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10. Dezember 2017



Inhaltsverzeichnis

MEDIZIN, WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE
  • Neue Milchroboter aus Israel
  • Nur Nebel, oder schon Smog?
  • Erste Robotersoldaten an Grenze zu Syrien
  • Laufende und fliegende Roboter helfen bei Katastrophenhilfe
  • Wie schützt man das Auto vor Hackern?
  • Israelische Kamera auf der Internationalen Raumstation ISS
TOURISMUS
  • Prominente Hunde auf Israel-Tour
  • Roter Teppich für Airbnb
  • Kleiner Geschenkeguide
WIRTSCHAFT
  • "Gib dem Nutzer eine Stimme und eine Kamera"
  • Sompo neu in Tel Aviv
  • Israel bringt Licht nach Afrika
  • Forschung für Nierentherapie finanziell gesichert
  • Gas-Pipeline zwischen Italien und Israel
KULTUR & GESELLSCHAFT
  • Israeli erhält internationale Auszeichnung
  • Jerusalems Stadtverwaltung warnte vor Winter
  • Tollwut aus Jordanien
POLITIK
  • Ministerin Merk eröffnet bayerisches Büro in Israel
  • Bewusstes Nein zu BDS in München
  • Weltweite Tumulte wegen Jerusalem
  • Fakten um den Status von Jerusalem
  • Aus gegebenem Anlaß...
WAS NICHT IN DER SZ STEHT
  • Ultraschall-Kurs für palästinensische Ärzte
  • Geburtsklinik für Syrer auf den Golanhöhen
  • Streik zum "Tag des Zornes"
  • Arafat ist Abbas beim ZDF
  • Hass auf Israel vor dem Brandenburger Tor
  • Bei den Öffentlich-Rechtlichen, allen voran bei der Tagesschau, gibt es immer wieder Korrekturbedarf
SPORT
  • Israelische Teams in Europa League ausgeschieden

ANKÜNDIGUNGEN
  • DIG Frankfurt: Das Israelbild in hessischen Schulbüchern
  • Naama Arad im Kunstverein Dortmund
  • Noa Yekutieli in der Galerie Knust x Kunz in München
  • A-Capellamusik aus Jerusalem zum Louis Lewandowski Festival













Neue Milchroboter aus Israel
"So wie es jetzt ist, sind Menschen im Grunde Sklaven der Farm, die von Ihnen und Ihren Kindern verlangt, dass sie zu ungöttlichen Stunden aufstehen", sagte David Rubin, Business Development Manager von MiRobot.
MiRobot entwickelt Roboter-Melksysteme der nächsten Generation für kosteneffektives, leistungsstarkes automatisches Melken in mittleren und großen Milchviehbetrieben (150-1.000 Kühe). Das MiRobot-System wurde als Ergänzung zu herkömmlichen Melkständen entwickelt. Roboterarme führen an jedem Melkstand das Reinigen, Stimulieren, Anbringen der Melkgruppe und Nachmelkroutinen durch, um einen hochwertigen und einheitlichen Melkvorgang zu ermöglichen. Der Personalaufwand reduziert sich auf 25%. Die Milchleistung wird um die Hälfte gesteigert. (thedailybeast) EL

Nur Nebel, oder schon Smog?
Sie wollen eine Wanderung machen, aber die Luft sieht trüb aus. Drinbleiben oder rausgehen? Eine neue Partnerschaftsapp der Plattform zur Überwachung der Luftqualität BreezoMeter aus Haifa und der App Alltrails aus San Francisco informiert Wanderer, ob die Luft rein ist. (i21c) EL

Erste Robotersoldaten an Grenze zu Syrien
Israel wird als erstes Land der Welt unbemannte Fahrzeuge (sogenannte "unmanned ground vehicles", UGV) und Roboter an seiner Grenze zu Syrien und zum Gaza-Streifen einsetzen. Sie ersetzen die bislang dort stationierten Soldaten. Die neuen unbemannten Grenzfahrzeuge können mit ferngesteuerten Waffen, Aufklärungskameras und anderen Komponenten ausgestattet werden.
Zudem entwickelt man in Israel Roboter, die im Untergrund eingesetzt werden und von dort aus Informationen sammeln, die wiederum an Soldaten an der Oberfläche übermittelt werden. Diese Roboter und Fahrzeuge folgen dabei vordefinierten Routen und sind mehr oder weniger autonom. (neopresse) KR

