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14. Januar 2018



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Israelische Gadgets, die 2018 auf den Markt kommen
  • Israelische Forscher nutzen Gold im Kampf gegen Krebs
  • Medizinisches Cannabis "trifft auf Schlaflosigkeit und Kryptowährung"
  • Um 40 % schnellere WiFi-Chips
  • Israelische Firma züchtet weltweit kleinste Tomaten
ARCHÄOLOGIE
  • 500.000 Jahre altes "Paradies" gefunden
TOURISMUS
  • Tel Aviv - Jerusalem: Highspeed-Bahn ab März
  • Rätselhafter Besuch von Haien vor Israel
  • Hotelurlaub günstiger mit Pruvo
  • Eine Liebeserklärung an Tel Aviv in der Süddeutschen
  • Einige Fotoalben zum genießen. Das ist Israel!
WIRTSCHAFT
  • "Der Bankdirektor" ist meist eine Frau
  • Diamantenbörse und Knesset diskutieren Regeln für Kryptowährung
  • Zentralbank von Israel stuft Kryptowährungen als Vermögenswerte ein
  • "Ziemlich pfiffig"
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Igel auf Diät gesetzt
  • Druse rettete Thorarolle aus brennender Synagoge
  • Saubere Luft in Jerusalem
  • Gal Gadot wirbt für Revlon
  • Israel lockert Beschränkungen für Blutspenden homosexueller Männer
POLITIK
  • Schwarze Liste der BDS-Organisationen
  • PM Netanjahu telefonierte mit Staats- und Regierungschefs
  • Das sagt Wien zur Strafe für Israel-Flagge
  • Lustige Fakten: "Palestine Airways"
WAS NICHT IN DER SZ STEHT
  • Verteidigungsministerium zeigt auf: Was ein Terrorist verdient
  • Tödliche Statistik
  • Wegen Zitat von Golda Meir bei Facebook gesperrt
  • Palästinenser werden Opfer arabischer Apartheid
  • Berlin: Ausstellung "Welcome to Jerusalem" mit deutlicher Agenda
SPORT
  • Giro d'Italia würdigt Gino Bartali mit Start in Israel
  • Olympiasiegerin Chamique Holdsclaw spielt mit Kindern in Israel

BÜCHER
  • Vereinte Nationen gegen Israel - Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert
ANKÜNDIGUNG
  • Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondenten Ulrich Sahm
  • Kultur aus Israel in Deutschland












Israelische Gadgets, die 2018 auf den Markt kommen
WC-Reinigungsroboter, die dem Menschen jeden dreckigen Handgriff abnehmen, eine Selfie-Stick-Handytasche, ein ultraflaches
Ladegerät, Fahrrad-Trolleys, die jedes Fahrrad in Sekundenschnelle in ein Lastenrad verwandeln. Ein Medical Kit, das einen Elternteil oder einen Pflegenden an einem abgelegenen Ort befähigt, standardmäßige Kehl-, Ohren-, Augen-, Haut-, Herz- und Lungenuntersuchungen von ausreichender Qualität durchzuführen, um per Fernbedienung die Diagnose durch einen Arzt zu ermöglichen. Der erste patentierte berührungslose Sensor, der per Klettverschluss an der Außenseite einer Windel befestigt wird und über eine App mit dem Smartphone des Pflegepersonals verbunden ist und Informationen darüber liefert, ob eine neue Windel benötigt wird; oder die BrighTap Wasserzähler- und Wasserqualitätsanalyse-Datenplattform von courtesyBwareIT, mit der Haushalte den Wasserverbrauch und die Wasserqualität überwachen können. Diese Beispiele zeigen: auch 2018 drängen sehr interessante israelische Erfindungen auf den Markt (einzeln vorgestellt hier: Israel21c). EL

Israelische Forscher nutzen Gold im Kampf gegen Krebs
Ausgangspunkt der Forschungen war es, Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich zu bekämpfen - solche, die Mund, Nase oder Rachen betreffen und hauptsächlich durch Alkohol- und Tabakkonsum verursacht werden. "Ein Hauptproblem bei der Behandlung dieser Krebsarten ist ihre Resistenz gegen die traditionelle Radiotherapie", sagte Aron Popovtzer, klinischer Professor für Onkologie an der Sackler-Fakultät für Medizin und der Universität Tel Aviv, der die Studie leitete. "Rund 40%
der Patienten sterben selbst nach einer aggressiven Behandlung." Ein Tierversuch mit Mäusen zeigte nun, dass Goldnanopartikel die Strahlungsintensität bei der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren deutlich erhöhen können, was die Therapiechancen deutlich verbessert. Weitere Forschungen betreffen Hirntumore. (toi) EL

Medizinisches Cannabis "trifft auf Schlaflosigkeit und Kryptowährung"
Das israelisch-kanadische Cannabis-Startup SciCann Therapeutics geht eine Partnerschaft mit Global Cannabis Applications Corp. in Vancouver ein. SciCann entwickelt Cannabis-basierte therapeutische Produkte für Onkologie,
Schmerztherapie, neurodegenerative Erkrankungen und entzündliche Erkrankungen. Außerdem hat sich iCAN - Israel Cannabis mit Aura Medical zusammengetan, um seine kommende iCAN.sleep Insomnia-Rezeptur über Aura Nebicans Inhalationsplattform zu liefern. Nebican wird als Abgabemechanismus für verschreibungspflichtige Medikamente für Lungenerkrankungen verwendet. iCAN.sleep wird die erste auf Cannabis basierende Behandlung sein, die vom Nebican "atomisiert" wird. Damit kann ein hochwirksames Schlafmittel sicher dosiert verabreicht werden. iCAN.sleep mit Nebican wird voraussichtlich Mitte 2018 in Kalifornien auf den Markt kommen, gefolgt vom kanadischen Markt. Außerdem schlug IBM vor, die Blockchain-Kryptowährung zu verwenden, um Cannabisverkäufe zu verfolgen, die heute fast ausschließlich in bar durchgeführt werden, da die meisten medizinischen Cannabis-Apotheken in den Vereinigten Staaten und Europa keine Bankkonten sichern oder Kreditkarten akzeptieren können. (i21c) EL

