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05. Februar 2018



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Neues Melanomtherapeutikum soll Immunsystem gezielt aktivieren
  • Personalisierte Krebsbehandlung
  • Ist dieses Wasser trinkbar?
  • Fitness-App enthüllt geheime israelische Militärbasis
ARCHÄOLOGIE
  • Byzantinische "Poolanlage" am Rand Jerusalems entdeckt
TOURISMUS
  • Neue Museen zu Yaacov Agam und Albert Einstein
WIRTSCHAFT
  • Jerusalemer Araber arbeiten lieber im jüdischen Teil der Stadt
  • NIS 1 Mrd. für digitales Gesundheitsprojekt
  • Klinischer Laborturm für Haifa gespendet
  • Sodastream sprudelt jetzt auch für Aktionäre
  • Israel öffnet seine Autobahnen für autonome Autos von GM und Mercedes
  • Gazastreifen: Warenverkehr und Schmuggelversuche
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Gemeinsam in Tansania - deutsche und israelische Herzspezialisten
  • Eine App zur Überwachung des Gehirns gewinnt den ersten Henry-Ford-Preis
  • Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondent Sahm
  • Israelische Fans klagen gegen Konzertabsage
  • Strafzettel wegen Israel-Fahne: IKG Wien unterstützt Betroffene
  • Chaim Gouri, Dichter der israelischen Gründerzeit, ist gestorben
POLITIK
  • Leo-Back-Preis für den früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert
  • Fragwürdige Israel-Passage bei GroKo-Gesprächen
  • Sigmar Gabriel im Nahen Osten
  • Deutlich mehr Palästinenser reisen nach Israel, allerdings nur aus dem Westjordanland
  • Israel ist einziges "freies Land" in Nahost
  • Trump-Gesandter Greenblatt besucht Gaza-Grenztunnel
WAS NICHT IN DER SZ STEHT
  • Amerikaner fliehen aus Bethlehem
  • PA verhaftet Verdächtige, die Straßenbomben "gepflanzt" hatten
  • Keine "polnische KZ" mehr
SPORT
  • Ein Deutscher und eine Israeli gewinnen den Israman 2018 in Eilat

ANKÜNDIGUNG
  • Bassem Eid in Berlin
  • Ulrich Sahm in Bremen












Neues Melanomtherapeutikum soll Immunsystem gezielt aktivieren
Auf dem Onkologie-Symposium vom 25. bis 27. Januar 2018 in San Francisco gab BioLineRx, ein biopharmazeutisches Unternehmen aus Modi'in, bekannt, dass AGI-134, ein Immuntherapeutikum für die
Behandlung von multiplen soliden Tumoren, in zwei präklinischen Melanomstudien erfolgreiche Ergebnisse zeige. Die Fähigkeit von intratumoral injiziertem AGI-134, eine Regression von etablierten Primärtumoren zu induzieren, wurde in zwei Maus-Melanommodellen bewertet. Da gab es eine vollständige Tumorregression in 50% bzw. 67% der mit AGI-134 behandelten Mäuse. Darüber hinaus zeigte die Behandlung mit AGI-134 eine positive Wirkung auf das Überleben der Tiere im Vergleich zur Kontrollgruppe. Ebenso zeigen die Ergebnisse, dass die Injektion von AGI-134 in die Tumore die Aktivierung des Komplementsystems, einer wichtigen Komponente des angeborenen Immunsystems, induziert. Die Aktivierung des Komplementsystems innerhalb von Tumoren durch AGI-134 soll Tumorzellen zerstören und eine pro-inflammatorische Tumor-Mikroumgebung schaffen, die andere Immunzellen anzieht und aktiviert, was letztlich zu adaptiver Antitumorimmunität führt. Eine immuntherapeutische Behandlung für multiple solide Tumore bei Menschen soll in der ersten Hälfte des Jahres 2018 beginnen. (asco, Newswire) EL

Personalisierte Krebsbehandlung
Ein Video zeigt, wie israelische Ärzte Behandlungen an Tumorproben außerhalb des Körpers des Patienten testen. Sie können so individuell die besten Krebstherapien bestimmen, ohne den Patienten unnötig zu belasten. (UWI) EL

Ist dieses Wasser trinkbar?
"Trinkwasser wird in der Regel an der Quelle getestet, aber bevor es unsere Gläser erreicht, durchquert es meilenlange alte Rohre - so haben wir praktisch keine Kontrolle über das Wasser, das wir aufnehmen", sagte Netanel Raisch, CEO und Mitgründer von Lishtot Detection Ltd. Lishtot ist das hebräische Wort für "trinken". Ein von
dem 2015 gegründeten Startup aus Jerusalem entwickelter Sensor kann Benutzer in Sekundenschnelle auf Wasserverschmutzung hinweisen und warnen. Das "TestDrop" sieht aus wie ein kleiner Schlüsselanhänger. Es erkennt Verunreinigungen wie E.coli, Blei, Arsen, Quecksilber, Kupfer und Chlor in nur zwei Sekunden. Die Benutzer müssen den Sensor auf einen mit Wasser gefüllten Plastikbecher richten und - Bingo: Wenn das Gerät blau leuchtet, ist es rein. Aber wenn das Licht rot ist, stimmt etwas nicht. Ein Mitbegründer der Firma, Alan Bauer, entwickelte die Technologie, nachdem er entdeckt hatte, dass sich die elektrischen Felder im Wasser ändern, wenn eine Kontamination vorhanden ist. Das Unternehmen hat Sensoren entwickelt, die diese Veränderungen in den elektrischen Feldern erkennen können, wenn Wasser mit Schwermetallen, Chemikalien oder sogar Bakterien kontaminiert ist. Die Technologie kann mehr als 20 verschiedene Kontaminanten erkennen. Der TestDrop wird für USD 49,95 verkauft. Er verbindet sich via Bluetooth mit der Lishtot Mobile App, wo Benutzer ihre Testhistorie verfolgen, mehr Daten aus ihrem Wasser - einschließlich der Wahrscheinlichkeit von Kontaminationen - anzeigen und zwischen abgefülltem Wasser, Leitungswasser und natürlichem Wasser aus Flüssen und Bächen unterscheiden können. (ToI, fokus-jerusalem) EL

