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30. September 2018



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Digitale Brille für Sehbehinderte
  • Geruchsstopper sollen beim Abnehmen helfen
TOURISMUS
  • Tel Aviv für Kurzentschlossene
  • E-Roller Co Lime VP will nächsten Monat in Israel starten
WIRTSCHAFT
  • Sisense sammelt USD 80 Mio., MeMed Diagnostics USD 70 Mio.
  • Die drei besten Single-Country-ETFs in diesem Jahr
  • Sind Multinationale Konzerne wirklich ein Segen für Israel?
  • Upstream geht zu Flipkart
  • Hardcore Hardware aus dem Heiligen Land
  • Ehud Barak setzt auf Hasch
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Ron Amirs "Somewhere in the Desert" in Paris
  • Lola Marsh bearbeitet "Something Stupid" für "Better Call Saul"
  • "First World Problems" auf die Schippe genommen
  • Sonderbriefmarke für Recha Freier
  • Im Sommerkurs zum Personenschützer
  • Eine Feier für Israel - und für Kinder
  • Kurdisches Baby mit Herzfehler darf nach Israel
  • Effiziente Gesundheitsversorgung: Israel auf Rang 6
POLITIK
  • Netanjahu in der UNO
  • Netanjahus Absage an UNESCO
  • Völlig neue Töne aus dem Vatikan
  • Merkel wird Ehrendoktor - mit Hamburger Hilfe
  • Neuer Film zeigt die Lüge von Hannah Arendts "Banalität des Bösen" auf
AUS AKTUELLEM ANLASS
  • Endlich: Neue Botschafterin in Israel angekommen
WAS NICHT IN DER SZ STEHT
  • Israelische Soldaten auf Werbetafeln im Iran
  • UNRWA
  • Israel kritisiert umstrittene Nahost-Tagung in Bad Boll
  • Weltbank: Wirtschaft in Gaza bricht zusammen
  • Vor Kritik wird gewarnt
SPORT
  • Israel verblüfft deutsche Kicker

ANKÜNDIGUNG(EN)
  • Deutscher Israelkongress am 25.11. in Frankfurt
  • Ausstellung: "Du Jude!" - Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland
  • Vortrag und Diskussion mit Benjamin Weinthal
  • Zeitzeuge Karl Pfeifer im Gespräch
  • 1948. Die Ausstellung
  • Jetzt spenden für Hilfsorganisationen beim Israelkongress
  • Israeltag 2018
IN EIGENER SACHE
  • Wir sind auf jede Spende angewiesen!
  • ILI fördern und Buch erhalten.
BÜCHER
  • Familiengeschichte zwischen Israel und Deutschland










Digitale Brille für Sehbehinderte
Die High-Tech-Brille Orama stammt von Haim Chayet, einem israelischen Optikphysiker, der ursprünglich Augmented-Reality-Brillen für Motorradfahrer kreierte. Er arbeitete mit einem Freund, dessen Sehkraft durch eine Narbe in seinem Auge beeinträchtigt war. Zusammen mit zwei Partnern und führenden israelischen Augenärzten mit beratender Funktion gründete Chayet 2014 das Unternehmen ICI Vision, das nun eine digitale Brille für Patienten mit Netzhautschaden entwickelt hat, die das Bild der Außenwelt auf die gesunden Teile der Augen projiziert. Die Brille wird für jeden Benutzer durch Augenkartierung personalisiert, ein Verfahren, das die Position von gesunden Netzhautzellen festlegt. Der funktionierende Prototyp wurde an mehr als 60 Patienten in Tel Aviv getestet. Viele konnten
zum ersten Mal in ihrem Leben sehen. Die Technologie von ICI ist in den Vereinigten Staaten, China und Australien patentiert und in Europa und Japan zum Patent angemeldet. Das Unternehmen bereitet sich auf seine erste Finanzierungsrunde vor. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Brillen bis Mitte 2020 weltweit verkauft werden. (tower, israel21c) EL

Geruchsstopper sollen beim Abnehmen helfen
Vor einigen Jahren erlebte Adva Beck einen "Aha"-Moment, als sie in ihre Lieblingsfrucht, einen Pfirsich, biss und sie schnell wegwarf, weil ihre verstopfte Nase sie daran hinderte, sie richtig zu schmecken. Daraus entwickelte sie einen simplen aber wirkungsvollen Appetitstopper. Das Silikongerät NozNoz leitet Gerüche von olfaktorischen Rezeptoren in der Nase mechanisch ab.
Frühere Studien haben gezeigt, dass übergewichtige Menschen paradoxerweise im Allgemeinen weniger Riechkapazität, aber eine höhere Empfindlichkeit für Essensgerüche aufweisen. Das stimuliert oder überreizt ihren Appetit bei Nahrungsaromen. Siebenunddreißig Probanden verwendeten den NozNoz-Einsatz fünf bis zwölf Stunden pro Tag und die anderen erhielten Placebo-Nasentropfen, von denen es hieß, dass sie ihren Appetit abstumpfen würden. Bei Teilnehmern unter 50 Jahren - dem Alter, in dem der Geruchssinn auf natürliche Weise abnimmt - hat sich der Gewichtsverlust im Vergleich zur Kontrollgruppe fast verdoppelt (8,3 kg vs. 4,3 kg). Jüngere Teilnehmer, die durchschnittlich über acht Stunden am Tag mit dem Gerät arbeiteten, verloren während des Versuchs durchschnittlich 10,1 Kilogramm. (israel21c) EL







Tel Aviv für Kurzentschlossene
In Deutschland neigt sich der Sommer dem Ende zu: Die Tage werden kühler, windiger und regenreicher. Wer dem Sommer hinterherreisen möchte, kann ab sofort bis zum 18 Oktober 2018 günstige Flüge mit EL AL Israel Airlines
nach Tel Aviv buchen. Für den Reisezeitraum vom 29. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019 geht es ab Frankfurt schon ab EUR 250 im Lite-Tarif und ab EUR 320 im Classic-Tarif ins sonnenverwöhnte Tel Aviv. Ab München führt der direkte Weg an die Strände Israels bereits ab EUR 240 im Lite- und ab EUR 310 im Classic-Tarif. Die Preise gelten für Hin- und Rückflug inklusive Steuern und Gebühren. Das Angebot ist für bestimmte Flüge gemäß Sitzplatzkontingent und Verfügbarkeit der Buchungsklasse gültig. Passagiere können zwischen den Tarifen Lite, Classic und Flex wählen und erhalten so einen auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmten Service. (elal, bz) TS