Um 40% schnellere WiFi-Chips
Intel hat auf der CES Consumer Electronics Show in Las Vegas eine neue Generation von WiFi-Chips vorgestellt, die in Israel entwickelt wurden und das Surfen um 40% schneller als die vorherige Generation ermöglichen. (globes) EL

Israelische Firma züchtet weltweit kleinste Tomaten
Die Firma Kedma aus dem Central and Northern Arava Research and Development Center hat eine neue Tomaten-Art von der Größe einer Blaubeere entwickelt. Die "Tropfen-Tomate" gibt es in Rot und Gelb. "Man kann sie einfach in den Salat werfen, man muss sie nicht schneiden. Sie explodiert einfach im Mund", so Ariel
Chef Shaul Ben Aderet
Kidron, der die Tomaten für Kedma anbaut. Der Samen für die Tomate stammt ursprünglich aus Holland, aber er wurde angepasst, um in der trockenen Umgebung im Süden Israels zu gedeihen. Der israelische Star-Koch Shaul Ben Aderet, der drei Restaurants besitzt, darunter Blue Rooster in Tel Aviv, äußerte sich positiv. Die Tomate sei sehr geschmackvoll und werde sicher eine Vielzahl neuer Rezepte hervorbringen. Die Öffentlichkeit wird auf der internationalen Landwirtschaftsmesse im Negev Ende des Monats erstmals die Möglichkeit haben, die Tomate zu probieren. (ynetnews, washingtonpost, Israelnetz) EL KR








500.000 Jahre altes "Paradies" gefunden
Direkt neben Israels geschäftigster Autobahn Nr. 6 bei Jaljulia wurde ein Paradies freigelegt, ein ressourcenreicher Standort, zu dem prähistorische Menschen wohl in einem saisonalen Zyklus zurückgekehrt sind. Die seltene Fundstelle liegt nur einige Meter unter der Erde und sei eine Art "Paradies" für prähistorische Jäger und Sammler gewesen mit viel Wasser, üppiger Vegetation, einer Fülle von Tieren, sowie einer Abbaustätte für Feuerstein, aus dem Werkzeuge hergestellt wurden. "Die Tatsache, dass die Stätte wiederholt bewohnt war, weist darauf hin, dass prähistorische Menschen eine geographische Erinnerung an den
Ort besaßen", sagte Maayan Shemer, Grabungsdirektor im Auftrag der israelischen Antikenbehörde. "Wir sehen hier eine große technologische Vielfalt, und es besteht kein Zweifel, dass die eingehende Erforschung dieser Funde wesentlich zum Verständnis des Lebensstils und des menschlichen Verhaltens in der Zeit beitragen wird, in der der Homo Erectus in unserer Gegend lebte", fügte sie hinzu. (I24news, Haaretz, Krone) TS



Tel Aviv - Jerusalem: Highspeed-Bahn ab März
Verkehrsminister Israel Katz sagte, dass die neue Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Tel Aviv und Jerusalem Ende März, vor den Pessach-Feiertagen, starten könnte. Die neue Bahn soll die 54 Kilometer in nur 28 Minuten zurücklegen. Das Angebot soll in den ersten drei Monaten kostenlos sein für Inhaber der elektronischen Buskarte Rav-Card. (jpost, i21c, globes) EL

Rätselhafter Besuch von Haien vor Israel
Udi Levi vor der Küste Israels auf Tauchgang: "Es ist wie ein Rausch, manchmal kannst du nur ein, zwei Meter weit sehen, aber wenn dann ein vier Meter langer Hai vor dir auftaucht, ist das extrem. Und wenn du dich umdrehst, und da sind noch drei, vier andere Haie, ist das
überwältigend." Ohne Schutz, also ohne Käfig, taucht Levi, Mitgründer der Tauchschule Out of the Blu, seit zwei Jahren immer im Winter mit kleinen Gruppen zu den Haien vor der Küstenstadt Hadera. "Menschen fallen nicht ins Beuteschema. Aber Vorsicht ist geboten, wir dürfen den Tieren nicht hinterherschwimmen, müssen ruhig bleiben, dürfen nur beobachten. Wir können nicht garantieren, dass sie nicht beißen." Immerhin ist es nicht der Weiße Hai, der da zwischen Dezember und April vor Hadera auftaucht, sondern eine kleine Gruppe von rund 40 Schwarz- und Sandbankhaien. Haie vor der Küste Israels? Im östlichen Mittelmeer? Das gibt Forschern Rätsel auf. "Dass hier Haie auftauchen, scheint so unwahrscheinlich, als treffe man in der Negev-Wüste auf einen Löwen", sagt Meeresbiologe Eyal Bigal, Leiter des Labors für Spitzenräuber der Morris-Kahn-Marineforschungsstation an der Universität Haifa. (standard) KR