Fitness-App enthüllt geheime israelische Militärbasis
Die Fitness-App "Strava" hat unbeabsichtigt geheime Militärbasen in der ganzen Welt offengelegt, darunter auch solche der israelischen Armee. Das berichtet unter anderen die Zeitung "Yediot Aharonot". Mit der App
protokollieren Sportler ihre Laufstrecken. Offenbar nutzten auch israelische Soldaten die Anwendung. So wurden etwa eine geheime Militärbasis in der Region Dimona sowie Patrouillierrouten, zum Beispiel an der Nordgrenze Israels, für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Armee kündigte an, die App zu untersuchen und Soldaten "genaue Anweisungen zu geben, falls notwendig". (Israelnetz, computerbild) KR








Byzantinische "Poolanlage" am Rand Jerusalems entdeckt
Israelische Archäologen haben im Ein Hanniya Park im Rephaim Valley National Park am Rande Jerusalems eine rund 1.500 Jahre alte "Poolanlage" entdeckt. Es handelt sich um ein Becken mit einer Art Springbrunnen aus
byzantinischer Zeit. Das Grundstück gehört der armenischen Kirche. Die Stätte soll künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. "Es ist schwierig zu wissen, wofür das Becken benutzt wurde, entweder für Bewässerung, für Waschen, zur Landschaftsgestaltung oder vielleicht als Teil von Taufzeremonien an dieser Stelle", sagte die Leiterin der Ausgrabung, Irina Zilberbod. Das Wasser des Beckens sei in einem Netz von Kanälen zu einem Springbrunnen geflossen - "dem ersten seiner Art, den man in Israel kennt". Bei der Ausgrabungskampagne von 2012 bis 2016 kam auch eine seltene Silbermünze ans Licht, eine der ältesten im Jerusalemer Raum, wie die israelische Altertumsbehörde mitteilte. Es sei eine Drachme, die in der Küstenstadt Aschdod von griechischen Herrschern rund 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung geprägt wurde. Die Ansiedlung in der Gegend von Ein Hanniya begann offenbar zur Zeit des Ersten Tempels und vielleicht sogar früher. Der herausragendste Fund aus dieser Zeit, der bei der Ausgrabung entdeckt wurde, ist das Fragment eines protonischen Kapitells - ein künstlerisches Element, das typisch für die Strukturen und Güter der Könige der ersten Tempelperiode ist. Das Bild eines solchen Kapitells erscheint auf der israelischen 5-Schekel-Münze. Ähnliche Kapitelle wurden in der Stadt Davids in Jerusalem gefunden, die Hauptstadt des Königreichs Juda war, und in Ramat Rahel, wo ein Palast der Könige von Juda gefunden wurde. Solche Kapitelle wurden auch in Samaria, Megiddo und Hazor gefunden, die große Städte im Königreich Israel waren. Nach Angaben der Archäologen könnte die Stätte in Ein Hanniya zur Zeit des ersten Tempels ein königliches Anwesen gewesen sein. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels wurde die Siedlung in Form eines von Juden bewohnten Gutshauses erneuert. Der Bezirksarchäologe von Jerusalem, Dr. Yuval Baruch, sagte, dass einige frühchristliche Kommentatoren Ein Hanniya als den Ort identifiziert haben, an dem der äthiopische Eunuch getauft wurde, wie in Apostelgeschichte 8,26-40 beschrieben. Die Taufe des Eunuchen durch den heiligen Philipp war eines der Schlüsselereignisse der Ausbreitung des Christentums. Für weitere Fotos und einen Videoclip bitte hier klicken (standard) KR TS



Neue Museen zu Yaacov Agam und Albert Einstein
Moma, Guggenheim, Centre Pompidou: Die Werke des israelischen Künstlers Yaacov Agam finden sich in den renommiertesten Kunstmuseen der Welt. Ab sofort gibt es darüber hinaus mit dem Yaacov Agam Museum of Art
in Rishon LeZion, dem Geburtsort Agams, ein Museum, das sich allein dem Künstler widmet, der als einer der Begründer der kinetischen Kunst gilt. Agam selbst und die Stadt haben sich mit dem gemeinsamen Projekt zum Ziel gesetzt, hier ein internationales Zentrum der künstlerischen Philosophie Agams zu schaffen. Adresse: Yaacov Agam Museum of Art, 1 Meishar Street, Rishon LeZion. Yama.co.il. Das leerstehende Planetarium der Hebräischen Universität Jerusalem soll künftig ein Albert Einstein Museum beherbergen: Für umgerechnet rund 4,1 Millionen Euro sollen angemessene Ausstellungsräume geschaffen werden für das Privatarchiv Einsteins, das er der Universität vermacht hat. Hinter dem Design steht das Jerusalemer Architekturbüro Arad Simon Architects and Urban Planners, das unter anderem auch für die Neugestaltung des Agnon House verantwortlich war. In dem ehemaligen Wohnhaus des Literaturnobelpreisträgers Samuel Joseph Agnon ist heute ein Museum zum Leben des Schriftstellers untergebracht. (bz-comm) TS