E-Roller Co Lime VP will nächsten Monat in Israel starten
Demnächst in Israel noch gemütlicher unterwegs - nach Leihrädern jetzt auch Leihroller in Israel: Der US-E-Roller-Verleih Lime will nächsten Monat in Israel starten. Lime ist bereits in 70 nordamerikanischen Städten und sechs westeuropäischen Städten aktiv und wird auch in Wien den Rollerverleih hochziehen. (globes) EL







Sisense sammelt USD 80 Mio., MeMed Diagnostics USD 70 Mio.
Zwei israelische Unternehmen haben diesen Monat in der Fundraising-Welt großes Aufsehen erregt. Am 12. September schloss Sisense eine USD 80-Mio.-Investition ab. Am 21. September schloss MeMed Diagnostics eine Finanzierungsrunde in Höhe von USD 70 Mio. ab. Sisense ist eine beliebte Business-Intelligence-Plattform. MeMed ist ein Diagnosesystem zur Unterscheidung von bakteriellen und viralen Infektionen am Behandlungsort. (israel21c) EL

Die drei besten Single-Country-ETFs in diesem Jahr
Nur wenige Länder haben es geschafft, die Renditen des S&P 500 in den USA zu erreichen, was auf eine Kombination aus geopolitischen und makroökonomischen Faktoren sowie einem starken US-Dollar gegenüber vielen wichtigen Fremdwährungen zurückzuführen ist. Für
Anleger in börsengehandelte Fonds war es eine Herausforderung, Single-Country-ETFs mit positiven Renditen zu finden. iShares MSCI Israel (WKN:A0NJ9Y), Global X MSCI Norway (WKN:A1H6VN) und iShares MSCI Saudi Arabia (WKN:A2AKZX), haben in diesem Jahr von den Single-Country-ETFs mit mehr als USD 100 Mio. an verwaltetem Vermögen die bisher beste Performance erzielt. Dabei liegt Israel mit 13% klar vorne. (focus) TS

Sind Multinationale Konzerne wirklich ein Segen für Israel?
Der nationale Innovationsinvestor Aharon Aharon meldet leise Zweifel an, ob es gut sei, sich so stark von fremden Investoren abhängig zu machen. Israel hat derzeit rund 425 Forschungs- und Entwicklungsposten von multinationalen Unternehmen. Im Jahr 2016 finanzierte nicht-israelisches Kapital 55,6% der zivilen Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Landes. (calcalistech)

Upstream geht zu Flipkart
Indiens E-Commerce-Leader Flipkart soll Upstream übernehmen, den israelischen Retail-Analytics-Startup. Upstream bietet Online-Händlern einen Preis- und Produktanalyse-Service. (indiatimes, Calcalistech)

Hardcore Hardware aus dem Heiligen Land
Eine Menge Software weltweit läuft dank der Chips, die in Israel entwickelt wurden, schreibt Adam Fisher von Bessemer Venture Partners. (calcalistech) EL

Ehud Barak setzt auf Hasch
Der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak wurde zum Vorsitzenden der Cannabis-Firma Intercure ernannt. Der Job sei für 40 Stunden Arbeit pro Monat mit USD 10.000 dotiert, heißt es aus dem Management. (calcalistech, finanzen) EL




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Ron Amirs "Somewhere in the Desert" in Paris
Erstmals wird eine Ausstellung aus der Sammlung des Israel Museums im Museum of Modern Art in Paris gezeigt. Die Ausstellung zeigt die Lebensbedingungen sudanesischer und eritreischer Flüchtlinge im seither stillgelegten Holot-Zentrum in der Wüste Negev. Ron
Amirs Fotografien aus den Jahren 2014-2016 dokumentieren die Tagesaktivitäten der Flüchtlinge und zeigen, wie sie in der Wüste ohne Ressourcen einen gemeinsamen Alltag gestalten. Mit Stöcken, Sand, Steinen und allen möglichen verlassenen Kleinigkeiten gelang es ihnen, Gemeinschaftshütten, Teestuben, Sportanlagen, improvisierte Öfen und andere Ergänzungen zu den spartanischen Einrichtungen in Holot zusammenzustellen. Ron Amirs Fotos zeigen keine der Personen im Internierungslager. Die Ausstellung läuft bis zum 2. Dezember. (mam.paris, israel21c) EL

Lola Marsh bearbeitet "Something Stupid" für "Better Call Saul"
Als der Musikchef der Netflix-TV-Serie "Better Call Saul" für den Eröffnungsfilm von Episode 407 am 17. September schnell ein Cover des 1967er Hits "Something Stupid" von Frank und Nancy Sinatra benötigte, ging er mit der Anfrage weltweit an die Öffentlichkeit. Die beste Antwort bekam er aus Tel Aviv und so entschied er sich für die Version des Indie-Pop-Duos Lola Marsh. (jpost, genius) EL

"First World Problems" auf die Schippe genommen
Das zweiminütige Musikvideo "No Crisis" beginnt mit einem Mitarbeiter, der panisch durchs Büro läuft auf der Suche nach einem Ladegerät für sein Smartphone. Als er lautstark seine persönliche Krise ausruft, schwenkt die Kamera um auf einen Mann, der an einem weißen Flügel sitzt. Und der liefert in der Folge auf musikalische Weise eine ganze Reihe von Gegenbeispielen für echte Krisen. Mit dem selbstironischen Musical-Spot bewirbt Samsung in Israel sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 9. (horizont) KR

