 Einwohnern die achtgrößte Stadt im US-Bundesstaat Michigan. Über 26% der Einwohner leben
dort unterhalb der Armutsgrenze, fast 38% der unter 18-Jährigen gehören zu den Armen und 40% der Immobilien stehen seit Mitte 2009 leer. Hier entspricht die Versorgung mit Trinkwasser der eines Drittweltlandes. Die Technologie von Watergen wurde bereits in über 25 Ländern implementiert, darunter in Vietnam, Mexiko und Sierra Leone. Im Gegensatz zum teuren Einkauf von Trinkwasser in Kunststoffflaschen verwendet Watergen eine preiswerte Entfeuchtungsvorrichtung, um aus der Luft frisches und sicheres Trinkwasser zu ziehen. Watergen wurde 2009 von Arye Kohavi gegründet. Die Technologie wurde entwickelt, um Soldaten unter trockenen Bedingungen mit Wasser zu versorgen. Die Produktpalette reicht von kleineren Haushalts- oder Bürogeräten bis hin zu industriellen Großgeräten, die täglich 5.000 Liter Wasser erzeugen können. (jpost, SZ) EL




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Kinder mit Behinderung schweben in den Baumwipfeln
Tausende Kinder mit besonderen Bedürfnissen nahmen an den Etgarim-Sommercamps teil, die vom 7. bis 11. Juli im Feld- und Waldzentrum in Tzipori organisiert wurden. Dort genossen sie Outdoor-Aktivitäten wie Seilrutschen, Mauern erklimmen, Exkursionen, Kunsthandwerk mit natürlichen
Materialien und sogar einen 25-Meter-Hochseilgarten. Gesponsert wurde das Camp durch die Bank Leumi und den Jüdischen Nationalfonds JNF-KKL. "Unsere Mission ist es, Kindern mit besonderen Bedürfnissen das gleiche Erlebnis zu ermöglichen wie jedem anderen Kind", sagte Avner Balkany, CEO von Etgarim.
Das "Tzipori Field and Forest Center" umfasst Sport- und Freizeiteinrichtungen, Sitzbereiche, Zelte und Unterrichtsräume im Freien, die neben Feldaktivitäten auch Erfahrungslernen ermöglichen. Ein Team professioneller Trainer begleitet die Teilnehmer an Bildungsaktivitäten und Touren in der Region. (jpost) EL

Hitzewelle verursacht Waldbrände in Israel
Eine unerwartete Hitzewelle verursachte in ganz Israel Waldbrände. In einigen Regionen stiegen die Temperaturen auf 42 Grad Celsius. Am Toten Meer wurden sogar 50 Grad im Schatten gemessen. Die derart
hohen Temperaturen entstanden durch ein Hochdruckgebiet, das aus Ägypten über Israel zog. Ein großer Brand wurde im Moschaw Aderet, nahe Beit Schemesch, entfacht. Besonders massive Brände begannen in der Stadt Barta'a in Wadi Ara. Einige 200 Häuser mussten in den Wadi-Ara-Gemeinden von Barta'a, Ar'ara und Katzir sowie im Moschaw Aderet und Roglit evakuiert werden. In der Haifa-Region und der angrenzenden Stadt Nescher brach ebenfalls ein Feuer aus. Die Polizei evakuierte Teile der Technion-Universität in Haifa. Ein weiterer Brand entstand in Or Yehuda, südlich von Tel Aviv. In kurzer Zeit gingen mehrere Häuser in Flammen auf. Mindestens fünf Häuser wurden vom Feuer beschädigt oder zerstört. Auch hier evakuierte die Feuerwehr die Bewohner und riegelte ein Viertel der Stadt ab. Weitere Feuer brannten in Modiin, Petach Tikwa, Kfar Saba und Kfar Jona sowie in der Hafenstadt Aschdod. Die bewaldete Gegend um Jerusalem war ebenfalls betroffen. (hagalil) KR