Jerusalemer Araber arbeiten lieber im jüdischen Teil der Stadt
Eine wachsende Zahl Bewohner von arabischen Vierteln Jerusalems arbeitet in den jüdischen Teilen der Stadt, was zu einer deutlichen Erhöhung ihres Einkommens führt, berichtete Bloomberg News. Ro'aa, eine 22-jährige
Verkäuferin, erklärte, dass sie im arabischen Teil der Stadt keinen Erfolg habe. "Es gab keine Vorteile, mein Gehalt war immer zwei Monate zu spät", erzählte sie Bloomberg. "Auf der israelischen Seite werden Sie besser bezahlt und erhalten alle Ihre Zuschläge, und wenn man sieht, dass Sie hart arbeiten, werden Sie befördert." Dem Bericht zufolge ist Ro'aa ein Beispiel für "eine wachsende Zahl von jungen Arabern [...] die im jüdischen Viertel von Jerusalem mehr berufliche Möglichkeiten finden". Gegenwärtig studieren etwa 6.000 arabische Einwohner Jerusalems Hebräisch, und weitere registrieren sich, um höhere Bildungseinrichtungen in den jüdischen Stadtteilen zu besuchen. Die Stadtverwaltung hat ein Arbeitszentrum in Ostjerusalem eingerichtet und plant ein zweites. Im September 2016 stimmte die israelische Regierung zu, NIS 1,41 Mrd. (USD 374 Mio.) für den Bau von Sozialwohnungen für israelische Araber bereitzustellen. Man plant auch die Aufhebung von Baubeschränkungen auf privaten Grundstücken, um den Bau von 30.000 Wohnungen auf öffentlichem und privatem Grund in arabischen Vierteln zu erleichtern. (tower) TS

NIS 1 Mrd. für digitales Gesundheitsprojekt
In Davos traf sich Ministerpräsident Netanyahu mit William McDermott, dem CEO von SAP, der mit Israel an einem fünfjährigen digitalen Gesundheitsprojekt über NIS 1 Mrd. zusammenarbeiten will. Es geht darum, personalisierte und präventive Medizin zu entwickeln - eine Revolution im Gesundheitswesen. (globes) EL

Klinischer Laborturm für Haifa gespendet
NIS 62 Mio. wurden für den Bau des Helmsley Health Discovery Towers gespendet. Das 20-stöckige Gebäude wird Institute und Laboratorien der Universität Haifa, des Technion und anderer Institutionen umfassen und klinische Institute und Forschungsinstitute betreiben. Der neue Turm wird auf dem Campus des Krankenhauses neben der Medizinischen Fakultät des Technion gebaut. "Der
Helmsley Health Discovery Tower ist eine wichtige Ergänzung des Rambam-Campus und der größeren Haifa-Gemeinde", sagte Sandor Frankel, ein Treuhänder des Helmsley Charitable Trust. "Es wird den Zugang zur Gesundheitsversorgung in der nördlichen Peripherie Israels verbessern, die Region stärken und eine engere Zusammenarbeit zwischen Rambam, der Universität von Haifa und dem Technion - drei der großen israelischen Institutionen - sowie der Medizin- und Biotech-Industrie unterstützen." (ynetnews) EL

Sodastream sprudelt jetzt auch für Aktionäre
Der Aktienkurs von Sodastream International Ltd. stieg am vergangenen Freitag um 3,3% an der Nasdaq und schloss bei USD 78,70 - einem Allzeithoch, was einer Marktkapitalisierung von USD 1,7 Mrd. entspricht. Der Aktienkurs von Sodastream fiel vor knapp 2 Jahren, im Februar 2016, auf ein Tief von nur 12 USD, zurzeit klettert er sukzessive hoch. (globes) EL

Israel öffnet seine Autobahnen für autonome Autos von GM und Mercedes
Das Entwicklungszentrum von General Motors (GM) führt auf öffentlichen Straßen in Israel Versuche mit Cadillacs-Prototypen mit autonomen Antriebssystemen durch. Shay Soffer, Leiterin des Transportministeriums, beteiligte
sich an einem der Versuche auf dem Ayalon Highway. Das System, das derzeit für USD 5.000 als Option für eine Reihe von Cadillac-Modellen auf dem US-Markt angeboten wird, ermöglicht ein Fahren ohne den Eingriff des Fahrers auf Hochgeschwindigkeitsstraßen, einschließlich Überholen, Notbremsen und mäßigen Kurven. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung des fortgeschrittenen Systems und seiner nächsten Generationen soll im Entwicklungszentrum in Herzliya stattfinden. Das Zentrum entwickelt Technologien für Fahrzeuge, die in 2-5 Jahren auf den Markt kommen werden. Das Entwicklungszentrum von General Motors in Israel beschäftigt 300 Mitarbeiter. Adi Ofek, CEO des Daimler-Entwicklungszentrums, erklärte, dass sie ebenfalls Testfahrzeuge nach Israel importieren. Sie erklärte, es gebe eine große Nachfrage nach Arbeitnehmern aus dem Ausland, die sich an der Entwicklung in Israel beteiligen, und forderte, dass der Staat den Prozess der Erteilung von Visa für Fachkräfte und Entwicklungspersonal in der Automobilindustrie vereinfachen solle. Sie sagte, dass Israel unter anderem fortschrittliche Technologien für eine Schnittstelle zwischen Mensch und Auto entwickelt habe, die Sprach- und intelligente Systeme nutzen, die lernen, die Präferenzen des Fahrers und der Passagiere zu erkennen und sich darauf einzustellen. Ein solches System stand auch im Mittelpunkt des Mercedes-Exponats auf der jüngsten CES-Ausstellung und wird voraussichtlich in der nächsten Generation des Mercedes-Benz A-Klasse-Autos erscheinen. (globes) EL

