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31. März 2019



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Wie altert unser Immunsystem?
  • Lässt sich altes Pflanzen-Wissen in moderne Krebsbehandlung integrieren?
  • Wenn die Drohnenflotte zur Obst-Ernte fliegt
  • Israel: Netzwerk der Bäume - Machine Learning in der Landwirtschaft
  • 60.000 Bewässerungssysteme zeitgleich steuern
  • Meeresforschung: Deutsch-israelische Kooperation
  • Raumsonde Beresheet erreichte maximale Erdumlaufbahn
ARCHÄOLOGIE
  • Haluza - Spuren einer antiken Großstadt im Negev
  • Landwirtschaftliches Dorf aus Hasmonäerzeit in Jerusalem gefunden
TOURISMUS
  • Zum ESC: Beschleunigte Sicherheitschecks am Ben-Gurion-Flughafen
  • Für Touristen unerlässlich: Rav-Kav-Plastikkarte
  • Längste Salzhöhle der Welt in Israel entdeckt
  • Mit dem Rollstuhl durch die Jerusalemer Altstadt
WIRTSCHAFT
  • USD 300-Mio.-Investition: McDonald's kauft Dynamic Yield
  • Deutscher Weltmarktführer für Bremssysteme will israelisches Knowhow
  • Red Herring Top 100: Fast jeder 5. Gewinner kam aus Israel
  • Fundstück: Ja, Israel kann auch "Verbraucher"
  • Italiens Polizei ordert taktische Roboter aus Israel
  • Startups, Startups, Startups
  • Token online: Neue Methode des Weinhandels
  • #tipvanMieke - Wie BDS (unfreiwillig) beim Verkauf hilft
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Microsoft: Hackathon für Eurovision
  • Elektroauto-Service für Kibbutzim
  • Ampeln für Smartphone-Zombies
  • Israelische Choreografin gewinnt 3. Preis im Stuttgarter Tanzfestival
  • United Hatzalah jetzt auch in Kolumbien
  • IsraAID schickt ein Notfallteam nach Mosambik
  • Einseitig für Frieden: Gandhis Enkel in Israel
  • Fahndung per Bus: Israels Polizei schnappt sich telefonierende Autofahrer
  • An Purim gab es eine Invasion aus Kuwait und Saudi-Arabien in Tel Aviv
  • Meisterspion Rafi Eitan ist tot
POLITIK
  • USA erkennen Golanhöhen als israelisch an
  • US-Außenminister besuchte Kotel in Begleitung von Netanjahu
  • 26. März: 40 Jahre Frieden zwischen Israel und Ägypten
  • Besuch des Botschafters Jeremy Issacharoff in Stuttgart
  • Grußworte der Schirmherren des bundesweiten Israeltags
AUS AKTUELLEM ANLASS
  • Ein Jahr "Rückkehrmarsch" - Statistik der Gewalt
  • Fakten und ein Aufruf aktiv zu werden.
  • Poster & Fakten zum teilen und weiter verbreiten...
  • Richtig (links) und Falsch (rechts)
WAS IN DEN DEUTSCHEN MEDIEN (NICHT) ZU FINDEN IST
  • Andrea Kiewel vom ZDF Fernsehgarten kritisiert ARD-Berichterstattung
  • Ein sachlicher Bericht zur Situation an der Gaza-Grenze
  • "Ich müsste meine Familie begraben, wenn wir nicht den Schutzraum hätten"
  • Mit dem Raketenbeschuss "arrangieren"?
  • Ein Lied für BDS
  • Iran: Wir ersetzen Juden als "auserwähltes Volk"
  • Hamas: "Streue die Körperteile der Feinde. Lasse die Schädel am Himmel fliegen."
  • Einseitig: Deutscher UN-Botschafter Heusgen
  • Mit großem Eifer haben deutsche Medien die Hamas als Friedensbringer gefeiert
KOMMENTAR DER WOCHE
  • 1 Jahr "Rückkehrmarsch der Millionen"
  • Kommentar von Sacha Stawski
SPORT
  • Gold für Judokas in Russland
  • Die Hatikvah bei der Siegerehrung in Katar
  • ...Und hier noch ein Video aus Abu Dhabi

IN EIGENER SACHE
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  • ILI ist auf Ihre Spenden angewiesen


BILDER DER WOCHE
  • Fotos der längsten Salzhöhle der Welt
  • Frühling: Nach starkem Winterregen blüht Israel







Wie altert unser Immunsystem?
Falten und graue Haare erzählen nicht die ganze Geschichte der Alterung, so ein Team von Forschern an den medizinischen Fakultäten des Technion - Israel Institute of Technology und der kalifornischen Stanford
University. Sie haben Altersfaktoren innerhalb des menschlichen Immunsystems identifiziert, die die Langlebigkeit einer Person vorhersagen. Die Studie charakterisierte das Immunsystem von 135 gesunden Menschen unterschiedlichen Alters über einen Zeitraum von neun Jahren mit tausenden verschiedenen Parametern. Die Forscher sammelten umfangreiche Längsschnittdaten, die ein über alle Jahre auftretendes Muster von Immunzellveränderungen zeigten, das allen Erwachsenen gemeinsam ist, unabhängig von individuellen Unterschieden zwischen den Immunsystemen. (israel21c) EL

Lässt sich altes Pflanzen-Wissen in moderne Krebsbehandlung integrieren?
Der Hauptgrund für die mangelnde Integration der Naturheilkunde in die übliche Krebsbehandlung liegt am Mangel an Beweisen. Dr. Yair Maimon hat vor Vertretern aus 90 Ländern am UNESCO-Hauptsitz in Paris seine 20-jährige Forschung zu den Auswirkungen traditioneller chinesischer botanischer Formeln auf Krebs präsentiert. Die botanische Formel mit dem wissenschaftlichen Namen LCS101 lindert laut Maimon Nebenwirkungen der Behandlungen, stärkt das Immunsystem und tötet selektiv Krebszellen ab. Maimon ist Leiter des Tal Integrative Cancer Research Center am Sheba-Krankenhaus. (jpost) EL

Wenn die Drohnenflotte zur Obst-Ernte fliegt
Die Idee entstand bei Tevel Aerobotics auf der Agridera Farm in der Nähe von Rechovot: Eine Drohne, die autonom reifes Obst erkennen und ernten kann. Einsetzbar für Äpfel, Orangen, Pfirsiche, Birnen und Avocados. (calcalistech) EL

Israel: Netzwerk der Bäume - Machine Learning in der Landwirtschaft
Das israelische Startup SeeTree hat über rund zwei Jahre ein weltweit einmaliges Netzwerk der Bäume entwickelt und im Januar online gestellt. Hierbei werden von jedem Baum alle verfügbaren Daten per Drohnen, Bodensensoren und per Hand gesammelt und fusioniert.
Besonders eignet sich diese Methode für Zitrusplantagen, Olivenhaine und mehrjährige Obstkulturen. "Für jeden Baum erstellen wir eine Bewertung, die seinen Gesundheitszustand darstellt, und diese Bewertung wird mit verschiedenen Farben dargestellt, wie z.B. eine visuelle Karte mit Farbpunkten für jeden Baum. Mit unserer mobilen App kann der Landwirt sehen, welche Bäume wir als schwach markiert haben", erklärt SeeTree. Das Startup beschäftigt 40 Mitarbeiter in Tel Aviv, Kalifornien und Brasilien. CEO und Mitgründer ist Israel Talpaz, der eine Karriere im israelischen Geheimdienst absolvierte und nunmehr dieses Wissen und Methoden auf die Landwirtschaft überträgt. (glocalist) TS

60.000 Bewässerungssysteme zeitgleich steuern
Prospera, ein AgTech-Unternehmen aus Tel Aviv, will 60.000 Bewässerungspunkte in eine autonome Wachstumsmaschine integrieren, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) rund um die Uhr arbeiten kann. Zusammen mit dem Bewässerungsunternehmen Valley werden USD 40 Mio. investiert, um bis zum Jahre 2022
die Flüssigkeitsabgabe auf einer Fläche von 9,6 Mio. Hektar in eines der weltweit größten Pflanzenmanagement-Systeme umzuwandeln. Die autonomen Anbaugeräte sollen genau die richtige Menge Wasser, Dünger und Pestizide an die Pflanzen liefern. So kann der Ertrag gesteigert, die Süßwasserressourcen geschützt und die Grundwasserverschmutzung durch Überdüngung vermieden werden. 2020 werden in Farmen in Nebraska und im Staat Washington die erste Million Hektar entsprechend ausgestattet. (forbes, valley-prospera) EL