Kinostart: "Die Agentin"
Ab 29. August läuft der Film "Die Agentin" von Yuval Adler in deutschen Kinos an: Über ein Jahr lang hat Mossad-Verbindungsmann Thomas Hirsch nichts mehr von seiner Agentin Rachel gehört, als er plötzlich einen kryptischen
Anruf erhält. Thomas ist alarmiert, denn als ehemalige Mossad-Spionin verfügt Rachel über brisantes Wissen. Jahrelang hatte Thomas sie auf immer gefährlichere Missionen geschickt, bis sie sich in eine Zielperson verliebte. Jetzt soll Thomas herausfinden, ob Rachel eine Bedrohung für die Organisation darstellt, während er zugleich versucht, sie zu beschützen. Originaltitel: The Operative, Regie: Yuval Adler, Deutschland/Israel/Frankreich/USA 2019, Mit: Diane Kruger, Martin Freeman, Cas Anvar, 118 Min. (newsletter) KR

2.500 Teenager aus aller Welt feiern in Ra'anana
Über 2.500 jüdische Teenager und Personal aus 29 Staaten wie den USA, Kanada, Israel, Argentinien und Großbritannien, die an Sommerprogrammen in Israel teilnahmen, trafen sich während einer Nacht im israelischen Ra'anana zu einem "Yom NCSY", einem Barbeque im amerikanischen Stil und einem Rockkonzert. Die Teenager reisten auf 14 verschiedenen Ausflugsrouten mit Organisationen wie der Jugendgruppe der Orthodox Union oder dem Nationalen Rat der Synagogenjugend. (Tachles) KR







Präsident Ruben Rivlin gratulierte Boris Johnson per Twitter
"Herzlichen Glückwunsch an @BorisJohnson, der Morgen britischer Premierminister wird. Ich bin zuversichtlich, dass unter Ihrer Führung die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen unseren Ländern immer stärker werden. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder hier in #Israel. @10DowningStreet" (Twitter) TS

Barak bildet Allianz mit Meretz-Partei
Die neue Partei Israel Demokratit (Demokratisches Israel) von Ex-Premierminister Ehud Barak hat sich mit der Meretz-Partei auf ein Bündnis für die anstehenden Neuwahlen der Knesset verständigt. Beide Parteien
werden dem linken Lager zugerechnet und wollen am 17. September als gemeinsame Liste "Demokratisches Lager" kandidieren. Teil der Abmachung ist die Knesset-Abgeordnete Stav Schaffir, die bisher der Arbeitspartei (Avoda) angehörte. Laut Vereinbarung zwischen Barak, Schaffir und Meretz-Chef Nitzan Horovitz soll Horovitz die Liste anführen. Listenplatz 2 geht an Schaffir. Barak gibt sich mit einer Kandidatur auf Platz 10 zufrieden. (israswiss, JVL) TS

Israels Ex-Premier Olmert meidet Schweiz wegen drohender Festnahme
Der ehemalige israelische Premierminister Ehud Olmert hat einen geplanten Besuch in der Schweiz abgesagt. Hintergrund ist der Vorwurf möglicher Kriegsverbrechen während seiner Amtszeit von 2006 bis 2009. Olmert teilt mit, dass die Schweizer Behörden ihn "befragen und möglicherweise auch festnehmen wollten". Das Außendepartement EDA verweist auf die Bundesanwaltschaft (BA). Dort heißt es lediglich: "Die Bundesanwaltschaft führt zurzeit kein Strafverfahren gegen Ehud Olmert." Das Bundesamt für Justiz (BJ) erklärt, man habe in dieser Sache kein Rechtshilfeersuchen erhalten. Zugleich ergänzt das BJ, dass Fahndungsersuchen und direkt gestellte Auslieferungsgesuche vertraulich seien und dem Amtsgeheimnis unterstünden. Es könnte also sein, dass von Interpol ein internationaler Fahndungsaufruf vorliegt und die Schweiz Olmert verhaften wollte, um ihn auszuliefern. Der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtet, Olmert habe trotz der Warnungen in die Schweiz reisen wollen. Justiz- und Verteidigungsbehörden hätten ihn aber davon abgehalten, weil die Verhaftung eines ehemaligen Premiers für Israel peinlich gewesen wäre. (tagesanzeiger, srf) TS

Umfrage: Israelis sehen kein Ende des Konfliktes
Eine aktuelle Umfrage von New Wave Research hat ergeben, dass 78% der Befragten kein Ende des arabisch-israelischen Konflikts sehen. Auf die Frage, ob es eine Chance zur Lösung des Konflikts in den nächsten zwei Jahrzehnten gebe, antworteten 50%, es gebe eine "unzumutbare Chance". 28% sind der Meinung, es gebe
überhaupt keine Chance auf ein Konfliktende. 41% denken, der Konflikt werde erst enden, wenn Palästinenser ihren Traum von der Zerstörung Israel aufgeben. Nur 20% würden auf Verhandlungen setzen, 18% auf wirtschaftliche Anreize in den Palästinensergebieten und nur 9% sehen eine Militäroperation als Lösung des Konflikts. Die Mehrheit (84%) der israelischen Juden glaubt, dass ein Sieg über die Palästinenser ausschlaggebend sei, doch nur 10% empfinden, dass Israel momentan in diesem Konflikt auf der Gewinnerseite stehe. (israelheute) KR