Sonderbriefmarke für Recha Freier
Bei einem Spaziergang in ihrer ostfriesischen Geburtsstadt Norden hatte die vierjährige Recha Schweitzer im Jahr 1896 ein einschneidendes Erlebnis. Den eingezäunten Blücherplatz durfte sie mit ihrer Familie nicht betreten. Auf einem Schild am goldglänzenden Gitter stand: "Eintritt für Hunde und Juden verboten!" Diese Grunderfahrung prägte ihr weiteres Leben. 1919 heiratete Recha Schweitzer den Rabbiner Moritz Freier. Beide verband das Interesse
an Literatur und an der Idee des Zionismus. Weitsichtig gründete die Pädagogin Anfang 1933 die Organisation Jugend-Alijah, um Jugendliche aus dem faschistischen Deutschen Reich nach Palästina in Sicherheit zu bringen. Rund 7.600 jüdische Heranwachsende konnte sie vor dem sicheren Tod schützen, indem sie deren Ausreise nach Palästina plante und durchführen ließ. Am 2. April 1984 starb Recha Freier im Alter von 91 Jahren in Jerusalem. Die israelische Post würdigt Recha Freier und die Kibbuzgründerin Ada Sereni aktuell jeweils mit einer 2,50-Schekel-Sonderbriefmarke. (israelpost, israelphilately, israelphilately, ipdastamps) KR

Im Sommerkurs zum Personenschützer
Yaniv war über 25 Jahre lang Offizier in der israelischen Armee (IDF). Mit dieser langjährigen Kampferfahrung arbeitet er heute als Sicherheitsausbilder. Im Trainingszentrum in der Nähe von Caesarea befindet sich eine Filiale der International Security Academy (ISA), die sich seit 30 Jahren darauf spezialisiert hat, Menschen aus dem In- und Ausland zu professionellen Sicherheitsmitarbeitern zu schulen. 45 Teilnehmer aus

14 verschiedenen Ländern absolvieren den siebenwöchigen Kurs "VIP-Personenschutz und Terrorismusbekämpfung". "Wir haben uns mit dem Training nicht nur auf die Sicherheitskräfte einzelner Staaten spezialisiert," sagt der Geschäftsführer des Unternehmens, David Mirza, der die Firma 1987 gründete. "Wichtig ist vor allem, dass die Teilnehmer bei uns nicht nur physisch geschult, sondern auch mental auf die Terroristen eingestellt werden. Sie müssen im Programm verstehen, was ein Terrorist ist, wie sie operieren und wie sie die Intelligenz und die Einsatzmethoden der verschiedenen Gruppen erfassen." In Israel lernen Leibwächter nicht, als Schutzschilder zu agieren, sondern den Feind auszuschalten. Und so werden im Training echte Szenen mit Selbstmordattentätern oder angreifenden Kampftruppen nachgestellt, wie sie auch in den Kriegen in Afghanistan, Irak oder Gaza der Fall waren. (n-tv, n-tv) TS

Eine Feier für Israel - und für Kinder
Vor der Bühne tanzen, springen und singen die Besucher der WIZO-Patenschaftsgala "One Night for Children" (Eine Nacht für Kinder), die im Zeichen des 70. Geburtstags des Staates Israel stand. Weil der stete Verteidigungskampf
Israels viel Geld verschlinge, sei WIZO da, um dort zu helfen, wo Mangel herrsche. Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker (CDU), redete Klartext: Gerade im Jubiläumsjahr gäbe es die schlimmsten Angriffe auf Israel seit 2014 und es gehe darum, "dass wir jenes Land unterstützen sollten, das im Nahen Osten die Werte der Demokratie sichert und dafür kämpft." (Fnp) KR

Kurdisches Baby mit Herzfehler darf nach Israel
Ein irakisch-kurdisches Baby mit einem angeborenen Herzfehler durfte für eine lebensrettende Operation nach Israel ausgeflogen werden. "Schevet Achim" (Stamm der Brüder) ist eine christliche Hilfsorganisation, die sich
für die medizinische Behandlung von Patienten aus arabischen Ländern in Israel einsetzt. Die Organisation hatte das israelische Innenministerium um Aufenthaltsgenehmigungen für drei kurdische Babys gebeten. Innenminister Arjeh Deri hatte sich persönlich dafür eingesetzt, dass sie ausgestellt werden. Eines der Babys verstarb aber bereits während des Eilantrags. Das dritte Baby fand schon Hilfe in Indien, als die Organisation noch auf eine Antwort aus Israel wartete. Laut der Webseite von "Schevet Achim" befinden sich aktuell elf Babys aus verschiedenen Ländern für Herzoperationen in Israel. (israelnetz) KR

Effiziente Gesundheitsversorgung: Israel auf Rang 6
Die Gesundheitsversorgung in Israel ist so effizient wie kaum sonst irgendwo auf der Welt. In einer entsprechenden Rangliste des Medienunternehmens Bloomberg kam der jüdische Staat auf Platz 6. Die ersten drei Ränge belegen Hongkong, Singapur und Spanien. Die Vereinigten Arabischen Emirate kamen auf Platz 10 und sind neben
Israel das einzige Land des Nahen Ostens unter den besten Zehn. Deutschland belegt Platz 45, die Schweiz rangiert auf Platz 12, Österreich auf Platz 32. Die USA kommen auf Platz 54. In Israel liegt die Lebenserwartung bei 82,5 Jahren - das ist im weltweiten Vergleich ein Spitzenwert. Das BIP pro Kopf liegt bei USD 40.270. (israelnetz) TS




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Netanjahu in der UNO
Die Jahresversammlung der UNO dient Politikern nicht nur als Bühne für "historische" Reden, sondern auch zu zahlreichen geheimen, offenen und teilweise sensationellen Treffen. Der israelische Premier traf sich zu einem längeren Gespräch mit dem ägyptischen Präsidenten Abdelfattah al Sisi. Weitere Treffen gab es mit Sebastian Kurz aus Österreich, US-Präsident Trump und dem guatemaltekischen Präsidenten Jimmy Morales. Über das Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Al-Sisi wurde indes wenig bekannt. Netanjahus Büro teilte nur mit, dass das Gespräch zwei Stunden gedauert habe. Laut Times of Israel war die Aufhebung des Boykotts gegen die österreichische Außenministerin Karin Kneissl ein Thema bei den Gesprächen mit Kurz. Der parteilosen Kneissl werden Verbindungen zur als rechtspopulistisch eingestuften Regierungspartei FPÖ nachgesagt. (tower) TS