Hotelurlaub günstiger mit Pruvo
Pruvo wurde vor eineinhalb Jahren fast zufällig gegründet. Itai Marcipar, der CEO des israelischen Low-Cost-Hotelbuchungsunternehmen, buchte Hotels für einen Familienausflug. Als er zu einer früheren Buchung zurückkehrte, um zu aktualisieren, erkannte er, dass der Preis deutlich gesunken war und dass eine Umbuchung
in diesem Moment viel Geld sparen würde. Diese Entdeckung führte zur Geburt von Pruvo, das dabei einen Algorithmus verwendet, der angeblich bessere Ergebnisse garantiert als die Branchenriesen Trivago, Booking und Travelocity. Statistiken zeigen, dass 40% der Hotelreservierungen nach der Buchung Preisrückgänge von bis zu 67% verzeichnen. Pruvo stellt sicher, dass der Kunde weiß, wann der Preisverfall eintritt. Reservierungen müssen immer mit der kostenlosen Stornierungsoption getätigt werden. Wenn der Kunde mit Chrome surft, bietet Pruvo eine Erweiterung, die automatisch erkennt, wenn eine Reservierung vorgenommen wird; andernfalls kann man die Bestätigungs-E-Mail an Pruvo weiterleiten. Von diesem Zeitpunkt an wird die Reservierung automatisch überwacht - über Hunderte von verschiedenen Websites und Lieferanten - und der Kunde wird informiert, wenn es einen Preisrückgang gibt, so dass er umbuchen und Geld sparen kann. Im Mai 2016 mit dem Fokus auf den israelischen Reisemarkt gestartet, expandiert Pruvo nun international und konzentriert sich hauptsächlich auf Lateinamerika. In seinem ersten Jahr behauptete das Unternehmen, seinen Kunden USD 117.000 gespart zu haben, und erklärt derzeit, Kunden mehr als USD 209.000 gespart zu haben, mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von Benutzern und Bestellungen von 34% pro Monat. Am 11. September 2017 startete Pruvo eine Kampagne auf der israelischen Crowdfunding-Plattform "Exit Valley" und erreichte sein Mindestfinanzierungsziel von USD 100.000 in neun Tagen. (toi) EL

Eine Liebeserklärung an Tel Aviv in der Süddeutschen
Mit Tipps des ehemaligen Nahostkorrespondenten der SZ, Peter Münch:
  • Zum Frühstücken: Der Morgen beginnt am Kaffee-Kiosk auf einem der Boulevards. Umtost vom Autoverkehr kann man hier in aller ortsüblichen Ruhe den ersten "Cafe Hafuch" genießen, die israelische (und natürlich bessere) Variante des Cappuccino. Wer es üppiger mag, der sollte sich ins Benedict am Rothschild Boulevard setzen und ein herzhaftes israelisches Frühstück mit Omelett und Salat und Hummus und Labaneh (Frischkäse) und, und, und ... bestellen. Frühstück gibt es hier 24 Stunden am Tag.
  • Zum Mittagessen: Viele Cafés und Restaurants bieten vergleichsweise günstige Lunch-Menüs an, doch die Klassiker sind nicht zu schlagen: Falafel oder Shawarma im Pita-Brot. Das ist Fastfood auf höchstem Genussniveau. Zu finden sind die Schnellimbisse fast an jeder Straßenecke, doch unter den vielen Besten sei einer besonders empfohlen: HaKosem (der Zauberer) in der Shlomo HaMelech Street 1.
  • Am Feierabend: Da geht man zum Strand, ins Café oder am besten ins Strandcafé zu einem Sundowner.
  • In der Nacht: Nachts gibt es nur einen Ort, wo man nicht sein sollte: zu Hause. Denn draußen lockt das pralle Leben: im Künstler- und Studentenviertel Florentin mit den unzähligen Bars und ungewöhnlichen Clubs wie dem Teder; in der Lilienblum Street, die auf nicht einmal 300 Metern einen Querschnitt des Tel Aviver Nachtlebens bietet; oder auf dem Flohmarkt von Jaffa, der abends zur Partyzone wird. (sz) EL


Einige Fotoalben zum genießen. Das ist Israel!
  • Winterferien in Israel 2017/2018: Kunterbunte Sammlung von Alltagseindrücken aus Israel - vor allem aus Tel Aviv - von Dezember 2017 / Januar 2018: Architektur, Landschaft, Meer, Fahrzeuge/Transportmittel, sowie natürlich Menschen und mehr... (FB)
  • Ein Besuch im Yodfat Monkey Forest: Israel hat so viele versteckte Reiseziele, von denen viele nichts wissen. Der Yodfat Monkey Forest im Norden des Landes zählt sicher zu den Geheimtips für Jung und Alt... (FB)
  • Ein Wintertag in Jerusalem: Verschiedene Eindrücke von einem Kurzbesuch in der ewigen Hauptstadt des Jüdischen Staates... (FB)
  • Wintersturm vom 5. Januar 2018 in Tel Aviv: Am Freitag, 5. Januar 2018 gab es einen großen Wintersturm in Israel. In diesem Album dokumentieren wir einige Eindrücke aus Tel Aviv. Von dem ins besondere bei Deutschen und Franzosen beliebten Lala Beach / Gordon Beach war kaum noch etwas wiederzuerkennen. Nahezu die gesamte Strandpromenade war überspült. Der eigentliche Sandstrand war so gut wie verschwunden. Doch seht selber... Nur einen Tag später war übrigens fast alles wieder aufgeräumt! (FB)
  • Ein Nachmittag im Winter auf dem Shuk in Tel Aviv... (FB) SSt








"Der Bankdirektor" ist meist eine Frau
Frauen, die Banken leiten, sind in Israel die Norm. Drei der größten israelischen Banken (Leumi, Israel Discount und First International) werden derzeit von Frauen geführt. Ebenfalls die Bank of Israel. Bei Leumi sind 40 % des Top-Managements Frauen. (americanbanker, globes) TS
Karnit Flug, Bank of Israel

Diamantenbörse und Knesset diskutieren Regeln für Kryptowährung
Der wachsende Handel mit Bitcoins und Kryptowährungen hat die Aufmerksamkeit der israelischen Knesset-Mitglieder auf sich gezogen. Der Geschäftsführer von Israel Diamond Exchange, Eli Avidar, überraschte die
Anwesenden mit der Ankündigung: "Die Ramat Gan Diamond Exchange wird eine digitale Währung ausgeben, die 25 % der Diamantenkäufe am Markt abdeckt und deren Volatilität auf einem Diamantenmarkt basiert. Es ist an der Zeit, dass der Regulator uns sagt, was wir tun können und was nicht." Der Finanzausschuss der Knesset erörterte Vereinbarungen und Richtlinien für die Nutzung und den Betrieb von Kryptowährung. Moshe Asher, Leiter der israelischen Steuerbehörde, sagte, dass zeitnah ein Positionspapier dazu veröffentlicht werden soll. Die Diskussion in der Knesset dazu ist noch nicht abgeschlossen. (globes) EL