Hessische Ministerin zahlt Wochenende selbst
Bei einer Israelreise im Juni, bei der es wegen eines AfD-Abgeordneten während der Reise zu Problemen gekommen war, ist Digitalministerin Kristina Sinemus zwei Tage länger geblieben. Das hatte sie dienstlich abgerechnet. Sinemus war anschließend wegen eines Artikels in der FAZ unter Druck geraten, in dem bezweifelt wurde, ob die Termine an dem Wochenende wirklich nötig gewesen seien. Nun hat sie eingelenkt: Sie werde die rund EUR 800 für Hotel und Taxis in Tel Aviv privat bezahlen. (hessenschau) EL

NRW: Digital-Ausschuss fliegt nicht - AfD Mann reist auf eigene Kosten
Der Ausschuss für Digitalisierung und Innovation hat einstimmig beschlossen, die für den 26. bis 29. August 2019 geplante Reise nach Israel abzusagen. Vorgesehen war für die Reise ein Treffen mit der deutsch-israelischen Handelskammer, der Besuch eines Startup-Unternehmens, eines Cyber-Security-Centers sowie der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Landtagspräsident André Kuper sagte dem WDR-Magazin "Westpol", dass es Hinweise gegeben habe, dass die Politiker - wenn sie geflogen wären - Termine nicht hätten wahrnehmen können, "weil wir Mitglieder der AfD in der Reisegruppe haben." Kuper sagte weiter: "Es scheint auf israelischer Seite so zu sein, dass es dort eine entsprechende Vorgehensweise gibt." Im Ausschuss sitzt der AfD-Abgeordnete Sven Tritschler als ordentliches Mitglied. [Mehr zum Thema: "Hochgradig beleidigend": Israels Botschafter meidet Kontakt zu AfD] (WDR, Welt) EL



Aus 17 Obdachlosen mach 350 "Betroffene"
"Insgesamt 350 Menschen sind betroffen", berichtete n-tv über den Abriss von 70 "palästinensischen Häusern" beim Sperrwall in Sur Baher. Die Israelis taten das "trotz internationaler Proteste", wobei nicht erwähnt wird, wer da protestiert und warum die Israelis deswegen die
vom Obersten Gericht verfügte Aktion hätten absagen müssen. Darf Deutschland zum Beispiel ein bindendes Urteil des Verfassungsgerichts ignorieren, nur wegen "internationaler Proteste"? Das käme einer Abschaffung der Demokratie und des Rechtsstaates gleich. Dann berichtete n-tv, dass die Häuser sich noch im Bau befänden: "Den UN-Angaben zufolge werden durch den Abriss 17 Menschen obdachlos. Insgesamt sind demnach 350 Menschen von dem Abriss betroffen." Der Bericht von n-tv erwähnt nicht, wie diese 350 Menschen betroffen sind oder wie aus 17 gleich 350 werden. (ntv, FB/HC, MFA) TS

Über den Abriss der illegalen Gebäude
Nach einem sieben Jahre dauernden Rechtsstreit haben die israelischen Sicherheitskräfte damit begonnen, mehrere illegal errichtete palästinensische Gebäude in dem Ost-Jerusalemer Viertel Sur Baher zu zerstören. Israels Oberster Gerichtshof hatte sein Einverständnis mit einem Urteil gegeben.
Fakten dazu:
  • Alle Gebäude bis auf eines waren unbewohnt. Nach dem Gerichtsurteil hatte die israelische Armee den palästinensischen Bewohnern eine 30-tägige Frist eingeräumt, um die Häuser zu verlassen.
  • Alle Gebäude grenzten an den Sicherheitszaun und stellen somit ein Sicherheitsrisiko dar.
  • Der Abriss wurde vom Obersten Gerichtshof Israels per Gerichtsbeschluss bestätigt.
  • Der Oberste Gerichtshof betonte, dass von den unrechtmäßig gebauten Häusern Gefahr für die Sicherheit Israels im Falle der Nutzung durch Terroristen ausgehe.
(Israelisches Außenministerium, 22.07.2019) (embassies) TS