Gazastreifen: Warenverkehr und Schmuggelversuche
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums fuhren im vergangenen Jahr etwa 160.000 Lastwagen durch den Übergang Kerem Schalom in den Gazastreifen. Höhepunkt war ein Tag im April mit 1.000 Fahrzeugen. Zur Zeit sind
es täglich rund 350 Lastwagen mit ca. 10.000 Tonnen Waren. Ferner haben Sicherheitsinspektoren an den Übergängen Eres und Kerem Schalom zahlreiche Versuche verhindert, Waren für Aktionen der Hamas zu schmuggeln. Einmal wurde am Eres-Übergang Sprengstoff entdeckt, der nach Israel eingeführt werden sollte. Im Oktober stießen Kontrolleure in einer angeblich harmlosen Fracht von Hausschuhen auf Tausende Militärstiefel. (Israelnetz, Cogat, Fokusjerusalem) EL








Gemeinsam in Tansania - deutsche und israelische Herzspezialisten
Eigentlich operieren Berger und Schubert am Deutschen Herzzentrum in Berlin, Assa am Wolfson Medical Center in Israel. Es ist ihre Freizeit, die sie in Tansania verbringen, in der sie kranke Kinderherzen reparieren. Fünf Tage am Stück, von morgens früh bis abends spät. 20 Eingriffe, die 20 Leben retten. (Bild) EL
Professor Felix Berger (57, r.) und sein Kollege Dr. Sagi Assa (45) operieren in ihrer Freizeit Kinderherzen in Tansania

Eine App zur Überwachung des Gehirns gewinnt den ersten Henry-Ford- Preis
Das Startup Montfort Brain Monitor aus Haifa gewann Israels Wettbewerb für künstliche Intelligenz bei Henry Ford Health System. Die "Master-App" von Montfort nutzt die Sensoren eines Smartphones, um die motorischen, kognitiven und affektiven Aktivitäten eines Patienten zu verfolgen. Es kann auf die spezifische neurologische Störung zugeschnitten werden. Das Startup wurde aus einem Pool von über 50 Bewerbern ausgewählt und wird klinische und Forschungsunterstützung von bis zu USD 75.000 sowie geschäftliche und regulatorische Beratung erhalten, die auf den US-amerikanischen Gesundheitsmarkt zugeschnitten ist. (thetower, calcalistech, jpost, nocamels, i21c) EL

Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondenten Sahm
Die "Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz" hat am Sonntag den Nahost-Korrespondenten Ulrich W. Sahm für sein Lebenswerk geehrt. Sahm habe sich "stets bemüht, den Lesern, Zuschauern und Zuhörern im deutschsprachigen Raum die innen- wie
außenpolitisch besonders schwierige Lage Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, möglichst objektiv nahezubringen", hieß es in der Begründung. Sahm symbolisiere eine Haltung, für die die Jülicher Gesellschaft gerade auch unter jüngeren Menschen werbe: "Als unser Preisträger zollen wir Ihnen tiefen Respekt und hohe Anerkennung für Ihre Lebensleistung, die just in diesen Komponenten zu finden ist. Die Eigenschaft, nicht müde zu werden und immer wieder aufzuklären, ist eines Ihrer Markenzeichen, gerade im Hinblick auf die jungen Generationen und gerade im Hinblick auf den Nahost-Konflikt." Sahm lebt seit 50 Jahren in Jerusalem, und zwar "als Fremder, der um sein Visum kämpft". Er "darf, kann und will nicht wählen. Warum muss ich dann eine politische Meinung haben?", lautete seine rhetorische Frage. Klar sprach er sich dagegen aus, "auf Israel einzuhacken, obwohl sie sich im Grunde genommen verteidigen". Als Beispiel nannte er eine dpa-Meldung über einen israelischen Angriff, der erst in Zeile 90 offenbarte, dass diesem ein Angriff der Hamas mit 12.000 Raketen vorausgegangen ist. Deutlich war Sahms Antwort auf die Frage nach der viel diskutierten Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. "Nach welchem Völkerrecht hat man denn die Bundeshauptstadt von Bonn nach Berlin verlegt? Jedes Land ist frei, sich seine eigene Hauptstadt auszusuchen." (AachenerZeitung, Israelnetz) KR

Israelische Fans klagen gegen Konzertabsage
Es ist das erste Mal, dass Israels Antiboykottgesetz zum Tragen kommen könnte: Drei jugendliche Israelis strengen eine Klage gegen zwei neuseeländische Aktivistinnen an, weil sie Popstar Lorde dazu bewegt hatten, ihr Konzert in Tel Aviv abzusagen. Die beiden Neuseeländerinnen - die eine laut der Zeitung Guardian eine Jüdin, die andere mit palästinensischen Wurzeln - hätten Lorde im vergangenen Monat einen Brief geschrieben, in dem sie den Star aufforderten, sich an dem Künstlerboykott gegen Israel zu beteiligen. "Ein Auftritt in Tel Aviv sendet eine falsche Botschaft", zitiert die Zeitung die Neuseeländerinnen.
Ein Konzert würde als Unterstützung der israelischen Regierung interpretiert werden. Lorde antwortete in einem Tweet, bedankte sich bei den Aktivistinnen und sagte ihr Konzert ab. Nun ließen drei Teenager in Jerusalem Klage einreichen. Sie fordern Schadenersatz von umgerechnet etwa 10.000 Euro wegen des zugefügten "emotionalen Schmerzes", den sie durch die Konzertabsage erlitten hätten. Die beauftragte Anwältin Nitzan Darshan-Leitner erklärte, dass dies der erste Fall sei, der einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufruf zum Boykott und persönlichem Schaden herstelle. (ToI, spiegel) KR