Laufende und fliegende Roboter helfen bei Katastrophenhilfe
Das israelische Startup RoboTiCan kann helfen, verletzte Opfer von Naturkatastrophen zu erreichen, wo es nicht sicher ist, einen menschlichen Rettungsmann zu schicken. Der Rooster (Hahn) ist ein neuer Roboter von RoboTiCan,
der verletzte Opfer von Naturkatastrophen erreichen kann. Rooster hat seinen Namen von der Vorliebe des Geflügels für das Gehen, ist aber in der Lage, wenn notwendig zu fliegen. Das unterscheidet Rooster von den meisten anderen Such- und Rettungsrobotern, die entweder laufen oder fliegen können. Der 30 x 40 cm große autonome Roboter rollt in einem Metallkäfig, was ihm erlaubt, "einige ziemlich harte Treffer zu landen", sagt Ofir Bustan, CEO von RoboTiCan. "Er kann aus sechs Meter Höhe abstürzen und weiterarbeiten." (Israel21c) TS

Wie schützt man das Auto vor Hackern?
Ein weißer Mittelklassewagen japanischer Herkunft parkt in der israelischen Metropole Tel Aviv am Straßenrand. Ahnungslos steigt der Fahrer ein, holt sein Smartphone
aus der Tasche und steckt das Ladekabel in den USB-Anschluss. Ausgeparkt und los geht's. Doch kaum ist das Auto auf 50 km/h beschleunigt, findet die Fahrt ein abruptes Ende. Obwohl der Fahrer das Bremspedal nicht berührt, kommt es zu einer Vollbremsung, ausgeführt auf Befehl eines mit Laptop bewaffneten Angreifers. Glück gehabt, hinter dem Auto fuhr kein 40-Tonner. Das Beispiel aus Israel zeigt, wie verwundbar die elektronischen Netzwerke moderner Autos sind. Sie bestehen aus Dutzenden einzelner Steuergeräte, kleiner Computer, die von der Türverriegelung bis hin zur Motorsteuerung alles regeln, was einst mechanisch funktionierte. Sie kommunizieren über ein Netzwerk, das einst von Bosch entwickelt wurde und sich als Branchenstandard etablieren konnte. Die Idee hinter dem Controlled Area Network (CAN): Jedes Signal wird mit einer Adresse versehen und an alle Teilnehmer des Netzwerks verschickt. Dadurch ist es möglich, Autos mit vielen Varianten anzubieten, ohne dass sich am Netzwerk etwas Grundlegendes ändern muss. Kommt eine neue Funktion hinzu, baut man einfach ein Steuergerät mehr ein. Es kann dann auch die Signale anderer Netzwerkteilnehmer nutzen, etwa zur Fahrzeuggeschwindigkeit oder zur Motordrehzahl. Pionierarbeit leistet hier der Elektronikspezialist OSR mit Sitz in einem Vorort Tel Avivs. (faz) KR

Israelische Kamera auf der Internationalen Raumstation ISS
Die in Israel hergestellte Vuze-VR-Kamera ist im November von der Erde mit dem Cargo-Raumschiff Cygnus gestartet, das zu einer einmonatigen Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) unterwegs ist. Die ISS kreist in einer Höhe von 408 km um die Erde. Die Vuze-Kamera wird von dem Astronauten Paolo Nespoli von der Europäischen Weltraumagentur genutzt, um VR-Material für die neue National-Geographic-Serie "One Strange Rock" aufzunehmen. (i21c) EL








Prominente Hunde auf Israel-Tour
Sechs "Prominentenwelpen" wurden nach einem Wettbewerb in den sozialen Medien zu einem Hundeurlaub im Heiligen Land eingeladen. (worldisraelsnews, youtube) TS