Meeresforschung: Deutsch-israelische Kooperation
Die aktuelle Phase der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit in der Meeresforschung zwischen den Partnerländern Deutschland und Israel (kurz: WTZ Israel) hat begonnen. Seit mehr als 4 Jahrzehnten arbeiten das deutsche Referat Küsten-, Meeres- und Polarforschung
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und das israelische Ministry of Science and Technology (MOST) eng zusammen und haben das gemeinsame Forschungsprogramm dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Fünf Forscherteams dürfen sich aktuell über die Auswahl ihrer Projektvorschläge freuen. Ab März 2019 geht es um die Fragen: Wie reagieren mediterrane marine Ökosysteme auf die Folgen des globalen Wandels? Werden neue Arten aus tropischen Regionen in das Mittelmeer einwandern und hier das Ökosystem langfristig verändern? Wie verändert sich Parasitismus, wenn sich die abiotischen Bedingungen in den Ökosystemen ändern? Neu: Zwei Projekte aus dem Bereich "Operationelle Ozeanographie" haben auch einen direkten Anwendungsbezug. Das Verbundprojekt DARTIS wird ein automatisiertes Echt-Zeit-Informationssystem für das engmaschige Monitoring von Öl- und Gasplattformen entwickeln, um Verschmutzungen der Meeresumwelt verhindern zu können. Das Verbundprojekt Ocean Currents fokussiert auf küstennahe Strömungen, die einen entscheidenden Einfluss auf die Küstenmorphologie, den Küstenschutz und die lokale Verschmutzung haben. Die Ergebnisse können in Zukunft auch Empfehlungen für Schutz und Nutzung der deutschen Küsten liefern. (fona) EL

Raumsonde Beresheet erreichte maximale Erdumlaufbahn
Am 19. März gelangte die israelische Raumsonde Beresheet in die maximale 405.000 km hohe Erdumlaufbahn. Am 11./12. April soll die Mondlandung stattfinden. (jewishpress, spaceil) EL




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Haluza - Spuren einer antiken Großstadt im Negev
Reste von Straßen, eine Kirche, ein Badehaus, eine antike Fußbodenheizung: Beim Straßenbau wurden Reste der 3.000 Jahre alten Stadt aus König Davids Zeit nahe der heutigen Stadt Beit Shemesh freigelegt. Haluza wurde
Ende des vierten Jahrhunderts v.u.Z. als wichtige Station an der Räucherstraße gegründet - diese führte von Petra im heutigen Jordanien nach Gaza. Archäologin Tali Erickson-Gini berichtet: "Der Export des feinen Weines, der während der byzantinischen Zeit im Negev-Hochland produziert wurde, führte zu wirtschaftlichem Wohlstand in der gesamten Region. Die Stätte existierte nicht mehr am Ende des siebten Jahrhunderts n.u.Z. Unter den Osmanen wurde die Gegend völlig ausgeplündert, so dass auch von Haluza nichts Sichtbares mehr übrigblieb. Doch der biblische Name wurde von den Arabern bewahrt. Sie wanderten in die Region ein und nannten die Ruinen ,Al-Chalisa'. Die jüdische Gemeinde dort erreichte ihren Höhepunkt in der byzantinischen Zeit. Zehntausende Menschen lebten dort. Haluza war in dieser Zeit die einzige Großstadt mit etwa 8.000 Einwohnern in der Negev-Region." (ToI, israelnetz) TS

Landwirtschaftliches Dorf aus Hasmonäerzeit in Jerusalem gefunden
Neue Beweise für die 2.000 Jahre alten jüdischen Beziehungen zum Großraum Jerusalem wurden kürzlich bei einer Rettungsgrabung im Stadtteil Sharafat im Süden Jerusalems nahe dem Bibel-Zoo entdeckt. Archäologen haben ein großes landwirtschaftliches Dorf aus der Hasmonäerzeit entdeckt, in Vorbereitung auf den Bau einer neuen Grundschule in Sharafat, darunter ein beeindruckendes Gräberfeld, eine Ölpresse, Glasfragmente, rituelle Bäder, eine Wasserzisterne, Steinbrüche und einen Taubenschlag. Alles stammt der Zeit um 140 v.u.Z. Die Zahl der Einwohner in Jerusalem hat sich unter den Hasmonäern verfünffacht, von einem relativ kleinen Gebiet in der Stadt David mit etwa 5.000 Einwohnern zu einer Bevölkerung von 30.000 Einwohnern. Diese Bewohner hätten ernährt werden müssen. Die jüngsten Ausgrabungen deuten auf eine große landwirtschaftliche Siedlung hin, die



möglicherweise Lebensmittel für die nahegelegene Stadt geliefert hat. Zu den interessanteren architektonischen Elementen gehört ein großer Taubenschlag, in dem Tauben schliefen. Wie in der Zeit des Zweiten Tempels üblich, wurden Tauben sowohl als Tempelopfer als auch als Nahrungsquelle gezüchtet: Der Vogel und seine Eier wurden gegessen, während der Kot als Dünger verwendet wurde. (ToI, Fokus) TS







Zum ESC: Beschleunigte Sicherheitschecks am Ben-Gurion-Flughafen
"Haben Sie Ihren Koffer selbst gepackt?" Zum Eurovision Song Contest sollen sich trotz des vermehrten Andrangs die Verspätungen für Touristen am Flughafen Ben Gurion in Grenzen halten. Delegationen können vorregistriert werden und verbesserte Gesichtserkennung beschleunigt die Abfertigung von Passagieren mit biometrischen Reisepässen. (globes) EL

Für Touristen unerläßlich: Rav-Kav-Plastikkarte
Die touristische Rav-Kav-Karte namens Israel Pass wird an einem speziellen Stand im Terminal 3 des Flughafens Ben Gurion verkauft. Seitdem die Reform des Smart-Card-Reisens in den israelischen Großstädten eingeführt
wurde, befinden sich die Touristen in einer unangenehmen Situation. Da sie beim Einsteigen in den Bus keine Fahrkarten kaufen konnten, waren sie entweder gezwungen, teurere Einzeltickets für jede Fahrt zu erwerben, oder sie kauften in letzter Minute hastig an Bussen oder Bahnhöfen ein, ohne das System wirklich zu verstehen. Der anonyme Pass (Israelis halten Karten mit Name, Ausweisnummer und Bild) kann mit einem bestimmten Betrag für Reisen in Bussen und Bahnen aufgeladen werden. Alternativ können Touristen Tages- oder Wochenkarten für Reisen im ganzen Land kaufen. Die Karten bieten auch 20% Rabatt auf die Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten der Israel Nature and Parks Authority, zu denen Masada, Caesarea und vieles mehr gehören. Technische Störungen von Rav Kav machen das Leben in Tel Aviver Bussen hart. Dan Tel Aviv Busfahrer stoppten das Laden von Rav-Kav-Karten. In naher Zukunft werden die Israel-Pass-Fahrkarten auch an den wichtigsten Touristenorten erhältlich sein. Verkehrsminister Yisrael Katz sagte, der Israel-Pass solle den öffentlichen Verkehr Israels für Touristen zugänglicher machen, doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Trotz der Verbesserung bleibt der öffentliche Nahverkehr Israels für Touristen problematisch, da an den Bushaltestellen digitale Schilder und Ansagen in den Bussen nur auf Hebräisch angebracht sind. Touristen müssen Mitreisende bitten, ihnen mitzuteilen, wohin der nächste Bus fährt, oder wenn sie im Bus sind, wenn sie ihre Haltestelle erreicht haben. (globes) TS