Zentralbank von Israel stuft Kryptowährungen als Vermögenswerte ein
Die israelische Zentralbank definiert Kryptowährungen als Vermögenswerte, also keine Fremdwährung. Neben rechtlichen Definitionsfragen gab die Repräsentantin der Zentralbank mangelndes Vertrauen in Kryptowährungen zu bedenken: "Ein wesentliches Element von Währungen
ist das Maß an Vertrauen, das die Nutzer ihnen entgegenbringen. Dieses Vertrauen rührt daher, dass Währungen gesetzliche Zahlungsmittel mit rechtlicher Absicherung darstellen. Außerdem erfüllen sie die Funktionen, die ihnen in der Wirtschaftsliteratur zugeschrieben werden. Dazu gehören die Verwendung als Rechnungseinheit, Zahlungsmöglichkeit und als Wertspeicher, der durch die Stabilität garantiert wird." Nach Einschätzung der Zentralbank treffe keine dieser Eigenschaften bei Kryptowährungen zu. Diese seien viel mehr durch ihre Volatilität, Komplexität bei Zahlungsvorgängen und Undurchsichtigkeit der Urheberschaft geprägt. Dadurch entstehen weitere Probleme im Umgang mit Kryptowährungen: Geldwäsche, Drogenhandel und Terrorismusfinanzierung. Daher könnten Banken, die die Übertragung von Kryptowährungen ermöglichen, für deren Verwendung verantwortlich gemacht werden. (btc) KR

"Ziemlich pfiffig"
"Medizintechnik, Hightech-Entwicklungen rund um das autonome Fahren und neue Gemüsezüchtungen: All dies stammt aus Israel." Das Institut der deutschen Wirtschaft über den israelischen Innovationsgeist. (iwd, dossier)








Igel auf Diät gesetzt
Zehn übergewichtige Igel müssen strenge Diäten und Sport absolvieren, nachdem sie sich auf den Straßen Israels so vollgefressen hatten, dass sie sich nicht mehr zu einem Ball zusammenzurollen konnten, um Raubtiere abzuwehren. Tierfreunde fanden sie watschelnd und
brachten sie ins Krankenhaus im Zoo Safari von Ramat Gan. "Viele Leute stellen Katzenfutter für streunende Katzen an die Straße, was sehr schön ist. Das Problem ist, dass es andere Wildtiere gibt, die es fressen", sagte Tierpflegerin Becka Rifkin. Ein erwachsener Igel wog 3,5 Pfund, als er vor zwei Monaten in der Einrichtung ankam, fast das Doppelte des durchschnittlichen Gewichts eines Igels seines Alters. Der kleine "Sherman" hat etwa ein Viertel Pfund verloren, nachdem das Personal seine Ernährung überwacht und ihn in einem Gehege herumlaufen ließ. Sie hoffen, ihn bis zum Sommer freilassen können. (WPost) TS

Druse rettete Thorarolle aus brennender Synagoge
Der drusische-Feuerwehrmann Wiam Nevuani kam zu einem Feuer in einer Synagoge in der Stadt Nahariah und zögerte nicht, in das brennende Gebäude einzubrechen, um die Thorarollen zu retten. "Wir waren vier Teams von Feuerwehrleuten, und während wir fuhren, erkannte ich die Wichtigkeit des Brandherdes. Ich dachte über die Bedeutung und das hohe Maß an Heiligkeit des Ortes nach. Basierend auf dem Bericht, den wir erhalten hatten, dass niemand in der Synagoge war, begann ich darüber
nachzudenken, wie ich den Inhalt des Gebäudes retten konnte - die Thorarollen, alle Gebetbücher", erzählte er. "Während wir den Brand löschten, identifizierte ich eine Torah-Rolle und sprang sofort, packte sie und brachte sie nach draußen." Gefragt, ob er sein Leben riskieren wollte, um die Thora zu retten, sagte Nevuani, dass "die Wärme, die von der Thorarolle ausstrahlte, mein Herz berührte." Die Drusen sind eine monotheistische religiöse und soziale Gemeinschaft, die vor allem in Syrien, dem Libanon, Israel und Jordanien zu finden ist. Ihre Religion wurzelt im Ismailismus, einem Zweig des schiitischen Islams. Die Drusen, eine religiöse Minderheit in Israel, sind für ihren militärischen Mut und ihre Hingabe an den Staat Israel bekannt. (united) TS

Saubere Luft in Jerusalem
Die Stadt Jerusalem hofft auf ein Zentrum mit sauberer Luft, das die Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner verbessern soll. Der Stadtrat hat ein neues kommunales "Reduced Emission Area"-Statut verabschiedet, das den Eintritt von schweren und umweltverschmutzenden
Fahrzeugen in die Innenstadt beschränkt. Seine Durchsetzung soll durch Kameras und ein computergestütztes System unterstützt werden. Das abgegrenzte Gebiet umfasst das Stadtzentrum von der Haneviim St. im Norden, Strauss St. und King George St. von Westen, Agron St. von Süden und Heil HaHandasa St. von Osten, einschließlich aller Straßen an der Grenze. Ein halbes Jahr später soll das religiöse Geschäftsviertel Haredi in eine Zone mit reduzierter Emission einbezogen werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. "Die Entscheidung wird zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und Luftqualität in der Innenstadt führen, Transportlasten reduzieren und das Zentrum von Jerusalem in eines der saubersten Gebiete verwandeln - Bergluft klar wie Wein". Ab dem 1. Juli 2018 erhalten die Fahrer Nachrichten über das Verbot. Zum 1. Januar 2019 tritt das neue Gesetz in Kraft. (jewishpress) TS