Roter Teppich für Airbnb
In Tel Aviv ist man stolz auf einen "Weltrekord" - die Hälfte der Touristen haben ihre Unterkunft über Airbnb gebucht. Zum Vergleich: In Berlin beträgt der Marktanteil von Airbnb gemessen an den Gästebetten 24%, in Hamburg nur 15%. Deutsche Kommunen haben
Maßnahmen zur Eindämmung der Airbnb-Aktivitäten ergriffen. In Tel Aviv ist dagegen die Zahl der Übernachtungen, die über die Buchungsplattform gebucht werden, explodiert. Von rund 3.000 im Jahr 2013 auf nunmehr 26.000 in diesem Jahr. Das Tourismusministerium sieht die Entwicklung positiv: "Das Tourismusministerium ermutigt zur Diversifikation und dem Ausbau von Unterkünften, sodass jeder Tourist die Möglichkeit hat, in Israel die für ihn richtige Unterkunft zu finden." Der Grund mag in der sehr hohen Auslastung der Hotels in Israel liegen, die mindestens 75% beträgt - und das bei Preisen, die deutlich über dem in Europa üblichen Niveau liegen. Israel steuert auf einen historischen Höchststand zu mit 3,5 Mio. Besuchern bis Jahresende. Für das kommende Jahr mussten Hotels und Reiseveranstalter bereits Reisegruppen absagen, weil zu wenig Betten vorhanden sind. Rund um den Jahrestag der Staatsgründung Israels Mitte Mai gibt es auch auf Airbnb Engpässe. (SZ) TS

Kleiner Geschenkeguide
ISRAEL21c offeriert eine Liste von 14 israelischen Boutiquen, die israelische Geschenke verkaufen. Schön, charmant, witzig oder klassisch: kleine Bastler, Kunsthandwerker und Spezialitätenhändler verkaufen perfekte Mitbringsel. (i21c) EL








"Gib dem Nutzer eine Stimme und eine Kamera"
Die bedeutendste Investition in einem israelischen Unternehmen im November 2017 war USD 51 Mio. für die Content-Marketing-Plattform Yotpo. Damit toppt die Firma alle anderen Fundraising-Aktionen im letzten Monat
in Israel. Yotpo sammelt alle Arten von Kundendaten oder kuratiert sie aus sozialen Netzwerken. Dadurch erhalten die Hersteller Bewertungen, Fotos, Fragen und Antworten, die sicherstellen, dass das Angebot sich der Nachfrage optimal anpassen kann. Frei nach dem Motto: Glückliche Kunden sind die beste Reklame. (twitter, i21c) EL

Sompo neu in Tel Aviv
Der japanische Versicherungskonzern Sompo Holdings Inc. hat in Tel Aviv einen Fintech-Hub eingerichtet, berichtet Reuters. Sompo ist die erste japanische Versicherungsgesellschaft, die eine solche Basis in Israel eröffnet, wo sie von der israelischen Expertise in den Bereichen Finanztechnologie und Cybersicherheit profitieren möchte. (nocamels) EL

Israel bringt Licht nach Afrika
Israel hat sich der Initiative USAID Power Africa angeschlossen, die Zugang zu Strom ermöglicht, indem sie mehrere Länder in Subsahara-Afrika mit 60 Mio. neuen Stromanschlüssen und 30.000 Megawatt neuer und sauberer Stromerzeugung versorgt. Derzeit haben zwei
von drei Menschen in der Region keinen Zugang zu Elektrizität. Power Africa bringt Experten aus Technik und Recht, den Privatsektor und Regierungen aus der ganzen Welt zusammen, um partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um die Zahl der Menschen mit Zugang zu Strom zu erhöhen. Die Vereinbarung zwischen dem Büro des israelischen Premierministers und der US-Regierung ermöglicht es israelischen Unternehmen, sich an der Power-Africa-Initiative zu beteiligen. "Diese Initiative wird Afrika elektrifizieren - nun, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Das bringt Licht, und jedes Mal, wenn eine afrikanische Mutter das Licht anmacht oder eine Heizung für Wasser für ihre Kinder anschaltet, wird ein Teil von Israel dort sein", erklärte Premierminister Netanjahu. In den letzten 18 Monaten war der israelische Premier dreimal in Afrika, zuletzt für 12 Stunden in Kenia, wo er die Präsidenten von Tansania, Uganda, Sambia, Ruanda, Togo, Botswana und Namibia sowie den äthiopischen Premierminister getroffen hat. (united) TS