Netanjahus Absage an UNESCO
Wegen Voreingenommenheit der UNESCO gegenüber Israel verweigerte der israelische Regierungschef Netanjahu eine Teilnahme an deren Antisemitismus-Konferenz in New York. Die Konferenz fand unter Leitung der Generaldirektorin Audrey Azoulay statt. Netanjahu
erklärte, seit 2009 habe die UNESCO in 71 Resolutionen Israel verurteilt. Dem gegenüber gebe es nur zwei Resolutionen, in denen andere Länder verurteilt werden. "Das Merkmal des Antisemitismus war es einmal, das jüdische Volk für üble Nachrede und Verurteilungen auszusondern. Das Merkmal des zeitgenössischen Antisemitismus ist es, den jüdischen Staat für üble Nachrede und Verurteilungen auszusondern." Die UNESCO müsse mehr tun, als Konferenzen zu Antisemitismus abzuhalten: "Sie muss aufhören, Antisemitismus zu praktizieren." (israelnetz) TS

Völlig neue Töne aus dem Vatikan
Ein Interview mit dem Leiter des Österreichischen Hospiz in Jerusalem, Markus Bugnyar, lässt aufhorchen. Bugnyar stellt fest, dass die amerikanische Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sogar von palästinensischer Seite als "positiver Schritt" wahrgenommen wurde, weil Trump Bewegung in den stockenden Nahostkonflikt gebracht habe. Die Anerkennung Jerusalems durch die USA, bei gleichzeitiger Nichtfestlegung der Grenzen habe jenseits der üblicherweise propagierten Zweistaatenlösung den Weg zu "innovativen" Lösungen eröffnet. Das ganze Interview ist in mehrfacher Hinsicht sehr lesens- und hörenswert, denn Radio Vatican hatte in den letzten Jahren einen eher israelfeindlichen Kurs gefahren,
Foto: Elisabeth Lahusen
die Palästinenser voll unterstützt und klar Position für den syrischen Diktator Baschar el Assad bezogen. Die Todesstrafe wird jetzt zwar geächtet. Aber bislang gab es noch kein einziges Wort zu über 100.000 gefolterten und ermordeten, also hingerichteten Gefangenen in syrischen Gefängnissen. Deren Familienangehörige haben nach jahrelangem Schweigen in letzter Zeit eine Mitteilung des "natürlichen" Todes der Gefangenen erhalten. (vatican) TS

Merkel wird Ehrendoktor - mit Hamburger Hilfe
Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Anfang Oktober in Israel wurde maßgeblich mitbestimmt aus Hamburg. Die Kanzlerin wird im Rahmen der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen und zudem am 4. Oktober die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa annehmen. Die
Uni setzt sich seit Jahrzehnten - wie alle anderen Universitäten in Israel - für gemeinsames Lernen von Arabern und Juden ein. Wie aus Kreisen der israelischen Botschaft und des Hamburger Förderkreises der Uni Haifa verlautete, wird der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Manfred Lahnstein (SPD) an der Auszeichnung Merkels im Israel-Museum beteiligt sein. Lahnstein und seine Frau Sonja sind beide Ehrendoktoren der Hochschule im Norden Israels. (abendblatt) KR

Neuer Film zeigt die Lüge von Hannah Arendts "Banalität des Bösen" auf
Hannah Arendt wurde beauftragt, 1961 über den Prozess gegen Eichmann in Jerusalem zu berichten. Doch nach Angaben von Zeitgenossen nahm sie selten an dem Prozess teil. "Obwohl sich der Film Operation Finale Hollywoodsche Freiheiten herausnimmt, ist Ben Kingsleys fiktive Darstellung von Eichmann viel realistischer als die
angeblich sachliche Erzählung von Arendt. Die verlogene und gefährliche Phrase ,Banalität des Bösen' sollte aus dem historischen Vokabular des Holocaust und des Prozesses gegen Eichmann gestrichen werden, damit wir nicht in Zukunft nach Banalität suchen und die Brillanz derer übersehen, die Eichmanns Verbrechen wiederholen würden", sagt Alan M. Dershowitz. Wichtig sei dagegen, dass Eichmann in seiner vielfältigen Komplexität dargestellt wird, so wie Shakespeare Jago, Lady Macbeth und viele seiner anderen Schurken - nicht als banal, sondern als brillant böse. (gatestone) KR








Endlich: Neue Botschafterin in Israel angekommen
Das Auswärtige Amt in Berlin und die deutsche Botschaft in Tel Aviv haben bis heute nicht die Ankunft der neuen Botschafterin Susanne Wasum-Rainer offiziell an die Presse in Israel mitgeteilt. Man konnte diese Tatsache
allerdings als Vorankündigung seit April in verschiedenen deutschen Zeitungen lesen. Doch die Botschafterin, aus Paris und Rom kommend, war früher schon einmal in Israel und hat per Facebook in sehr gutem Hebräisch ein Grußwort veröffentlicht. Vielleicht wird ja jetzt nach ihrem Umzug nach Israel auch die deutsche Informationspolitik wieder professioneller. Bislang holpert es da noch gewaltig: Der Seite der Bundeskanzlerin kann man zwar entnehmen, dass bei dem Besuch Angela Merkels eine Pressekonferenz geplant ist. Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv war jedoch bis zum 27. September weder fähig, Pressevertreter dazu einzuladen, noch konnte man telefonische Anfragen oder Mails zu einzelnen Orten oder Programmpunkten beantworten. Auch mit der Pflege der offiziellen Seiten im Netz kommt man bis heute nicht nach: Das Auswärtige Amt listet Frau Wasum Rainer sowohl in Italien, als auch in Israel. (bundeskanzlerin, facebook) In jedem Fall wünscht das ILI Team der neuen Botschafter alles Gute in ihrer neuen Position und lädt sie auf diesem Wege herzlich zum 5. Deutschen Israelkongress am 25. November nach Frankfurt ein! TS