USA blockieren UN-Verurteilung des Abrisses palästinensischer Häuser
Die USA haben einen Versuch blockiert, eine formelle Verurteilung des Abrisses palästinensischer Häuser durch Israel am Rande von Jerusalem im UN-Sicherheitsrat auszusprechen. Der Erklärungsentwurf wurde von Kuwait, Indonesien und Südafrika an den 15-köpfigen Sicherheitsrat verteilt. Er brachte "große Besorgnis" zum Ausdruck und warnte davor, dass der Abriss "die Lebensfähigkeit der Zwei-Staaten-Lösung und die Aussicht auf einen gerechten und dauerhaften Frieden untergräbt", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Diplomaten. Solche Verurteilungen erfordern einen Konsens aller Mitglieder des Sicherheitsrates, und nachdem die USA erklärten, sie könnten die Erklärung nicht unterstützen, wurde eine überarbeitete und verwässerte Version in Umlauf gebracht. Auch die wurde von den USA abgelehnt. (timesofisrael) TS

Sur Baher: Viel Platz für neue Häuser... (Fotos: EL/TS)


Palästinensisches "schöner wohnen" auf dem Weg nach Zur Baher (TS)









Deutschland gegen Israel in den UN
Es ist ein neuer Tiefpunkt des deutschen Abstimmungsverhaltens bei den Vereinten Nationen zum Thema Israel - und ein Armutszeugnis für UN-

Botschafter Christoph Heusgen. Am Mittwoch brachten palästinensische Vertreter, u.a. unterstützt vom Iran und Saudi-Arabien, in einem Unterausschuss der Vereinten Nationen eine Resolution zur "Situation von - und Hilfe für palästinensische Frauen" ein. In der Resolution wird ALLEIN Israel als "größtes Hindernis für palästinensische Frauen und Mädchen bei der Wahrnehmung ihres Rechts" verurteilt. Gleich siebenmal wird Israel im Resolutionstext angegriffen - ausgerechnet u.a. von Ländern, in denen Frauenrechte nicht viel oder gar nichts gelten. Am Ende stimmen 40 der 51 Ausschussmitglieder für die UN-Erklärung. Obwohl die Resolution klar das Ziel hatte, Israel unfair an den Pranger zu stellen, enthielt sich Deutschland bei der Abstimmung - statt NEIN zu sagen (wie die USA und Kanada). (Bild) SSt

Abbas droht wieder: Verträge mit Israel nicht mehr anwenden
Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat angekündigt, dass seine Autonomiebehörde keines der mit Israel vereinbarten Abkommen mehr umsetzt. Die Palästinenserführung habe die Entscheidung getroffen, die Abkommen mit Israel "nicht mehr anzuwenden", sagte Abbas in Ramallah. Bereits in der Vergangenheit hatten Vertreter der Palästinenser mit der Beendigung der mit Israel geschlossenen Abkommen gedroht. Konkret würde die Kündigung der Verträge von Oslo bedeuten, dass die Palästinenser im Westjordanland künftig auf Wasser und Strom, Auslandsreisen, Importe, Handel und sogar auf eigene Pässe und Briefmarken verzichten müssten. Da auch die Autonomiebehörde mitsamt der Polizei und allen anderen Elementen der Selbstverwaltung ein Produkt dieser Verträge sind, müsste Abbas seinen Rücktritt und die Auflösung der Autonomie verkünden, was er aber nicht getan hat. Ebenso müssten dann alle internationalen Diplomaten und Geldgeber das Land verlassen mangels Ansprechpartner. (Tagesschau, wiener, Bild, dw, Zeit, ntv, timesofisrael) TS

Saudischer Blogger von Palästinensern attackiert
Palästinenser haben in der Jerusalemer Altstadt einen saudi-arabischen Medienaktivisten attackiert, der auf Einladung des israelischen Außenministeriums das Land besuchte. Videos zeigten, wie der Mann auf dem Tempelberg angespuckt, beschimpft und im Markt in der Altstadt mit Plastikstühlen beworfen wurde. Hier die Übersetzung einiger Flüche, die auf den saudischen Journalisten abgefeuert wurden, als er zur Moschee ging, um zu beten: "Sie niedrige Lebensform. Sie lassen sich von den Juden

beschützen. Raus hier! Du billiger Müll. Lass Saudi normalisieren (mit Israel). Schau dir das Gesicht eines Dekadenten an. Palästinensische Kinder spucken dir ein Loch ins Gesicht. Hier ist ein Keim für dein Gesicht. Du dreckiger Keim. Mach weiter und lass dich von Trump verkaufen. Bete mit den Juden in der Synagoge. Raus hier!" (JA, Israelheute) KR