Forschung für Nierentherapie finanziell gesichert
Das klinische Biotech-Unternehmen Atox Bio mit Sitz in Ness Ziona entwickelt Therapien für lebensbedrohliche
Erkrankungen, für die es keine anderen Therapien gibt. Es hat jetzt USD 30 Mio. gesammelt, um die klinische Entwicklung von Reltecimod, dem führenden Produkt für akute Nierenschädigung (AKI) voranzutreiben - ein wichtiger unerfüllter klinischer Bedarf bei Patienten mit schweren Infektionen. Reltecimod wird derzeit in einer klinischen Phase-3-Studie an Patienten mit nekrotisierenden Weichteilinfektionen (fleischfressende Bakterien) untersucht. Atox Bio wurde von Prof. Raymond Kaempfer und Frau Dr. Gila Arad von der Hebräischen Universität Jerusalem und Yissum, der Technologietransferfirma der Hebräischen Universität, gegründet. (i21c) EL

Gas-Pipeline zwischen Italien und Israel wird wahrscheinlicher
Zypern, Griechenland, Israel und Italien haben eine Absichtserklärung für die längste Unterwasser-Gaspipeline der Welt unterzeichnet. "Dieses Projekt sichert langfristig die Exportroute von Israel und Zypern nach Griechenland,
Italien und in andere europäische Märkte. Dadurch wird die Versorgungssicherheit der EU verbessert", so die gemeinsame Stellungnahme. Die Leitung soll ungefähr 2.000 Kilometer lang sein und eine jährliche Kapazität von 10 bis 16 Mrd. Kubikfuß (ca. 283-453 Mio. Kubikmeter) haben. Die Baukosten werden auf EUR 5 Mrd. geschätzt. (euractiv) KR








Israeli erhält internationale Auszeichnung
Juval Wagner erhält in diesem Jahr einen der acht amerikanischen Viscardi-Awards. Damit werden Menschen mit Behinderungen geehrt, die das Leben dieser Gemeinschaft verbessern. Wagner erlitt 1987 mit
22 Jahren einen Hubschrauberunfall, als er bei der israelischen Luftwaffe diente. Er ist seitdem querschnittsgelähmt. 1999 gründete er die Organisation "Negischut Israel" (Barrierefreiheit für Israel). Nach Ansicht der Jury hat er mit seiner Organisation Access Israel die "Barrierefreiheit für Hunderttausende Menschen in Israel dramatisch verbessert". Zudem habe er das Land ermutigt, eine "barrierefreie Startup-Nation" zu werden. (viscardy, israelnetz) TS

Jerusalems Stadtverwaltung warnt vor "Winter"
Pünktlich wie jedes Jahr im Advent: Jerusalems Stadtverwaltung warnte in einer offiziellen Pressemitteilung vor dem "Winter", der sich zum Mittwoch (6. Dezember) ankündigte. Es werde regnen und starke Winde gegeben, bis zu 80 km/h. Alle Bewohner der Stadt
sollten sich entsprechend vorbereiten, Regenrinnen säubern, Blumenpötte wegräumen und Bäume trimmen. Ebenso sollte auf Vorrat eingekauft werden und für Ersatzheizung gesorgt werden, falls (wegen Regen) der Strom ausfällt. Besonders gewarnt wurden Autofahrer, weil bei Regen das Autofahren besonders gefährlich sei. Für weitere Informationen zum Winter in Jerusalem sollte die Hotline 106 oder die Sprecherin angerufen werden. Derweil rief Oberrabbiner David Lau zu Gebeten für Regen auf. Der allerdings nach 2 Tagen schon vorbei war. Die weiteren Aussichten: Heiter bei 15 - 20° C. (pm, wettercom, israelheute) TS

Israel kämpft gegen Tollwut aus Jordanien
Bewohner im Norden Israels haben vermehrt tollwütige Schakale gesichtet. Fast jeden Tag kommt es zu einem neuen Fall von Tollwut im nördlichen Raum Israels. Das Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass die Schakale von Jordanien nach Israel gelangen. Es kündigte an, Köder aufzustellen und wilde Katzen zu impfen. Hunde können kostenlose Nachimpfungen erhalten. (Israelnetz) KR