Gal Gadot wirbt für Revlon
Hollywood-Star Gal Gadot ist das neue Gesicht einer Werbekampagne des US-amerikanischen Kosmetikunternehmens Revlon. Die Kampagne "Lebe mutig" inspiriere Frauen dazu, sich selbst mit
Leidenschaft, Optimismus, Stärke und Stil auszudrücken. "Wer könnte all diese Eigenschaften besser verkörpern als Gal Gadot", heißt es auf der Webseite des Kosmetikunternehmens. Revlon sei eine Kult-Marke, ein Held der Frauen, sagte Gadot. Sie sei sehr erfreut darüber, nun Teil dieser Familie zu sein. Das Unternehmen veröffentlichte ein Video, das einen Blick hinter die Kulissen gewährt. (youtube, israelnetz) KR

Israel lockert Beschränkungen für Blutspenden homosexueller Männer
Israel hat Beschränkungen für homosexuelle Männer beim Blutspenden gelockert. Bisher durften Homosexuelle wie in Deutschland nur dann Blut spenden, wenn sie ein Jahr keinen Sex mit anderen Männern hatten. Dies solle
in Israel vom 1. April an dank einer "bahnbrechenden Initiative" nicht mehr gelten, sagte eine Sprecherin des Rettungsdienstes Magen David Adom. Nach dem neuen Plan soll das Plasma aus Blutspenden homosexueller Männer von April an jeweils vier Monate lang eingefroren werden. Nach diesem Zeitraum müsse der Spender noch einmal auf Infektionskrankheiten getestet werden, darunter auch HIV, sagte die Sprecherin. Wenn er gesund sei, werde die eingefrorene Blutspende rückwirkend freigegeben. (aerztebkatt) KR




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Schwarze Liste der BDS-Organisationen
Israel veröffentlichte eine Liste von 20 Organisationen, deren Aktivisten von der Einreise ausgeschlossen werden. Die sogenannte BDS-Blacklist wurde vom Ministerium für Strategische Angelegenheiten
veröffentlicht. Mitglieder der Organisationen auf der Liste dürfen aufgrund ihrer Unterstützung der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung gegen Israel nicht in das Land einreisen. Die Liste umfasst in erster Linie europäische und amerikanische Organisationen sowie Gruppen aus Lateinamerika, eine Gruppe aus Südafrika und eine internationale Dachorganisation. Sogar die linke Organisation Jewish Voice for Peace steht auf der Liste. "Wir haben uns von der Verteidigung in die Offensive verlagert", sagte Strategieminister Gilad Erdan. "Die Boykottorganisationen müssen wissen, dass der Staat Israel gegen sie vorgeht und ihnen nicht erlaubt, in ihr Territorium einzudringen, um ihren Bürgern zu schaden." Innenminister Arye Dery, dessen Ministerium für die Umsetzung der Liste verantwortlich ist, sagte: "Diese Leute versuchen, das Gesetz und unsere Gastfreundschaft auszunutzen, um gegen Israel zu agieren und das Land zu diffamieren. Ich werde mit allen Mitteln dagegen vorgehen." Isabel Phiri, eine in der Schweiz lebende Bürgerin aus Malawi, die eine hochrangige Beamtin des Ökumenischen Rates der Kirchen ist, wurde im Dezember 2016 nach ihrer Ankunft auf dem Ben Gurion International Airport ausgeflogen. Das war "tatsächlich das erste Mal, dass der Staat Israel eindeutig den Zutritt eines Touristen verweigerte, der auf anti-israelischer Aktivität basierte und wirtschaftliche, kulturelle und akademische Boykotte gegen ihn förderte."
Die vollständige Liste: Europäische Organisationen: Die Frankreich-Vereinigung Palästina-Solidarität; BDS Frankreich; BDS Italien; Die europäische Koordination von Ausschüssen und Vereinigungen für Palästina; Freunde von Al-Aqsa; Irland Palästina Solidaritätskampagne; Das Palästina-Komitee von Norwegen; Palästinensische Solidaritätsvereinigung von Schweden; Solidaritätskampagne für Palästina; Krieg auf Will; BDS Kampagne. Amerikanische Organisationen: American Friends Service-Komitee: Amerikanische Muslime für Palästina; Code Pink; Jüdische Stimme für den Frieden; Nationale Studenten für Gerechtigkeit in Palästina; US-Kampagne für palästinensische Rechte. Andere Gruppen: BDS Chile; BDS Südafrika; BDS Nationales Komitee (JPost, Haaretz, Spiegel, Zeit) TS

PM Netanjahu telefonierte mit Staats- und Regierungschefs
Premierminister Benjamin Netanjahu hat telefonisch mit mehreren Staats- und Regierungschefs gesprochen. Er sprach mit der britischen Premierministerin Theresa May, dem polnischen Premierminister Mateusz Morawiecki,
dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis und dem Präsidenten der rumänischen Abgeordnetenkammer, Liviu Dragnea. Zuvor redete Netanjahu mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der israelische Premier wünschte allen ein "Gutes Neues Jahr". Die Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs konzentrierten sich auf die regionale Situation und die Entwicklungen in Iran. Netanjahu dankte dem rumänischen Präsidenten Iohannis und dem polnischen Premierminister Morawiecki für die Enthaltungen ihrer Länder bei der UN-Abstimmung zu der Jerusalemfrage. (PM, gpoeng) TS

Das sagt Wien zur Strafe für Israel-Flagge
Anfang Dezember haben pro-palästinensische Demonstranten vor der US-Botschaft Parolen wie "Massakriert die Juden" gebrüllt. Als drei Wiener als Zeichen dagegen eine Israel-Flagge auspackten, wurden sie von Demonstranten drangsaliert - und erhielten von der Polizei eine Strafe von EUR 100 pro Kopf. "Bezüglich aktueller Berichte über Strafen für Personen bei einer Demonstration in Wien muss folgendes klargestellt werden: Das Schwingen der israelischen Flagge in Österreich als Zeichen der Unterstützung für Israel ist - allgemein gesprochen - keinesfalls eine Verletzung österreichischen
Rechts. Es bedeutet, ganz im Gegenteil, den Ausdruck eines fundamentalen Rechts, das in der österreichischen Verfassung festgehalten ist - die freie Meinungsäußerung. Es ist allerdings insbesondere während einer Demonstration die Aufgabe der Polizei sicherzustellen, dass die öffentliche 'Ordnung und Sicherheit' geschützt werden. Der Vorfall wird gerade in seiner Gesamtheit untersucht, alle Umstände werden sorgfältig geprüft." (heute) KR