Unnötige Aufregung über das israelische "Nationalitätengesetz"
Der langjährige österreichische Korrespondent Ben Segenreich weist auf die zahlreichen Fehler in der Berichterstattung über das israelische "Nationalitätengesetz" von 2018 hin. Er zitiert David Ben-Gurion, wie er am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeitserklärung verliest. "Wir erklären hiermit die Gründung eines jüdischen Staates im Land Israel". Schon lange bevor Ben-Gurion für diesen Staat den Namen "Israel" wählte, war es selbstverständlich, dass vom Nationalstaat des jüdischen Volkes die Rede war. Die UNO beschloss am 29. November 1947 die Teilung des Mandatsgebiets Palästina in einen "Arabischen Staat" und einen "Jüdischen Staat". Mit dem Abstand von einem Jahr nach dem Beschluss des Gesetzes von 2018 kann man sagen: Kein arabischer Bürger Israels hat irgendeinen Nachteil erlitten, Israel bleibt ein Muster der Multikulturalität. Die Aufregung war noch unnötiger als das Gesetz selbst. (mena) TS

Probleme reicher Leute in Gaza
Das Department of Preventive Health in Gaza City überprüft etwa 50 private Swimmingpools in den Villen reicher Bewohner von Gaza, ob die Wasserqualität und Sicherheitsvorkehrungen wie rutschfeste Teppiche am Rande der Bäder eingehalten werden. In jeder Villa sollen Geräte aufgestellt werden, die den Chlorgehalt des Wassers und das Vorhandensein eines Erste Hilfe Kastens registrieren. Der Leiter der Abteilung, Mohammed


al-Ashi, sagte in einer Erklärung an die Gemeinde, dass "die Kampagne in Partnerschaft mit der Abteilung für Präventivmedizin des Gesundheitsministeriums und der Tourismuspolizei durchgeführt wird und die Kampagne die Einhaltung von Standards in Bezug auf die Gesundheit und technische Aufdeckung von etwa 50 Chalets unter dem Einfluss der Stadt umfasst." (safa-gaza, elderofziyon) TS

Erneut antisemitischer Angriff auf die israelische Botschaft in Finnland
Am letzten Wochenende wurde der Eingang zur israelischen Botschaft in Helsinki erneut verwüstet. In den vergangenen anderthalb Jahren wurde das Gebäude mindestens 15 Mal von Neonazi-Extremisten angegriffen, die Glastüren zerbrochen und der Eingang des Gebäudes mit Hakenkreuzen und Hitler-Bildern verschandelt. Der israelische Botschafter in Finnland, Dov Segev-Steinberg, hat das Problem mehrfach angesprochen: "Die israelische Botschaft in Helsinki zeigte sich gegenüber den finnischen Behörden empört über die Ereignisse und forderte sie auf, mit aller Kraft zu handeln,

um die Täter ausfindig zu machen, vor Gericht zu bringen und zu verhindern, dass sich in Zukunft ähnliche Vorfälle ereignen." Letzten Februar fand vor der Tür der Botschaft eine illegale Demonstration statt, die vom Nordic Resistance Movement, einer rechtsextremen transnationalen Neonazi-Gruppe, die in Schweden gegründet wurde (wo sie als politische Partei eingestuft wird), organisiert wurde. Am Unabhängigkeitstag Finnlands im vergangenen Jahr (6. Dezember) schwenkten Rechtsextreme im Zentrum der Hauptstadt mehrere Naziflaggen. Kai Aslak Mykkänen, der frühere Innenminister des Landes, verteidigte den Vorfall mit der Begründung, im Land gebe es freie Meinungsäußerung. Darüber hinaus hat der finnische Abgeordnete Hussein al-Taee von der Sozialdemokratischen Partei in der Vergangenheit Israel mit IS (dem Islamischen Staat) verglichen und über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gesagt, dass dieser mit dem angeblichen Versuch, alles zu gewinnen, das tue, "was ein Jude am besten kann". Der Abgeordnete entschuldigte sich später für seine Bemerkungen. (ynetnews, algemeiner) EL