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Ministerin Merk eröffnet bayerisches Büro in Israel
Bayerns Europaministerin Beate Merk (CSU) hat eine Auslandsvertretung des Freistaats in Tel Aviv eröffnet. "Israel hat sich zu einem der dynamischsten Standorte für Start-ups und IT-Sicherheit entwickelt", sagte Merk in
Tel Aviv. Das Büro soll Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Bildung und Jugendaustausch vorantreiben. "Für uns gehört beides zusammen: der Blick zurück in die Vergangenheit und der Blick voraus in die Zukunft", sagte Merk. "Wir wollen eine lebendige Erinnerungskultur und eine starke bayerisch-israelische Partnerschaft im 21. Jahrhundert." Bei der Veranstaltung waren auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie die stellvertretende israelische Außenministerin Zipi Chotoveli. Das Büro im Zentrum Tel Avivs soll am 1. März 2018 offiziell seine Arbeit aufnehmen. Bayern will 2018 insgesamt EUR 300.000 in die Einrichtung mit drei Stellen investieren. Damit baut es seine bisherigen Bemühungen in Israel aus. Bisher hatte der Freistaat lediglich einen Repräsentanten in Tel Aviv. (traunsteiner, bayern) KR

Bewusstes Nein zu BDS in München
Am Ende ist die Entscheidung mit großer Mehrheit gefallen: Der Verwaltungs- und Personalausschuss des Münchner Stadtrats hat beschlossen, den antiisraelischen Boykott-Aufruf BDS ("Boycott, Divestment, Sanctions") in München zu ächten. Niemand, der sich mit der Kampagne befassen oder sie unterstützen will, darf demnach künftig zu diesem Zweck städtische Räume oder Zuschüsse erhalten. Die Stadt dürfe in keiner Form mit Befürwortern der Kampagne zusammenarbeiten, heißt es in dem Beschluss. (SZ, Knobloch) KR

Weltweite Tumulte wegen Jerusalem
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem hat weltweit Antagonismus ausgelöst. Die Türkei drohte
mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Israel. Die Palästinenser drohten mit gewalttätigen Ausschreitungen. Arabische Staaten befürchteten ein "Ende des Friedensprozesses", der freilich ohnehin über 10 Jahren auf Eis liegt. Geheimdienste warnten Trump, dass ein solcher Schritt "Krieg" im Nahen Osten auslösen könnte, als ob zwischen Irak, Syrien, Jemen und Libyen reiner Frieden herrscht. TS

Fakten zum Status von Jerusalem



  • Jerusalem war in biblischer Zeit Hauptstadt des Königreiches von David, Israels und Judäas mitsamt Königspalast und dem zentralen Tempel.
  • Die Römer zerstörten den Tempel und nannten die Stadt in Aelia Capitolina um.
  • Die Araber eroberten 637 Jerusalem und errichteten an der Stelle des Tempels den Felsendom.
  • Unter den Kreuzrittern ab 1099 wurde die Stadt zur Hauptstadt des "Königreichs Jerusalem".
  • Jerusalem wechselte mehrfach die Herrscher, blieb aber meist eine vergessene Provinzstadt.
  • Am 29. November 1947 empfahl die Generalversammlung der UNO, das britische Mandatsgebiet Palästina in einen jüdischen und arabischen Staat zu teilen, während Jerusalem als "corpus separatum" dem UNO-Sicherheitsrat unterstellt werden sollte.
  • Obgleich dieser "Teilungsbeschluss" nie umgesetzt worden ist, die Araber ihn ablehnten und sogar Krieg dagegen führten, halten sich bis heute die Staaten der Welt an den Status "corpus separatum".
  • 1948, während des Unabhängigkeitskrieges, eroberte Jordanien den Osten Jerusalems und Israel den Westen.
  • Am 4. Januar 1950 erklärte Israel Jerusalem zu seiner Hauptstadt, was kein Land anerkannt hat. Gleichzeitig annektierte Jordanien Ostjerusalem und das Westjordanland, was nur Pakistan anerkannte.
  • Westjerusalem wurde de facto als Hauptstadt Israels akzeptiert, aber nicht de jure. Deshalb stehen die Botschaften in Tel Aviv, aber die Botschafter überreichen in Jerusalem ihre Beglaubigungsschreiben. Der Regierungssitz und das Parlament befinden sich in Jerusalem.
  • Heute beanspruchen die Palästinenser Ostjerusalem für sich als Hauptstadt ihres künftigen Staates, während Israel 1967 schon die ganze Stadt annektiert und zu seiner Hauptstadt erklärt hat.
  • Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt und die Verlegung der US-Botschaft hatten bereits andere US-Präsidenten vor Donald Trump angekündigt. (TapferimNirgendwo, Israelnetz, FokusJerusalem, twitter) TS