Längste Salzhöhle der Welt in Israel entdeckt
Unter dem Berg Sodom am Toten Meer haben israelische Forscher mit internationaler Unterstützung die längste Salzhöhle der Welt entdeckt. Sie lösen damit den Rekordhalter Iran ab. Nachdem bislang die israelische Region um das Tote Meer vor allem für die biblische Geschichte von Lots Frau, die zur Salzsäule
Weitere Bilder unten in der Rubrik "Bilder"
erstarrte, bekannt ist, gibt es jetzt eine neue salzbezogene Attraktion: In einer internationalen Expedition wurde in dieser Region die weltlängste Salzhöhle entdeckt. 13 Jahre lang hatte diesen Titel die iranische "Höhle der drei Nackten" inne. Jetzt geht der Titel nach Forscherangaben an die Malham-Höhle. Die internationale Expedition wurde von der Hebräischen Universität in Jerusalem mit angeführt. Insgesamt waren daran 80 Höhlenkletterer aus neun Ländern beteiligt. Laut der Universität ist die Höhle, die unter dem Berg Sodom am Toten Meer gefunden wurde, 10 Kilometer lang. Auch deutsche Forscher waren beteiligt. Die iranische Salzhöhle besitzt im Vergleich dazu eine Länge von "nur" 6.580 Metern. Salzhöhlen sind geologisch betrachtet lebendig. Sie entstehen in Wüstenregionen mit Salzaufschlüssen wie in der chilenischen Atacama-Wüste, der iranischen Qeschm-Insel und eben der Region des Toten Meeres. "Die Malham-Salzhöhle ist eine Flusshöhle. Wasser von einer Oberflächenquelle fließt unterirdisch, löst das Salz auf und erschafft so Höhlen", erklärt der Leiter des Höhlenforschungszentrums der Hebräischen Universität, Amos Frumkin. Bei starken Regenfällen über dem Berg Sodom gehe dieser Prozess immer weiter. Auf diese Weise sei die Malham-Höhle "lebendig" und wachse beständig. Der Berg Sodom ist elf Kilometer lang und sitzt 170 Meter unter dem Meeresspiegel am Südwest-Zipfel des Toten Meeres. Unter einer dünnen Steinschicht besteht der Berg vollständig aus Salz. Das trockene Klima in der Negev-Wüste trägt zum Fortbestand des Berges bei. (Israelnetz, haaretz, spiegel, mfa) TS

Mit dem Rollstuhl durch die Jerusalemer Altstadt
Die Jerusalemer Altstadt ist nun in weiten Teilen barrierefrei. Nach 15 Jahren Arbeit sind 90% der verwinkelten Gassen jetzt auch mit dem Rollstuhl zu befahren. Zudem wurden Wege geebnet und Treppengeländer angebracht. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf rund USD 5,5 Mio. (israelnetz) TS
(Foto: E. Lahusen)







USD 300-Mio.-Investition: McDonald's kauft Dynamic Yield
McDonald's hat für mehr als USD 300 Mio. die israelische Technikfirma Dynamic Yield Ltd. übernommen. Laut Financial Times geht es um Entscheidungstechnik, wie Abläufe im Bestell- und Bedienungsvorgang, elektronische Anzeigen und Bestelltafeln, die abhängig von verschiedenen Faktoren mit Produkten bestückt werden. So könnten etwa bei kaltem Wetter andere Getränke angeboten werden als bei warmen Temperaturen. Auch ließe sich das Angebot entsprechend regionaler Kundenpräferenzen optimieren. (Bloomberg, timesofisrael, timesofisrael, welt, worldisraelnews, wired) EL)

Deutscher Weltmarktführer für Bremssysteme will israelisches Knowhow
Knorr-Bremse, Weltmarktführer für Bremssysteme und Anbieter von Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, will USD 10 Mio. in das Unternehmen RailVision aus Ra'anana investieren. Im Gegenzug
erhält er einen Unternehmensanteil von 21,3%. RailVision entwickelt auf Video- und Infrarottechnik basierende Systeme zur Hinderniserkennung für Schienenfahrzeuge. Dr. Jürgen Wilder, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge: "Eine relevante Anwendung wäre zum Beispiel die Fahrwegerkennung für das Kollisionsvermeidungssystem für Straßen- und Stadtbahnen. Neben der Hinderniserkennung kann diese Technologie auch den Servicebedarf entlang der Strecken und der Infrastruktur vorhersagen. Erforderliche Wartungsarbeiten können fokussiert und kosteneffizienter durchgeführt werden." Rund 50 Mitarbeiter arbeiten bei dem 2014 gegründeten RailVision. Die wichtigste Ressource des Unternehmens ist ein hochqualifiziertes F&E-Team mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von optischen Sensoren und Deep-Learning-Applikationen, sowie sein patentgeschütztes Know-how. Knorr-Bremse ist Weltmarktführer für Bremssysteme mit rund 29.000 Mitarbeitern an über 100 Standorten in mehr als 30 Ländern. Im Jahr 2018 erwirtschaftete Knorr-Bremse in seinen beiden Geschäftsdivisionen weltweit einen Umsatz von EUR 6,6 Mrd. (IFRS). (knorr-bremse, calcalistech, railvision) EL

Red Herring Top 100: Fast jeder 5. Gewinner kam aus Israel
Von Arbe Robotics über Photomyne bis Vidstart: Red Herring Top 100 Europa zeichnet seit 1996 jedes Jahr aus rund 1200 herausragenden privatfinanzierten Unternehmen die besten 100 unternehmerischen Nachwuchskräfte aus. Die Red-Herring-Redakteure gehören zu den ersten, die erkannten, dass Unternehmen wie Alibaba, Facebook, Google, SalesForce.com, Skype, SuperCell, Spotify, Twitter und YouTube die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, ändern. In diesem Jahr kamen 18 Preisträger aus Israel. (redherring) EL

Fundstück: Ja, Israel kann auch "Verbraucher"
Israel, kleiner als New Jersey und in der instabilsten Region der Erde gelegen, schlägt seine Konkurrenten in fast allen Technologiebereichen: Cyber, Automobil und Mobilität, Drohnen, AI, Robotik... Israel hat allerdings noch kein Facebook oder Google erfunden. Im Allgemeinen ist Israel stark im Bereich der technischen Technologie, aber schwächer bei Produkten und Ausführung. Daher glauben viele Menschen, dass Israel keine "Verbraucher" fördern kann, meint der Blog "Tech'N Marketing", nennt aber 16 in Israel gegründete Unternehmen, angesichts derer sie diese Position revidieren sollten. (technmarketing) EL

Italiens Polizei ordert taktische Roboter aus Israel
Roboteam aus Tel Aviv entwickelt taktische Roboter. Nun hat die Firma einen Auftrag über USD 10 Mio. bekommen, um 40 TIGR-Bodenrobotersysteme an die italienische Polizei zu liefern. Der TIGR handhabt verdächtige Pakete, Gefahrgut und Geheimdienstaufträge. Er wiegt etwa 80 kg. Der TIGR ist auf allen Terrains und unter allen Bedingungen äußerst wendig. Das System verfügt auch über fortschrittliche Mittel zum Fotografieren und Beobachten (Tag-/Nacht-Wärmebild) für Überwachungs- und Aufklärungsmissionen. (timesofisrael) EL

Startups, Startups, Startups
Botschafter Yoram Ettinger konstatiert: "Wachsendes weltweites Interesse an israelischer Hightech". Er listet ein Dutzend Erfolgsstories auf. Die Szene boomt: Das sieht man auch an der Februarbilanz. Weitere Highlights
des Frühjahrs: Guard Insurance, eine Tochtergesellschaft von Warren Buffets Berkshire Hathaway, hat sich mit dem israelischen Planck Resolution zusammengeschlossen. Der deutsche Software-Riese SAP will in Tel Aviv bis zu 10 israelische Business-to-Business-Unternehmen in der Frühphase unterstützen. BMW eröffnet ein neues Technologiezentrum in Tel Aviv, um die Talente der israelischen Startup-Szene zu erschließen. Außerdem führt die Firma gemeinsame Forschungsprojekte mit israelischen Universitäten durch. (israel21c, ettinger, calcalistech, calcalistech, globes) EL

Token online: Neue Methode des Weinhandels
Vinsent (registriert als VinX Network Ltd.) mit Sitz in Tel Aviv hat sich von einer jahrhundertealten Weinverkaufstradition inspirieren lassen, um eine blockkettenbasierte Plattform für den Kauf und Handel
von Wein-Futures zu schaffen. Es bietet eine App an, die als digitaler Weinshop und -börse dient, in der die Nutzer ihre Chancen auf Weinkisten kommender Jahre setzen können. Die Vinsent App bietet derzeit 15 verschiedene Weine von Weingütern in Italien, Frankreich, Spanien, den USA und Israel an, die direkt von den Winzern mit Rabatten von 10% bis 70% verkauft werden, entsprechend den geschätzten (künftigen) Einzelhandelspreisen, die in der App aufgeführt sind. Die Nutzer können auf der Vinsent Plattform Weinkisten in Form von Token kaufen. "Ausgehend von einem reduzierten Preis ist es ein ziemlich guter Erlös für das Investment", sagte Jacob Ner David, Gründer und CEO von Vinsent, gegenüber Calcalist. (calcalistech) TS