Aufkündigung der "Friedensverträge" mit Israel
Alle Welt redet über die Ankündigung des "Palästinenserpräsidenten" Mahmoud Abbas, die "Friedensverträge" mit Israel aufkündigen zu wollen. Niemand fragt, wann und wo denn ein "Friedensvertrag" unterzeichnet worden ist, zumal "Frieden" nur zwischen real existierenden Staaten geschlossen werden kann, und "Palästina" als Staat bis heute nicht ausgerufen worden ist. Wer sich auskennt, weiß, dass nur die Osloer Abkommen gemeint sein können. In deren Rahmen wurde die palästinensische "Selbstverwaltung" in den Städten im Westjordanland und Gaza eingerichtet, "Autonomie" genannt. Zieht Abbas sich selber den Teppich unter den Füßen weg? Will er alles zerstören, was die Palästinenser auf dem Weg zur erträumten Unabhängigkeit erreicht haben: seinen Regierungspalast, die uniformierte und bewaffnete Polizei, Briefmarken, eigene Pässe, Hymne und Selbstverwaltung der Schulen, Krankenhäuser usw.? Oder meint er die Nachfolgeabkommen, die so relevante Dinge des Lebens wie Stromzufuhr aus Israel, Wasserversorgung, Importe, Steuereinnahmen und was die Menschen sonst zum Leben benötigen, regeln? Sollte Abbas jedoch nur die "Sicherheitskooperation", also den Kampf gegen Terroranschläge meinen, so vergisst er, dass diese Kooperation nicht nur wegen der palästinensischen Terroranschläge gegen Juden und Israelis geschaffen wurde, sondern vor allem, um die radikale Hamas-Organisation an einem Umsturzversuch gegen den in der Bevölkerung höchst unpopulären Abbas zu hindern. Ohne Hilfe der Israelis säße der 83-Jährige wohl längst nicht mehr auf seinem Thron. TS

Kommentar von Sacha Stawski zum Thema Auswärtiges Amt gegen Israel
Einige Mitarbeiter des Deutschen Auswärtigen Amts haben gravierende Probleme mit dem Thema Israel.

März 2018: Antrittsrede von Bundesaußenminister Heiko Maas: "»Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen«
April 2018: Außenminister Heiko Maas: "Deutschland und Israel verbindet eine lebendige Freundschaft."