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Ultraschall-Kurs für palästinensische Ärzte
Nach einem speziellen Ultraschallkurs im israelischen Soroka-Krankenhaus in Be'er Sheva sind palästinensische Ärzte jetzt in der Lage, Leben zu retten und die Behandlung ihrer Patienten zu

verbessern. Der Kurs sei auch eine Gelegenheit, die medizinische Zusammenarbeit in der Region zu stärken, sagte der IDF-Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Territorien (COGAT), der den Kurs organisiert hat. Der Kurs befasste sich mit der Verwendung von Ultraschall bei Patienten in Anästhesie und mit instabilen Kreislaufsystemen. Die Konferenz stellte eine innovative Behandlung vor, bei der Patienten eine Schmerzbehandlung durch Injektion in den schmerzenden Bereich erhalten, indem Ultraschall zur Führung der Injektion verwendet wird. Diese Injektion muss genau sein, um andere Bereiche des Körpers nicht zu schädigen, die aufgrund der komplexen Gesundheitsprobleme des Patienten tödlich sein könnten. An dem Kurs nahmen 31 palästinensische Ärzte aus der Westbank und zwei weitere Ärzte aus dem Gazastreifen teil. Israel bietet seine medizinischen Dienstleistungen, sein Know-how und sein Fachwissen regelmäßig für palästinensische Pflegekräfte und Patienten an, oft kostenfrei. (united) TS

Geburtsklinik für Syrer auf den Golanhöhen
Bislang gab es für schwangere Syrerinnen in einer Region von 225.000 Menschen nur ein einziges Krankenhaus auf den Golanhöhen. Der Bitte syrischer

Ärzte folgend hat das israelische Militär nun auf der syrischen Seite der Golanhöhen eine Geburtsklinik für Syrer aufgebaut. "Man kann nicht einfach dem Nachbarn beim Sterben und dem Leben unter schwierigsten Bedingungen zusehen", sagt der zuständige israelische Befehlshaber. Die Geburtsklinik öffnete bereits vor zwei Wochen die Türen im Dorf Bariqa. Das medizinische Personal stammt vollständig aus Syrien. Die Ausstattung kommt aus Israel. In der Region leben ungefähr 225.000 Menschen. Das Militär startete die Operation "Guter Nachbar" vor eineinhalb Jahren, um humanitäre Hilfe nach Syrien zu bringen. Teilweise erreicht die Operation syrische Dörfer, die 20 Kilometer hinter der Grenze liegen. Wobei das israelische Militär selbst nicht über die Grenze geht, sondern die Hilfsmittel an der Grenze zur Verfügung stellt. Das Militär hat auch 30 Tonnen Kleidung und diverse Kraftstoff zusammengestellt, damit die syrischen Dorfbewohner über den Winter kommen. (israelnetz) KR

Streik zum "Tag des Zornes"
Die Geschäfte waren zu. Johannes Gerloff hat sich mit mehreren Arabern im Basar der Altstadt in Jerusalem unterhalten. Die Leute waren nicht glücklich mit der Situation. "Warum wollt Ihr uns unbedingt einen Staat

aufzwingen. Wir haben mehr als zwanzig versagende arabische Staaten. Kein einziger funktioniert. Wozu wollt Ihr noch einen weiteren versagenden arabischen Staat? Lasst uns doch in Ruhe!", sagt ein junger arabischer Kaufmann aufgebracht. Auch der Vater ist zornig: "Denen geht es doch allen nur ums Geld, um sich selbst", meint er im Blick auf die alten Kampfgenossen, die heute samt und sonders hohe Posten in der Palästinensischen Autonomiebehörde bekleiden. "Abu Masen (Palästinenserpräsident Abbas) hortet nur Millionen für seine Söhne. Keiner denkt ans Volk." (FokusJerusalem) TS

Arafat ist Abbas beim ZDF
ZDF heute Sendung vom 6.12.2017, 19 Uhr. Bei Minute 04:04 sagte ein Sprecher des ZDF: "1993 - ein Bild das um die Welt geht: Palästinenserpräsident Abbas schüttelt die Hand von Israels Präsident Rabin." Das war

aber nicht Abbas, sondern Arafat, und er war kein Präsident, sondern Chef der PLO. Der Rest des Beitrags war von ähnlicher Qualität. Diesen Hinweis einer ILI-Mitarbeiterin übernahm Achgut.com. Der betreffende heute-Beitrag wurde inzwischen bearbeitet, so dass die ausgestrahlte Fassung nicht mehr zu sehen ist ("Video nachträglich geändert, u.a. wegen falscher Namensnennung"). (ZDF, achgut) KR EL JG