Lustige Fakten: "Palestine Airways"
Palestine Airways wurde von Pinchas Rutenberg (einem zionistischen Juden) gegründet, finanziert von der Jewish Agency. Trotzdem wird das gezeigte Bild von anti-Israel Aktivisten immer wieder als "Beweis" für ihre Zwecke eingesetzt, ohne dass man sich über die wahren Hintergründe bewußt ist. (FB) SSt




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Verteidigungsministerium zeigt auf: Was ein Terrorist verdient
Kein israelischer Arbeiter verdient so gut, wie ein palästinensischer "Fachmann für Judenmord": Ein verheirateter Terrorist mit drei Kindern, der israelischer Staatsbürger ist und

wegen Mordes eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, erhält von der Palästinensischen Autonomiebehörde für den Rest seines Lebens jeden Monat NIS 10.950 (EUR 2.700). Ein verheirateter Terrorist bekommt zusätzlich NIS 300 pro Monat, und wenn er Kinder hat bekommt er zusätzlich NIS 50 pro Kind. Terroristen, die in Jerusalem leben, erhalten zusätzlich NIS 300, während Terroristen mit israelischer Staatsbürgerschaft zusätzlich NIS 500 pro Monat erhalten. Der Durchschnittslohn in der Westbank liegt nur bei etwa NIS 2.000 pro Monat (weniger als EUR 500). Das Verteidigungsministerium gab bekannt, wie viel Geld die Palästinensische Autonomiebehörde Terroristen bezahlt, die in Israel Haftstrafen verbüßen. 2017 zahlte die Palästinensische Behörde an Gefangene und "befreite Gefangene" über NIS 550 Mio. (EUR 134 Mio.), während Familien von getöteten oder verletzten Terroristen etwa NIS 687 Mio. (EUR 167 Mio.) erhielten. Dies macht rund 7% des Gesamtbudgets der PA aus. Israel will Gesetze verabschieden, um diese Beträge von Steuergeldern der PA abzuziehen. (GeorgeDeek, Ynet, JPost) TS

Tödliche Statistik
2017 starben mehr Israelis bei Terroranschlägen als 2016, obwohl die Zahl der Angriffe deutlich zurückging. Bei 99 aus dem Westjordanland

stammenden Terroranschlägen 2017 wurden 20 Israelis getötet und 169 verletzt. Bei 269 Anschlägen 2016 waren es 17 Tote und 263 Verletzte. Bei den 100 Terroranschlägen mit Ursprung in der Westbank im Jahr 2014 waren es 93 Tote und 882 Verletzte. Bei 226 Anschlägen im Jahr 2015 wurden 28 Israelis getötet und weitere 360 verletzt. Seit Oktober 2015 haben Palästinenser israelische Soldaten und Zivilisten, darunter auch ausländische Touristen, in einer Welle von Gewalt in der Westbank und innerhalb der Grünen Linie Israels erstochen, überfahren und erschossen. Sicherheitskräfte glauben, dass die meisten Terroranschläge mit Waffen durchgeführt wurden, meistens die im Westjordanland hergestellte Carl Gustav Maschinenpistole. Nach Angaben der IDF wurden im Westjordanland im Jahr 2017 42 illegale Waffenwerkstätten geschlossen und 455 illegale Waffen beschlagnahmt, ein leichter Anstieg gegenüber 2016. Die Anzahl der beschlagnahmten Waffen blieb bei 445 unverändert: Eine deutliche Zunahme der im Jahr 2015 beschlagnahmten 170 illegalen Waffen. Nadav Argaman, der Chef von Shin Bet, sagte, dass die Agentur 2017 rund 1.100 potentielle Angriffe von Einzelkämpfern verhinderte. 2016 waren es 400. Die Sicherheitskräfte haben ihre Anstrengungen verstärkt, zur Wurzel des Problems zu gelangen. Tausende Angriffe wurden durch die Sammlung von Informationen vereitelt, unter anderem durch eine verstärkte Überwachung der Aktivitäten in den sozialen Medien und durch die Verhaftung von Personen, die beabsichtigen, Angriffe zu begehen oder andere dazu zu inspirieren. Die IDF hat im vergangenen Jahr 3.617 Palästinenser verhaftet, eine Zunahme gegenüber 3.143 im Jahr 2016. Palästinensische Menschenrechtsorganisationen behaupteten, dass Israel im Laufe des Jahres 6.742 Palästinenser aus dem Gazastreifen und der Westbank inhaftierte. (JPost) TS

Wegen Zitat von Golda Meir bei Facebook gesperrt
Der Facebook-User Dirk Hummel hat das bekannte Zitat von Golda-Meir sinngemäß gepostet: "Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns

hassen." ("Peace will come when the Arabs will love their children more than they hate us."; Golda Meir, israelische Außenministerin, vor dem National Press Club in Washington, 1957). Dies hat zu einer Sperre von Dirk Hummel geführt und in Folge von Michael Kornowski, der diesen Text aus Solidarität neuerlich gepostet hat. Dies führte zu nach Angaben von Michael Kornowski einer 24-stündigen Sperre. (Haolam, israelbehind) TS