#tipvanMieke - Wie BDS (unfreiwillig) beim Verkauf hilft
"Hey, Hema, du verkaufst Efrat-Wein aus Judean Hills [as] made in Israel. Ist das möglich? Efrat und Judean Hills befinden sich im besetzten palästinensischen Land. Efrat ist eine illegale israelische Kolonie. Kannst du die Herkunft überprüfen? #hema #notAgainAye! ?? ", twitterte die Israel- Boykotteurin Mieke Zagt und fügte ein Bild der fraglichen Flaschen bei. Tatsächlich ist das Weingut Efrat eines der ältesten in Israel und liegt in Tsora, einer Stadt, die sich innerhalb der Waffenstillstandslinie von 1949 befindet. Gideon van der Sluis, ein in Holland geborener israelischer Unternehmensberater, und mehrere andere pro-israelische Befürworter begannen auf Twitter mit gleichgesinnten Usern über den Zagt-Tweet
zu schreiben und bezeichneten ihn mit dem Hashtag "TipvanMieke". Das wurde der Renner bei Dutch Twitter, wo sich Menschen aus dem ganzen Land mit Bildern von frisch gekauften Efrat-Weinflaschen feiern. Innerhalb weniger Stunden waren sowohl der rote als auch der weiße Efrat-Wein im Online-Shop von Hema ausverkauft - einer riesigen Kette mit 525 Filialen allein in den Niederlanden. Also rannten die Leute in die Filialen. Menno de Bruyne, Chefstratege der reformierten politischen Partei, ließ einen Kollegen mit drei Efrat-Weinflaschen ein Bild von de Bruyne im Büro posten. Sjoukje Dijkstra, Journalist aus Utrecht, schrieb auf Twitter: "Danke für den Tipp! Direkt nach Hema! " Henk Bakboord, ein Tänzer und Aktivist der Jimmy Nelson Foundation, dankte Zagt sarkastisch und fügte hinzu, dass der Hema-Store in Amsterdams Stadtteil Oostpoort immer noch Efrat-Weine habe, die aber schnell ausverkauft seien. Yanki Jacobs, ein Rabbiner aus Amsterdam, ist begeistert: "Es ist eine Freude zu sehen, dass sich ein paar Tage nach Purim etwas Schlechtes in etwas Gutes verwandelt hat." (telegraf, jta, inn, haaretz) EL




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Microsoft: Hackathon für Eurovision
Microsoft wird im April in Tel Aviv einen zweitägigen "Hackathon" veranstalten. 150 Teilnehmer werden versuchen, Fragen der Zugänglichkeit, die sich aus der Live-Übertragung des Eurovision Song Contest ergeben, anzugehen und die Zuschauerzufriedenheit zu maximieren. Israel ist Gastgeber der Eurovision 2019 vom 14. bis 18. Mai. (calcalist)

Elektroauto-Service für Kibbutzim
Meshek Energy, die Energiebranche der Kibbutz Economies Group, hat Dutzende von Elektroautos erworben, die als gemeinsam genutzte Fahrzeuge in Kibbuzim eingesetzt werden sollen. "Der Aufbau der Ladeinfrastruktur in Kibbuzim in ganz Israel wird es den Bewohnern des Kibbuz und der Öffentlichkeit ermöglichen, längere Strecken mit elektrischem Strom zu fahren, wodurch die Umweltverschmutzung verringert wird", sagte Hen Melamed, CEO von Meshek Energy. (Calcalist) EL

Ampeln für Smartphone-Zombies
Tel Aviv testet neue "Zombie"-Ampeln. An Kreuzungen der David Bloch Street und Ibn Gvirol wurden helle LED-Lichtstreifen in die Gehwege eingesetzt, die synchron mit den Ampeln von rot zu grün wechseln. (ToI) EL


Israelische Choreografin gewinnt 3. Preis im Stuttgarter Tanzfestival
Die Tänzerin und Choreografin Shirley Barbie aus Tel Aviv hat beim 23. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart den 3. Preis für ihre Choreografie "Do You Love Me" gewonnen. Kommentar der Jury: "Eine Kreation, die durch ihre Ehrlichkeit inspiriert und uns auf ihrer persönlichen Reise mitnimmt. Shirly Barbies Welt ist voller Bilder, voller subtiler, ergreifender Gesten." (solotanz) EL

United Hatzalah jetzt auch in Kolumbien
Begonnen hat es mit United Rescue Colombia (URC) in der kolumbianischen Stadt Cartagena, mit einer Handvoll Responder auf Motorrädern. Die Organisation folgte dem Modell von United Hatzalah (UH) und stellte für jeden,
der Hilfe benötigt, kostenlose medizinische Notdienste bereit. Jetzt erfolgt ein Zusammenschluss mit dem israelischen Team. Die neue gemeinsame Organisation wird den Namen United Hatzalah annehmen und wird weiterhin Ambucycles einsetzen, um auf medizinische Notfälle in ganz Cartagena zu reagieren. Ziel ist es, ein Netzwerk von etwa 500 Freiwilligen in der Hauptstadt aufzubauen und gleichzeitig Abteilungen im Rest des Landes zu gründen, um die Notfallreaktionszeiten in Kolumbien von 45 Minuten auf nur noch drei Minuten zu reduzieren. Die israelische Hilfsorganisation ist außerdem in der Ukraine, den USA, Panama und Brasilien tätig. (israelnationalnews, israelrescue) EL

IsraAID schickt ein Notfallteam nach Mosambik
Der Zyklon Idai, der im Südosten Afrikas durch Mosambik, Malawi und Simbabwe fegte, hinterließ Häuser, Ernten und Infrastruktur in Trümmern und man befürchtet, dass über 1.000 Menschen in der Tragödie
umkamen. Mehr als 2,6 Mio. Menschen in den drei Ländern sind von dem starken Sturm betroffen. Die Hafenstadt Beira von Mosambik, die viertgrößte des Landes, wurde zu 90% zerstört und durch Sturmfluten fast vollständig vom Festland abgeschnitten. IsraAID verteilt Hilfsgüter, leistet psychologische Erste Hilfe und stellt den betroffenen Gemeinden in Mosambik wieder sauberes Trinkwasser zur Verfügung. In den letzten zwei Jahren reagierte die Organisation auf die Hurrikane Florence, Michael und Harvey und die Waldbrände im Norden Kaliforniens in den Vereinigten Staaten. Die Teams der NGO sind nach den Naturkatastrophen in Guatemala, Mexiko, Dominica und Puerto Rico immer noch im Einsatz. (israel21c) EL

Einseitig für Frieden: Gandhis Enkel in Israel
Im Rahmen einer Werbetour besuchte Dr. Arun Gandhi, 84, zum ersten Mal den jüdischen Staat. Das kürzlich ins Hebräische übersetzte Buch des gesellschaftspolitischen Aktivisten beschreibt, wie er zwischen 1946 und 48 mit seinem berühmten Großvater in Indien gelebt hat. Arun Gandhi predigt Gewaltlosigkeit. Ynet fragte: "Sie haben zuvor eine pro-palästinensische Haltung zum Nahostkonflikt eingenommen und Israel kritisiert. Warum

sollten sich die Israelis Ihre Botschaft zu Herzen nehmen, wenn Sie aus einer einseitigen Perspektive schauen?" Ghandi: "75 Jahre lang lebte ich in gemieteten Wohnungen. Dann zwang mich das kapitalistische System, ein Haus zu kaufen." Er beschreibt weiter, dass er mit seinen friedlichen Nachbarn in Frieden lebe, und behauptet, dass es diesen Frieden vor der Existenz Israels in Nahost zwischen Juden und Palästinensern ebenfalls gegeben hätte. Er fordert, dass die Israelis den Holocaust vergessen und mit den Palästinensern Frieden schließen sollten. Dass die Israelis im Gegensatz zu Dr. Gandhi keine friedliebenden Nachbarn haben, wurde von ihm vornehm vergessen. Vermutlich gibt es kaum israelische Bürger, die Hauskauf als kapitalistischen Zwang ablehnen. Es spricht für die Friedfähigkeit der Israelis, dass sie Dr. Gandhis haarsträubende Ansichten freundlich tolerieren. (Ynet) TS