November 2018: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete an einem einzigen Tag neun Resolutionen, die Israel einseitig kritisieren. Einmal enthielt sich Deutschland. Achtmal stimmte Deutschland u.a. mit Ländern wie Saudi-Arabien und Iran gegen den jüdischen Staat, kritisierte etwa die Besetzung der einst syrischen Golan-Höhen.
März 2019: In Reaktion auf Raketenbeschüsse der Hamas auf Israel rechte es UN-Botschafter Christoph Heusgen. Er redete frei über "die ritualisierte Ohnmacht des Sicherheitsrates", attackierte die USA nachdem deren Vertreter die Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Territorium verteidigt als "einen klarer Verstoß gegen internationales Recht". Ebenso wetterte er gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt. Und Heusgen war auch damit noch nicht fertig: Resolutionen seien bindendes Recht, sagt er. Aber hier höre man nur von dem Bruch internationaler Ordnung. (Siehe dazu auch MENA)
März 2019: Der Bundestag hält Resolutionen gegen Israel für unbedenklich und stimmt gegen FDP Bundestagsantrag der hoffte Deutsches Abstimmungsverhalten in der UN zu ändern, damit Deutschland nicht weiterhin Mittäter sei Israel häufiger in der UN zu verurteilen wie kein anderes Land.
Mai 2019: Außenminister Heiko Maas beklagt Ausgrenzung Israels durch Uno und gelobt Jerusalems Position in der Uno zu stärken. "Wir werden auch weiter und auch als nicht ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen Israels legitime Interessen unterstützen, helfen, seine Präsenz in den Vereinten Nationen zu stärken und uns mit Überzeugung und Nachdruck gegen jeden Versuch stellen, Israel zu isolieren oder zu delegitimieren", sagte Maas. (siehe auch MENA)
02. Juli 2019: Der Palästinensische Premierminister Shtayyeh bedankt sich u.a. bei Deutschland für weitere € 22 Mio. für den "education sector in Palestine", also für den "Bildungssektor", eben der zu dem auch die hoch problematischen Schulbücher, die derzeit stattfindenden Sommer "Feriencamps", usw. gehören, die auf Hass, Hetze und der Anerziehung zu Terrorismus basieren, wo Terroristen werden als Helden gefeiert werden, usw.
18. Juli 2019: Es wird bekannt, dass Botschafter Christian Clages, Leiter der deutschen Vertretung bei der Autonomiebehörde in Ramallah auf seiner offiziellen Twitter-Seite antisemitische und antiisraelische Behauptungen Anderer "geliked", also mit einem zustimmenden Herzchen versehen hat. Clages fiel nicht zum ersten Mal auf. Bei seinem Dienstantritt drückte er auf der offiziellen Webseite seine Freude aus, nun in "Palästina" dienen zu können.
23. Juli 2019: Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen schlägt wieder zu: "Wir glauben an die Macht des Völkerrechts. Wir glauben nicht an die Macht des Stärkeren. Für uns ist Völkerrecht kein à la carte-Menü". Die USA hätten "den internationalen Konsens verlassen, wenn es etwa um die Resolution zur Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus gehe" und er äußerte "extreme Beunruhigung" über eine rein spekulative "Annektierung von Teilen des Westjordanlands."
26. Juli 2019: Deutschland enthält sich bei der UN Abstimmung antiisraelischen Resolution "Situation von - und Hilfe für palästinensische Frauen"
(Einige der vorangegangenen Honestly Concerned Veröffentlichungen zum Thema Heusgen können hier nachgelesen werden. Auch passend dazu - noch von 2010 - Wikileaks veröffentlicht Details deutscher Israel-Politik). (FB/HC, Focus) SSt
28. Juli 2019: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer bezeichnet Ken Roth von HRW als "wichtigen Partner Deutschlands". Ken Roth ist einschlägig bekannt für seine langjährigen antiisraelischen, Terror verharmlosenden, antisemitischen, pro-Hamas Positionen und Tweets (siehe u.a. HC & NGO Monitor). (FB/HC, Focus) SSt




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Europa-League-Qualifikation - Attacke gegen Haifa-Fans
Vor dem Hinspiel in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League, das Maccabi Haifa mit 1:3 bei Racing Straßburg verloren hat, gab es eine Attacke auf Haifa-Fans im Zentrum von Straßburg. Daraufhin wurde von französischen Sicherheitsbehörden zunächst u.a. bestimmt, dass die israelischen Fans keine Nationalflagge zeigen sollten. Die Beschränkungen wurden von israelischer Seite kritisiert. Der andere Verein aus Israel in der Qualifikation zur Europa League, Hapoel Beer Sheva, gewann das Hinspiel zuhause mit 2:0 gegen Qairat Almaty aus Kasachstan. Die Rückspiele beider israelischer Vereine sind am 1. August. (kicker, israelhayom, algemeiner, toi, jpost) JG

Boxkampf gegen Israeli verweigert
Bei der WM im Thaiboxen in Bangkok hat ein Libyer den Kampf gegen Din Chasisa aus Israel verweigert, so dass der Israeli automatisch ins Viertelfinale aufrückte, teilte laut Jüdischer Allgemeine der zuständige israelische Verband mit. Die Diskriminierung israelischer Sportler bei internationalen Wettkämpfen sorgt immer wieder für Schlagzeilen. (ja) JG



Yiddish Summer Weimar
Das Festival Yiddish Summer Weimar findet vom 12. Juli bis 17. August statt. Aus Israel ist wieder das Caravan Orchestra mit dabei - das Shimon-Peres-Preisträger-
Projekt des Yiddish Summer Weimar 2018 ist mit einem neuen Programm zurück, und dieses Jahr gemeinsam mit dem Caravan Chor, der sich wie das Orchester mit jiddischer und arabischer Musik beschäftigen wird. Die Musiker könnten multikultureller nicht sein: Musikstudierende aus Deutschland mit vielen kulturellen und religiösen Hintergründen treffen jüdische, christliche und muslimische Israelis aus der Gegend um Haifa. In seinem dritten Jahr wendet sich das Caravan Orchestra neuen Klängen zu und findet immer wieder Verbindendes zwischen den angeblich so unterschiedlichen religiösen und kulturellen Welten Europas und des Nahen Ostens. In diesem Sommer bringt das Caravan Orchestra unter anderem Musik mit, die während der Zeit des britischen Mandats in Palästina gespielt wurde. (newsletter) KR