Strafzettel wegen Israel-Fahne: IKG Wien unterstützt Betroffene
Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien unterstützt jene Personen, die von der Polizei wegen des Zeigens einer israelischen Fahne bei einer pro-palästinensischen Demonstration am 8. Dezember gegen die Anerkennung
Jerusalems als Hauptstadt Israels vor der US-Botschaft in Wien-Alsergrund mit EUR 100 Geldstrafe belegt wurden. Es handle sich um eine "fragwürdige Strafverfügung", schreibt die IKG in ihrem Mitteilungsblatt. Die Landespolizeidirektion Wien erklärte, dass es in dem Fall nicht um das Zeigen der Fahne gehe, sondern um die Provokation der Demonstranten. "Es ist egal, was für eine Fahne das ist", betonte Daniel Fürst von der Landespolizeidirektion Wien. "Es darf keine Provokation sein." Das Zeigen der Fahne habe die Demonstranten provoziert und deswegen sei dies als Ordnungsstörung qualifiziert worden. Die Polizei stellte am 3. Januar eine Strafverfügung aus, weil die Betroffenen "in besonders rücksichtsloser Weise die öffentliche Ordnung ungerechtfertigt gestört" hätten. Die israelische Fahne sei "in äußerst provokanter Art und Weise gespannt" worden, was "erheblichen Unmut und Provokationen unter den anwesenden palästinischen Protestanten (sic!) erzeugt" habe. Einer der Betroffenen erzählte dem Magazin Vice, dass das Hochhalten der Fahne eine Reaktion auf Rufe wie "Kindermörder Israel" und "Tod Israel" aus der Menge gewesen sei. Die Fahne sei "gut 20 Schritte vom Geschehen entfernt" für ein Foto entrollt worden, sagte er. Man habe zuvor die Polizei befragt, wie es wäre, wenn man die Fahne hochhielte, "um sicher zu gehen, damit keine strafbare Handlung zu setzen". Die Polizisten hätten zunächst geantwortet "Lassen Sie die lieber stecken", und auf zweite Nachfrage: "Das werden Sie dann schon sehen...". Es dauerte "nur wenige Augenblicke, bis pro-palästinensische Demonstranten auf uns zugerannt kamen und uns in ein Handgemenge verwickelten", berichtete der Mann. Die Polizei habe sie dann in einen Hauseingang gebracht und befragt, "während die Angreifer einfach zurück zur Demonstration gingen". Die Israel-Fahne sei von der Polizei konfisziert worden und die Beamten hätten die Männer mit schnippischen Kommentaren ("Wir hätten euch da draußen lassen sollen") überhäuft. (standard) KR

Chaim Gouri, Dichter der israelischen Gründerzeit, ist gestorben
Chaim Gouri erlebte die Gründung des Staates Israel hautnah mit. 1923 in Tel Aviv geboren, war er eines der ersten Mitglieder der Eliteeinheit der jüdischen Untergrundarmee "Hagana". Sie verhalf Juden zur Flucht aus Europa, spielte im israelischen Unabhängigkeitskrieg
eine wichtige Rolle und ging in der israelischen Armee auf. Bereits damals gehörte Chaim Gouri zu den wichtigsten Poeten Israels. Seine bekanntesten Gedichte und Lieder sind in Israel häufig zu hören. So wurde etwa das Lied "HaRe'ut" (Die Freundschaft) bei der Trauerfeier von Yitzhak Rabin 1995 gespielt. Mit seinem Werk prägte Chaim Gouri auch das Selbstverständnis des jungen Staates mit. Der israelische Präsident Reuven Rivlin zeigte sich bestürzt über den Verlust. Er trauere um "den nationalen Dichter unserer Zeit", um "einen Mann, der ein Symbol wurde: Der Dichter unserer Unabhängigkeit, der Poet der Freundschaft, ein Krieger und Intellektueller." Neben seiner dichterischen Tätigkeit arbeitete Gouri viele Jahre als Journalist. Seine Berichterstattung über den Eichmann-Prozess in Jerusalem 1961 machte ihn besonders bekannt. Zudem verfasste Gouri mehrere Romane und arbeitete als Dokumentarfilmer. Für sein Werk wurde Chaim Gouri mit Israels höchsten Preisen ausgezeichnet, darunter der Bialik-Preis und der Israel-Preis. (NZZ, Tachles) KR




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Leo-Back-Preis für den früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert
In seiner Begrüßungsrede würdigte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Lammerts jahrzehntelanges "Engagement für die Demokratie, für seine eindrücklichen Worte in
den Festakten des Bundestags am Holocaust-Gedenktag und für sein glaubwürdiges Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft". So habe Lammert in seiner Rede im Jahr 2015 vor der Knesset seine Dankbarkeit über das jüdische Leben, das in Deutschland wiedererstanden sei, mit den Worten zum Ausdruck gebracht: "Dies ist die schönste Vertrauenserklärung, die es für die zweite deutsche Demokratie gibt." Dass die jüdische Gemeinschaft dieses Vertrauen entwickeln konnte, "liegt auch an Menschen wie Ihnen", betonte Schuster. Mit dem Leo-Baeck-Preis, der an den liberalen Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) erinnert, ehrt der Zentralrat der Juden Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. (JA, facebook) EL