Israelische Soldaten auf Werbetafeln im Iran
Die Behörden im Iran stellten in der südiranischen Stadt Shiraz eine Plakatwand mit einem Bild von drei Soldaten für die sogenannte "Woche der heiligen Verteidigung" auf. Allerdings bemerkten aufmerksame Einheimische, dass die abgebildeten Männer israelische Uniformen und M-16 trugen. Die Reklametafel zeigte drei israelische Soldaten, ein Foto von Timon Studler, das auf die Unsplash.com-Website hochgeladen

worden war. Das Bild wurde beschnitten, um eine weibliche IDF-Soldatin zu entfernen. Die Plakatwand zeigt ein Zitat des Dichters Ali Moalem Damghani, das an "Märtyrer" aus vergangenen Kriegen erinnerte. "Sie starren mich an, immer noch herrlich, ich sehe ihren Schatten auf dem Berg". Die iranische Verteidigungswoche dieses Jahres erinnert an drei Jahrzehnte nach dem Ende des Iran-Irak-Krieges, bei dem Hunderttausende von Iranern ums Leben kamen. Die Werbetafel wurde zuerst von jemandem mit dem Twitter-Handle @Mhrezaa fotografiert und dann auf mehreren türkischen Twitter-Accounts verbreitet. (jpost, twitter, spiegel) EL

UNRWA
Bei einem Treffen in Kairo haben die Außenminister mehrerer arabischer und muslimischer Länder ihre Besorgnis über das Schicksal der United Nations

Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) zum Ausdruck gebracht, nachdem die US-Regierung entschieden hatte, alle US-Hilfen für die Agentur zu streichen. Die Minister "unterstrichen, wie wichtig es ist, der UNRWA weiterhin zu erlauben, eine entscheidende Rolle bei der humanitären Hilfe" für palästinensische "Flüchtlinge" zu spielen. Sie warnten zudem, eine "Beschädigung" der UNRWA werde die Krise im Nahen Osten verschärfen. Dabei wird allerdings verschwiegen, dass nicht einmal Araber und Muslime ihr Geld für eine UN-Agentur verschwenden, die neue Generationen von Pseudoflüchtlingen geschaffen hat, indem sie zweiten und dritten Generationen erlaubt hat, den UNRWA-Status als "Flüchtling" zu erben. (gatestone) TS

Israel kritisiert umstrittene Nahost-Tagung in Bad Boll
Eine umstrittene Konferenz zum Nahostkonflikt hat vom 21. bis 23. September in der Evangelischen Akademie Bad Boll stattgefunden. Während jedoch in

früheren Jahren bis zu 50 Politiker teilgenommen hätten, sei in diesem Jahr nur eine Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE gekommen, sagte die Pressesprecherin der zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehörenden Akademie, Martina Waiblinger. In die Debatte um diese Veranstaltung hatte sich auch das israelische Außenministerium eingeschaltet. "Man muss sich nur die Liste der zu dem Seminar geladenen Teilnehmer ansehen, um zu begreifen, dass hier Hass auf Israel im pseudowissenschaftlichen Gewande geschürt werden soll", erklärte etwa der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahshon. Neben dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, übten ebenso der Beauftragte der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus, Michael Blume, die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) und andere Kritik. Auch der Landesbischof der württembergischen Landeskirche, Frank Otfried July, kritisierte die einseitig israelkritische Ausrichtung der Tagung. (idea, audiatur) KR

Weltbank: Wirtschaft in Gaza bricht zusammen
Die Weltbank warnt nach Kürzungen von Finanzmitteln der Palästinensischen Autonomiebehörde und der USA vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Gazastreifens. Jede zweite Person lebe in Armut, die Arbeitslosenquote liege bei 53%. Dies sei eine der höchsten Quoten weltweit, sagte eine Weltbank-Sprecherin. Bei jungen Menschen liegt die Rate demnach sogar bei mehr als 70%. Zentrales Problem bleibe die jahrelange Blockade durch Israel und Ägypten. 2017 habe zudem die Palästinensische Autonomiebehörde unter anderem die Gehälter von Mitarbeitern gekürzt - die Weltbank spricht von insgesamt rund EUR 26 Mio. monatlich - und auch die Zahlungen für Strom. Die Weltbank hat die Lage im Gazastreifen maßlos dramatisiert. Unter Millionen Flüchtlingen im halb zerstörten Syrien oder im Jemen sowie in vielen afrikanischen Staaten dürfte die Arbeitslosigkeit weitaus höher sein. Strom gibt es vielen Ländern auch nicht. Besonders schlimm ist hier, dass die Schuld an dem Zustand allein Israel und Ägypten zugeschoben wird, anstatt erst einmal die im Gazastreifen herrschende Hamas zur Verantwortung zu ziehen. Denn mit ihren Terroranschlägen und der Zerstörung der Grenzübergänge und Warenterminals sorgt sie selber für den desolaten Zustand. (vol, bazonline) TS

Szenen der "Armut" in Gaza

Vor Kritik wird gewarnt
Der Ire Pat Condell, laut eigener Aussage "free speech fundamentalist", hat vor wenigen Tagen einen Kommentar bei YouTube veröffentlicht, der selbst für seine Verhältnisse außergewöhnlich heftige Reaktionen hervorrief. Darin redet er von Antisemitismus, den er täglich verspüre. Schuld seien vor allem Moslems. YouTube hatte den Beitrag zunächst gelöscht, weil der Inhalt "unangemessen" sei. Später wurde er mit einer Warnung wieder freigeschaltet. Offenbar ist man bei YouTube nicht sicher, wie man den Spagat zwischen Meinungsfreiheit und der Sorge

vor der Offenlegung eines islamischen Antisemitismus hinbekommt. Inzwischen verbreitet sich der Clip dank einer Übertragung ins Hebräische auch in Israel. (twitter, rotter, youtube) [Auch andere Organisationen, wie Honestly Concerned, die Videos von einigen Reden Ahmadinedschads und anderer Online gestellt haben, um deren Antisemitismus und Holocaustleugnung zu belegen, beklagen eine ähnliche Zensur, die aber keinesfalls unwidersprochen akzeptiert wird.] TS