Judenhass vor dem Brandenburger Tor
Berlin, 8. Dezember: Hunderte Demonstranten, viele mit palästinensischen und türkischen Flaggen, hatten sich vor der US-Botschaft versammelt. Dabei wurden

laut Polizeiangaben zwei israelische Fahnen verbrannt. In Videos und auf Fotos ist dokumentiert, wie in der Menge vor dem Brandenburger Tor ein weißes Laken mit Davidstern angezündet wurde, antisemitische Parolen skandiert wurden und Fahnen der Fatah und der Hamas gezeigt wurden. Die Berliner Polizei hatte laut Medienberichten zunächst davon gesprochen, dass die Kundgebung "ohne größere Störungen" verlaufen sei. Einen Tag später meldete sie dann bei Twitter: "Eine Demonstration ,gegen die Verlegung der Amerikanischen Botschaft nach Jerusalem' verlief gestern keinesfalls störungsfrei. 10 Freiheitsentziehungen und 12 Strafanzeigen sind erfolgt. Unter anderem wegen des Verbrennens von Israel-Fahnen." Stellungnahmen aus dem politischen Berlin zu den israelfeindlichen und antisemitischen Vorfällen gab es zunächst (Stand 9.12.) bis auf einzelne Ausnahmen nicht. (welt, faz, JFDA, ReDoc, Felgentreu) EL / JG

Bei den Öffentlich-Rechtlichen, allen voran bei der Tagesschau, gibt es immer wieder Korrekturbedarf (FB, FB)

Links: Original Tagesschau,
Rechts: Korrekturvorschlag von F. Piatov

Und bei SPIEGEL Online erst recht... (FB)









Israelische Teams in Europa League ausgeschieden
Maccabi Tel Aviv gewann im letzten Spiel der Gruppenphase in der Europa League mit 1:0 beim FC Villarreal (Spanien). Es war allerdings der erste Sieg und der erste Torerfolg im sechsten Spiel, so dass kein Weiterkommen in der Europa League mehr möglich war. Auch für den anderen in der Europa League vertretenen israelische Verein, Hapoel Beer Sheva, ist nach der Gruppenphase nun Schluss. (JPost) JG



Wer allein den Kommentaren in den deutschen Medien (siehe Zusammenfassung bei israelnetz) glaubt, die schon seit Jahren ungeduldig auf die 3. Intifada lauern, erwartet jetzt, nach Trumps Worten zu Jerusalem, einiges zu erleben: Die Palästinenser werden mit einem weiteren
Aufstand antworten, im ach so friedlichen Nahen Osten wird es einen flächendeckenden Krieg geben und das Blut wird fernsehwirksam fließen. Vielleicht wird dann aber auch jemand die Muße haben, Trumps Ankündigung genauer zu lesen: Der Umzug der Botschaft, schon 1995 vom amerikanischen Kongress beschlossen, wird erst mittelfristig umgesetzt, vermutlich in vier Jahren (ToI). Die Präsidenten Clinton, Bush und Obama haben sich geweigert, das Gesetz zu unterschreiben. Da Trump nur noch 3 Jahre im Amt sein wird, muss das dann sein Nachfolger vollziehen. In Jerusalem geborene Amerikaner werden im Pass weiterhin nur die Stadt eingetragen bekommen, ohne Bezeichnung des Staates Israel (Imra). Trump schließt weder eine erneute Teilung Jerusalems aus, noch die Errichtung einer palästinensischen Hauptstadt in den Grenzen Jerusalems: "Wir nehmen keine Stellung zu Fragen des endgültigen Status, einschließlich der spezifischen Grenzen der israelischen Souveränität in Jerusalem oder der Auflösung der umstrittenen Grenzen. Diese Fragen sind Sache der Beteiligten." Trump hat nichts gegen eine "Zwei-Staatenlösung" und sagt weiter: "In der Zwischenzeit rufe ich alle Parteien auf, den Status quo an den heiligen Stätten Jerusalems aufrechtzuerhalten, einschließlich des Tempelbergs, auch bekannt als Haram al-Sharif." Er verwendet also die muslimische Bezeichnung des Tempelbergs und bestreitet so exklusive Rechte der Juden an dem historischen Hügel. Trump steht auf Seiten aller Beteiligten: "Gott segne Israel. Gott segne die Palästinenser und Gott segne die Vereinigten Staaten." Treffend hat der Haaretz-Redakteur Zwi Barel kommentiert: "Trump hat den Friedensprozess nicht getötet, sondern lediglich seine Leiche für tot erklärt." TS