Deutlich mehr Palästinenser reisen nach Israel, allerdings nur aus dem Westjordanland
Zwei Mio. mehr Palästinenser als noch 2016 sind im letzten Jahr aus den Autonomiegebieten nach Israel eingereist. Die Zahl derjenigen, die aus dem
Gazastreifen in den jüdischen Staat kamen, ist allerdings zurückgegangen. Rund 15 Mio. Mal haben Palästinenser im vergangenen Jahr die Übergänge nach Israel passiert. Das geht aus einem Bericht hervor, den das israelische Verteidigungsministerium am Mittwoch vorgestellt hat. Er differenziert allerdings nicht zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland, wie die Tageszeitung Jerusalem Post berichtet. Den Angaben des Ministeriums zufolge hat sich die Zahl der Palästinenser, die nach Israel ausreisten, im Vergleich zum Vorjahr um 2 Mio. erhöht. 2016 seien 13 Mio. Menschen gezählt worden, die vom Westjordanland oder vom Gazastreifen aus israelisches Gebiet betraten. Durchschnittlich überquerten 2017 pro Tag mehr als 60.000 Palästinenser die Übergänge nach Israel. Anlässe waren Arbeit, medizinische Behandlung, humanitäre Unterstützung oder auch Geschäfte. Die NGO Gischa nennt dagegen auch Zahlen zu den Ausreisen aus dem Gazastreifen. Demnach lag der monatliche Durchschnitt im Jahr 2017 bei 5.963 Ausreisen über den Personenübergang Erez. 2016 seien es noch 12.150 gewesen, 2015 durchschnittlich 14.276 und 2014 nur 6.270 pro Monat. (israelnetz) TS

Trump-Gesandter Greenblatt besucht Gaza-Grenztunnel
Jason Greenblatt, Sondergesandter der Trump-Regierung, bereiste mit israelischen Militärs, geführt vom Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten, Yoav Mordechai, einen Tunnel unter dem Gaza-
Grenzgebiet. "Die Hamas verschwendet Ressourcen in Tunnel und Raketen, um Israel anzugreifen, anstatt den Menschen in Gaza zu helfen, indem sie die Lichter anschaltet, das Wasser fließen und die Wirtschaft wachsen lässt", schrieb Greenblatt später auf Twitter. "Hamas spuckt hasserfüllte Rhetorik aus und schürt einen Teufelskreis der Gewalt. Gaza verdient es besser!" Beamte warnten vor einer sich verschlechternden humanitären Lage in Gaza. Der Streifen leide unter hoher Arbeitslosigkeit und einem Mangel an Wasser, Elektrizität und medizinischen Hilfsgütern. Greenblatts Kommentare zur Gaza-Grenze spiegelten die eines israelischen Offiziers wider, der Journalisten kürzlich einen Rundgang durch einen Tunnel des Islamischen Dschihad gab. Der Beamte sagte, dass die Zahl der Lastwagen, die in den vergangenen sechs Monaten Handelsgüter und Hilfsgüter in die Küsten-Enklave brachten, um 50 Prozent zurückgegangen war, und warf der Hamas vor, ihre Mittel auf Waffenaufbau zu konzentrieren. "Ein Mangel an Geld ist nicht das Problem in Gaza", sagte der Offizier. (ToI) EL

Keine "polnischen KZ" mehr
Polen droht künftig demjenigen eine Gefängnisstrafe, der die ehemaligen deutschen KZ im Gebiet Polens, darunter auch Auschwitz, als "polnische KZ" bezeichnet. In Israel löste dieser Beschluss Empörung aus, zumal Polen
während des 2. Weltkriegs willige Helfer der Nazis waren, fast alle der über 3 Mio. im Land lebenden Juden den Nazis auszuliefern. Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete das Gesetz als "bestandlos". Man könne nicht die Geschichte ändern und den Holocaust nicht verleugnen. Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte das Gesetz als "fake-Geschichte". (worldnews, Haaretz, yadvashem) TS




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Fragwürdige Israel-Passage bei GroKo-Gesprächen
In einem Papier aus den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und

SPD wurde - im Gegensatz zum Koalitionsvertrag von 2013 - Israel nicht mehr als jüdischer Staat bezeichnet. In dem betreffenden GroKo-Papier wird sich gegen die israelische Siedlungspolitik und den Status von Jerusalem als Hauptstadt Israels positioniert. Weiter kündigt der Text die Unterstützung der UNRWA an. Mit keinem Wort werden der palästinensische Terror, die Korruption und die fehlenden demokratischen Strukturen auf palästinensischer Seite verurteilt. Insider machten Absprachen zwischen dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) für die Schlagseite des Papiers der Arbeitsgruppe zur Außenpolitik verantwortlich. SPD-Verhandler betonten allerdings, die entsprechende Passage im Vertragsentwurf sei "wörtlich" von der Unions-Seite übernommen. Aus der Union hieß es hingegen, die Formulierung käme komplett von der SPD. Nach scharfen Protesten soll der Text nochmals nachgebessert werden. (HC, Bild, MichaelaEngelmeier, TapferimNirgendwo, twitter, DIG, JuFo) EL SSt

Sigmar Gabriel im Nahen Osten
Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel traf sich am Mittwoch mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem, nachdem die Gespräche im vergangenen Jahr abgesagt worden waren, als der deutsche

Diplomat Vertreter der Armee-kritischen NGO "Schweigen Brechen" getroffen hatte. Gabriel weigerte sich damals im Anschluss, ein klärendes Telefongespräch mit dem israelischen Premier zu führen. Der Vorfall löste eine diplomatische Krise aus. Gabriel sagte jetzt aktuell: "Israel kann immer darauf zählen, dass Deutschland ein gerechter Partner für die Sicherheit Israels ist." Und weiter betonte Gabriel, Deutschland halte an der Zweistaatenlösung fest. An dieser Stelle machte Netanjahu unmissverständlich deutlich: "Dass wir die Sicherheit westlich des Jordans kontrollieren werden, das ist die erste Bedingung", und sagte weiter, für ihn sei der Inhalt wichtiger als das Label. Später traf sich der deutsche Aussenminister noch mit Palästinenserpräsident Abbas, dessen Kritik an den USA er teilte und dessen mutmaßliche Friedensbereitschaft Gabriel lobte. So zitiert ihn die FAZ: "Man konnte über die Jahre hinweg erleben, dass jedenfalls die Palästinenser immer wieder versucht haben, diesen Geist von Oslo am Leben zu erhalten." Kritische Worte gegenüber Abbas gab es offenbar nicht vom Bundesaußenminister... (Ynet, welt, Spiegel, Ruhrbarone, FAZ, twitter) TS/EL/JG