Israel verblüfft deutsche Kicker
Die Tribüne des Anton-Treffer-Stadions in Neustadt war am Donnerstagvormittag voll besetzt, die Stimmung war bestens. Hunderte Kinder hatten sich auf der Tribüne versammelt - zur Unterrichtszeit und mit Billigung der Lehrer. Der Grund: der Regions-Cup der UEFA mit
dem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Israel. Nicht die Profi-Kicker waren aufgerufen, sondern regionale Amateurauswahlen beider Länder. Für Schwarz-Rot-Gold spielte eine Bayern-Auswahl. Sie musste sich den Israelis vor knapp 1.000 Fans mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. "So ein großes Fußballereignis habe ich noch nie erlebt", sagte Alexander Baranowski vom TSV Neustadt, der an der Stadionkasse Tickets verkaufte. Wie er arbeiteten im Hintergrund des Ländermatches zu diesem offiziellen UEFA-Wettbewerb viele Helfer aus Neustadt und der Region. Beispielhaft war Baranowskis Einsatz: Der 35-Jährige musste nach seinem Job im Kassenhäuschen zur Spätschicht. (mittelbayerische) TS



Während sich die Serie an jüdischen Feiertagen fortsetzt und Israel im Ferienmodus ist, verlagert sich das politische Leben auf das Internationale Parkett: Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der UNGA, der Generalversammlung der UNO in New York. Trump,
Netanjahu, Abbas und viele andere Staatschefs hielten "historische Reden". Dazu gab es viele offene und geheime diplomatische Kontakte. Iran stand nicht nur beim israelischen Ministerpräsidenten im Mittelpunkt, wobei er mit Schautafeln der Welt zeigte, wo die Iraner Geräte und Grundstoffe zum Bau einer Atombombe versteckt hätten. In Beirut benutze die Hisbollah-Organisation die Bevölkerung als "menschliche Schutzschilde", indem sie heimlich Luftabwehrraketen rund um den Flughafen und bei einem Fußballstadion aufgestellt habe. Das alles waren natürlich Entdeckungen des israelischen Geheimdienstes, was Netanjahu hier der Welt erstmals vorführte. Dafür erhielt er viel Lob, weil seine Rede so "überzeugend" gewesen sei. Aber es gab auch Kritik, weil er Staatsgeheimnisse an die große Glocke gehängt habe, nur um sich für den bevorstehenden Wahlkampf in Israel im kommenden Jahr zu profilieren. Während Abbas auf Jerusalem als seine Hauptstadt und den "Grenzen" von 1967 sowie dem Rückkehrrecht bestand, entdeckten auch wohlwollende Kritiker keinerlei Kompromissbereitschaft bei den Palästinensern. Netanjahu attackierte Abbas mit dem uralten Vorwurf seiner Doktorarbeit von 1982 an der Moskauer Lumumba-Universität. Darin hat Dr. Abbas den Holocaust geleugnet. Also eigentlich "nichts Neues unter der Sonne", wie es bei Kohelet in der Bibel heißt, passend zum Laubhüttenfest dieser Tage.








DA MUSS MAN DABEI SEIN: Deutscher Israelkongress am 25.11. in Frankfurt
Programm: Unsere Planungen und Vorbereitungen für das Programm laufen seit Wochen und Monaten auf Hochtouren und wir haben bereits viele Zusagen von hochinteressanten Gästen! Eine erste Übersicht der Themen und Programmpunkte ist bereits auf unserer Kongress-Website unter www.israelkongress.de/themen zu finden,
weitere Details zum Programm und zu einzelnen der erwarteten Sprecher und Ehrengäste folgen in Kürze.
Jetzt anmelden: Die Online-Anmeldung für den 5. Deutschen Israelkongress in Frankfurt (25.11.2018, Congress Center) läuft, unter Israelkongress.de/Tickets ist der Web-Link für die Bestellung der Teilnehmer-Tickets zu finden. Der Vorverkaufspreis beträgt 18 bzw. ermäßigt 12 EUR, für Schüler und Studenten gibt es zusätzlich ermäßigte Tickets zum Aktionspreis von 5 EUR. Zudem bestehen besondere Ticket-Angebote für Gruppen.
Aussteller und Sponsoren: Wie bei den vorigen Kongressen gibt es auch wieder vielfältige Möglichkeiten für die Mitwirkung und Unterstützung durch Organisationen und Firmen, Interessenten können sich per E-Mail (office@israelkongress.de) gerne bei uns für die weitere Abstimmung melden.
Logos: Wer nicht mit einem Ausstellerstand oder Sponsoring, aber zumindest mit dem Logo ganz offiziell bei den insgesamt rund 200 unterstützenden Organisationen des Deutschen Israelkongresses mit dabei sein möchte, kann uns ebenfalls gerne per E-Mail schreiben und die Logo-Datei zusenden. Über Spenden zur Unterstützung des Kongresses freuen wir uns.

Ausstellung: "Du Jude!" - Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland
Häufig wird Judenfeindschaft immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltäglicher Begleiter für Jüdinnen und Juden in Deutschland ist, der viele Facetten kennt und in allen
Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Antisemitische Einstellungen gehören demnach auch zur schulischen Realität und prägen den Alltag ebenso wie andere Diskriminierungsformen mit. Eröffnung am 10. Oktober im VHS-Forum des Rautenstrauch-Joest-Museums. Diskussion mit Herrn Dr. Felix Klein (Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung), Herrn Abraham Lehrer (Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland) und Frau Maria Springenberg-Eich (Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen) über aktuelle Formen der Judenfeindschaft. (Koelnische, facebook) TS

Vortrag und Diskussion mit Benjamin Weinthal
Deutsch-Israelische Gesellschaft Region Stuttgart e.V.: Was kann man tun gegen die antiisraelische BDS-Kampagne? Vortrag und Diskussion mit Benjamin Weinthal, europäischer Korrespondent der Jerusalem Post und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Foundation for Defense of Democracies. Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19 Uhr, Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel). Die Kampagne Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS) gegen Israel verfolgt das Ziel, den jüdischen Staat zu delegitimieren und ihm möglichst viel wirtschaftlichen und kulturellen Schaden zuzufügen. Es geht BDS nicht um die Palästinenser, sondern einzig um die Dämonisierung Israels. Diese Kampagne, die verdächtig an "Kauft nicht bei Juden!" erinnert, breitet sich seit 2015 auch in Deutschland aus. (DIG) TS