DIG Frankfurt: Das Israelbild in hessischen Schulbüchern
Donnerstag, 14. Dezember 19:00 - 22:00 Uhr, SAALBAU Titus-Forum in Heddernheim, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main
Welches Israelbild wird in hessischen Schulbüchern vermittelt? Bericht aus Arbeitsgruppe, Podiumsdiskussion, anschliessend Empfang (FB) SSt


Naama Arad im Kunstverein Dortmund
Naama Arad (*1985, lebt und arbeitet in Tel Aviv) beschäftigt sich in ihren skulpturalen, meist installativen Arbeiten mit dem Verhältnis von Mensch und Objekt. Mit subtilem, surrealem Sinn für Humor offenbaren ihre aus alltäglichen Massenprodukten gefertigten Skulpturen eine nahezu symbiotische Beziehung zwischen dem Individuum und den ihn umgebenden Dingen. In "Love Handles", ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland, verfolgt Naama Arad Fragestellungen zu Geschlecht, Sexualität, Macht und Sprache. (kunstverein) EL

Noa Yekutieli in der Galerie Knust x Kunz in München
Unter dem Motto "Meeting Place" präsentiert die Galerie Knust x Kunz + /Sabine Knust noch bis 20. Januar 2018 Werke der Künstlerin 1989 geborenen Noa Yekutieli. Bei der Ausstellunghandelt es sich um eine Serie von Collagen, bestehend aus Fotographien und Scherenschnitten: aufwendige zwei- und dreidimensionalen Arbeiten die mit einem einfachen Satz künstlerischer Werkzeuge wie schwarzem Papier, einem Messer und einer Vision realisiert wurden. (knust&kunst) EL

A-Capellamusik aus Jerusalem zum Louis Lewandowski Festival
In Berlin und Potsdam findet vom 14. bis 17. Dezember 2017 die 7. Ausgabe des Louis Lewandowski Festivals statt, ein Festival moderner Synagogalmusik. Louis Lewandowski gilt als großer Meisters und Reformator der jüdischen Liturgie. Er machte den jüdischen Gottesdienst zu einem musikalischen Ereignis und verlieh der jüdischen Liturgie weltweit und überkonfessionell neue Ausstrahlung und Beliebtheit. Das Preopeningkonzert wird Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19 Uhr durch die Jerusalem A-Cappella Singers unter der Leitung von Judi Axelrod gestaltet. (festival) EL





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Das Jahr geht zu Ende, die Kassen sind leer, aber die Rechnungen stapeln sich...
Gerade jetzt zum Ende des Jahres sind die Zeiten besonders schwierig und wir sind auf die Hilfe eines jeden Einzelnen angewiesen. Es wird weiterhin immer mehr von uns gefordert, was aber auch bedeutet, dass uns weniger Zeit bleibt, um mögliche Spender anzusprechen und neue Fördermitglieder zu gewinnen. Ein trauriger Teufelskreis, denn ohne Spenden können wir nicht überleben. Und auch wenn wir so kostengünstig arbeiten, wie irgendwie möglich, gibt es doch unvermeidbare Kosten. In diesem Sinne möchten wir noch einmal an Ihre Großzügigkeit appellieren, uns zu helfen diese Kosten abzudecken. Jede Spende zählt! ILI ist ein gemeinnütziger Verein und selbstverständlich erhalten Sie bei Angabe von Namen und Anschrift einen Spendenbeleg. Weitere Infos auch unter: Spenden. DANKE!
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Israels Botschafter im n-tv Interview: "Hinter den Kulissen gibt es Kooperation mit unseren Nachbarn"

Helmut Königshaus (Präsident DIG) zur Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich das sagen würde..."

Präsident Trumps Jerusalem Rede

American Presidents and political leaders from both sides of the aisle have spoken about recognizing undivided Jerusalem as the capital of Israel...

Christian Seebauer auf dem Israel-Trail



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Shalom
Thomas
ILI News
Thomas@il-israel.org



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