Fahndung per Bus: Israels Polizei schnappt sich telefonierende Autofahrer
Die israelische Polizei setzt Beamte in Zivil ein, die aus Linienbussen heraus Autofahrer beobachten. Die Fahrer werden gefilmt, wenn sie hinter dem Steuer ihr Smartphone benutzen. Das ist aus Sicherheitsgründen in Israel streng verboten. Die Verkehrssünder werden kurz darauf von anderen Polizisten gestoppt und mit dem Beweismaterial konfrontiert. Seit Jahresbeginn wurden in Israel 45.000 "Knöllchen" wegen Handynutzung hinterm Steuer vergeben. Die Fahrer büßen mit umgerechnet EUR 120. (israelnetz) TS

An Purim gab es eine Invasion aus Kuwait und Saudi-Arabien in Tel Aviv
Während der Purim-Paraden in Tel Aviv, als Tausende Israelis mit extravaganten Verkleidungen auf die Straße gingen, kam es zu einer Invasion aus Kuwait und Saudi-Arabien. Zeitweilig verdunkelte sich der Himmel, weil riesige Schwärme mit hunderten Millionen
Nymphita-Schmetterlingen (Vanessa cardui) über Tel Aviv über das Mittelmeer nach Zypern und von dort nach Europa zogen. Wegen ihrer bunten Flügel werden sie auch "bemalte Ladies" genannt. Forscher erklärten, dass die Tiere in Kuwait und Saudi-Arabien geschlüpft seien. Wegen des regenreichen Winters zog es sie nach Israel, wo die Vegetation bis hinunter in die südliche Negev-Wüste wie wild wuchert. Sie fielen über Naturparks und Felder her, die sie mit flatternden "Teppichen" bedeckten. (Haaretz, ToI) TS

Meisterspion Rafi Eitan ist tot
Der Meisterspion Rafi Eitan ist im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv gestorben. Weltberühmt wurde er durch die Festnahme und Entführung des Naziverbrechers Adolf Eichman in Argentinien. In Israel wurde Hitlers
Organisator des Holocaust und Mordes an 6 Millionen Juden dann zum Tode verurteilt und hingerichtet. Viele geheime Aktionen von Eitan sind bis heute unter Verschluss. Eine "Fehleinschätzung" brachte ihn zu Fall. Im Skandal um den für Israel spionierenden US-Analysten Jonathan Pollard trat er von seinen Geheimdienstämtern zurück und wurde Geschäftsmann. Eitan hatte die rettenden Tore der israelischen Botschaft vor Pollard verschließen lassen, woraufhin der FBI Pollard verhaften konnte. Nach einer jahrelangen Gefängnisstrafe ist er immer noch nicht frei, nach Israel auszuwandern. 1978 wurde Eitan Terrorismus-Berater von Ministerpräsident Menachem Begin. 1981 war er an der Planung zur Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak beteiligt. 2006 zog er an der Spitze der Rentnerpartei in die Knesset ein. (algemeiner, wikipedia) TS







USA erkennen Golanhöhen als israelisch an
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine Twitter-Ankündigung wahrgemacht und in Netanjahus Beisein ein Dokument zur Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet unterschrieben. Er
begründete den Schritt mit Sicherheitsinteressen der Israelis. Sie hätten die Höhen als eine Sicherung gegen äußere Bedrohungen an sich genommen. Heute gingen diese besonders vom Iran und von Terrorgruppen in Südsyrien wie der Hisbollah aus. Jedes potentielle Friedensabkommen müsse Israels Schutz vor diesen Angreifern berücksichtigen. International wird Trumps Entscheidung fast durchweg verurteilt. Israel eroberte das bergige Gebiet 1967 von Syrien im Sechs-Tage-Krieg. 1981 gliederte es die Region in die Verwaltung seines Nordbezirks ein und annektierte es. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte den Schritt für "null und nichtig". Bis heute werden die Höhen international als Teil Syriens anerkannt. Syrien nutzte die Höhen als militärischen Stützpunkt, von dem aus es immer wieder israelisches Gebiet mit Artillerie unter Beschuss nahm. Außerdem versuchte Syrien schon in den 60er-Jahren, den dort entspringenden Jordan umzuleiten, wodurch Israels Wasserversorgung gekappt worden wäre. (israelnetz) TS

US-Außenminister besuchte Kotel in Begleitung von Netanjahu
US-Außenminister Mike Pompeo wurde von Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem Besuch der Klagemauer begleitet. Der Besuch könnte als eine stillschweigende amerikanische Anerkennung der
israelischen Souveränität über die umkämpfte jüdische heilige Stätte und eine Verschiebung der US-Politik gesehen werden. Beide Männer wurden vom US-Botschafter in Israel, David Friedman, begleitet. Sie besichtigten auch die angrenzenden Tunnel, die sich unterhalb des muslimischen Viertels der Altstadt befinden. In einem Besucherzentrum sahen die beiden Männer eine virtuelle Darstellung des jüdischen Tempels, der einst auf dem Tempelberg stand. Die internationale Gemeinschaft erkennt die israelische Annexion von Ostjerusalem, einschließlich der Altstadt, nicht an, weshalb ein Besuch ausländischer Würdenträger im Allgemeinen davon Abstand nimmt, dorthin mit israelischen Offiziellen zu gehen. Auch US-Präsident Trump war 2017 ohne israelische Begleitung zur Kotel gegangen. (timesofisrael) EL

26. März: 40 Jahre Frieden zwischen Israel und Ägypten
Rückblick: Am 20. November 1977 sprach der damalige ägyptische Präsident Anwar Sadat vor dem israelischen Parlament. Sein Aufruf zum Frieden mit Israel war ein Wendepunkt im Konflikt mit der arabischen Welt, der vier große Kriege - 1948, 1956, 1967 und nur wenige Jahre
zuvor (1973) - verursacht hatte. Bei all diesen Großbränden spielte Ägypten eine führende Rolle als bevölkerungsreichstes und wichtigstes Land der Region und damit als Fackelträger des arabischen Nationalismus, dem damals vorherrschenden politischen System im Nahen Osten. Weniger als zwei Jahre nach Sadats Besuch in Jerusalem schüttelten er und der damalige israelische Premierminister Menachem Begin sich am 26. März 1979 die Hand auf dem Rasen des Weißen Hauses, nachdem sie einen formellen Vertrag unterzeichnet hatten, der vom US-Präsidenten Jimmy Carter vermittelt wurde. (medialine) EL

Grußworte der Schirmherren des bundesweiten Israeltags
Botschafter Jeremy Issacharoff hat wie im vergangenen Jahr die Schirmherrschaft der Israeltage 2019 übernommen. In seinem Grußwort betont er u.a.: "Als Botschafter des Staates Israel in Deutschland weiß ich wie wichtig die Begegnung zwischen Menschen vor Ort, der Austausch zwischen Teilnehmern und Passanten mit Israel-Kennern und Aktivisten ist, um sich über ein breites Spektrum an Aspekten über Israel auszutauschen und nicht zuletzt, um die Vielfalt Israels zu präsentieren und damit die deutsch-israelische Freundschaft mit Leben zu
füllen. Auch deshalb sind Israeltage so wichtig und es macht mich stolz, die Schirmherrschaft auch in diesem Jahr wieder übernehmen zu können."
Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, ist wieder gemeinsam mit dem israelischen Botschafter Schirmherr der bundesweiten Israeltage. Er äußert in seinem Grußwort dabei auch deutliche Kritik an der deutschen Politik in der UNO gegenüber Israel: "Die Sicherheit Israels ist Deutschlands Staatsräson - so formulierte es Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch leider beteiligt sich auch Deutschland an einem Phänomen, das viele zu Recht beklagen: Das antiisraelische Abstimmungsverhalten in Gremien der Vereinten Nationen." Zugleich betont Schuster die Chance, dass Deutschland durch seinen aktuellen Sitz im UN-Sicherheitsrat der Einseitigkeit in der UNO gegenüber Israel entgegenwirken könnte: "Mich würde es freuen, wenn Deutschland seinen Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat (von 2019 bis 2020) dazu nutzen würde, dass sich dieses einseitige Vorgehen gegen Israel ändert."
Die vollständigen Grußworttexte sind auf der ILI-Website veröffentlicht. (ILI) EL JG