Zeitzeuge Karl Pfeifer im Gespräch
01.10.2018, 19-21 Uhr, Bibliothek der Arbeiterkammer Feldkirch (Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg, Widnau 2-4, 6800 Feldkirch, mailbox@ak-vorarlberg.at). Eine Veranstaltung von _erinnern.at_ in Kooperation mit dem Karl-Renner-Institut Vorarlberg, der Johann-August-Malin-Gesellschaft, der Grünen Bildungswerkstatt Vorarlberg und ACUS - Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie. Karl Pfeifer, Journalist, Buchautor und seit diesem Jahr Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich, ist einer der aktivsten Zeitzeugen des Landes. Er wurde 1928 in Baden bei Wien geboren.
1938 musste er mit seinen Eltern nach Ungarn fliehen. Dort trat er der zionistischen Jugendorganisation Hashomer Hatzair bei. Als einem unter 50 Jugendlichen gelang ihm die Weiterflucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz lebte und unter anderem in der israelischen Armee diente. 1951 kehrte Karl Pfeifer nach Österreich zurück und wurde als Journalist tätig. Buchtipp: Einmal Palästina und zurück, Ein jüdischer Lebensweg, Wien 2013. (erinnern.at) EL

1948. Die Ausstellung
1948 ist mehr als nur eine Ausstellung. Dazu gehört auch 1948. Web mit der Zielgruppe: SchülerInnen, StudentInnen und Millennials. Es musste inzwischen ein drittes Set der Ausstellung produziert werden. Alle drei sind bis zum Jahresende ausgebucht. Im Mai 2019 werden die 3 Sets schon nicht mehr ausreichen. Bis dahin wird die Ausstellung an rund 25 Orten von rund 100.000 Besuchern gesehen worden sein. Auch Schulen haben sich gemeldet, um die Tafeln der Ausstellung als Unterrichtsmaterial zu verwenden. Ebenso gibt es Gespräche mit Landtagen,
sowie die Juristische Bibliothek Uni Halle, Rathaus Stuttgart, Bezirksrathaus Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf (1.-31. Mai 2019), Magdeburg, Esslingen, Plauen, Reutlingen, Döbeln, Kaiserslautern, Landau... Unter Zeitdruck wurde eine erste Handreichung für Lehrer entwickelt. Sie soll weiterentwickelt werden. Zwei erste Übersetzungen werden entstehen (Englisch, Spanisch), später sind mehr geplant. Das gesamte Vereinsbudget war zu Beginn September aufgebraucht. Drei Wochen später war der Verein zu 40% finanziert, um für die kommenden 12 Monate die Ausstellung weiter laufen zu lassen. Veranstalter werden gebeten, sich mit einer Aufwandspauschale von EUR 280 (Schulen EUR 140) an der erforderlichen Logistik und Koordination zu beteiligen. Nach dem erfolgreichen Crowd-Funding im vergangenen Jahr wurde nun speziell für 1948. Web ein neues Crowd-Funding gestartet. (dein-ev, facebook) TS

Jetzt spenden für Hilfsorganisationen beim Israelkongress
5. Deutscher Israelkongress präsentiert weltweite Hilfsprojekte aus Israel
Weltweit sind israelische Hilfsprojekte im Einsatz - wir wollen drei ausgewählten Projekten die Möglichkeit geben, sich beim 5. Deutschen Israelkongress am 25. November 2018 in Frankfurt am Main vorzustellen. Es geht dabei um Hilfe für syrische Flüchtlinge nahe der israelischen Grenze,
für Flüchtlingskinder auf Lesbos und für Trauma-Opfer aufgrund von Terror und Krieg. Unser Plan ist es, die Vertreter dieser Hilfsprojekte selbst einzuladen, damit sie beim 5. Deutschen Israelkongress ihre in Deutschland oft noch wenig bekannte Arbeit präsentieren können. Um die Kosten dieses Vorhabens zu decken, sind wir jedoch auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen!
Weitere Informationen unter Hilfsprojekte, Spendenseite bei betterplace: Betterplace.


Überall dort, wo Israeltage stattgefunden haben, bedanken wir uns herzlich bei den Organisatorinnen und Organisatoren sowie bei allen Mitwirkenden und Besuchern vor Ort! Eine Dokumentation zum Israeltag 2018 wird auf unserer Website veröffentlicht werden.
Für Fragen und Informationen rund um den Israeltag 2018 können Sie uns gerne kontaktieren: Israeltag@il-israel.org

Alle Termine HIER...






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und wir suchen Sponsoren und Werbepartner.
Interessiert?
Dann schreiben Sie uns unter office@il-israel.org!

Wir freuen uns darauf von Ihnen zu hören!




Ein Feiertag folgt auf den nächsten - die Fortsetzung des Laubhüttenfestes, dann Shmini Atzeret, gefolgt von Simchat Torah. Und einmal mehr wünschen wir unseren Lesern nur das Beste, Chag Sameach und alles Gute. Sukkot - eines der drei Wallfahrtsfeste - ist übrigens ein idealer Zeitpunkt Israel zu besuchen. Während hierzulande der Herbst einbricht, die Temperaturen fallen und Gewitter erwartet werden, ist in Israel ein
wunderschöner Spätsommer. Es ist nicht mehr zu heiß. Die Menschen haben zumeist über die Feiertage frei und das Land ist insgesamt in einer festlichen, ausgelassenen Stimmung, die geradezu ansteckend ist. Es ist diese positive Stimmung, die wir auch beim 5. Deutschen Israelkongress #DILK18 vermitteln wollen. In diesem Sinne freuen wir uns darauf, möglichst viele von Euch am 25. November 2018 im Congress Center in Frankfurt/Main willkommen zu heißen. Wir haben ein sehr buntes Programm für Euch geplant und erwarten Gäste und Redner aus der ganzen Welt, einschließlich mehrerer Länder des Nahen Ostens! Es lohnt sich gespannt zu sein. Anmeldung und weitere Informationen unter www.Israelkongress.de!