Israel ist einziges "freies Land" in Nahost
Die Organisation "Freedom House" prüft alle Länder in der Welt auf Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Im Nahen Osten hat die Türkei den Status als "Freies Land" verloren. Andere Staaten in der Region leiden unter Diktaturen und Bürgerkrieg. Trotz Kritik an Gesetzesvorlagen zur Beschränkung von NGOs bleibt Israel so das einzige "freie Land" in der Region mit Pressefreiheit, Minderheitenschutz und Demokratie. (freedomhouse) TS


Amerikaner fliehen aus Bethlehem
Eine Delegation von US-Diplomaten musste ein Business-Event in Bethlehem abbrechen und aus der Stadt fliehen, nachdem gewalttätige palästinensische

Demonstranten den Workshop stürmten. Der palästinensische Mob, der gegen die Anerkennung von Jerusalem durch Präsident Donald Trump als israelische Hauptstadt protestierte, warf Tomaten auf das Auto der Delegation, als sie die Fahrzeuge verließen, und traten zu. Laut Reuters wurde eines der Autos beschädigt. Samir Hazboun, Leiter der palästinensischen Handelskammer von Bethlehem, sagte, dass eine Schulungssitzung für lokale Geschäftsleute über digitalen Handel mit einem amerikanischen Experten und einer Delegation des US-Konsulats in Jerusalem zu dem Zeitpunkt stattfand, als sich der Vorfall ereignete. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, dass "die Vereinigten Staaten gegen Gewalt und Einschüchterung sind, um politische Ansichten zu äußern. Dieses nicht-politische Programm war ein Teil des langfristigen Engagements der USA, wirtschaftliche Chancen für Palästinenser zu schaffen." (worldisrael, Haaretz) TS

PA verhaftet Verdächtige, die Straßenbomben " gepflanzt" hatten
Die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben 7 Palästinenser

wegen Sprengsätzen in der Nähe der Stadt Tulkarem im Westjordanland festgenommen. Die Straßenbomben wurden entdeckt, nachdem ein palästinensischer Fahrer verdächtige Objekte auf einer Straße zwischen den Dörfern Ilar und Saidah nördlich von Tulkarem sah. Er alarmierte die Sicherheitskräfte der PA. Pioniere sicherten daraufhin 12 improvisierte Sprengsätze mit einem Gewicht zwischen 20 und 30 kg. Die Bomben am Straßenrand waren offensichtlich für den Einsatz gegen IDF-Militärfahrzeuge gedacht. Es handle sich bei den Inhaftierten um Mujahed Shadid, Asad Shadid, Sara Raddad, Ahmed Al-Haj, Fadi Raddad, Amer Abdel Ghani und Mohammed Yunis. Es heißt, dass die Verdächtigen der Hamas angegliedert seien und einige zuvor von den Sicherheitskräften der PA verhaftet oder verhört worden seien. Nach einer gründlichen Durchsuchung des Hauses verhafteten die Beamten Raddad ohne Angabe von Gründen, so ein Familienmitglied. "Wir durften ihn nicht im Gefängnis besuchen", beschwerte sich die Familie. In der Zwischenzeit hat ein Komitee von palästinensischen Familien in PA-Gefängnissen eine Kampagne gestartet, um die Freilassung der sieben Männer zu fordern. Das Komitee der Familien politischer Häftlinge in der West Bank sagte in einer Erklärung: "Die Besatzung ist die einzige Partei, die von solchen Verhaftungen profitiert." Der Ausschuss wiederholte seine Forderung, die Sicherheitskoordination der PA mit Israel zu stoppen. Ein PA-Sicherheitsbeamter weigerte sich auf Nachfrage, zu den Verhaftungen Stellung zu nehmen. (ToI) EL








Ein Deutscher und eine Israeli gewinnen den Israman 2018 in Eilat
In Eilat starteten beim Israman 2018 über 1.000 Triathleten. Als Sieger auf der Langdistanz kam Till Schramm aus Deutschland ins Ziel. Er absolvierte den Wettkampf in 9:39:20 Stunden und verwies damit den Tschechen David Jilek (9:59:22 ) deutlich auf Rang zwei. Bei den Damen konnte sich Antonina Reznikov aus Israel
mit einer Zeit von 10:50:34 Stunden durchsetzen. Sie musste im Ziel weit über 20 Minuten auf die Zweiplatzierte Simona Krivankova aus Tschechien warten (11:13:28). Am Vortag des Wettkampfs hatte es kräftige Regenschauer gegeben, sodass die Straßen zentimeterhoch unter Wasser standen. Der Rad-Check-in konnte daher nicht wie geplant am Nachmittag des 25. Januar stattfinden, sondern wurde ab 4:30 Uhr morgens am Veranstaltungstag durchgeführt. Für die Volldistanz standen 3,8 km im Schwimmen im Roten Meer auf dem Programm, danach 90 Radkilometer. Dabei galt es allein auf den ersten 16 km der Radstrecke rund 900 Höhenmeter bei starkem Wind zu meistern. Bis zu 20 km/h schnell fegte es den Teilnehmern auf der Route direkt an der Grenze zu Ägypten um die Ohren - und einen Teilnehmer dabei direkt vom Rad. Der T2 für den Wechsel vom Rad in die Laufschuhe befand sich direkt in der Negev-Wüste. Ab hier ging es dann erst einmal 10 km nur bergab. Noch bis weit in den Abend liefen Teilnehmer ins Ziel ein. (runnersworld) EL