Palästinenser werden Opfer arabischer Apartheid
Die internationalen Medien - und selbst die Palästinenser - sind derart mit der Jerusalem-Erklärung von US-Präsident Donald Trump beschäftigt, dass die Not der Palästinenser in arabischen Ländern niemanden mehr interessiert. Diese Apathie ermöglicht arabischen Regierungen, auch weiterhin ihre anti-palästinensische Politik fortzuführen, da sie

wissen, dass sich niemand aus der internationalen Gemeinschaft darum schert - die Vereinten Nationen sind zu sehr damit beschäftigt, Israel zu verurteilen, als dass sie für etwas anderes Zeit hätten. "Anstatt die palästinensischen Flüchtlinge vor täglichen Rechtsverstössen zu schützen und ihre Lebensverhältnisse und humanitären Bedingungen zu verbessern, trifft die irakische Regierung Entscheidungen, die katastrophale Auswirkungen auf das Leben dieser Flüchtlinge haben werden", erklärte die Organisation Euro-Mediterranean Human Rights Monitor. "Die permanenten Schikanen und Einschränkungen, die in den vergangenen Jahren palästinensischen Flüchtlingen auferlegt wurden, zwangen die meisten von ihnen, erneut Zuflucht in anderen Ländern wie Kanada, Chile, Brasilien und weiteren Ländern in Europa zu suchen. Aufgrund dieser Rechtsverletzungen leben derzeit nur noch 7.000 von ehemals 40.000 palästinensischen Flüchtlingen im Irak." Es ist schon eine extreme Ironie, dass gerade die Arabische Liga ihren Angehörigen empfahl, den Palästinensern keine Staatsbürgerschaft zu erteilen. Ihre Rechtfertigung: Wenn arabische Länder den Palästinensern Staatsbürgerschaft gewähren, verweigert man ihnen damit das "Recht auf Rückgabe" ihrer ehemaligen Wohnstätten in Israel. (audiatur) KR

Berlin: Ausstellung "Welcome to Jerusalem" mit deutlicher Agenda
Im Jüdischen Museum Berlin kann man in einer Animation nachvollziehen, wie immer neue Machtverhältnisse sich in das Stadtbild einschreiben. "Welcome to Jerusalem" wird umso reichhaltiger, je

näher man der jüngeren Vergangenheit kommt. Ein erster Höhepunkt auf dem Rundgang betrifft das alte Israel: ein Modell des Tempels in Jerusalem (des herodianischen, den auch Jesus aufsuchte) kann man durch Guckkästen hindurch betrachten, die eine aufschlussreiche Animation enthalten. Man kann sich gleichsam unter das Volk mischen, das damals Opfertiere kaufte, oder sich einfach auf dem großen Vorplatz aufhielt, der auch Nichtjuden offenstand. Dass am Ende dieser Ausstellung die Videoarbeit "Inferno" der israelischen Künstlerin Yael Bartana steht, ist dann noch einmal eine angemessen kontroverse Geste: Hier wird in Brasilien der jüdische Tempel noch einmal errichtet, eine endzeitliche Geste, die nicht zuletzt fundamentalistische Christen in ihre Logik übernommen haben. ("Welcome to Jerusalem", Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, täglich 10-20 Uhr. Bis 30. April). Die Ausstellung, mit Cilly Kugelmann als Kuratorin, hat allerdings eine deutliche politische Schlagseite. Der Journalist Eldad Beck weist auf die Problematik hin: "Ein historisches Dokument zum Konflikt, einer der Höhepunkte der Ausstellung, stellt Juden als tyrannische Invasoren dar. Es notiert die von paramilitärischen jüdischen Organisationen begangenen Massaker und Terrorakte, während dieselben Taten komplett ignoriert werden, wurden sie von arabischen Organisationen auf Befehl des Jerusalemer Muftis Haddsch Amin al-Husseini begangen; ignoriert komplett die arabische Revolte der 1930-er Jahre und Husseinis Kollaboration mit den Nazis; präsentiert einen ziemlich langen Ausschnitt eines Interviews mit Palästinenserführer Yassir Arafat aus der Frühzeit seiner Führungszeit, in dem der damalige PLO-Chef erklärt, dass die Palästinenser keine andere Wahl haben, als zu den Waffen zu greifen; und wiederholt die Theorie, nach der die Ermordung von Premierminister Yitzhak Rabin im Jahr 1995 das ist, was zur Desintegration des Friedensprozesses führte, sowie die erwiesene Lüge, dass der damalige Oppositionsführer Ariel Sharon mit seinem Besuch auf dem Tempelberg im Jahr 2000 die Zweite Intifada auslöste. Kurz gesagt: Nach Angaben des Jüdischen Museums in Berlin sind die Juden die Bösen, die Araber die Opfer." (Haolam, heplev, standard, IsraelHayom) KR








Giro d'Italia würdigt Gino Bartali mit Start in Israel
Die Geschichte eines Champions - auf und neben dem Rad. Aus Dank startet der Giro d'Italia 2018 in Israel. Julian Graeber schreibt dazu im Tagesspiegel: "Einhundertachtzig Kilometer. Hin und zurück. An einem Tag. Gino Bartali kannte viele Strecken in- und auswendig. Er gewann dreimal den Giro d'Italia, zweimal die Tour de France und zahlreiche Eintagesrennen. Diese 180 Kilometer zwischen Florenz und Assisi waren aber die wichtigste Etappe für Gino Bartali. Er fuhr sie zwischen 1943 und 1945 immer
wieder, vorbei an Kontrollposten, Soldaten, zerstörten Häusern. In seinem Sattelrohr schmuggelte er Fotos und gefälschte Dokumente. Bis zu 800 Juden rettete er so vor Deportation und dem Tod. Diese humanitäre Großleistung würdigen die Organisatoren des Giro d'Italia bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt. Am 4. Mai startet der Giro erstmals in seiner 101-jährigen Geschichte außerhalb Europas. Die erste Etappe findet in Jerusalem statt und ist Bartali gewidmet. Danach fährt das Feld zwei weitere Tage durch Israel, bevor es auf Sizilien weitergeht. Im vergangenen Jahr fuhr ein israelisches Team im Rahmen des Giros genau jene Strecke zwischen Florenz und Assisi, die Bartali einst als Kurier des Widerstands so viele Male zurücklegte." (Tagesspiegel) EL