Ein Jahr "Rückkehrmarsch" - Statistik der Gewalt
  • Im November 2018 wurde mit 460 bestätigten Vorfällen der größte Anstieg bei der Anzahl der Raketenabschüsse aus dem Gazastreifen registriert. Während über 100 Raketen vom "Iron Dome"-Luftabwehrsystem abgefangen wurden, hat der Raketenbeschuss dennoch Opfer gefordert und Schaden angerichtet.
  • Am zurückliegenden Wochenende war der erste "Jahrestag" des Beginns der wöchentlichen Demonstrationen an der Grenze zum Gazastreifen, die als "Marsch der Rückkehr" bezeichnet werden.
  • Folgend ist ein statistischer Überblick über die Vorfälle des vergangenen Jahres in Bezug auf diese Demonstrationen, der auf öffentlich zugänglichen Quellen und offiziellen Angaben basiert. Die Gesamtzahl der Vorfälle an der Grenze seit dem 30. März 2018 beträgt 2199, darunter:
    • 1233 Raketen- / Mörsergranatenabschüsse
    • 18 Vorfälle von Schüssen aus dem Gazastreifen
    • 94 Vorfälle mit Sprengfallen, bei denen ein oder mehrere Sprengkörper über den Sicherheitszaun geschleudert wurden
    • 600 Angriffe mit Molotow-Cocktails
    • 152 Fälle von Brandstiftung / brennenden Reifen / Schleudern verschiedener Objekte
  • Im November 2018 gab es mit 460 bestätigten Vorfällen den größten Anstieg der Zahl der Raketenabschüsse aus dem Gazastreifen. Während über 100 Raketen vom Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen wurden, hat der Raketenbeschuss dennoch Opfer gefordert: Ein Israeli wurde getötet, drei wurden schwer verletzt, 123 Israelis erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.
  • Gewaltsame Angriffe am Sicherheitszaun führten ebenfalls zu Verlusten: Ein israelischer Soldat wurde getötet, vier wurden schwer verletzt und zwölf erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.
  • Jenseits des Grenzgebiets haben aus dem Gazastreifen kommende Ballons mit Brandsätzen und Feuerdrachen insgesamt 1963 Brände verursacht, manchmal über 30 an einem Tag.
  • Anfang der vergangenen Woche (25.3.) wurde ein Schäfer von einem solchen Feuer eingekreist, aus dem er wie durch ein Wunder mit nur leichten Verletzungen entkam. Diese Brände haben auf einer Fläche von insgesamt rund 35 km² große Schäden angerichtet, darunter sind 13 km² Naturschutzgebiet und 11 km² Wälder des Jüdischen Nationalfonds.
  • Die Schäden, die Israelis durch Raketenbeschuss und Brandanschläge aus dem Gazastreifen entstanden sind, summieren sich auf etwa NIS 35 Mio. (ca. EUR 8,6 Mio.).

Offizielle Datenquellen für diese Statistik: IDF Spokesperson's Unit, Israel Police Spokesperson's Office, National Fire and Rescue Authority, Israel Tax Authority, Jewish National Fund, Israel Nature and Parks Authority sowie lokale Behörden in der Umgebung des Gazastreifens. (botschaft)

Fakten und ein Aufruf aktiv zu werden...
  • Kennt die grundsätzlichen Fakten (siehe vorab).
  • Wenn Ihr wieder die üblichen einschlägigen Überschriften und Bilder seht, traut Euch diese mit FAKTEN zu kontern:
    1. Verlangt eine wahrheitsgemäße Darstellung von den Angreifern (Hamas) und den Opfern, die sich lediglich VERTEIDIGEN (Israel); egal ob in Form von Leserbriefen, Facebook und Twitter Nachrichten, diversen Online Foren, usw.
    2. Schreibt Eure Abgeordneten an und fordert sie auf Stellung zu beziehen; verlangt von unserer Regierung, der Kanzlerin und dem Außenminister, dass sie sich auf die (angebliche) Staatsräson besinnen und die von der Hamas ausgehende Gewalt mit deutlichen Worten verurteilen. (Und gebt Euch nicht zufrieden mit irgendwelchen relativierenden Erklärungen, in denen Israel direkt oder indirekt das Recht aberkannt wird, sich gegen die gewaltsamen Proteste und den Angriff auf die Staatsgrenzen zu Wehr zu setzen).
    3. Verteilt dieses und andere noch zum Thema folgende Postings und helft uns möglichst viele Menschen mit den wahren Fakten und Bildern von der Israelischen Seite zu erreichen. Helft uns andere dazu zu bringen die Propagandabilder zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wer hier tatsächlich für etwaige Verletze oder Opfer der Angriffe verantwortlich ist: die Hamas!
  • Wir suchen Freiwillige, die bereit sind in ihren jeweiligen Heimatstädten eine Luftballon-Aufklärungskampagne zusammen mit ein paar Gleichgesinnten zu organisieren. Wir stellen ILI-Luftballons zu Verfügung, die dann vor Ort mit Helium gefüllt werden sollen und an deren Schnur eine Postkarte befestigt werden soll, die über die mutmaßlich "harmlosen" Luftballons aufklärt (siehe PDF). Diese sollen dann an Passanten verteilt werden. Wenn wir nur einige wenige mehr Menschen dazu bringen über den von der Hamas ausgehenden Terror - vor allem auch gegen unschuldige Kinder - nachzudenken, dann ist diese Kampagne schon ein Erfolg. Details hierzu folgen noch. Interessierte schreiben bitte an office@il-israel.org.

Ansonsten hoffen wir einfach im Interesse von uns allen, dass die Proteste nicht all zu sehr ausarten; auch nicht hier in Europa, wo es ebenfalls Ankündigungen über mögliche Proteste gibt. (HC)





Poster & Fakten zum teilen und weiter verbreiten... (FB)















Richtig (links) und Falsch (rechts)










Andrea Kiewel vom ZDF Fernsehgarten kritisiert ARD-Berichterstattung
"...Liebe Kolleginnen und Kollegen der ARD, Sie irren sich! Ich war vor Ort, als es losging mit den Raketen aus Gaza. Die Reaktion der israelischen Armee darauf war - wie der Name schon sagt - eine Reaktion. Man muss Israel nicht mögen. Man kann diesen Staat kritisieren, sich zur Brust nehmen und ihm viele Fragen stellen. Man muss aber, wenn man Journalist ist, die Wahrheit

berichten. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Wenn also eine Meldung der ARD-Tagesschau mit ,Nach schweren Angriffen der israelischen Armee' beginnt, erweckt diese Nachricht den Eindruck, Israel hätte angefangen mit den Raketen. Israel sei der Aggressor. Das ist falsch. Ich lege beide Hände dafür ins Feuer. Ich war dabei. Zwar nackt und unter der Dusche, aber ich war live dabei, als die - was diese Auseinandersetzung betrifft erste - Rakete von Gaza aus abgefeuert und 45 Sekunden später vom Iron Dome über Israel abgefangen und zerstört wurde. Liebe Kolleginnen und Kollegen der Tagesschau, ich unterstelle Ihnen gewiss keine bewusste Falschmeldung. Dennoch komme ich nicht umhin, mich zu fragen, wie gestandenen Journalisten so ein Fehler unterlaufen kann? Denn so, wie es meine Pflicht (mehr als das, es ist mir auch ein Anliegen) als Moderatorin einer großen Unterhaltungsshow ist, in meinen Anmoderationen weder die Künstler, die in meinem ZDF-Fernsehgarten auftreten, noch deren Songs zu bewerten, so ist es für Sie als Nachrichtenredakteure unbedingt Ihre Aufgabe, wahrheitsgemäß über politische Ereignisse zu berichten." (JüdischeAllgemeine) EL

Ein sachlicher Bericht zur Situation an der Gaza-Grenze
Phoenix-Moderatorin Mareike Bokern im Gespräch mit Korrespondent Mike Lingenfelser aus Sderot nach erneutem Raketenbeschuss auf Israel, Reaktionen und möglicher Waffenruhe. Lingenfelser berichtet hier ruhig, umfassend und klar über die aktuelle Situation. (youtube) EL