Israels schönste Sukkot (Mehrzahl von "Sukkah")... (Israel21c)



Wir sind auf jede Spende angewiesen!
Ohne Spenden können wir nicht überleben. Und auch wenn wir so kostengünstig arbeiten, wie irgendwie möglich, gibt es doch unvermeidbare Kosten. In diesem Sinne müssen wir einmal mehr an Ihre Großzügigkeit appellieren, uns zu helfen diese Kosten abzudecken. ILI ist ein gemeinnütziger Verein und selbstverständlich erhalten Sie bei Angabe von Namen und Anschrift einen Spendenbeleg.
SPENDENKONTO ILI: Inhaber: ILI - I Like Israel e.V., BLZ: 50033300, IBAN: DE90 5003 3300 Santander Bank München, Kto.: 1507866200,1507 8662 00,


BIC: SCFBDE33XXX; PayPal. Weitere Infos auch unter: Spenden. DANKE!

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Ab 10 Euro pro Monat werden Sie Fördermitglied. Als neues Fördermitglied (Jahres Abo) erhalten Sie als kleines Dankeschön das Buch "Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik" (2. Aufl.), Sammelband. Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski (Hg.). ILI finanziert sich ausschließlich durch Spenden und fördernde Mitgliedschaften.



Familiengeschichte zwischen Israel und Deutschland
Sie ist ein Kind des Kibbuz am See Genezareth, wo das Wasser meist in sanften Wellen ans Ufer schwappt. Zumindest wurde Lisa Welzhofer dort gezeugt, ging aus der Liebelei einer jungen Deutschen und eines jungen Israelis in den 1970er Jahren hervor. Sie hätte als Deutsch-Israelin im Heiligen Land aufwachsen können, mitten im politischen Konfliktgebiet. Doch es kam anders. Welzhofer, Jahrgang 1978, geboren in Starnberg, erlebte ihre Kindheit und Jugend stattdessen im bayerisch-schwäbischen Günzburg. Mutter Barbara zog sie mit Hilfe
der Großeltern auf. Ihren Vater lernte Welzhofer erst im Alter von 29 Jahren kennen, Jahre nach dem Tod ihrer Mutter. Welzhofer hat in "Kibbuzkind: eine deutsch-israelische Familiengeschichte" ihre eigene Geschichte aufgeschrieben. Sie erzählt darin in liebevollen Briefen an ihren kleinen Sohn Viktor, wie es sich anfühlt, einen Vater zu treffen, der sie einst nicht wollte, wie sehr der frühe Tod der Mutter sie verstört hat und welche Gedanken sie sich macht, seit sie selbst ein Kind hat. Die Autorin beginnt mit der Familiengeschichte allerdings bereits bei ihren eigenen Ur-Großeltern mütterlicherseits. Sie erzählt von der Jugend ihrer Oma Rosa während des Krieges und wie es in Günzburg nach dem Krieg aussah, als ihre Mutter Barbara 1950 geboren wurde: "In der (...) Bahnhofstraße klafften noch die Lücken zerstörter Gebäude." Wie ihre Mutter aufbegehrte gegen das geordnete Leben Zuhause in der Kleinstadt, für sie "die reine Spießerhölle (...), die sie möglichst schnell verlassen wollte", wie Welzhofer schreibt. Das Buch basiert zum Teil auf einem Tagebuch der Mutter, das sie nach deren Tod fand. Es ist ein Buch, das berührt, weil es so persönlich ist und auch tragisch. Es entwickelt seinen eigenen Sog. Lediglich beim Rückblick bis in die Ur-Großelterngeneration zu Beginn des Buches muss sich der Leser etwas konzentrieren, um den Überblick bei all den Akteuren zu behalten. Und ein persönliches Thema klammert die Autorin aus: Wie sie den Vater von Viktor fand. Warum er der Mann war, mit dem sie eine Familie gründete und zwei Kinder bekam. Schließlich schreibt sie ausführlich darüber, wie ihre Mutter Mutter wurde und wie der Vater des gemeinsamen Kindes sie zurückwies. Schließlich erzählt sie Viktor die Geschichte seiner Familie. Man hätte sich einfach liebend gerne noch ein bisschen länger in der Familienwelt von Lisa Welzhofer umgeschaut. (rnz) KR




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Die "ILI-News" erreichen etwa 27.000 Leser.
Mediendaten individuelles Angebot auf Anfrage an: office@il-israel.org




























Podcast: Einzigartige Beziehungen zu Israel weiter stärken

Meet the new German Ambassador to Israel, Susanne Wasum-Rainer!

Tel Aviv like you've NEVER seen it before!

Friedliche Demos palästinensischer Zivilisten gegen die Besatzungsarmee

PM Netanjahu vor der UN: "Ich habe heute eine Nachricht für die Tyrannen von Teheran"

3 Hezbollah missile sites in the civilian area of Beirut

Lola Marsh Musik für "Better Call Saul"



Bitte schickt auch Ihr uns Eure Aufnahmen - Bilder die Israel zeigen, wie Ihr es seht und erlebt habt.



Das ist Halil Jabrin. Er ist der 16-jährige palästinensische Terrorist, der Ari Fuld, einen israelischen Vater von 4, ermordet hat. Er sieht so ruhig aus, weil nicht nur die Sanitäter sein Leben gerettet haben, sondern die palästinensische Regierung ihm und seiner Familie insgesamt EUR 3.000 pro Monat für den Mord bezahlen. Und ja, das ist ein israelischer Krankenwagen mit israelischen Sanitätern, die sein Leben retten und dies obgleich er kurz zuvor jemandem anderen das Leben genommen hat. Denn im Gegensatz zu den Palästinensern spielt es für Israelis keine Rolle, ob Sie Muslim oder Jude sind - Sie sind zuerst ein Mensch. (FB)







Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



Save the Date - 5. Deutscher Israelkongress
am 25. November 2018
im Congress Center der Messe Frankfurt!
Weitere Informationen unter
www.Israelkongress.de

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