Olympiasiegerin Chamique Holdsclaw spielt mit Kindern in Israel
Holdsclaw gewann im Jahr 2000 olympisches Gold mit der Basketball-Nationalmannschaft der USA. Bei einem Basketball-Projekt in Jerusalem für jüdische und arabische Kinder war sie beeindruckt von dem Zusammenhalt der Kinder trotz verschiedener Glaubensrichtungen. Die US-Amerikanerin erklärte gegenüber Eurosport: "Ich finde es toll, dass der Sport die Menschen verbindet. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder miteinander spielen, sich respektieren und miteinander umgehen." (eurosport) EL








Leere und wenig glaubhafte Floskeln gehören zum diplomatischen Geschäft. So auch eine Erklärung des Auswärtigen Amtes in Berlin. Zu dem Mord an einem Rabbiner im Westjordanland erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts (der Name des Ermordeten, Rabbi Raziel Shevach, 35, Vater von 6 Kindern, ist hinlänglich bekannt, aber das Auswärtige Amt begnügt sich damit, ihn zu anonymisieren): "Der tödliche Anschlag gestern auf einen Bewohner eines israelischen Siedlungsaußenpostens
Rabbi Raziel Shevach
im Westjordanland (dieser vom Auswärtigen Amt nicht näher benannte "Außenposten" hat den Namen Havat Gilad), bestürzt uns sehr. Wir verurteilen diesen hinterhältigen Mord auf das Schärfste. Der Familie und den Angehörigen des Opfers gilt unser tiefstes Mitgefühl." Weiter geht es mit konkreten Ratschlägen: "Diejenigen, die dafür Verantwortung tragen oder diesen Anschlag begrüßen (warum werden da keine Namen genannt? Die Hamas im Gazastreifen hat den Anschlag ausdrücklich begrüßt und gefeiert. Die Täter sind mit großer Sicherheit Palästinenser aus Nablus), schüren die Gewalt, die eine Lösung des Nahostkonflikts auf dem Verhandlungsweg erschwert. Wir erwarten, dass alle Seiten aktiv zur Deeskalation beitragen." Nachdem der Mord verübt worden ist, wird also der Ermordete aufgefordert zur Deeskalation. Da er inzwischen tot und begraben ist, wird er, also die "eine Seite" der Tat, wenig tun können. Aber vielleicht meint das AA, dass die Israelis die Suche nach den Mördern aufgeben sollten, um die Palästinenser nicht zu erregen? Die andere Seite, vermutlich eine mit einem M16-Gewehr bewaffnete Terrorzelle, befindet sich noch auf freiem Fuß. Sollten sie lebendig verhaftet werden, können sie eine großzügige lebenslängliche Rente erwarten, von Deutschland mitfinanziert und von der palästinensischen Autonomiebehörde ausgezahlt, während sie im israelischen Gefängnis sitzen. Diese durchaus "ausgewogene" Erklärung des AA ist also ein konkreter deutscher Beitrag zu Frieden in Nahost... Große "Sorge" im AA auch mal wieder wegen israelischer Bautätigkeit, weil das "einseitige Fakten" sind, während palästinensische Morde noch nie als "einseitige Fakten" bezeichnet worden sind. (tapfer, AA; Siehe auch: "Nach Terrorangriff rufen israelische Minister dazu auf, den Außenposten der Westbank zu legalisieren, in dem das Opfer zuhause war." haaretz) TS








Vereinte Nationen gegen Israel - Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert
Kein anderes Land steht bei den Vereinten Nationen so oft am Pranger wie Israel. Der UN-Menschenrechtsrat etwa hat den jüdischen Staat in seinen Resolutionen häufiger verurteilt als alle anderen Länder dieser Welt zusammen. Auch die Generalversammlung der UNO beschäftigt sich in ihren Diskussionen weitaus öfter mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten als etwa mit Syrien oder dem Iran. Die für Bildung, Wissenschaft und Kultur zuständige UNESCO verabschiedet am laufenden Band Resolutionen, in denen die historischen Bezüge des Judentums zum Land negiert werden. Und das sind nur einige Beispiele von vielen. Grund genug, der Frage nachzugehen: Wie halten es die Vereinten Nationen mit Israel? Und wäre ein Teilungsbeschluss, wie ihn die UNO 1947 verabschiedete, heute überhaupt noch denkbar? (hentrich; Alex Feuerherdt, Florian Markl: Vereinte Nationen gegen Israel, Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert, 172 Seiten, ISBN: 978-3-95565-249-4, EUR 17,90)



Jülicher Gesellschaft ehrt Nahost-Korrespondenten Ulrich Sahm
Der langjährige deutsche Nahost-Korrespondent Ulrich Sahm (Jerusalem) erhält den Preis 2018 für Zivilcourage und Toleranz der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. Sie ehrt ihn damit für sein jahrzehntelanges Bemühen, seinen Lesern, Zuschauern und Zuhörern ein unverfälschtes Bild des Nahost-Konflikts nahezubringen, heißt es in der Mitteilung der Gesellschaft (aachener-nachrichten). Preisverleihung: 28. Januar, 17:00 Uhr, Schloßkapelle Jülich im Gymnasium Zitadelle. Ansprechpartner: Gabriele Spelthahn (E-mail). Im Anschluss startet Sahm zu einer Vortragstour durch Deutschland (Vortragsreise). EL

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SPIEGEL Online mal wieder... Oben: Originalversion. Darunter ein Korrekturvorschlag von Filipp Piatov. (FB)











Ein Gedi

Mit Zugvögeln fliegen

Wasser sparen mit israelischer Technologie

Mit zwei Handgriffen zum Lastenrad

Ilana Yahav Sand-Kunst zu Musik

EU invites Iranian FM for friendly meeting.



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Wüste im Winter

"Davidspalast" in Jerusalem

Auf die Bremse treten.

The Sea of Galilee during the rainy winter on the dry summer. The incredible majesty of this ancient land! By Dan Sayda Photography (TIP)




Shalom
Thomas
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