"Ich müsste meine Familie begraben, wenn wir nicht den Schutzraum hätten"
"Ich müsste meine Familie begraben, wenn wir nicht den Schutzraum hätten", sagte Robert Wolf, als er vor der Hülle seines Hauses stand, in einer von Bäumen

gesäumten Straße mit Einfamilienhäusern in der Mitte des Landes, in der Nähe von Kfar Saba. "Das sind zwei Enkelkinder, ein fünfmonatiger, ein zweijähriger. Das wäre mein drittes Kind, mit seiner Frau, meiner Frau, mir und meiner jüngsten Tochter. Sie wären alle tot, wenn wir nicht das getan hätten, was wir tun sollten." Sowohl Wolf als auch seine Frau sind vor 30 Jahren aus Großbritannien nach Israel ausgewandert. An einem normalen Morgen hätte Daniel mit seiner Frau Yael in seinem Bett geschlafen. Aber am Abend zuvor war er auf dem Sofa eingeschlafen, als er sein Handy durchsucht hatte, und war immer noch da, als die Warnsirene im Moshav ertönte. Etwas an der Akustik dieses Raumes erlaubte ihm, die Sirene zu hören, wenn es sonst niemand im Haus tat. Daniel rannte sofort zu vier Schlafzimmern; seine Frau, seine Eltern und die seiner Töchter Mia und Tamara. Er hielt beide Mädchen in den Armen, als er und seine Frau zu dem kleinen verstärkten Raum rannten, der sie vor Raketenangriffen schützen sollte. Sie ließen die Tür des Tresorraums für seine Mutter Susan offen, die nicht weiter als in die Küche kam und deshalb die meisten Verletzungen erlitt. Robert verließ das Haus, um zur separaten Wohneinheit seiner Tochter zu gehen, die an das Haus angeschlossen war, um sich zu vergewissern, dass sie aufgewacht war. Sie waren im Hof auf dem Weg in den sicheren Raum im Hauptteil des Hauses, als die Rakete traf. In einem Moment war das Haus da, im nächsten Moment war es vorbei, sagte er. (timesofisrael, JPost) EL

Mit dem Raketenbeschuss "arrangieren"?
Die Israel-Korrespondentin Susanne Knaul geriet wegen folgender Anmerkung in der TAZ unter heftige Kritik: "Mit den Raketen auf die grenznahen israelischen Ortschaften kann man sich arrangieren. Öffentliche Gebäude sind sicher konstruiert, die Bevölkerung ist geschützt, erhält Steuervergünstigungen und ist die seit Jahren aufheulenden Sirenen gewohnt. Die palästinensischen Attacken auf Tel Aviv treffen dagegen das Nervenzentrum des Landes, und sie treffen ahnungslose schlafende


Familien." (taz)? Der bekannte Psychologe Ahmad Mansour schrieb, dass die Rakete der Hamas auf Tel Aviv auch das Haus seiner Eltern hätte treffen können: "Angesichts dessen ist es an Zynismus und Kaltherzigkeit nicht zu überbieten, was die Israel-Korrespondentin der taz heute geschrieben hat [...] Wirklich, ist das Ihr Ernst, Frau Knaul? Waren Sie schon mal in Sderot? Oder im Ort meiner Eltern? Diese Menschen haben wie jeder Mensch auf der Welt das Recht, ohne Sorge vor Raketenbeschuss abends schlafen zu gehen. Kein Staat auf dieser Welt kann diesen dauerhaften Beschuss akzeptieren. Und kein Staat sollte diesen dauerhaften Beschuss akzeptieren." (JA) Auch Alexandra Margalith widerspricht Frau Knaul: "Man gewöhnt sich weder an plötzlich aufheulende Sirenen noch an das Getöse der Kampfflugzeuge. Man gewöhnt sich auch nicht daran, wenn man wieder aus dem Haus geht, zuerst alles nach Schäden abzusuchen oder Raketenteile zu sichern, damit sich niemand daran verletzt. Man gewöhnt sich nicht an die Rauchschwaden und man gewöhnt sich nicht daran, sich immer zu vergewissern, innerhalb von 15 Sekunden einen Bunker erreichen zu können, egal, ob man draußen spielt, Blumen pflückt, duscht oder beim Abendessen sitzt. Und nein, Frau Knaul, man ist auch nicht wegen Steuervergünstigungen dort. Die Menschen, deren Felder und Existenz das gesamte letzte Jahr von Feuerdrachen abgefackelt wurden, haben wesentlich mehr verloren als durch eine Steuerersparnis gewonnen." (Schlaglichter) TS

Ein Lied für BDS
Was braucht ein richtiger deutscher Verein? Eine Satzung natürlich, ein Emblem - neudeutsch Logo genannt - und vor allem eine Hymne. Endlich hat die Palästinasolidaritätsbewegung ihr eigenes Lied! Verfasst hat es Clemens Messerschmid, langjähriger Palästina-Aktivist und bekannt aus den ARD-Tagesthemen, wo er 2016 als Kronzeuge über angeblichen israelischen Wasserraub auftrat. Anlässlich der Göttinger Friedenspreisverleihung an die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" hat der gelernte

Foto: imago/Stefan Zeitz
Hydrogeologe zur Feder gegriffen und seiner schöpferischen Ader freien Lauf gelassen: "Kritik? - erlaubt!, bei meiner Seel / Doch nie: Am Staate Israel! / Was dieses tut im Siedlerland / Sei nie in Deutschland Gegenstand..." Das Versmaß stolpert zwar ein bisschen, und die Grammatik ist nicht ganz korrekt. Aber das stört bei Hymnen bekanntlich wenig. Die müssen sich nur halbwegs reimen und ihren Sängern Kampfgeist einflößen. Die Jüdische Allgemeine kommentierte: "Nur schade, dass die poetische Inspiration nicht schon früher kam. Beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv 2019 hätte sein Lied sicherlich gute Chancen gehabt." (JA) TS

Iran: Wir ersetzen Juden als "auserwähltes Volk"
Abdolali Ali-Asgari, Leiter der IRIB, der iranischen Rundfunkbehörde, sprach von Überlegenheit und großen Nationen und sagte, dass, während Gott im

Altertum dem jüdischen Volk die Überlegenheit gegeben hatte, das iranische Volk - die Landsleute des Gefährten des Propheten Mohammeds, Salman der Perser - ausgewählt wurde, um "die schwere Last der Wahrheit und des Fortschritts in der Welt zu schultern", nachdem die Juden "weltliche Ornamente verfolgt und sich ungerecht verhalten hatten". Ali-Asgari sprach bei einer Preisverleihung der Rundfunkanstalt in Teheran am 12. März 2019. (memri) TS

Hamas: "Streue die Körperteile der Feinde. Lasse die Schädel am Himmel fliegen."
Während die Hamas Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung abfeuerte, richtete der Al-Aqsa-Fernseher der Hamas Aufrufe zum Mord an Israelis. Ein Song ruft dazu auf, Selbstmordgürtel anzulegen und "die Körperteile der Feinde zu zerstreuen, die Schädel am Himmel fliegen zu lassen". Das Musikvideo enthält viele Bilder von Gewalt und aktuellen Terroranschlägen. Unter den Visuals sind 3 Messerstiche, 2 Autoattacken, Explosionen und Aufnahmen der ältesten Selbstmordattentäterin der Hamas, der

57-jährigen Fatima Omar Mahmoud Al-Najjar, die sich 2006 in die Nähe israelischer Soldaten sprengte und zwei verletzt hat. Andere Bilder zeigen Menschen mit großen Messern und Waffen, die mit dem Text "stechen, bombardieren und die Augen weinen lassen" übereinstimmen. Die freigesetzte weibliche Gefangene Wafa Al-Bis versuchte, einen Selbstmordanschlag zu begehen: "Mein Prinzip war es, so viele Juden wie möglich zu töten." Zweite freigelassene weibliche Gefangene: "Ich kann nicht neben Israel leben. Es gibt Menschen, die in Frieden neben Israel leben können. Ich kann nicht in Frieden leben, weil es mein Land besetzt hat." (Palwatch) TS