Lucille Crew aus Tel Aviv in Frankfurt
Der Bandname ist eine charmante Verbeugung vor der afro-amerikanischen Kultur, denn sowohl die Gitarre von B.B. King, die Ehefrau von Louis Armstrong, als auch ein Hit von Little Richard hießen Lucille. Dem Sextett aus Tel Aviv eilt der Ruf eines "International Groove Collective" voraus,
das für seine tanzbare Musik Elemente von Hip-Hop, Funk und Soul fusioniert. Am 1. August, 20 Uhr, gibt Lucille Crew ein Konzert in die Brotfabrik Frankfurt (Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt a.M.). Ticketpreise: VVK 14 € + Service- und VVK-Entgelt; AK 17 € / Stehplatz. (brotfabrik, facebook) JG









Herzlichen Dank allen Beteiligten bei den bundesweiten Israeltagen 2019!


Das ILI-Team bedankt sich herzlich bei allen, die einen Israeltag veranstaltet haben, mit ihrer Unterstützung zum Gelingen beigetragen haben oder als Besucherinnen und Besucher mit dabei waren! Unser Dank gebührt natürlich insbesondere auch den Schirmherren des bundesweiten Israeltags sowie den lokalen Israeltag-Schirmherren!

"Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Israel hat durch die vielen Informationsstände, Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte und Feste am Israeltag auch in vielen kleineren Städten und Ortschaften, im öffentlichen Raum und in Fußgängerzonen für diesen einen Tag seinen Platz gefunden", so Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, in seinem Grußwort zum bundesweiten Israeltag 2019.

Von Aachen bis Welzheim haben auch 2019 von Anfang Mai bis Anfang Juli - mit Schwerpunkt um den 14. Mai - in einer Vielzahl von Städten Israeltage zur Feier des Geburtstags des Staates Israel stattgefunden. Einen Termin gibt es noch: Für Hannover ist der Israeltag am 25. August geplant. In allen der sieben größten deutschen Städte fand 2019 ein Israeltag statt (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf).

Auf unserer Website wird eine Dokumentation zum bundesweiten Israeltag 2019 folgen. Viele Fotos, Videos und Berichte sind bereits auf der ILI Facebook-Seite, bei ILI Twitter sowie über den Hashtag #Israeltag2019 zu finden.

Kontakt: Israeltag@il-israel.org










Helfen Sie uns den 1. Europäischen Israelkongress zu realisieren
Wir sind in den Vorbereitungen für den nächsten Schritt in unserer Kongress-Arbeit. Der Deutsche Israelkongress hat mittlerweile fünfmal stattgefunden. Der Kongress hat vieles geleistet, um Menschen miteinander zu vernetzen, wenn es um das deutch-israelische Verhältnis geht. Nun möchten wir auch das europäisch-israelische Verhältnis weiter voranbringen. Wir möchten mehr europäische Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationen, die sich für Israel einsetzen. Dafür organisieren wir künftig einen Europäischen Israelkongress. Der 1. Europäische Israelkongress wird - anders als der Deutsche Israelkongress - speziell nur für Organisationen

und deren Vernetzung sein, um die Kongress-Arbeit auch auf europäischer Ebene zu starten. Informationen, wie Sie mit Ihrer Spende die Realisierung des 1. Europäischen Israelkongress unterstützen können, finden Sie im VIDEO und HIER auf unserer Website. Jede Spende hilft. DANKE! (ILI)

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A hot hair balloon ride over the world's largest natural crater?

Ministerpräsident Michael Kretschmer begrüßt den israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff

Öffentlicher Kabbalat Shabbat Gottesdienst am Hafen von Tel Aviv (Namal).

Argentinien stuft die Hisbollah als Terrororganisation ein. Mehr Länder sollten dem Beispiel folgen.

Sonnenuntergang am Strand von Caesarea....

How did an architecture style from post-WWI Germany come to symbolize the birth of a Jewish state?

A journey across Israel: the amazing people, initiatives and projects which are promoting a cleaner environment, quality education, innovative health solutions and more.

Ein islamistischer Kämpfer, der Israel in Schutz nimmt

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Pizza Hut goes Vegan...


Einige Fotos von der CSD Pride Parade aus Berlin...
(Fotos FB, Peter Rupprecht)




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