Da gibt es doch tatsächlich einen gefilmten Nachweis dafür, dass eine bekannte Frau ihre Stimme erhoben und einen Bediensteten angeschrien hat. Die wegen des Schreiens schwer beschuldigte Frau dementierte heftig, weil sie doch eine diplomierte Psychologin sei. Dabei ist anzunehmen, dass sogar Akademiker mit Universitätsabschlüssen auch mal allzu menschlich ihre Stimmen erheben. Der Haken an der Geschichte ist zum einen, dass sich der wohldokumentierte Vorfall schon vor 9 Jahren ereignet hat und zum anderen, dass es sich um Sarah Netanjahu handelt. Und nun wird von ihrem Mann gefordert, deshalb seinen Posten zu verlassen. Die Kritik am israelischen Premierminister nimmt immer absurdere Formen an. Man versucht alles, um ihn loszuwerden. Genauso unlogisch argumentieren ein pensionierter Professor (Mosche Zimmermann) und ein ehemaliger Botschafter in Deutschland (Schimon Stein), indem sie die Juden und Israelis schuldig sprechen für israelische Politik und für Antisemitismus. Mit dem leeren Spruch, "man darf doch wohl Israels Politik kritisieren" werden so von linksgerichteten Ideologen typischer Rassismus, Menschenverfolgungen, Mord und Totschlag seit dem tiefsten Mittelalter gerechtfertigt, und das ausgerechnet am Holocaustgedenktag. Bei solcher "Kritik" kann man eigentlich nur noch ganz unerzogen lauthals schreien. Gleiches kann man nur immer wieder in Bezug auf Sigmar Gabriel feststellen, dem Palästinensischen Terrorismus, Terrorfinanzierung, Geschichtsrevisionismus, Hass und Hetze kein Wort der Erwähnung wert ist, der den Iran und die Türkei hofiert, während er aber fortdauernd meint Israel die Leviten lesen zu müssen (NWZ). Genauso kann man sich nur wundern, wieso gerade der Sohn eines bekannten Nazis, das neue Polnische Gesetz verteidigen muß, das es unter Strafe stellt Verbrechen der Polen während des Holocausts anzuprangern. Genauso würde man erwarten, dass gerade er ausreichend Geschichtswissen haben sollte, um jungen Menschen in Deutschland und innerhalb seiner eigenen SPD-Partei "die Gründe zu erklären, warum unsere Unterstützung für Israel bestehen bleiben muss", statt genau das Gegenteil zu propagieren. Gründe zu schreien gibt es dieser Tage wahrlich genug, um so mehr ein Argument schnellstens die Koffer zu packen und all dies bei einer Reise nach Israel - zumindest für einige Tage - auszublenden. Bei Temperaturen von zwischen 22 bis 25 Grad (in Tel Aviv), zumeist bei strahlendem Sonnenschein, sollte einem das nicht all zu schwer fallen... TS SSt








Ulrich Sahm auf Deutschland-Tournee
  • Deutsch-israelische Beziehungen von Adenauer über Willy Brandt bis Merkel und Gabriel
    Vortrag und Diskussion mit Ulrich Sahm. Dienstag, 6. Februar 2018, um 20 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Bremen Schwachhauser Heerstraße 117, 28211 Bremen. Eine Veranstaltung der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung.
  • Der umstrittene Status von Jerusalem
    Die Deutsch Israelische Gesellschaft lädt ein zu einer Vortragsveranstaltung zu dem vieldiskutierten Status der Stadt Jerusalem.Seit der umstrittenen Entscheidung Donald Trumps, den "Jerusalem Embassy Act" des US-Kongresses aus dem Jahr 1995 zu implementieren, reißt die Diskussion über die Implikationen dieser Ankündigung der US-Regierung nicht ab. Referent ist der Nahostkorrespondent und Publizist Ulrich Sahm. Donnerstag, 8. Februar, um 19.30 Uhr in der Weinvilla Heilbronn, Musikzimmer im ersten Stock.
Weitere Termine im Februar und März finden Sie auf der Homepage von Ulrich Sahm HIER.


Israels Stellung im System der Vereinten Nationen
Gegen keinen Mitgliedsstaat wurden so viele Resolutionen beschlossen wie gegen Israel. Als logische Konsequenz aus der Serie einseitiger und blinder Entscheidungen bereitet Israel den Austritt aus der UNESCO vor. Auch die Frage einer Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel, wie sie von US-Präsident Trump
ausgesprochen und anschließend von der UN-Generalversammlung mehrheitlich verurteilt wurde, und die Rolle der UN-Organisation für palästinensische Flüchtlinge UNRWA sind einige der Themen in den Vereinten Nationen, die Israel aktuell betreffen. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V. lädt ein zum Vortrag und Gespräch mit Botschafterin Dr. Patricia Flor, Leiterin der Abteilung für Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und Rüstungskontrolle, Auswärtiges Amt, am Montag, 19. Februar 2018, 18.00 Uhr (bitte aufgrund der Einlasskontrollen bis spätestens 17.45 Uhr vor Ort sein) im Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin (Haupteingang). Eintritt frei, Anmeldung erforderlich bis 13.02.2018 bei der Geschäftsstelle der DIG Berlin und Brandenburg e.V.: E.mail , Telefon (030) 2839 5215. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte melden Sie sich möglichst bald an.





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Ashdod unter Wasser

Sturzbach in den Kineret

Überschwemmung in den Straßen

"Wasser"wehr im Einsatz

Aus dem Berg direkt auf die Straße

"Land unter" in Hadera



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Wasserfälle in Israel
Eine Dokumentation von Yehoshua Halevi
(i21c) EL



Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



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