Einseitig: Deutscher UN-Botschafter Heusgen
Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen (64) hat in seiner Rede den Raketen-Terror der Hamas auf israelische Zivilisten mit dem Abriss von Häusern

gleichgesetzt - ein Mittel, das Israel gegen illegal von Palästinensern (und Israelis) errichtete Gebäude anwendet. Ausgerechnet in der Woche, in der die radikalislamische Terrororganisation Hamas immer wieder massive Raketen-Angriffe auf israelische Dörfer und Städte verübt hat. Israelische Familien mussten sich in Bunkern vor den tödlichen Geschossen verstecken. Als eine Hamas-Rakete ein israelisches Wohnhaus bei Tel Aviv traf, wurden sieben Menschen verletzt, darunter zwei Kleinkinder. Heusgen kritisierte die USA wegen ihrer Anerkennung der Golanhöhen als Teil Israels. Das sei ein "ein klarer Verstoß gegen internationales Recht". Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen vertritt eine einseitige Haltung gegenüber Israel. In seinem Amt als Merkelberater im Kanzleramt empfing er Israelhasser, Iranfreunde und Vertreter der Naturei Karta Sekte, die Israel abschaffen wollen. (bild, Tagesschau, Augsburger, goo, ejz) TS

Mit großem Eifer haben deutsche Medien die Hamas als Friedensbringer gefeiert
In der vergangenen Woche waren die militärischen Auseinandersetzungen um den Gazastreifen ein großes Thema in den deutschen Medien. Ein Blick auf die Schlagzeilen bot das Bild einer "Eskalation", eines "bevorstehenden Kriegs" und "schwere (israelische) Luftangriffen auf den Gazastreifen". Dutzende Raketen aus Gaza auf Israel, darunter auch Treffer auf Wohnhäuser, wurden tunlichst unterschlagen, ebenso

Attacken am Grenzzaun oder Brandbomben auf israelische Felder. Bei all diesen Darstellungen fiel auf, dass die Hamas im Gazastreifen als Friedensbringer gefeiert wurde. Ohne die nachfolgenden Raketenangriffe auf Israel abzuwarten, wurde die Hamas-Ankündigung einer "Waffenruhe" gefeiert. Ein entsprechendes Abkommen hat es freilich nie gegeben und entsprechend gab es auch keine israelische Bestätigung dafür. (ntv) TS








Der mit Bangen erwartete Jahrestag "Rückkehrmarsch der Millionen" vom Gazastreifen nach Israel ist wegen starkem Regen buchstäblich ins Wasser gefallen. Beide Seiten bemühten sich am Samstag spürbar um Zurückhaltung. Polizisten der Hamas hielten die rund 45.000 Demonstranten in Versammlungslagern auf Distanz vom Grenzzaun, während die israelischen Soldaten vor allem Tränengas einsetzten. Dennoch kam es zu Durchbrüchen und Versuchen, den Grenzzaun zu stürmen.
Für alle Beteiligten wurde in den vergangenen Monaten der Zustand entlang der Grenze zunehmend unerträglich. Die Bewohner der grenznahen Ortschaften auf der israelischen Seite, darunter auch in der Stadt Aschkelon, können wegen Raketenalarm, lauten Explosionen und beißendem Rauch verbrannter Reifen kaum mehr eine Nacht schlafen. Umgekehrt leiden die 2 Mio. Einwohner des blockierten Gazastreifens unter Arbeitslosigkeit, bitterer Armut, Stromausfällen und Mangel an Trinkwasser. Schuld daran ist allein die Hamas. Wegen schwerster Terroranschläge hat sie selber die Absperrung des Küstenstreifens provoziert und erfolgreich alle Grenzübergänge schließen lassen. Ein Aufstand gegen die Hamas-Herrschaft wurde brutal niedergeschlagen. Nur vereinzelte radikale israelische Politiker glauben ernsthaft, den 2005 komplett geräumten Gazastreifen wiedererobern und die Hamas rauswerfen zu können. Alle wissen, dass das unverantwortlich viele Opfer auf beiden Seiten erfordern würde. Niemand hat ein echtes Rezept, das Problem lösen zu können. Und die Hamas selbst kämpft um ihr politisches und physisches Überleben. Deshalb muss auch sie ihre Taten balancieren, zwar muss sie für Ihren "guten Ruf als Widerstandsgruppe" und für das eigene Selbstbewusstsein sich kämpferisch zeigen, darf aber gleichzeitig den Bogen nicht überspannen, weil ihr die Ägypter im Nacken sitzen. TS

Kommentar von Sacha Stawski
Es ist doch immer wieder das Gleiche: Israel wird angegriffen und auch wenn der Angriff von Deutscher Seite zumindest verurteilt wird, so wird Israel indirekt doch das legitime Recht Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen abgesprochen. Wo sonst in der Welt, werden die Angegriffenen - die Opfer - aufgerufen "Zurückhaltung" zu üben und "die Gewalt zu beenden"?!? Die Formulierung ist in dieser Form völlig inakzeptabel und relativiert
die allein von der Hamas wiederholt ausgehende Gewalt - sowohl gegen Israel, wie auch gegen die eigene Bevölkerung! Die Kritik an der Hamas ist viel zu sanft in Relation zu der Gefahr, die von diesen Terroristen ausgeht. Und leider wiederholt sich dieses Muster immer wieder seit vielen Jahren, wenn es um Israel geht. (Siehe z.B. diesen Kommentar von uns von 2017, als es um die Deutsche Verurteilung des Anschlags von Istanbul ging.)
Eine wahrhaftige Pressemitteilung hätte den Satz - "Angesichts der aktuellen Eskalation ist es essentiell, dass nun von allen Zurückhaltung geübt wird und die Gewalt endet" nicht enthalten dürfen, sondern ausschließlich des Rest dieses Absatzes: "Wir rufen die Hamas und alle anderen militanten Gruppen auf, ihre Angriffe einzustellen. Dazu zählt auch, dass die Lage bei den Demonstrationen am Grenzzaun, wo am Wochenende drei Palästinenser ums Leben kamen, und auch mit Blick auf den Jahrestag der Demonstrationen am 30.03. nicht weiter angeheizt wird."
Aber auch der 2. Absatz der Erklärung enthält eine durchaus problematische Formulierung, die so ganz einfach nicht richtig ist und fälschlicherweise suggeriert Israel sei Schuld an der schwierigen Lage in Gaza, gegen die dort derzeit demonstriert und von der Hamas brutalst niedergeschmettert wird, was nachweislich falsch ist. Die Menschen demonstrieren nicht "auch gegen die Hamas", sondern ausschließlich gegen die Hamas: "...Die jüngsten Ereignisse bergen - zusätzlich zur schwierigen Lage im Gaza-Streifen mit sozialen Protesten, gegen die Hamas - das Risiko einer immer schwerer zu kontrollierenden Situation"! (HC)




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Gold für Judokas in Russland
Israelische Judokas gewannen beim Grand Slam im russischen Jekaterinburg zwei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Bei den Damen unter 52 kg gewann Gili Cohen. Sagi Muki siegte in der Kategorie der Herren unter 81 kg und besiegte damit den ehemaligen Weltmeister Nagase Takanori aus Japan. Insgesamt belegte Israel hinter Russland den zweiten Platz. JG

Die Hatikvah bei der Siegerehrung in Katar


...Und hier noch ein Video aus Abu Dhabi
Die Israelische Delegation ist mit insgesamt 22 Medaillen von den Special Olympics Weltsommerspielen 2019 aus Abu Dhabi zurückgekehrt. (FB, SpecialOlympics) SSt









Am 14. Mai 2019 ist es soweit: der nächste "I Like Israel" Israeltag.
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Am und um den 14. Mai, wird wieder bundesweit der Israeltag gefeiert! Schirmherren sind wie im vergangenen Jahr der Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster (Grußworte).

Ist in Ihrer Stadt bzw. in Ihrem Ort bereits der Israeltag 2019 in Planung? Vielleicht gab es bislang noch keinen Israeltag, aber es wird Zeit, dass sich dies ändert?

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Israeltag@il-israel.org
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Zitat der Woche
"Wenn so ein " Waffenstillstand" der Hamas aussieht, dann möchte ich lieber nicht wissen, wie die " Frieden in Nahost" buchstabieren." EL









Real-life superheroes: whenever and where ever disaster strikes, Israel is there to help.

Der Terror der Hamas muss gestoppt werden...

Shakshuka Caprese: Italien trifft auf Israel








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Fotos der längsten Salzhöhle der Welt


Frühling: Nach starkem Winterregen blüht Israel




Shalom
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Der nächste bundesweite Israeltag
findet am 14. Mai 2019 statt.

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